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Katharina aus dem Ötztal im Osttiroler Boten vom 4. Dezember 1986 (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 28. Juni 2015, 10:19 vor 1742 Tagen 5379 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 15. August 2019, 08:44

Hallo!

Von Baldur wurde uns der Bericht über Katharina aus dem Ötztal im Osttiroler Boten übermittelt, der bislang vermißt, aber nicht gefunden worden war.


Danke, Baldur!!!

Osttiroler Bote vom 4.12.1986

Leider lassen sich daraus nur zwei Informationen lesen:
1. Der Text im Osttiroler Boten entspricht nahezu ohne Abweichung dem Text bei Bekh in "Am Vorabend der Finsternis" von 1988 (zwei Jahre später).

2. Der Text im Osttiroler Boten wurde tatsächlich von Josef Stocker verfaßt, der damit bis auf weiteres als "Urquelle" für Katharina aus dem Ötztal gilt.
Bekh schreib in seinem Buch lediglich: "Ergänzungen in Klammern stammen von Joseph Stocker, der dem Verfasser diese Prophetie mitteilte." Daraus ging jedoch noch nicht hervor, daß die Katharina von Stocker überhaupt erst veröffentlicht wurde. Die Ergänzungen in Klammern bei Bekh sind dieselben wie im Artikel.

In einem Fall hat Bekh Stockers Anmerkungen gekürzt:
"Alte Männer werden am Kirchplatz von einem alten Pfarrer mit dem Allerheiligsten gesegnet, und sie gehen zu Fuß zum Tal hinaus und kämpfen draußen, gar nicht weit weg, nur mit Messern und einfachen Waffen, Mann gegen Mann. Sie haben nur Socken (Hauspatschen?) an, statt Schuhe, so groß ist die Not. Vom hinteren Ötztal werden Verwundete auf Leiterwägen herausgebracht (handgezogene Heuwägen, keine Autos, kein elektrischer Strom. Vielleicht kommt auf die Wirren das Eingreifen Rußlands in Westeuropa und damit die große Katastrophe?)."

Der Satz in Rot fehlt bei Bekh.

Auch das Nachwort im Artikel wurde vollständig von Bekh übernommen.

Es findet sich lediglich bei Bekh der angebliche echte Name Katharinas aus dem Ötztal, der im Artikel noch verschwiegen wird:

"'Katharina aus dem Ötztal' hieß eigentlich Emilia Auer, geb. Götsch (1883 - 1951), Laugenfeld, Tirol." (Der Ort heißt in Wirklichkeit "Längenfeld". Ist "Laugenfeld" vielleicht Dialekt?)

Das zeigt, daß Bekh den Artikel nicht bloß abgeschrieben und einzelne Wörter geändert hat, sondern auch persönlich mit Stocker in Kontakt stand.

Da wir jetzt wissen, daß der Text tatsächlich komplett von Stocker stammt (wobei die Frage bleibt, ob er ihn selbst formuliert hat), wäre der nächste Schritt Stocker zu kontaktieren und ihn zu Fragen, von wo er selbst den Text damals hatte, bzw. auf welcher Grundlage er ihn verfaßt hat.
Stocker lebt offenbar noch und hat eine Internetseite, auf der er sich überwiegend mit Ernährung beschäftigt: http://josef-stocker.de

Ich selbst halte Katharina aus dem Ötztal in der Form, wie sie hier vor uns steht, größtenteils für eine interpretative Verarbeitung von Fragmenten aus der Volkssage, die im Alpenraum umgingen.

Bei Egger Gilge aus Matrei in Osttirol (angeblich †1735) finden sich z. B. recht ähnliche Fragmente, wobei für Gilge die "schiachn Leut" Schweizer sind:

„Es werden die Rotröckler kommen und da wird es schrecklich zugehen.“
„Wenn die Schützen übern Tauern gehen müssen, wird’s schrecklich zugehen. So weit wird’s kommen, daß die Geistlichen sogar im Wald auf einem Stock das Meßopfer feiern müssen.“
„Zu Tauer wird eine Kirche gebaut werden, und wenn die Rotröckler kommen werden, so wird es so schrecklich zugehen, daß das höchste Gut in Getauen aufbewahrt werden muß.“
„Der Schweizer wird durchs Oberland herunterkrachen, alle Lucken und Gattern aufmachen und keine mehr zu.“
„Der Schweizer wird das Tirol mit gefrorenen Schuhen betreten.“
„Vor den Schweizern braucht man nicht weiter zu fliehen als bis zu den obersten Haselstauden, und wenn einer drei Brote trägt und es fällt ihm eines aus der Hand, dann soll er nicht umschauen, er hat mit zweien genug.“

Im Ötztal erzählte man sich wohl ähnliches, wobei die Aussagen irgendwann in die bei Katharina vorliegende Form gebracht wurden.

