geplanter Bevölkerungsaustausch (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Dienstag, 24.11.2015, 20:00 vor 2158 Tagen (5745 Aufrufe)

Hallo, zusammen,

das gibts jetzt sogar schriftlich, mit höchstem Brief und Siegel:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/vereinte-nationen-fordern-bevoelkerungsaustausch-von-deutschland.html

Vereinte Nationen fordern Bevölkerungsaustausch von Deutschland
Udo Ulfkotte

Die Vereinten Nationen fordern für die EU-Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien einen »Bevölkerungsaustausch« mit Migranten aus Nahost und Nordafrika. Offenkundig ist der Asyl-Tsunami von langer Hand geplant.

In dem erst jetzt bekannt gewordenen UN-Bericht »Replacement Migration« (ST/ESA/SER A./206) der Bevölkerungsabteilung der UN (UN Population Division) aus dem Jahr 2001 wird die Öffnung Deutschlands für 11,4 Millionen Migranten gefordert, auch wenn das innerhalb Deutschlands zu sozialen Spannungen (»rise to social tensions«) führen werde.
Der Kampf gegen Widerstände in der Bevölkerung beim Bevölkerungsaustausch sei jedoch erforderlich, um Wirtschaftswachstum zu erzielen. Das alles diene den Interessen der Industrie.

mit Link zur UN:

http://www.un.org/esa/population/publications/migration/migration.htm

http://www.un.org/esa/population/publications/ReplMigED/Germany.pdf

Da, dann ist doch alles bestens......:-(

Beste Grüsse vom Baldur

Bevölkerungsaustausch?

gaudens @, Dienstag, 24.11.2015, 20:50 vor 2158 Tagen @ Baldur (4628 Aufrufe)

Hallo Baldur

Ich weiss nicht wieso du dich so aufregst und sowieso würde ich erst mal richtig ins Deutsch übersetzten. Kopp scheint mir da Schwierigkeiten zu haben.

"Replacement Migration" heisst eher "Ersetzende Einwanderung".
Und ersetzt werden sollt nicht Ihr lieben Deutschen, sondern euer fehlender Nachwuchs, weil Ihr zu wenig Kinder bekommt. :-)

Schaut nur mal rüber zu den Schweizern, die machen auch zu wenig Nachwuchs, haben aber mit Hilfe der Einwanderung ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum und somit eine florierende Wirtschaft.

Alleine seit 2000 ist die Schweizer Bevölkerung um 1 Million angewachsen.
Hochgerechnet auf Deutschland wären das 10 Millionen mehr, die eure Wirtschaft dringend bräuchte.

Grüsse, gaudens

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Wirtschaft als schaler Selbstzweck

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 24.11.2015, 22:00 vor 2158 Tagen @ gaudens (4565 Aufrufe)

Hallo!

die eure Wirtschaft dringend bräuchte.

Hier offenbart sich allerdings ein verhängnisvoller Fehler der Zivilisation, nämlich das "Denken in Geld", bei dem im Grunde etwas sekundäres, das etwas Höherem dienen sollte, zum Hauptzweck des Daseins erhoben wird.

Auf das Einzellebewesen heruntergebrochen würde das bedeuten, daß der ganze Mensch alleine zum Erhalt des Blutkreislaufs, zur Nahrungsaufnahme und zur Defäkation am Leben wäre. Eine Lebenshaltung, die übrigens im Alltagsleben weiter Bevölkerungsteile, deren Sinnersatz der Konsum zu sein scheint, heutzutage wunderbar zu beobachten ist.
Es dürfte wohl kaum jemand hier bestreiten wollen, daß der Lebenssinn nicht darin zu suchen ist, sondern in etwas Höherem: z. B. persönlicher Entwicklung, seelischem Fortschritt, Reife und über einen selbst hinausweisend im Dienst für Familie, Volk, Vaterland, eine Idee, Gott. Ziele, für welche die Wirtschaft allein die Ressourcen bereitzustellen hat und nichts außer dem.
Dreht sich das Verhältnis um und wird die Wirtschaft zum Ziel, zum Höchsten, zu Gott erhoben, bricht das höhere Leben zusammen, wird tierisch und verendet schließlich.

Darauf kommen sogar die flachen sozialpsychologischen Denker der Moderne, in deren Bedürfnispyramide die "physiologischen Bedürfnisse" auf der untersten Stufe stehen.

Was das für ein Staatswesen bedeutet, das stets die äußere Repräsentation eines gesunden, in Form befindlichen und strebsamen Volkes ist, hat Spengler u. a. in "Jahre der Entscheidung" beschrieben oder im Untergang des Abendlandes im Kapitel über das Geld.

Wird aus wirtschaftlichen Erwägungen ein Volk schleichend ersetzt, so führt dies nicht zur Stärkung der Wirtschaft, sondern zum Untergang des Volkes, zu dessen Lebensfunktionen diese Wirtschaft eigentlich gehört. Der Untergang der Wirtschaft selbst ist die notwendige Folge.
Eine solche "Politik" zeugt zudem von einer völligen Unfähigkeit, Völker und ihre Eigenheiten, ihre seelische Verfassungen auseinanderzuhalten. In den Köpfen solcher Entscheider gibt es vermutlich gar keine Deutschen, Franzosen, Araber usw. mehr, sondern lediglich quantitative Bevölkerungen, die ihnen beliebig austauschbar erscheinen. Ein Araber oder Neger wird aber niemals in der Lage sein, die faustische Wirtschaftswelt weiterzuführen. Daher ist dies nicht nur für uns (Deutsche und Ausländer) eine Politik der forcierten Völkervernichtung, sondern auch für die Geldmächte im Hintergrund eine Politik der Selbstzerstörung. Es ist denen in seiner vollen Konsequenz vielleicht gar nicht bewußt.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Vernichtung der Völker ist nicht zerstörend für Geldmächte im Hintergrund

Lieselotte @, Dienstag, 24.11.2015, 22:14 vor 2158 Tagen @ Taurec (4249 Aufrufe)

hallo,

"In den Köpfen solcher Entscheider gibt es vermutlich gar keine Deutschen, Franzosen, Araber usw. mehr, sondern lediglich quantitative Bevölkerungen, die ihnen beliebig austauschbar erscheinen. Ein Araber oder Neger wird aber niemals in der Lage sein, die faustische Wirtschaftswelt weiterzuführen. Daher ist dies nicht nur für uns (Deutsche und Ausländer) eine Politik der forcierten Völkervernichtung, sondern auch für die Geldmächte im Hintergrund eine Politik der Selbstzerstörung. Es ist denen in seiner vollen Konsequenz vielleicht gar nicht bewußt."

Der entstehende Mischling mit dem IQ von 90 muss keine arischen Höchstleistungen bringen, soll er gar nicht, ist nicht erwünscht. Er soll nur einfach arbeiten können und konsumieren, und er soll über seine Emotionen leicht lenkbar sein. Wie es die Wirschaft halt braucht. Ein Klon, ein menschenähnlicher KLon täte es genauso.

Inwieweit die Vernichtung der Völker für die Geldmächte im Hintergrund zerstörend sein sollte, erschließt sich mir nicht; können diese wohl auch ohne zivilisatorische Höchstleistungen leben. Die legen halt Wert auf andere Dinge, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen will. Ähnlich wie in Orwells 1984, das ist das ja gut beschrieben.

Die Aussage dass die Vernichtung der einzelnen Völker und ihrer damit zusammenhängenden Kultur auch für die Geldmächte im Hintergrund zerstörend sein könnte, ist m. Meinung nach nur ein unrealistischer, selbsttäuschender Grund, um sich noch ein bisschen Hoffnung zu machen.Hoffnung, die aber auf nichts gegründet ist. Wen man frei sein will, muss man dafür kämpfen, alles andere ist Mumpitz.

gruß Lieselotte

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Keine Rettung zu erwarten

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 24.11.2015, 23:47 vor 2158 Tagen @ Lieselotte (4460 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Dienstag, 24.11.2015, 23:57

Hallo!