Bei Gilge lesen wir z. B. auch:
„Die Gaben werden langsam hinaufgehen, als wenn einer einen Gratten hinaufzöge, immer weiter, immer höher. Dann, wenn alles so teuer ist, daß die Leute sagen werden: Jetzt hat es kein Gleichnis mehr, so ist es, als ob einer den Strick abhacken würde und der Gratte springt schnell auf den Boden herab. Alles wird nichts mehr wert sein. Wenn einer einen Grund und Boden hat, der wird noch etwas haben, die andern werden alle nichts mehr haben. Das ausgeliehene Geld wird alles hin sein.“

Die entsprechende Aussage bei Katharina aus dem Ötztal lautet:
"Die Not wird groß und größer. Und man sagt zueinander: ‚Es kann nicht mehr gehen. es geht nimmer’, und es geht doch noch weiter. Es geht viel länger abwärts, als die Leute zuerst meinten. ‚Dann plötzlich brichts’."

Es dürfte sich bei Katharina also nur recht wenig oder überhaupt gar nichts Originäres finden, das auf eigene Schauungen von ihr selbst zurückgeht.
Die Aussagen bei Katharina sind vermutlich von Stocker oder seiner Quelle vor dem Hintergrund des Prophezeiungsszenarios (nach Irlmaier u. a.) in die passende Reihenfolge gebracht worden.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Nachtrag zu Katharina

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 28. Juni 2015, 10:52 vor 1742 Tagen @ Taurec 3894 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Sonntag, 28. Juni 2015, 11:01

Hallo!

Erstaunlich finde ich, daß Jahrhunderte alte Volkssagenfragmente einer Dame zugeschrieben werden mit den Behauptungen:

"Im hinteren Ötztal sind manche Menschen mit dem 'zweiten Gesicht' begabt oder belastet, auch heutzutage, 1986."

"Es sei voraus bemerkt, daß Katharina die Erlebnisse in den Vierziger-Jahren hatte [...]"

Oder:

"Die knappen Sätze der Seherin [...]"

Das geschieht noch zu einer Zeit, in der z. B. von Reinhard Haller kompetent entlarvt wurde, welches Schindluder um Mühlhiasl betrieben wurde (1, 2). Da scheint eine beinahe schon kriminelle Energie am Werke zu sein mit dem Ziel, unbedingt eine seherische Grundlage zu erzeugen, wo man ansonsten nur in den Nebel der Geschichte griffe.

Eine Emilia Auer mag es durchaus gegeben haben. Genauso wie der Name "Egger" in Matrei ist der Name "Auer" im Ötztal noch anzutreffen:
https://www.google.de/maps/search/l%C3%A4ngenfeld+%C3%B6tztal+auer/@47.0843246,10.9830075,12z

Es mag auch sein, daß diese Frau seherisch begabt war und die Geschichten über den "nassen Mann" und ihre Tochter der Wirklichkeit entsprechen. Von ihren Schauungen ist in Stockers Text dann aber nichts überliefert.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Stocker: "Der dritte Weltkrieg"

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 28. Juni 2015, 11:21 vor 1742 Tagen @ Taurec 4138 mal gelesen

Hallo!

In seinem Büchlein "Der dritte Weltkrieg", das mir hier in der 9. Auflage von 1995 vorliegt, schreibt Stocker im Kapitel über Katharina:

"Das Folgende ist entnommen dem 'Osttiroler-Boten', Lienz, am 4. 12. 1986, Seite 4"

Er schreibt allerdings nicht, daß er besagten Artikel selbst verfaßt hat (von wegen "entnommen"), und so ging ich (wie wohl alle) davon aus, im Osttiroler Boten fände sich eine "sagenhafte" Vorlage mit weiteren unbekannten Informationen, die der Katharina etwas mehr Substanz verleiehen würden.

Sich selbst zu zitieren und nicht darauf hinzuweisen, sondern den falschen Eindruck zu erzeugen, es handelte sich um eine andere Quelle, ist nicht gerade wissenschaftlich. :schief:
Das läßt eher vermuten, daß die wahre Quellenlage verschleiert, bzw. künstlich aufgebläht werden sollte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Kern der Botschaft, Klementine von Ariel

Baldur @, Sonntag, 28. Juni 2015, 12:13 vor 1742 Tagen @ Taurec 3862 mal gelesen

Hallo, Taurec,

man muss immer betrachten, wer einen Text in welchem Zusammenhang veröffentlicht.

Stocker als Kaplan im Missionshaus (!) schrieb das als Adventsbesinnung, quasi wie eine Predigt, so dass sich sogar die Redaktion in gewisser Weise davor distanzierte...da gehen alle Warnlampen an.

Also ist die Botschaft nicht: Achtung, Leute, es kommt zu massiven Unruhen, und bitte bleibt katholisch, sondern: BLEIBT KATHOLISCH, sonst werdet ihr übelst bestraft, und weil ihr mir das nicht glaubt, glaubt der hellsichtigen Seherin, die sagt das auch, also muss es ja stimmen und ich Recht haben.

Kugelbeer wurde genauso instrumentalisiert, falls es den überhaupt gab und es keine reine Erfindung ist, und was sah er angeblich? Grässliche Dämonen, die herumfluchen, und die pöhsen Nichtglaubenwollenden beim lebendigen Leibe abholen...gähn.....

Auch bei Irlmaier findet sich der Gekreuzigte, den man am Himmel erkenne, und selbst die Feldpostbriefe tragen die Antichristbotschaft in den Leserkreis. Das macht - für mich - die Quellen nicht gerade glaubwürdiger.

Und: waren nicht auch die Feldpostbriefe angeblich im klerikalen Umfeld aufbewahrt, und wurden dann irgendwann hervorgezaubert?