Für unrealistisch halte ich die Annahme, die "Geldmächte", die ja Teil der faustischen Zivilisation sind, entsprechend denken und deren ganze Existenz auf dieser Zivilisation fußt, würden deren Zusammenbruch zum eigenen Machterhalt willentlich in Kauf nehmen oder sogar hervorrufen wollen.

Einen unkontrollierbaren Kollaps anzustreben, ist vom Standpunkt politischer Pragmatik völlig unvernünftig. Die Chancen, das zu überleben und die eigene Macht zu erhalten (nämlich indem man unsinnigerweise die Zügel sogar aus der Hand läßt), sind gar nicht berechenbar.

können diese wohl auch ohne zivilisatorische Höchstleistungen leben.

Es wären dann nicht mehr die selben. Die Herrschenden sind mit diesem System und seinem Funktionieren eng verflochten. Sollte irgendein Idealbild des Lebens auf Erden sie antreiben, irgendein (wenn auch noch so utopisches) Ziel, wie die Menscheit beschaffen zu sein habe, dann wären mit dem Zusammenbruch der Zivilisation und dem Ende ihrer "Höchstleistungen" auch diese Ziele und damit die "Geldmächte" gescheitert.
Ob einzelne Individuen aus der Riege der "Geldmächte" nachher noch irgendwo das Sagen haben, ist für diese Fragestellung belanglos, weil inmitten rauchender Ruinen, wo wieder ursprüngliche Lebensgesetze unmittelbar zur Geltung kommen und eine andere Ordnung entsteht, sie auch auf andere, simplere Machtmittel zurückgreifen müßten.

Der entstehende Mischling mit dem IQ von 90 muss keine arischen Höchstleistungen bringen, soll er gar nicht, ist nicht erwünscht. Er soll nur einfach arbeiten können und konsumieren, und er soll über seine Emotionen leicht lenkbar sein. Wie es die Wirschaft halt braucht. Ein Klon, ein menschenähnlicher KLon täte es genauso.

Die heutige Wirtschaft, die vollständig auf Technik angewiesen ist, läßt sich mit IQs von 90 nicht erhalten. Es sind sehr viel höhere Intelligenzen und nicht zuletzt schöpferische Begabungen vonnöten. Es bedarf hierzu einer hochgebildeten Schicht, in der ein Klima geistiger Freiheit herrscht.

Außerdem: In einem Raum zwanghaft zusammengepferchte, unterschiedliche Völker und Rassen vermischen sich allenfalls marginal. Die tagtäglich wahrgenommenen Unterschiede führen vielmehr zu Polarisation und Abgrenzung. Vielvölkerstaaten sind nur durch einen starken Staat oder eine andere Klammer (in den USA z. B. "Geld") zusammenzuhalten, ohne daß sich die Rassen darin mischten.

Zudem ist das Konzept "IQ" materialistisch gedacht. Natürlich gibt es auch in nichteuropäischen Völkern sehr hohe Intelligenz. Allein hieraus läßt sich nicht die Fähigkeit oder der Wille zur Technik ableiten. Dieser ist allein seelisch. Es gibt für das menschliche Dasein an sich keine Notwendigkeit, Hochtechnologie zu entwickeln. Man ist bis vor kurzer Zeit in der Menschheitsgeschichte noch nicht mal auf die Idee gekommen, obschon die Menschen keinesfalls dümmer waren. Sie waren nur nicht wir. Auch die Asiaten, die schon viel länger Kultur haben als wir, wurden erst durch uns dazu animiert.

Das heutige Wirtschaftsleben, die Globalisierung, die Technik, die das ermöglicht, die "Geldmächte", die als Spinne im Zentrum sitzen, sind faustische Produkte, die verschwinden werden, wenn das Faustische verschwindet, was passieren wird, wenn die europäischen Völker und ihre kolonialen Ableger verschwinden oder zumindest derart marginalisiert sind, daß für das System nicht mehr genügend Substanz vorhanden ist. Diese Substanz ist quantitativ (Bevölkerungsstärke) und qualitativ (Bildungssystem, Erziehung, Ethos). Letzteres ist bereits jetzt stark in Mitleidenschaft gezogen worden im Zuge der jahrzehntelangen Auflösung und Aufweichung. Zuletzt meinte der Innenminister Thomas die Misère, den Bildungsstandard zeitweise (!) senken zu müssen. Was aber einmal verloren ist, wird in unseren Zeiten nicht wieder erlangt.

Was Araber und Afrikaner angeht: Die werden hier mitnichten etwas leisten, sondern sich parasitär von unserer Substanz nähren. Ich mache ihnen ihr Wesen nicht zum Vorwurf. Sie passen nur nicht hierher.

Die Aussage dass die Vernichtung der einzelnen Völker und ihrer damit zusammenhängenden Kultur auch für die Geldmächte im Hintergrund zerstörend sein könnte, ist m. Meinung nach nur ein unrealistischer, selbsttäuschender Grund, um sich noch ein bisschen Hoffnung zu machen.Hoffnung, die aber auf nichts gegründet ist.

Bitte verstehend lesen. Ich habe (stark vereinfacht!) geschrieben, bzw. gemeint:

  • Die "Geldmächte" sind auf faustische Menschen angewiesen.
  • Die "Geldmächte" betreiben eine Politik der Vernichtung des faustischen Menschen.
  • Die "Geldmächte" scheinen diesen Umstand nicht zu überreißen (oder sie nehmen in willentlich in Kauf, aber warum?).

Ich habe nicht geschrieben: Die "Geldmächte" werden schon noch merken, daß wir für sie wichtig sind und uns in letzter Sekunde retten und erhalten. Das wäre tatsächlich illusorisch.
Ich habe eigentlich das Gegenteil geschrieben und gemeint. Daß die "Geldmächte" letztendlich selbst daran zugrundegehen werden, ist keine Drohung und kein Hoffnungsschimmer, sondern die schlichte Feststellung einer (meines Erachtens) Tatsache und historischen Notwendigkeit.

Man kann auch von einem aggressiven Tumor nicht erwarten, daß er erkennt, wie er seinen Träger tötet, und zu wachsen aufhört – ganz im Widerspruch zu seiner ureigenen Natur.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Oder sie nehmen ihn willentlich in Kauf, aber warum?

rauhnacht @, Mittwoch, 25.11.2015, 10:02 vor 2158 Tagen @ Taurec (4143 Aufrufe)

Hallo,
vielleicht darum:
Der faustische Mensch weiß selbst nicht, ob sein Sein mehr Segen oder mehr Fluch ist.
Zwischen dem hier; schöner Text zum „Universalgenie“ der Sturm und Drang Zeit aus Wikipedia:

"Wer bemerkt, wahrnimmt, schaut, empfindet, denkt, spricht, handelt, bildet, dichtet, singt, schafft, vergleicht, sondert, vereinigt, folgert, ahndet, gibt, nimmt − als wenn's ihm ein Genius, ein Wesen höherer Art diktiert und angegeben hätte, der hat Genie; als wenn er selbst ein Wesen höherer Art wäre − ist Genie. […] Der Charakter des Genies und aller Werke und Wirkungen des Genies − ist meines Erachtens − Apparition ... Wie Engelserscheinung nicht kömmt, sondern da steht; nicht weg geht, sondern weg ist; wie Engelserscheinung ins innerste Mark trifft − unsterblich ins Unsterbliche der Menschheit wirkt − und verschwindet, und fortwirkt nach dem Verschwinden − und süße Schauer und Schreckentränen und Freudenblässe zurückläßt, so Werk und Wirkung des Genies. […]
Oder nenn' es, beschreib' es wie du willst! Nenn's Fruchtbarkeit des Geistes! Unerschöpflichkeit! Quellgeist! Nenn's Kraft ohne ihres Gleichen − Urkraft, kraftvolle Liebe; Elastizität der Seele […] Nenn's Zentralgeist, Zentralfeuer, dem nichts widersteht. […] Nenn's und beschreib's wie du willst und kannst: das Ungelernte, Unentlehnte, Unlernbare, Unentlehnbare, Unnachahmliche, Göttliche − ist Genie − das Inspirationsmäßige ist Genie"