BB mag aufstöhnen und sagen, ja, mei, der Antichrist ist nun mal eine Fugur die in Prophezeiungskreisen umgeht, das muss den Rest ja nicht entwerten, ausserdem waren halt früher die Pfarrer die erste Ansprechperson bei übersinnlichen Sachen - ich kann aber auch vermuten, dass die Aussagen zur Zukunft, die uns interessieren, frei erfunden sind und nur als Türöffner dienen, um damit die katholische Botschaft in die Köpfe einzuhämmern. Werbung quasi, wie die Klementine von Ariel, da wird die Wäsche sauberer als mit Persil. Denn die Klementine sagt uns das.

Jedenfalls ist die zutiefst unsaubere Zitierweise um die Ötztalkathi ein Alarmzeichen. Da wird eine Glaubwürdigkeit beansprucht, die so gar nicht existiert, also hilft man ein bisschen nach in der Erwartung, dass das eh keiner nachprüft und die Leser als Gläubige daran gewöhnt sind, nicht wissen zu wollen.

Und das ist einfach nur ganz, ganz mies.

Beste Grüsse vom Baldur

nicht "irgendwann" ...

Sagitta @, Sonntag, 28. Juni 2015, 16:23 vor 1742 Tagen @ Baldur 3759 mal gelesen

.... sondern nach Kriegsende, Baldur! Und ab da sind die Jahreszahlen der angekündigten Ereignisse dann gar nicht mehr so genau ...

Vielleicht wäre es also eher angebracht, die wahre Quelle für den prophetischen Franzosen gar nicht im Elsaß zu suchen, sondern dort, wo die Feldpostbriefe hingeschickt wurden?

MfG, Sagitta

jetzt hab ich Ausschlag

Baldur @, Sonntag, 28. Juni 2015, 16:34 vor 1742 Tagen @ Sagitta 3705 mal gelesen

Hallo, Sagitta,

vielen Dank für den erhellenden Hinweis.

ich lese bez. der Feldpostbriefe gerade:

...
„In einer mündlichen Unterhaltung erzählte der Soldat des Ersten Weltkrieges (R. d. V.) einem Pater des Missionsklosters O. namens P. B. G. (der Name ist dem Verfasser bekannt. D. V.) am 07. August 1947: ....

MISSIONSKLOSTER.

Danke, das reicht.

Wir wurden da nach Strich und Faden verarscht.

Beste Grüsse vom Baldur

Nachtrag: gemäss Benders Expertise seien die Briefe echt. Aber das war auch seiner ansicht nach der Geist "Chopper", der aus dem Abfluss eines Zahnarzt(?)waschbeckens herausgrölte.....

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Feldpostbriefe keine Fälschung

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 28. Juni 2015, 17:14 vor 1742 Tagen @ Baldur 3850 mal gelesen

Hallo!

MISSIONSKLOSTER.

Du urteilst durchaus vorschnell und einseitig, wenn Du alles, was einen katholischen Anhauch trägt, pauschal in die Tonne kippst.

Die Feldpostbriefe wurden in Hans Benders Institut eingehend untersucht, ohne daß ein Hinweis auf Fälschung entdeckt werden konnte.

Unter anderem hat Bender Rills Familie befragt.

Ausschnitt:
[image]

Oder:
[image]

Damit dürfte das vom Tisch sein.

Lies Dir einfach mal Benders Expertise durch. Aber die dürftest Du ohnehin bereits kennen.

Aber auch den Mitlesern sei sie als Paradebeispiel der wissenschaftlichen Untersuchung und "Validierung" einer Prophezeiung ans Herz gelegt.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Erbschleicher und Co.

Baldur @, Sonntag, 28. Juni 2015, 17:28 vor 1742 Tagen @ Taurec 3689 mal gelesen

bearbeitet von Baldur, Sonntag, 28. Juni 2015, 17:48

Hallo, Taurec,

im Missionsblatt.....

Es mag durchaus sein, dass meine Objektivität (oder besser: meine unbedarfte Gutgläubigkeit) ein klein bisschen darunter leidet, dass es in der Heimat meiner Vorfahren (Niederbayern) über Jahrhunderte hinweg genügend Schwarzkittel gab, die vom Totenbett des frisch verstorbenen Erblassers kamen und freudig-triumphierend sein Testament zu Gunsten der Kirche in die Höhe hielten, welches die gesamte Familie leer ausgehen und ins materielle Elend fallen liess.....

Ich glaube denen weniger als nichts. Und nicht mal das.

Tut mir leid, ich kann nicht anders. Denn ich habe=hatte solche sogar in meiner Verwandtschaft, und muss sagen, die waren noch weit erbärmlicher, als die Kritiker von ihnen dachten.

Ich bin da vorgeschädigt. Und deswegen äusserst ungläubig, traue ihnen aber jede Schweinerei absolut zu.

Beste Grüsse vom Baldur

Nachtrag: ausserdem betrifft es allenfalls 1953, nicht 1945 - und da war angesichts des Korea-Kriegs schon wieder manches deutlicher als 1945. Sogar 1945 wurden einige wenige deutsche Einheiten unter Waffen und in Ausrüstung belassen, weil man allierterseits eine nahtlose Fortsetzung des Krieges gegen die Sowjetunion plante - soweit zum Thema, die Feinde stünden nicht gut zueinander.

ein zweiter Nachtrag: wir wissen ja, wie sehr selbst Bekh die Aussagen des Waldviertlers zu seinen Gunsten verdreht hat. Von seiner erfundenen Erna Stieglitz gar nicht zu sprechen.
Und was Adlmaier so alles behauptet und gefälscht hat.......

nicht unbedingt

Baldur @, Sonntag, 28. Juni 2015, 18:25 vor 1742 Tagen @ Taurec 3596 mal gelesen

Hallo, Taurec,

es steht klipp und klar drin, dass das alles vor 2000 stattfände.

Hat es aber nicht, und Detlefs Flutwelle kam auch nicht.

Redlicherweise müsste man also die Tonne öffnen, denn Aussagen ohne Zeitbezug sind von vornherein völlig wertlos. Da stand die zeit aber drin - und verstrich.

Auch Garabandal ist ohne Joey ein klarer Fall für den Müll, was dessen fanatische Anhänger aber völlig ignorieren.

Aufräumen! Nur bleibt dann fast nichts mehr übrig....derweil uns die wirkliche Zukunft von der nächsten Sitzbank am Bahnhof vielfach aus afrikanischstämmigen Augen erwatungsvoll und voller Selbstbewusstsein anlächelt.

Die ganze Schauungs-Literatur hat dazu geführt, in die falsche Richtung zu blicken, derweil sich die Realität in unserem Rücken ganz anders geformt hat.

In Kürze sind die angestammten europäischen Eingeborenen in der Minderzahl. Die reissen nix mehr rum. Willkommen in der globalen Bronx.

Beste Grüsse vom Baldur

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Jahreszahlen

BBouvier @, Sonntag, 28. Juni 2015, 18:39 vor 1742 Tagen @ Baldur 3665 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 28. Juni 2015, 18:53

<"es steht klipp und klar drin, dass das alles vor 2000 stattfände">

Hallo, Baldur!

Bitte, hilf mir - ja?
Wo steht: "vor 2.000" ?

Und was: "das alles" soll stattfinden?

Etwa, daß Rill (!!) als Kommentar zu den Aussagen
des "Franzosen" sich mal gedacht hat, sämtliche Aussagen dessen
würden sich wohl noch in seinem Jahrhundert bewahrheiten?
Entsprechend zu seinen Kindern:
"... aber ihr Buben, denkt noch an mich!"
=>
Ganz deutlich doch nur die Idee (!) Rills!

Insofern steht kein armes Wort des "Franzosen" in den Feldpostbriefen
"klipp und klar drin, dass das alles vor 2000 stattfände."

Nicht schummeln! :waving:

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Ganz abgesehen davon, daß wir uns hier doch längst
einig sind, daß Jahreszahlen (bis auf seltene Ausnahmen) eh unbrauchbar sind
und daher kein Argument ...

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

vor 2000 als Idee Rills

Baldur @, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:01 vor 1742 Tagen @ BBouvier 3650 mal gelesen

bearbeitet von Baldur, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:07

Hallo, BB,

ja, ich meinte die Stelle auf Seite 11 in Benders Veröffentlichung, die von Taurec verlinkt wurde.

.....von dem dritten Krieg habe der Vater gesagt, er komme noch in diesem Jahrhundert im Zusammenhang mit der gelben Gefahr.

Kurzer Einschub meinerseits: die gelbe Gefahr im Zusammenhang mit dem 3.WK hörte ich auch von einer Bekannten, die in der Nachkriegszeit von einem sensitiven Bekannten gleiches vernahm. Demnach seien nicht die Russen die einstmalige Gefahr, sondern die Chinesen. leider gab es dazu keine Details.

Ich sehe das mit den Jahresangaben anders als ihr.

Die Schauung, der Traum, die Vision hat einen Adressaten, und der weiss die Umstände hellwissend, die er nicht sieht, die aber zum Verständnis notwenig sind.

Beispielsweise, dass seine Frau neben ihm im Auto sitzt, obwohl sein Blick nicht hinübergeht, usw.
Und wenn Detlef anhand seiner Kinder den Zeitpunkt erkannt hatm, dann wurde der auch so übermittelt.

Nur, dummerweise hat es sich als falsch herausgestellt. Die Ankündigung war Unsinn.

Wir sollten ruhig mehr Vertrauen haben in die Interpretation derer, die das sahen. Und wenn es nicht eintrifft, auch mehr Mut haben, das zeug ein für alle Mal in die Tonne zu schmeissen. Alles andere führt dazu, verarscht zu werden, oder zur Game-Over-Sekte zu werden (Bezeichnung eines Bekannten für die Teilnehmer im gelben Forum). Denn das Aus für die Zocker und Spekulanten kam auch nicht, obwohl man es mit allem Verstand hätte erwarten müssen.....

Beste Grüsse vom Baldur

Nachtrag: ja, nicht Rill war der Seher, sondern der Franzose. Aber Rill ist der einzige Zeuge des Geschehens. Seine Interpretation sollte also schon eine gewisse Bedeutung haben.

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Argumentativ nicht zielführend

BBouvier @, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:39 vor 1742 Tagen @ Baldur 3537 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:44

<"Ich sehe das mit den Jahresangaben anders als ihr.">

Hallo, Baldur!