Über dies hier:

"Nach der Reichsgründung wurde Faust zum „nationalen Mythos“, zur „Inkarnation deutschen Wesens und deutschen Sendungsbewußtseins“ verklärt.[268] Neuere Interpretationen drängen den überkommenen Deutungsoptimismus des „Faustischen“ mit seiner Vorbildfigur für rastlosen Drang nach Vervollkommnung zurück und verweisen stattdessen auf das „Ruheverbot“ und den „Bewegungszwang“ im modernen Charakter des „Global Player Faust“ hin."

Da wird wegen der begangenen Hybris dies Sein zur Sicherheit lieber wieder in den „Gängelwagen“ gesperrt, was allen Recht ist. Den oben wegen der Gefahr. Den unten wegen der „Faulheit und Feigheit“, wie Kant so schön erklärt.

"In dem nun folgenden Absatz erklärt Kant, warum ein großer Teil der Menschen, obwohl sie längst erwachsen sind und fähig wären selbst zu denken, zeit ihres Lebens unmündig bleiben und dies auch noch gerne sind. Der Grund dafür sei „Faulheit und Feigheit“. Denn es sei bequem, unmündig zu sein. Das „verdrießliche Geschäft“ des eigenständigen Denkens könne leicht auf andere übertragen werden. Wer einen Arzt habe, müsse seine Diät nicht selbst beurteilen; anstatt sich selbst Wissen anzueignen, könne man sich auch einfach Bücher kaufen; wer sich einen „Seelsorger“ leisten könne, brauche selbst kein Gewissen. Somit sei es nicht nötig, selbst zu denken, und der Großteil der Menschen (darunter das „ganze schöne Geschlecht“) mache von dieser Möglichkeit Gebrauch. So werde es für andere leicht, sich zu den „Vormündern“ dieser Menschen aufzuschwingen. Diese Vormünder sorgten auch dafür, dass die „unmündigen“ Menschen „den Schritt zu Mündigkeit“ außer für beschwerlich auch noch für gefährlich hielten. Kant vergleicht hier die unaufgeklärten Menschen drastisch mit „Hausvieh“, das dumm gemacht worden sei. Sie würden eingesperrt in einen „Gängelwagen“, dies war im 18. Jahrhundert ein Korbgestell auf Rädern, mit dem Kinder das Laufen lernten. Diesen „Eingesperrten“ würden von ihren Vormündern stets die Gefahren gezeigt, die ihnen drohten, wenn sie versuchten selbstständig zu handeln. So werde es für jeden einzelnen Menschen schwer, sich alleine aus der Unmündigkeit zu befreien – zum einen, weil er sie „liebgewonnen“ habe, weil sie bequem sei, und zum anderen, weil er inzwischen größtenteils wirklich unfähig sei, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, weil man ihn nie den Versuch dazu habe machen lassen und ihn davon abgeschreckt habe."

Die Hybris der Vormünder, die für sich in Anspruch nehmen, allein zu wissen,wird von diesen nicht erkannt. Wie auch, denn schließlich weiß die faustische Seele in ihrem Unendlichkeitswahn eben nun einmal selbst nicht, ob sie mehr Segen oder mehr Fluch erwirkt.
Das ist unser aller Dilemma und tosend werden wir untergehen.
Nicht wegen „der strafenden Götter“, sondern wegen der Wirkungen der Schöpfungsgesetzlichkeiten.

Was danach kommt, baut wieder auf und hoffentlich wegen des Lernerfolges näher dran und mit gezügelter Macht.

Liebe Grüße, Rauhnacht

nicht logisch

tuka @, Mittwoch, 20.01.2016, 22:41 vor 2101 Tagen @ Lieselotte (3113 Aufrufe)

Hallo,

Der entstehende Mischling mit dem IQ von 90 muss keine arischen Höchstleistungen
bringen, soll er gar nicht, ist nicht erwünscht. Er soll nur einfach arbeiten
können und konsumieren, und er soll über seine Emotionen leicht lenkbar sein. Wie
es die Wirschaft halt braucht. Ein Klon, ein menschenähnlicher KLon täte es
genauso.

Das ist eine These, die auch meine Frau vertritt. Allerdings ist sie für mich nicht logisch. Angenommen man wäre Fugger im Mittelalter und wäre der reichste Mensch der damaligen Zeit. Und dann hätte man die Möglichkeit per Zeitsprung ins heutige Deutschland zu springen um als HartIVler zu leben. Welches Leben wäre wohl besser?

Materiell, kulturell und gesundheitlich eindeutig das heute Deutschland. Schnödes Karies war damals eine potentiell tödliche Krankheit (wenn sich eine Karies bis zum Wurzelkanal durchfrisst, gibt es eine Blutvergiftung die tödlich ist).

Der Vorteil von Fugger wäre lediglich Macht als solches.

Auch der angebliche Vorteil billiger Arbeitskräfte zieht nicht. Relevant ist ja nicht der Preis einer Arbeitskraft, relevant für die Wirtschaft sind Kosten und Nutzen. Deshalb sind die aktuellen Fremdlinge auch so völlig irrelevant für die Wirtschaft. Was soll als Beispiel Siemens mit Leuten anfangen, die zwar billig sind, aber nicht mal lesen können?

Ohne hochqualifizierte Mitarbeiter gibt es keine Fahrzeuge mehr, keine Flugzeuge, keine Kultur, kein warmes Wasser. Ein Superreicher der sich auf Leute mit einem IQ90 verlässt, wird ins tiefste Mittelalter katapultiert.

Es gibt aber IMO etwas was viel schlimmer ist, als schönes Besitzstreben: Einfache Bosheit. Es gibt Menschen (und zwar durch aus viele), die würde bei Existenz eines fiktiven Weltvernichtungsknopfes bedenkenlos draufdrücken. Es gibt in meinen Augen in dieser Welt einen bösen Geist, der sich daran erfreut Menschen leiden zu sehen. Dieser böse Geist hat nur das Ziel zu quälen und zu vernichten.

Noch schlimmer!

rauhnacht @, Dienstag, 24.11.2015, 22:51 vor 2158 Tagen @ Taurec (4213 Aufrufe)

Hallo,
Ja, Zustimmung zur Analyse.
Allerdings fürchte ich, dass es sich ja nicht um qualitativen Austausch handelt. Also dem, was dann da so im Vordergrund gehandelt wird, schlimm genug, wegen des Geburtenschwundes und verblümt im Hintergrund wahrgenommenen aus sogenannten Aufwachkreisen zur Vermischung und Gefügigmachung der Instanz „Volk“.
Meines Erachtens geht es um Austausch einer alternden, UND DAS IST WESENTLICH nicht mehr im gewünschten Ausmaß leistungsfähigen Arbeitermasse.

Das ist pures wirtschaftliches, genozides Wirken und Wollen.

Das ist der Zenit des materiellen Denkens und schließt nahtlos an Deine Analyse an.