Natürlich.
Das ist Dein gutes Recht.
Du magst sämtliche Schauungen, die irrige Zeitangaben enthalten,
deswegen pauschal verwerfen.

------------------------------------------
Einschub:
Da "Schauungen" (wohl wie Gefühle) immateriell sind bzw. aus einem
nichtmateriellen Bereich stammen
(Materie und Zeit gehören zusammen:
Ohne Materie ist gar keine Zeitaussage möglich),
sollten irrige Zeitausaussagen nicht verwundern, und sie sind m.E. weder Indikator
für Fälschung noch per se ein makanter Beleg für Irrigkeit des sonstigen
Inhaltes der Schau.

-------------------------------------------

Jedoch ist, was Du argumentativ gegen die Feldpostbriefe hier anführst:
"... es steht klipp und klar drin, dass das alles vor 2000 stattfände."
gar nicht zielführend, weil das dort doch gar nicht steht.

Beste Grüße Dir!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

leider unsauber zitiert

Baldur @, Montag, 29. Juni 2015, 08:54 vor 1741 Tagen @ BBouvier 3365 mal gelesen


Jedoch ist, was Du argumentativ gegen die Feldpostbriefe hier anführst:
"... es steht klipp und klar drin, dass das alles vor 2000 stattfände."
gar nicht zielführend, weil das dort doch gar nicht steht.

Hallo, BB,

oben habe ich ja bereits darauf hingewiesen, dass ich dies (vor 2000 steht drin) auf die angeblich Rill'sche Aussage im Text von Bender bezog, die Feststellung steht in diesem Zusammenhang.

Was die potentiell unmöglichen Zeitangaben betrifft, so kenne ich aus meinem Umfeld genügend Beispiele, in denen sich präkognitive Zeitangaben als zutreffend erwiesen haben, es geht also durchaus. Auch mehrfach hintereinander (kürzester Vorhersagebereich einige Stunden, längster Vorhersagebereich rund 12 Jahre, dazwischen einige Varianten von 3 Monaten bis 2,5 Jahren).
Daher ist für mich nicht einzusehen, wieso man diese Möglichkeit grundsätzlich ausschliessen möchte, nur um damit "verstrichene, abgelaufene" Aussagen zu retten.

Im Gegenteil, erweist sich eine Aussage in einem wesentlichen Punkt (hier: die Zeitangabe) als unzutreffend, sollte einem das zu denken geben, und dazu führen, die gesamte Aussage zu verwerfen.

Sonst haben wir die berühmte stehengebliebene Uhr, die zweimal am Tag die Zeit richtig anzeigt.
Irgendwann kann alles mal eintreffen, aber langfristig sind wir alle tot...


Beste Grüsse vom Baldur

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Zuletzt vor 25 Jahren eingetroffen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 28. Juni 2015, 23:50 vor 1742 Tagen @ Baldur 3575 mal gelesen

Hallo!

Da stand die zeit aber drin - und verstrich.

Du bedenkt jedoch nicht folgendes:

In den Feldpostbriefen heißt es u. a.:
"47 und 48 sollen die Jahre dieser wilden Einkehr sein."

Zugleich steht dort:
"Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt, und das Unheil des dritten Weltgeschehens bricht herein."

Das Auflösen der Besatzungen (auch wenn Reste verblieben sind) hat sich vor rund 25 Jahren vollzogen, also deutlich nach den genannten Jahreszahlen.
Daraus geht meines Erachtens hervor, daß die Briefe trotz falscher Jahresangaben durchaus noch treffend sind (bzw. sein können).

Die folgende Aussage steht ebenfalls noch, auch wenn die Jahreszahl falsch ist:
"Am Schluß dieser Teufelszeit werden dann die geglaubten Sieger an die Besiegten kommen um Rat und Hilfe, denn auch ihr Los ist schrecklich, denn es liegt alles am Boden wie ein Ungeheuer. Er sagte, das soll im Jahre 1949 sein."

Rills Aussage, das alles spiele sich noch im 20. Jahrhundert ab, gründet sich durchaus auf einen völlig falschen Zeithorizont. In Wirklichkeit scheint er, entgegen seiner eigenen Auffassung, gar kein Ahnung gehabt zu haben, wann die Ereignisse, die sich an das dritte Reich anschließen, eintreffen würden. Es ist kein Indiz gegen die Briefe, daß seit 25 Jahren, weitaus kürzer als die Zeit zwischen dem zweiten Weltkrieg und dem Lösen der Besatzungen, nichts passiert ist.
Dort steht zwar, "Die Besatzungen lösen sich voneinander [...] und das Unheil des dritten Weltgeschehens bricht herein", zwischen beidem liegen aber offenbar Jahrzehnte, von denen Rill ebenso wenig wußte wie er von den Jahrzehnten zwischen 1945 und 1990 wußte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Zu den Feldpostbriefen:

BBouvier @, Sonntag, 28. Juni 2015, 17:19 vor 1742 Tagen @ Baldur 3832 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 28. Juni 2015, 17:37

Hallo, Baldur!

Pater Frumentius Renner (gest.), den ich vor ein paar Jahren noch kennenlernen durfte,
und für dessen absolute Integrität ich mich verbürge:
[image]
"Ich habe die beiden Briefe zunächst einmal fotographieren lassen,
gleich nach dem Krieg, 1945.
Und ich habe dann beide Briefe für mich abgeschrieben,
und zwar, darf ich sagen, einigermaßen sorgfältig.
Dann habe ich sie veröffentlicht."

Im übrigen:
Daß Polen (!) - jetzt in der NATO (!) - gegen die Russen
mit Frankreich und Deutschland kämpft, war 1945 nicht zu erraten:
"Die kriegsführenden Staaten seien Rußland gegen Türkei,
Deutschland, Polen und Frankreich.
England und Amerika seien mit sich selbst beschäftigt."

Ganz abgesehen davon, daß Deutschland 1945,
nach Kriegsende, doch gar keine Armee mehr hatte.
Und jemals wieder eine? Damals unvorstellbar!

Und ebenfalls bei Kriegsende nicht zu erraten:
"Aber die Feinde (Rußland und die USA) stehen auch nicht gut miteinander."

Und auch nicht der Abzug der Russen und Amerikaner 1990/91
..... immerhin aus großen Teilen besetzter Gebiete Deutschlands:
(Nicht aus Ostdeutschland, und andere Teile Ostdeutschlands
befinden sich nach wie vor unter polnischer Verwaltung.)
"Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab
mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt."
=>
- Kollaps und Ende der Sowjetunion
- die USA taumeln seit 1991 von einem kriegerischen Desaster
in das nächste ... ihre Schulden haben schier astronomisch zugelegt

Insbesondere aber das hier spricht gegen eine Nachkriegsfälschung:
"Und im Jahre 1943 kommt erst der Aufstieg.
Dann kommen gute Zeiten."

Da schießt Du über das Ziel hinaus.

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

übers Ziel hinausschiessen

Baldur @, Sonntag, 28. Juni 2015, 17:42 vor 1742 Tagen @ BBouvier 3655 mal gelesen

Hallo, BB,

der Priester hatte immerhin seinen hochwohlgelittenen Antichrist wieder erstklassig ins Spiel gebracht. Ins Licht gesetzt. Als Wahrheit verkündigt.

Im Missionsblatt.

Zufallstreffer im sonstigen, zu vernachlässigenden Beitext sind ja nicht ausgeschlossen.

Beste Grüsse vom Baldur

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Nur lauter Einzelfälle

BBouvier @, Sonntag, 28. Juni 2015, 17:46 vor 1742 Tagen @ Baldur 3737 mal gelesen

<"Zufallstreffer im sonstigen, zu vernachlässigenden Beitext
sind ja nicht ausgeschlossen.
">

Hallo, Baldur!

Natürlich.
=>
Eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen:

"Alles nur lauter zu vernachlässigende Einzelfälle!!" :-D

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Danke für diesen wichtigen Hinweis

Baldur @, Sonntag, 28. Juni 2015, 18:11 vor 1742 Tagen @ BBouvier 3755 mal gelesen

Hallo, BB,

fast hätte ich das ja völlig übersehen....

Die Kirchen als massgeblicher Bestandteil der kraken- und wahnhaften Ayslindustrie und Totengräber unserer kulturellen Identität sind nun wahrlich keine Empfehlung zu den Begriffen Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Sorge um eine gedeihliche Zukunft und Wohlergeben der Nachkommen.

Danke, dass Du mich daran erinnert hast.

Denen ist nichts mies genug, nicht mal das, unzählige Andersgläubige und Unintegrierbare zu importieren, sowie die besonnenen Gegner zu diffarmieren, sofern sie nur selbst daran verdienen.

Also, noch ein Grund mehr, allem klerikalen Gesülze zutiefst (!!!) zu misstrauen.

herzlichst, Baldur

Was soll "Echtheit" denn sein?

Sagitta @, Sonntag, 28. Juni 2015, 22:24 vor 1742 Tagen @ Baldur 3610 mal gelesen

bearbeitet von Sagitta, Sonntag, 28. Juni 2015, 22:42

Guten Abend,

ich stelle an die Feldpostbriefe derartige Fragen nicht. Für mich sind die Aussagen der Feldpostbriefe seit 1953 eben im Raum der Diskussion, und es ist mir zunächst total gleichgültig, ob sie nun eine Fälschung und Machwerk sind oder einzig wahre Eingebung von Gottes Gnaden: seit damals sind sie halt da und können also überprüft werden. Die rückwärtige Überprüfung (durch Bender unternommen) ist Vertrauen erweckend aber nicht wirklich verlässlich, die Überprüfung vorwärts ergibt immerhin einige bemerkenswerte Ergebnisse (für mich hauptsächlich in historisch sehr treffenden Formulierungen - die aber wiederum kritisch in Bezug auf ihre "Echtheit" gesehen werden können***). Diese Situation wurde zuletzt in den folgenden Diskussionsfäden herausgearbeitet (durch BB, Taurec, Baldur, Randomizer, Sagitta):

https://schauungen.de/forum/index.php?id=25641

https://schauungen.de/forum/index.php?id=26788

Man kann hier im Augenblick keine abschließenden Feststellungen treffen. Ich richte an die Feldpostbriefe deshalb allein die Frage, ob sie nützlich sind. Was sie zum Beispiel über den Papst und den Friedensschluß sagen, empfinde ich keineswegs als nützlich, denn es ist das gleiche Geschreibsel, was aus anderen Prophezeiungen schon seit Jahrhunderten bekannt ist.