Es geht um nichts weiter wie die weitere Einbindung der Ressource menschlicher Arbeitskraft, VÖLLIG entseelt, zum eben grad so weiteren Funktionieren der „Maschine der Wirtschaft“.
Was dann „unnütz, schwach, krank, entartet da nicht einbindungsfähig nach Din..., oder alt ist“; um Ethnien oder sonstig blümerantes geht es da gar nicht, darf dann gehen. DAS werden die neuen „Schädlinge“ der Gesellschaft sein. Gutmenschlich werden sie dann von ihrem qualvollen, üblen Leben erlöst werden dürfen. Was von allzu vielen jubelnd begrüßt werden wird, weil lebenswert erscheint solch ein Leben ja nicht mehr.

Das ist ganz entsetzlich und meines Erachtens das, was in den Feldpostbriefen, von wegen „der Fluch besteht weiterhin“ ausgedrückt sein könnte.

Nichts Neues unter der Sonne, aber irgendwie seh das nur ich???;
Rauhnacht

Alles was nicht der Wirtschaft dient, muss weg

Lieselotte @, Dienstag, 24.11.2015, 23:36 vor 2158 Tagen @ rauhnacht (4074 Aufrufe)

hallo,

"Das ist pures wirtschaftliches, genozides Wirken und Wollen.

Das ist der Zenit des materiellen Denkens und schließt nahtlos an Deine Analyse an.

Es geht um nichts weiter wie die weitere Einbindung der Ressource menschlicher Arbeitskraft, VÖLLIG entseelt, zum eben grad so weiteren Funktionieren der „Maschine der Wirtschaft“.
Was dann „unnütz, schwach, krank, entartet da nicht einbindungsfähig nach Din..., oder alt ist“; um Ethnien oder sonstig blümerantes geht es da gar nicht, darf dann gehen."

ja ja, die Ethnien-Sache ist längst nicht mehr wichtig. Die wird nur noch benutzt von den Massenmedien, um das Restvolk zu spalten.

Tendenzen in diese Richtung sieht man überall, Beispiel: Zu geringer Satz bei HartzVier, Repressalien ohne Rücksicht auf Menschlichkeit mit dem Ziel: Frühes Ableben von eh nicht mehr weiter auszusaugenden Arbeitslosen; dasselbe System gibt es bei Kleinstrenten, nächster Sektor: Medizin, Medizin wird reduziert auf ein Mindestmaß, was Kassen noch für Arme bezahlen, Sinn dahinter: Sozialverträgliches ableben.

Alles was nicht der Wirtschaft dient, muss weg. Da das nicht offen gemacht werden kann, macht man das über "sechs Ecken", über die Pharma-Mafia geht ganz viel in der Richtung, ich könnte da viel drüber erzählen, ist aber hier nicht Thema. STichwort: Gesunde Menschen sind nicht erwünscht. Was im Gesundheitssystem läuft, ist Kapitalismus pur, wer nix zahlen kann, krepiert halt eher, na, und?
Da fragt die Wirtschaft nicht nach.

So ungefähr.

Traurig nur dass so viele Leute da noch mit machen.

Gruß Lieselotte

kann ich nachvollziehen

IFan @, Dienstag, 24.11.2015, 23:26 vor 2158 Tagen @ Taurec (4005 Aufrufe)

Hallo Taurec,

"Hier offenbart sich allerdings ein verhängnisvoller Fehler der Zivilisation, nämlich das "Denken in Geld", bei dem im Grunde etwas sekundäres, das etwas Höherem dienen sollte, zum Hauptzweck des Daseins erhoben wird."

Genau.

In der Kirche heißt das Glaubensbekenntnis, "Ich glaube an Gott, den allmächtigen, ..."

Wenn man Jean-Claude Juncker sprechen hört, was auch für viele andere Politiker gelten wird, kann man seine Worte so übersetzen:

"Ich glaube an Geld, das allmächtige, und an Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze ..."

Ich glaube auch, dass das auf Dauer zum Zusammenbruch führen wird. Deinen weiteren Ausführungen kann ich 100%ig zustimmen. Geld wird zum Selbstzweck. Bis die Leute merken, dass man es nicht essen kann (wobei ich den anderen Teil des Indianerspruchs, bei dem der Satz auch vorkommt, nicht völlig nachvollziehen kann).

Gruß, IFan.

Armageddon

DcDruide @, Montag, 30.11.2015, 04:36 vor 2153 Tagen @ Taurec (3584 Aufrufe)

Hallo Taurec,

den allermeisten nicht.
Aber ein kleiner Zirkel arbeitet darauf hin, dass der Erzengel kommt und sie erlöst. Vorher muss es aber RICHTIG krachen.

Grüße
DcD

Sehr schön ...

Wizard, Berne, Dienstag, 24.11.2015, 22:25 vor 2158 Tagen @ gaudens (4143 Aufrufe)

Moin Gaudens

... die Propaganda gelernt.

"Replacement Migration" heisst eher "Ersetzende Einwanderung".

"Ersetzende Einwanderung" bedeutet nämlich genau das, Austausch der Bevölkerung

Und ersetzt werden sollt nicht Ihr lieben Deutschen, sondern euer fehlender Nachwuchs, weil Ihr zu wenig Kinder bekommt.

Ich würde mal darüber nachdenken, aus welchen Kreisen diese dumme Behauptung kommt.

eine florierende Wirtschaft.
Hochgerechnet auf Deutschland wären das 10 Millionen mehr, die eure Wirtschaft dringend bräuchte.

Ach ja?

Jedes mal wenn ich diese unausgegorenen Schwachsinn von dringend benötigtem Wachstum höre, geht mir der Hut hoch. Es kann gar kein unendliches Wachstum geben, sondern nur ein Gleichgewicht. Dieses Geschwafel vom dringend benötigten Wachstum ist nichtsweiter als die kranke Fantasie von irgendwelchen Arschlöchern die den Hals nicht voll bekommen können. Aus dem Grund baut man mittlerweile auch überall absichtlich "Sollbruchstellen" ein (fachlich Obsoleszenz genannt). Die Dinge sollen nur noch maximal so lange halten, wie die Garantiezeit (wenn überhaupt), damit man den Leuten laufend was neues verkaufen kann. Und da das noch nicht genug Profit bringt, greift man noch zu ganz anderen Mitteln. Vom Hochschrauben der Stromspannung, damit Elektrogeräte schneller den Geist aufgeben bis hin zu Kriegen ist denen alles Recht. Hauptsache ihre Taschen füllen sich. Und damit das möglichst wenige merken, schraubt man bei den Leuten die Bildung herunter.

Wir brauchen nicht mehr Bevölkerung, sondern weniger. Vor allem weniger Deppen, die jeden Mist aus der Bildzeitung und der Glotze nachplappern. Und was wir noch ganz dringend brauchen, ist ein Gleichgewicht in allen Bereichen.

Bis denne

Wizard

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

Jeder plappert nach

Lieselotte @, Dienstag, 24.11.2015, 22:33 vor 2158 Tagen @ Wizard (4135 Aufrufe)

hallo,

"Wir brauchen nicht mehr Bevölkerung, sondern weniger. Vor allem weniger Deppen, die jeden Mist aus der Bildzeitung und der Glotze nachplappern"


ja, sachlich ist das richtig.
Als ich Gaudens Meinung las, dachte ich: Na und, das ist doch nur eine Meinung. Eine Meinung eines Menschen, der es nicht verstanden hat, weil: gehirngewaschen.
Leider sind sie (fast) alle so.

Ich biete mich an, freiwillig alle die Millionen auszusortieren, die Unsinn aus Zeitung, Fernsehen und sonstwoher nachplappern. Da bleiben dan 5 Millionen übrig... wenn überhaupt. Und schon ist Deutschland wieder frei. Ein Traum wäre das. Keine Leute mehr da, die alles zerstören, inklusive der Menschlichkeit.