Möglicherweise wurde in der erwähnten Forumsdiskussion der Konsens erzielt, dass der "prophetische Franzose" nicht nur eigene Schauungen hatte sondern die alten Prophezeiungsmaterien ebenfalls kannte und sie in eigenen Formulierungen weitergegeben hat - ich jedenfalls gehe davon aus. Der Pater und der parapsychologische Forscher hätten als "Gelehrte" das aufzeigen müssen - insofern ist die Wiedergabe in den Missionsblättern oder die Anaylse von Bender aus historisch-kritischer Methodik keineswegs vorbildlich sondern ausgesprochen mangelhaft bzw. tendenziös.

Ich persönlich ziehe deshalb alles an den Feldpostbriefen ab, was der Sache oder der Formulierung nach auch aus anderen Prophezeiungen bekannt ist. Ferner ist alles, was in den Feldpostbriefen zur Zeit vor 1953 steht, ist für mich ebenfalls uninteressant - weil nicht mehr nützlich für die anstehende Zeit/Zukunft. Es bleibt nach diesen beiden Subtraktion nicht mehr viel übrig.

Der "letzte Rest" aber ist für mich nicht von vorneherein wahr, sondern er muss sich erst als wahr bestätigen. Bevor die betreffenden Ereignisse nun eingetreten sind (zB. Russen fallen in den Süden von Deutschland ein, Berge speien Feuer), ist das Einzige, was den Aussagen Gewicht und Autorität verleiht, ihre individuelle Besonderheit: das, was sie von anderen Prophezeiungen und von Trendforschern und Prognostikern und Zukunftsanalysten etc. absetzt. Der Wert liegt in der Spezifität und in der Rationalität der Sachaussagen.

Ich habe diesbezüglich seinerzeit Fragen auch ans Forum gestellt, die bislang noch nicht beantwortet werden konnten. Nicht dass ich Antwort hier erwarte - sondern ich stelle diese Fragen eigentlich mir selbst, habe aber die Lösung selbst noch nicht gefunden.

Etwa die Frage: Sind es die Feldpostbriefe, die als erste "Quelle" in der gesamten Prophezeiungsliteratur einen Angriff aus dem Osten mit der Naturkatastrophe verknüpfen? Wenn das so wäre, dann wären die Feldpostbriefe eine beachtenswerte und authentische Quelle.

Oder die Fragen in https://schauungen.de/forum/index.php?id=26795 - hier stellen die Feldpostbriefe Behauptungen auf und treffen Aussagen, die wir zur Beurteilung des aktuell vor unseren Augen ablaufenden Geschehens nützlich einsetzen können. Beispielsweise reflektiert die Schweiz gerade militärisch ihr Verhältnis zu Europa (Verhalten im Falle von europäischen Bürgerkriegen). Und ganz generell ist die Behauptung (ich sage ausdrücklich Behauptung und nicht Schauung oder Voraussage), dass die Schweiz in Deutschland militärisch aktiv werde, eine sehr kühne (egal ob 1914 oder 1953 ausgesprochen). Solche bemerkenswerten inhaltlichen Konfiguration sind es, die mir die Feldpostbriefe interessant machen und nützlich erscheinen lassen - aber nicht irgendwelche Feststellungen, ob sie echt oder wahr sind.

Ich muss Baldur in einer Sache unbedingt Recht geben: nicht nur die Amerikaner nach 1945 sondern die Katholischen seit 100 Jahren stellen uns Russland ständig als Reich des Bösen dar. Diese (missionarische) Haltung schwingt auch im Hintergrund der Feldpostbriefe und ihrer Veröffentlichung gerade im Jahr1953 mit. Ich bin kein Russlandliebhaber, aber das ist ein widerliches Bestreben, bei den Amerikanern wie bei den Katholen, und läuft bei mir unter Völkerverhetzung. Und das wirft einen deutlichen und sehr dunklen Schatten auf die Feldpostbriefe.

MfG, Sagitta

***) es sind Formulierungen in den Feldpostbriefen enthalten, die breites und tiefgehendes historisches Wissen voraussetzen sowie einen souveränen Blick auf die Geschichte des letzten Jahrhunderts. Der Rill konnte dies eigentlich nicht haben (oder aber der gesunde, bäuerliche Menschenverstand?), und wenn er die Aussagen des Franzosen nur aus der Ferne gehört hat (anderes Zimmer o.ä.) und wenn sie in einer anderen Sprache gesprochen wurden, dann ist für mich unklar, wie die in Rills Feder geflossen sein sollen. Über einzelne dieser Formulierungen wurde im den Beiträgen seinerzeit diskutiert (etwa über "die Besatzungen lösen sich voneinander").

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Nur bis zum Rhein - zu einem gegebenen Zeitpunkt wird ganz Europa im Feuer stehen

BBouvier @, Sonntag, 28. Juni 2015, 22:57 vor 1742 Tagen @ Sagitta 3843 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 28. Juni 2015, 23:04

Hallo, Sagitta!

Danke! - Durchaus nachvollziehbar ...