Unwissen ist ja nicht schlimm. Unwissen ist aber meist gepaart mit zerstörerischer Ignoranz. Deshalb kommt man an diese Leute nicht ran und deshalb müssen die leider erst alles zerstören, bevor die zu späte Einsicht einsetzt (wenn überhaupt).

gruß Lieselotte

dein Kommentar

Donnerwetter @, Mittwoch, 25.11.2015, 10:59 vor 2158 Tagen @ Wizard (4002 Aufrufe)
bearbeitet von Donnerwetter, Mittwoch, 25.11.2015, 11:10

Hallo Zusammen und Guten Morgen,
Sevus Wizard , sehe ich genauso und danke für deinen erfrischenden und wütetenden Kommentar! )))
50% weniger Bevölkerung wäre ein Segen, für uns alle und die Erde," Hilfe wir sterben aus "
so what!
hoffentlich, kann ich da nur sagen.
Wenn man unter der Woche Morgens im bayrischen Voralpenland auf einen Berg steigt stehen in der Früh um 8 Uhr schon 7 andere da rum, Grrrrr! Ich hasse es )))
Und dieser Wahn vom unbegrenzten Wachstum, geht mir schon lange auf die Nerven!
Gegen diesen ganzen Wahnsinn heute, hilft nur noch ein Wunder!

Bergspitzen-App

Hinterbänkler @, hinterm Wald im Emmental, Montag, 30.11.2015, 12:12 vor 2153 Tagen @ Donnerwetter (3496 Aufrufe)

Disclaimer: Alles Folgende ist subjektiv, erhebt - obwohl möglicherweise klar und pointiert formuliert - nicht den Anspruch die Wahrheit zu sein, sondern sind subjektive Ableitungen aus meinem persönlichen Weltbild.

Wenn man unter der Woche Morgens im bayrischen Voralpenland auf einen Berg steigt stehen in der Früh um 8 Uhr schon 7 andere da rum, Grrrrr! Ich hasse es )))

Na Donnerwetter,

was ist, wenn ich, da etwas älter, erst 10 nach 8 oben ankomme?
Stehen dann 8 andere da rum?
Was ich dann hassen könnte?
Und was muss ich erst hassen, wenn ich um 10 Uhr komme?
Wieviel Millionen Erden bräuchten wir, wenn jeder eine einzelne Bergspitze beanspruchen dürfte?
Oder stell Dir die App vor, die organisiert, dass immer nur einer auf der Spitze ist?
Jeden zur Anwendung der App zwangsverpflichten?

Mir scheint, der Weg wäre - vielleicht während des Aufstiegs? - am Hassen und an der Kommunikationsfähigkeit zu arbeiten.
Für mich ist das Problematische, dass da oben auf der Bergspitze nicht miteinander geredet wird.
Genauso im Zugabteil.
Vor 20 Jahren konnte ich mich immer auf der Bergspitze wie im Zug unterhalten.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

Gaudeamus igitur

Amselkönig @, Mittwoch, 25.11.2015, 15:22 vor 2157 Tagen @ gaudens (3993 Aufrufe)
bearbeitet von Amselkönig, Mittwoch, 25.11.2015, 15:39

Grüß Dich Gaudens, der sich so gerne freut :waving:

"Ich weiss nicht wieso du dich so aufregst und sowieso würde ich erst mal richtig ins Deutsch übersetzten. Kopp scheint mir da Schwierigkeiten zu haben."

Ja!

"Replacement Migration" heisst eher "Ersetzende Einwanderung".

Jau!

"Und ersetzt werden sollt nicht Ihr lieben Deutschen, sondern euer fehlender Nachwuchs, weil Ihr zu wenig Kinder bekommt. :-)"

... und für diese Anmerkungen hast Du dann auch einen Shitstorm abbekommen.

Denn das mit dem Kinderbekommen ist eines unserer Hauptprobleme (ein kitzliger Punkt ;-) .
(Übrigens habe ich meinen 2 in diese Welt geholfen)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gaudeamus_igitur
... habe ich niemalsnimmernicht mitgesungen.
Jedenfalls in diesem Leben nicht.:cool:

Salve!

;-})
Amselkönig

--
Langsam aber genau.

eine Frage ...

Sagitta @, Mittwoch, 25.11.2015, 01:26 vor 2158 Tagen @ Baldur (4146 Aufrufe)

... zum Lindenlied aus quellenkritischer Sicht:

woher stammt die Formulierung "Bunter Fremdling, unwillkommener Gast, flieh ..."?

Wenn wir annehmen, dass das Lindenlied nur eine Zusammenfassung von älteren Quellen ist, wo wurde das dann in älteren Quellen so geschrieben?

Oder ist diese Formulierung vielleicht einer der wenigen, zarten Hinweise, dass das Lindenlied mehr ist, als nur ein Wiederkäuen älterer Quellen (wie etwa bei den Herausgebern von Irlmaier). Könnte man alte Quellen vielleicht sogar als bescheidene, unerkannte Tarnung nutzen, um eigenes Geschautes bescheiden darin zu verkleiden?

MfG, Sagitta

@ Sagitta

Ulrich ⌂ @, Germering, Mittwoch, 25.11.2015, 04:07 vor 2158 Tagen @ Sagitta (4159 Aufrufe)

Hallo Sagitta,

woher stammt die Formulierung "Bunter Fremdling, unwillkommener Gast, flieh ..."?
Wenn wir annehmen, dass das Lindenlied nur eine Zusammenfassung von älteren Quellen ist, wo wurde das dann in älteren Quellen so geschrieben?

"...
25.
Alle Störer er zum Barren treibt,
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm'ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Vorlage nach Konzionator:
Z. 3 und 4: Lehninsche Weissagung: 'Die Mark, ihre alten Leiden völlig vergessend, nährt treulich ihre Kinder, nicht freut sich der Fremdling.'
..."

"Lindelied: Verse mit Vorlagen"
Taurec , Sonntag, 06. Juni 2010
https://schauungen.de/forum/index.php?id=8647

Gruß
Ulrich

Avatar

Jein, "bunter" Fremdling

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 25.11.2015, 08:37 vor 2158 Tagen @ Ulrich (4443 Aufrufe)

Hallo!

"...
25.
Alle Störer er zum Barren treibt,
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm'ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Vorlage nach Konzionator:
Z. 3 und 4: Lehninsche Weissagung: 'Die Mark, ihre alten Leiden völlig vergessend, nährt treulich ihre Kinder, nicht freut sich der Fremdling.'
..."

Dr. Wilhelm Ettelt – "Prophezeiungen im Lichte der katholischen Glaubenslehre" (1994):
„Adlmaier behauptet, es handle sich um ein altes prophetisches Gedicht aus dem letzten Jahrhundert, und das schreibt seither einer vom anderen ab. In Wirklichkeit ist leicht zu zeigen, daß das Gedicht etwa aus dem Jahre 1920 stammt und nichts anderes darstellt als eine poetische Kurzfassung der Schrift ‚Der kommende große Monarch’ von Konzionator (Pseudonym für Franz Spirago), die damals erschienen ist.“

Geht man hiervon aus, ist die Stelle in der Lehninschen Weissagung meines Erachtens die einzeige, die in Frage kommt. Etwas anderes, passenderes findet sich bei Konzionator nicht.

Der "bunte" Fremdling wird dadurch aber nicht erklärt. Die Möglichkeit (vielleicht sogar die Wahrscheinlichkeit) besteht, daß Hingerl neben seiner Kenntnis Konzionators und der Lehninschen Weissagung noch eine andere Information aus unbekannter Quelle eingewoben hat.
"Bunt" hat vor dem Hintergrund von 1920 und dem, was damals rational zu erwarten war, gar keinen Sinn.

Und es gibt noch ein paar andere Stellen, die von Konzionator als Grundlage nicht erklärt werden.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Quellenfragen

Sagitta @, Mittwoch, 25.11.2015, 18:07 vor 2157 Tagen @ Ulrich (4030 Aufrufe)

Hallo Ulrich,

ich danke Dir für Deine schnelle Antwort! Auch möchte ich noch danken für Deine hervorragenden Quellenangaben vor einigen Wochen zu der katholischen Prophezeiungstradition.

Wie Taurec in seinem parallelen Beitrag bemerkt, ist mit Lehnin/Konzionator nicht alles erklärt. Taurec hat auf die "bunten" Farben hingewiesen, genauso aber könnte man auf "unwillkommener Gast" abstellen. Das passt sehr auf die Gegenwart, wo von einem Teil der Bevölkerung die Migranten begrüßt werden (=Gast), während sie dem anderen Teil "unwillkommen" sind.

Die realistische Interpretation würde lauten, dass dem Dichter des Lindenliedes die Zeit der Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg vor Augen stand. Aber es sind halt auch noch andere Interpretationen denkbar.

Wenn man die Prophezeiungliteratur überblickt, so gibt es darin ein paar konstante "rote Fäden". Jedoch variieren selbst sie in einzelnen Elementen. Oder es wird plötzlich einem Element etwas Neues hinzugefügt, oft nur eine Kleinigkeit. Und je nach dem geschichtlichen Standort des Lesers erscheinen die Aussagen nun in einem ganz anderen Kontext. So hat sich in diesem Forum und in Vorläuferforen der (interpretierende) Blick auf Russland ziemlich verändert. Und wie wir neulich festgestellt haben, spielen die Russen in der zeitgenössischen Prophezeiungsliteratur vor dem Zweiten Weltkrieg fast gar keine Rolle.

Ich habe es längst aufgegeben danach zu suchen, ob es gute und verlässliche Quellen gibt - denn die gibt es nicht. Aber die alten Prophezeiungen und die neueren Schauungen sind ein interessantes optisches Instrument, um die aktuelle Wirklichkeit aus anderen, ungewohnten Blickwinkeln betrachten zu können. Ein wenig öffnen sie auch den Türspalt in die Zukunft, aber auch das, was man dort sieht (oder zu sehen glaubt) muss wieder interpretiert werden. Die "1:1-Realität" bekommen wir nicht frei Haus geliefert.

Wünsche einen schönen Abend!

Sagitta

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Im Kontext zu beurteilen ... "Gäste, die nicht pflügen."

BBouvier @, Mittwoch, 25.11.2015, 18:19 vor 2157 Tagen @ Sagitta (4351 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 25.11.2015, 18:48

<"Die realistische Interpretation
(=> bunter Fremdling, unwillkomm´ner Gast) würde lauten,
dass dem Dichter des Lindenliedes die Zeit der Besatzung
nach dem Ersten Weltkrieg vor Augen stand.">
.................................................

Hallo, Sagitta!

Der Passus ist im Kontext zu sehen:
=>
"Ja, vom Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt.
Weiße Blumen um das Herz des Herrn,
Seinem Rufe folgt der Wack're gern.
Alle Störer er zu Paaren treibt,
Deutschem Reiche deutsches Recht er schreibt*,
Bunter Fremdling, unwillkomm'ner Gast,
Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast."

* Erst jetzt, da die Brüsseler Kommissare ohne Legitimation
die Völker und Staaten Europa mit ihren "Gesetzen"
überfluten und nationales Recht beiseite wischen, verständlich.

Die Besatzungssoldaten (im Rheinland) waren auch weder
"bunte Fremdlinge" noch "Gäste"!
[image]

Nicht gepflügt..."Schläge und Pöbeleien von Asylanten
vertreiben 300 Mitarbeiter der Tafel Wattenscheid
."
... und schön bunt-bereichert geht es da her ...
=>
[image]
Quelle:
https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2015/02/14/schlage-und-pobeleien-von-asylanten-vertreiben-300-mitarbeiter-der-tafel-wattenscheid/

Grüße!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Bunter Fremdling = (damalige) Besatzungstruppen

randomizer @, Mittwoch, 25.11.2015, 22:38 vor 2157 Tagen @ Sagitta (4311 Aufrufe)

Hallo Sagitta und Taurec!

Die realistische Interpretation würde lauten, dass dem Dichter des Lindenliedes die Zeit der Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg vor Augen stand.

So ist es, auch sonst sollte das Lindenlied immer aus der Perspektive der 1920er-Jahre betrachtet werden.

Aber es sind halt auch noch andere Interpretationen denkbar.

Normalerweise ja, denn in den Regel kennen wir ja die Intention des Verfassers nicht genau. Hier haben wir aber Glück, in diesem Fall genügt ein Blick in die Primärquellen, denn Martin Hingerl (der Herausgeber und Verfasser) hat uns doch höchstpersönlich Fußnoten zu seinem Lindenlied hinterlassen (in der Zweitauflage von 1925 auf den Seiten 62 bis 68). Hier der entsprechende Ausschnitt von Seite 67:

[Strophe] ";(25) Bunter Fremdling == Besatzungstruppen"

Daß Hingerl auch tatsächlich die damaligen Besatzungstruppen meinte (und nicht irgendwelche heutigen oder künftigen Fremdlinge), geht aus seiner Anmerkung zur siebten Strophe hervor:

[image]

Hingerls eigene Ansicht hierzu sollte maßgeblich sein, selbst wenn BBouvier auf den damaligen monochromen Fotographien partout keinen 'bunten Fremdling' sehen kann. ;-)

Bitte nehmt auch die Fußnote zur sechsten Strophe zur Kenntnis, dort rechnet Hingerl seinen Lesern die "Hundertsechzig Siebenjahre Frist" sogar noch selbst vor, so daß jede künstliche Alternativrechnung obsolet ist, egal wie penetrant sie immer wieder vorgetragen wird.

Übrigens @Zahnarzt, falls Sie gerade mitlesen: Ihre jüngste Idee "Der Bauer spielt Karten (= kaisert) bis zum Wendetag" wurde hier 2011 bereits vorgetragen, ich konnte die Idee aber damals bereits entkräften.

Viele Grüße
randomizer

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Danke sehr, Randomizer!

BBouvier @, Donnerstag, 26.11.2015, 00:22 vor 2157 Tagen @ randomizer (4107 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 26.11.2015, 00:44

Hingerls eigene Ansicht hierzu sollte maßgeblich sein,
selbst wenn BBouvier auf den damaligen monochromen Fotographien
partout keinen 'bunten Fremdling' sehen kann. ;-)

Ja...immer vorausgesetzt, Hingerl ist der Verfasser des Gedichtes,
der da eine eigene (!) Aussage zur damaligen Gegenwart kommentiert und nicht eine
eingedichtete, ihm und uns unbekannte Vorlage, die er irrig in seinem Kommentar interpretiert.

Weil nämlich - Taurec:
"...oder Hingerl hatte seherische Vorlagen, die er nicht nennt..."

Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auf den Massentourismus
nach Spanien und Italien, die im "Liede" irrig
in "die guten Zeiten nachher" verlegt wurden.

Taurec - aa.O.:
Ich stellte in der Vergangenheit auch die Vermutung an, die Vorlage für den Vers könnte die lehninsche Weissagung gewesen sein:
"Die Mark, ihre alten Leiden völlig vergessend, nährt treulich ihre Kinder, nicht freut sich der Fremdling."

Aber um den bunten Fremdling zu erklären, ist auch diese Aussage nicht ausreichend. Die lehninsche Weissagung, die selbst eine Fälschung ist, bezieht sich erkannbar allein auf Preußen, bzw. die Mark Brandenburg. Der Fremdling meint hier im engeren Sinne alles nichtpreußische.

Besten Dank - und Grüße!
BB

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Lindelied von 1920, Besatzung nicht vor 1921!

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 26.11.2015, 08:52 vor 2157 Tagen @ BBouvier (4161 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 26.11.2015, 09:01

Hallo!

Aber um den bunten Fremdling zu erklären, ist auch diese Aussage nicht ausreichend.

Erschwerend kommt ein Umstand hinzu, der Hingerls Aussage von 1925 eigentlich komplett umwirft.

Das Lied wurde im Oktober 1920 veröffentlicht.

(Französische) Besatzungstruppen in Deutschland gab es (Wikipedia zufolge) nicht vor dem 8. März 1921. Die richtige Ruhrbesetzung erfolgte erst 1923.

Hinglers konnte 1920 von "bunten Fremdlingen" auf rationaler Grundlage gar nichts gewußt haben, selbst wenn die Besatzungstruppen überwiegend aus Farbigen bestanden hätten.

Daß die Farbigkeit vorrangiges Merkmal der Besatzer gewesen wäre, ist durchaus fraglich.

Aufgrund dieser Zeitdifferenz erscheint es mir sehr wahrscheinlich, daß Hingerl 1920 mit dem "bunten Fremdling" etwas anderes meinte, als er 1925 behauptete.

Er führt also den Leser entweder gezielt in die Irre oder er war sich der Bedeutung der Worte selbst nicht bewußt.
Letzteres würde bedeuten: Es gibt entweder eine andere Quelle, die Hingerl nicht nennt, oder Hingerl hatte selbst eine Schau über Farbige in Deutschland, die er ab 1923 (irrig?) für eingetroffen hielt, weil er sie interpretierte.

Möglicherweise war er recht froh, daß sich unter den Besatzern auch ein paar Neger befanden, so daß er die Schau abhaken konnte.
In der ursprünglichen Konzeption von 1920 mag es aber sein, daß er eine Schau über Farbige 20xx aus Unkenntnis des Zeitpunktes in die 1920er Jahre verlegte. Das ganze Lied ist ja auf die nahe Zukunft bezogen.

Gruß
Taurec

--
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bunter Fremdling

Keynes @, Donnerstag, 26.11.2015, 11:18 vor 2157 Tagen @ Taurec (4007 Aufrufe)

Hallo


Das ganze Lied ist ja auf die nahe Zukunft bezogen.

Gruß
Taurec

Es ist doch der Lehninschen Weissagung entnommen und auf die damalige Zeit des Autors umgemünzt, eine völlig normale Erscheinung in der Proph.-Literatur und immer zu gewissen Zeiten. 1848,1870,1914,1920,1940.

Andersrum könnte man behaupten die Irlmaierschen fremden Leut' wären
nicht die Gastarbeiter sondern die jetzigen Asylanten.

Es wird (leider) wieder versucht das Bild in den Rahmen zu zwängen.


Gruss Keynes

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Zeitvorstellung von 1920

BBouvier @, Donnerstag, 26.11.2015, 14:58 vor 2156 Tagen @ Taurec (3984 Aufrufe)

<"Das ganze Lied ist ja auf die nahe Zukunft bezogen.">

Hallo, Taurec!

Ja, so denkt sich der Verfasser das seinerzeit.
Wie nett er sich geirrt hat sieht man daran, daß er auch
den Massentourismus => "Ballermann" zeitlich nah-demnächst verortet:
Gleich hinter den "3 Finsteren Tagen", gleich nach dem Auftreten
des imperialen Erlösers, gleich in den kommenden "guten Zeiten" demnächst.
=>
Auch hinsichtlich "Ballermann&Co." existiert offensichtlich
eine Schau/Quelle von vor 1920, von der wir rein gar nichts wissen,
und die zeitlich an irriger Stelle steht

Das bedeutet, daß der Zeitpunkt der Ausweisung der "Bunten"
ebenfalls frei in der Luft hängt und nicht zwingend
dem Beginn der "guten Zeiten" zuzuordnen ist.

Auch dieses Geschehen hat u.U. nur deswegen im "Liede" dort seinen Platz,
weil der Autor sich das so als wahrscheinlich gedacht hat,
und es könnte zeitlich durchaus auch zu den Wirren des Kollapses
der sozialen Strukturen im Vorlaufe (!) gehören.

Grüße!
BB

--
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Zum "bunten" Fremdling:

BBouvier @, Donnerstag, 26.11.2015, 15:43 vor 2156 Tagen @ BBouvier (3990 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 26.11.2015, 16:05

Hallo!

Die obige Bezeichnung entspricht:
"bekannt, wie ein bunter Hund" - wie ein gescheckter,
wie ein auffälliger Hund.

Zitat:
"Ein "bunter" Hund ist der gescheckte Hund,
der gegenüber dem einfarbigen Hund gut sichtbar und wiedererkennbar ist.
Als Redensart ist die Wendung seit dem 17. Jahrhundert überliefert."

Googlefund:
"Perfekt gepflegt genießt Möding zur Vorweihnachtszeit
die Aufmerksamkeit, denn er ist in Schleswig-Holstein bekannt
wie ein bunter Hund."

Bei den "bunten" Fremdlingen handelt es sich also um "Auffällig-Bekannte",
keineswegs um "Bunte" => Farbige.

Die Deutung, das wären wohl die "Neger"
in der frz. Armee der Rheinlandbesatzer, und die diese (!)
würden vertrieben, ist auch daher sicherlich irrig.

Gruß,
BB

--
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re: bunter Fremdling

Oberberger @, Donnerstag, 26.11.2015, 19:09 vor 2156 Tagen @ BBouvier (3868 Aufrufe)

Hallo allerseits!

Kam erst heute dazu die ganzen Commentare zu lesen, da ich drei Tage nicht zuhause war.

Zum bunten Fremdling möchte ich einfach folgendes einwerfen, da ich denke, daß das auch BBs Sichtweise weiter untermauert.

Bunt im eigentlichen Sinne hat NICHTS mit FARBE zu thun; bunt ist nicht farbig!

Beispielsweise sagte man (wie in alten Kochbüchern zu lesen) früher, man solle Gemüse mit einem "Buntschälmesser" (Küchenmesser mit wellenförmigen Einkerbungen) "hüsch bunt schneiden/machen" (rillenförmige Verzierungen), also sozusagen "verzieren", respective mit Verzierungen versehend in gefällige Formen schneiden.

Bunt bezeichnete also einfach nichts anderes als nicht gleich zu sein, vielmehr verschiedenartig zu sein. Genau wie der kunterbunte Hund in dem alle möglichen Rassen drin sind (auffälliger Straßenköter). Natürlich können diese bunten Erscheinungen auch farbige "Applicationen" sein, aber eben nicht nur! Das heißt also einfach die bunten Fremdlinge sind nicht Neger alleine sondern ein ganzes Bündel von "bunten", also vollkommen verschiedenen Menschengruppen: BUNT zusammengewürfelt heißt kreuz und quer durcheinander! Und das hat auch nix mit Farbe zu thun.....;-)

Und deshalb denke ich, daß es sich nicht um die Franzosentruppen handelt, die in den 1920er Jahren das Rheinland besetzt hielten, denn die hätte man bestimmt anders, nämlich als Franzmänner bezeichnet...
Und farbig waren die auch nicht....

Gruß, der Oberberger

bunter Fremdling, die Dritte!

archantaya @, Donnerstag, 26.11.2015, 19:36 vor 2156 Tagen @ Taurec (3865 Aufrufe)

Hallo zusammen,

ich muss zugeben, dass ich auch schon lange über diese Formulieren nachdenke.
Meiner bescheidenen Meinung nach soll der Begriff "bunt" weder auffällig noch in eine bestimmte ethnische Richtung greifen, sondern schlicht und gänzlich einfach die vielen (!) verschiedenen Kulturen mit all ihren bunten Farben (in der Kleidung z.B.), ihren bunten Traditionen und in ihrer bunten Gestaltungsart benennen.

Ich persönlich gehe auch davon aus, dass die allgemeine immer stärker werdende internationale Zuwanderung aus allen möglichen Ländern - speziell der südlichen, südöstlichen und afrikanische Schienen gemeint ist.
Alleine daraus die momentan anhaltende Zuwanderungswelle zu interpretieren ist unsinnig, denn sie ist lediglich ein Höhepunkt der seit Jahrzehnten betriebenen Durchmischung der Deutschen mit anderen Volksgruppen.
Es bezieht sich für mich also ganz allgemein auf die Zerstörung der einheimischen Kultur in Deutschland. Dies alles geht bis zu einem bestimmen Punkt gut, doch spätestens wenn die Kassen leer sind, wird die "Heimreise" angetreten, weil es hier ungemütlicher und im Winter auch einiges kälter ist. Eine Flucht im Sinne einer Vertreibung kann ich nicht nachvollziehen, eher die Rückkehr zur eigenen Volksgruppe, wenn hier eh nix mehr steht.

Grüße
Archantaya

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Ein irriger Kommentar zu einer irrigen Deutung einer Fälschung :-)

BBouvier @, Donnerstag, 26.11.2015, 21:19 vor 2156 Tagen @ BBouvier (4062 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 26.11.2015, 21:42

Taurec und ich haben die besagten Verszeilen vorhin
ausführlich-tiefschürfend noch einmal besprochen
und sind zu folgendem Schluß gekommen:
=>
Hingerl stützt sich damit auf Vers 97 der "Lehninschen" Fälschung
(gegen 1685)
http://www.lexikus.de/bibliothek/Zu-Wunder-und-Wissenschaft/Gefaelschte-Weissagungen
"Ipsa suos audat fovere, nec advena gaudet."
=>
"Sie selbst (die Mark) wagt es, die Ihrigen zu begünstigen,
auch freut sich nicht der Fremde."

Takt I.
Das bringt Hingerl 1920 in Versform und interpretiert
damit eine Fälschung.
Die Aussage selbst verfrachtet er 1920 im "Liede"
zeitlich noch ganz nach "hinten", denn die Fälschung hat nur 100 Verse.
Vers 95 nämlich:
"Und der Hirt erhält eine Herde, Deutschland einen König."

Takt II.
Bei der zweiten Auflage von 1925
- nach der frz. Besetzung des Rheinlandes 1923 -
erkennt Hingerl seinen (zeitlichen) "Irrtum"
und fügt diesen Kommentar als Fußnote hinzu:
"Bunter Fremdling = Besatzungstruppen."

Somit hat Hingerl da einen irrigen Kommentar
zu seiner irrigen Deutung einer Fälschung verfaßt.

Das hat schon seinen eigenen Reiz! :-)

Grüße,
BB

--
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Ludovico Rocco

BBouvier @, Donnerstag, 26.11.2015, 22:14 vor 2156 Tagen @ BBouvier (3984 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 26.11.2015, 22:20

Darüberhinaus sieht es mir danach aus, Hingerl habe den Text "Ludovico Rocco" mit "verarbeitet" -
angebliche Prophezeiungen eines "Franziskaners vom Berge Sinai" (sic!)
der gegen 1840 bei einer Erkrankung angeblich damit begann,
im Halbschlafe Prophezeiungen von sich zu geben, woraufhin er passend starb.

Rocco: "Die aus Europa vertriebenen Türken werden sich in Afrika festsetzen."
Hingerl: "Flieh´ die Flur, die Du gepflügt nicht hast."

"Rocco" angeblich weiter:
"Jerusalem wird die Königsstadt werden
und Heil und Segen diese Länder dann beglücken.
Der König von Ägypten wird sterben, und diese Länder
werden dann die Wohltaten von Jerusalem empfangen." ..... echt! :-)

Gruß,
BB

--
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Kurze Anmerkung

Hollabusch @, Donnerstag, 26.11.2015, 07:21 vor 2157 Tagen @ randomizer (4095 Aufrufe)

Hallo,

Das ist ja interessant.
Anmerkung (7)
"Sklave:die farbige Besatzung"
Davon ist mir nichts bekannt.
War das Ruhrgebiet mehrheitlich von Kolonialtruppen besetzt?
Oder wurde das so wahrgenommen?
Im WKII wurde der Neger nicht als der Besatzer wahrgenommen. ( Wenn man das Wort Neger noch schreiben darf)

Gruß
HB

Ist jetzt zwar ein Uralt-Text, aber ich widerspreche mal:

tuka @, Mittwoch, 20.01.2016, 22:30 vor 2101 Tagen @ randomizer (3264 Aufrufe)

Hallo,

ich versuche einen Widerspruch:


Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit,
Hundertsechzig sieben Jahre Frist
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

Rund 1920 ist der Friedensvertrag von Versailles in Kraft getreten. Damit verbunden war eine heftiger Gebietsverlust des deutschen Reiches (Polen z.B.) aber auch ein Zerreißen des Deutschen Bundes (Aufteilung Deutschland und Österreich). Damit erste Prophezeiung erfüllt. Genauer gesagt: Damit ist der Anfang der Leidenszeit Deutschlands beschrieben, aber nicht das Ende.

Fremden Völkern front dein Sohn als Knecht,
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht,
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

Hier wird eine Knechtschaft beschrieben. Wie lange dauert die jetzt? Genau: Fast hundert Jahre. Bis 2010 wurden noch Kriegsschulden aus dem ersten Weltkrieg bezahlt. Souverän ist Deutschland bis heute nicht und ob Deutschland zwischen den Kriegen souverän war, kann man bezweifeln. Bezüglich der Kriegsschulden aus dem zweiten Weltkrieg wurde bis heute nicht mit der Tilgung begonnen, ganz im Gegenteil, sie sind noch nicht mal beziffert. (Londoner Schuldenabkommen von 1954)

Zehre, Magen, zehr' vom deutschen Saft,
Bis mir einmal endet deine Kraft,
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin,
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

Dieser Vers beschreibt wie lange die Knechtschaft dauert. Bis die ganze Welt im ruiniert wurde. Das ist noch nicht der Fall gewesen, auch nicht im zweiten Weltkrieg! Keine Ahnung übrigens wofür hier Magen und Herz steht. Möglicherweise ist das Herz Deutschland und der Körper die ganze Welt?

Ja, vom Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt.
Weiße Blumen um das Herz des Herrn,
Seinem Rufe folgt der Wack're gern.
alle Störer er zu Paaren treibt,
Deutschem Reiche deutsches Recht er schreibt,
Bunter Fremdling, unwillkomm'ner Gast,
Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast.

Der bunte Fremdling geht erst, wenn der Held aus dem Osten gekommen ist. Und der bunte Fremdling sind weder die Ruhrpott-Polen und Italiener, nicht die Düsseldorfer Japaner und in meinen Augen auch nicht die Türken der ersten Generation, denn all diese Fremden haben in Deutschland gearbeitet. Und warum sollte ich einen Kollegen wegschicken, der neben mir steht und sinnbildlich den Pflug schiebt?

Die bunten Fremdlinge sind für eindeutig die Fremden, die aktuell nach Deutschland geschleust werden. Im Unterschied zu allen anderen Vorher wurden diese Fremden explizit als bunt angekündigt und sie wurden explizit als Fremde und fremd bleibende angekündigt (Multi-Kulti halt).

Nach meinen Verständnis kommt übrigens nach der Finsternis noch der Antichrist, der Kurzzeit-Herrscher. Bis heute hat es in Deutschland keinen Herrscher gegeben, bei dessen Herrschaft die Deutschen nach göttlicher Erlösung gefleht haben. Dazu bräuchte es aktuell auch erstmal eine spirituelle Erweckung.

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