<"Sind es die Feldpostbriefe, die als erste "Quelle" in der gesamten
Prophezeiungsliteratur einen Angriff aus dem Osten
mit der Naturkatastrophe verknüpfen?
">

Eine frz. Prophezeiung - der frz. Pater Mattay,
Bretagne, napoleonische Zeit:
=>
"Fremde Mächte werden rüsten, nicht zur Unterstützung der Legitimität, (Monarchie)
sondern mit dem Ziel, Frankreich zu teilen.
Der Zar Rußlands, an der Spitze einer großen Armee,
wird bis zum Rhein kommen, den er nicht überqueren wird,
weil (!) ihn dort eine unsichtbare Hand aufhalten wird.
Er wird den Finger Gottes sehen.
Und zu einem gegebenen Zeitpunkt wird ganz Europa im Feuer stehen
."

Mattay in Stichpunkten:
- Verfolgung der Kirche, besonders in Städten, und ein junger Papst folgt
- sechs Wochen Krieg Tag und Nacht ... das "Feuer" erreicht nicht die Bretagne
- drei große Städte (Frankreichs) gehen unter
- ein frz. Kaiser nach dem Scheitern der Republik
- dieser Kaiser verfügt über eine Truppe Ausländer (= Fremdenlegion?)
- der Kaiser schafft dann in kleineren Kriegen Ordnung, insbesondere in England
- drei Jahre weiterhin hohe Steuern wegen Mißwirtschaft der alten Regierung
- der (neue?) russische Zar unterstützt nunmehr die Katholiken in seinen Ländern
(... Genaueres weiß ich diesbezüglich nicht, so Mattay)

Eine sachliche Verknüpfung Feldzugsende-Großkatastrophe, geht m. E.
auch aus "Antonius von Aachen" hervor, wo ausgeführt wird:
"Die letzte Schlacht wurde in Westfalen geschlagen.
Am Ende der Kämpfe sah man kaum mehr als zwei dürftige Linien
der preußischen (= der russischen!) Armee, die dem Blutbade entkommen waren.
Das Gewehr umgehängt und außer Atem flüchteten sie...
Während (!) der Endschlacht in Westfalen richtete sich meine Aufmerksamkeit
auf Köln und alle Länder, die der Krieg heimgesucht hatte.
Dort wütete eine schreckliche Krankheit (= Impaktfolgen-Massensterben?)
,
der jene zum Opfer fielen, die das feindliche Schwert verschont hatte...
Als mir hierauf Frankreich und dann Deutschland gezeigt wurden,
schauderte ich darüber, wie wenig bevölkert beide Länder waren."

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Anmerkung zu: Krankheit, Antonius v. Achen 1872 (Weitere Aussagen der Zahnarzthelferin)

Leserzuschrift, Donnerstag, 09. Juli 2015, 18:58 vor 1731 Tagen @ BBouvier 3691 mal gelesen

Während (!) der Endschlacht in Westfalen richtete sich meine Aufmerksamkeit
auf Köln und alle Länder, die der Krieg heimgesucht hatte.
Dort wütete eine schreckliche Krankheit (= Impaktfolgen-Massensterben?)
,
der jene zum Opfer fielen, die das feindliche Schwert verschont hatte...
Als mir hierauf Frankreich und dann Deutschland gezeigt wurden,
schauderte ich darüber, wie wenig bevölkert beide Länder waren."

Grüß Gott Herr Hauser,

eben las ich diese Diskussion und möchte nachtragen, was mich besonders beunruhigt hat:

Nach den Fluten, unklar ob der ersten, oder zweiten, käme eine Krankheit gegen die man sich nicht schützen könne und die auch keine Heilung kenne. Sterben viele daran.Die Ärzte sind machtlos.

So die Helferin in 2007-8.

Sie berichtete auch von zwei Finsternissen. Die erste kurz,die zweite dauernd.Die Verfinsterung entspräche dem Grad, der bei der Sonnenfinsternis 1999 in München geherrscht habe. Ich habe ihr damals ein Parkplatzbild ausgedruckt.

Habe das Bild noch,kanns aber gerade nicht laden.

MFG
[der Zahnarzt]


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Re: Zur Finsternis Don Bosco

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 09. Juli 2015, 20:00 vor 1731 Tagen @ Leserzuschrift 3546 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 09. Juli 2015, 20:08

Hallo!

"Sie berichtete auch von zwei Finsternissen. Die erste kurz,die zweite dauernd.Die Verfinsterung entspräche dem Grad, der bei der Sonnenfinsternis 1999 in München geherrscht habe. Ich habe ihr damals ein Parkplatzbild ausgedruckt."

"Frei" nach Don Bosco dauert die zweite Finsternis so lange an, bis der geflüchtete
Papst nach Rom zurückgekehrt ist und mit den Überlebenden das "Te Deum" angestimmt
hat:

"Auf das hin setzte sich der Papst in Bewegung und die Reihen der Prozession begannen sich zu vermehren. Als er dann den Fuß in die heilige Stadt setzte, begann er ob der Verwüstungen jene zu beklagen, die in der Stadt waren, von denen viele nicht mehr lebten. Und in St. Peter zurückgekehrt, stimmte er das Te Deum an, dem im Chor die Engel singend respondierten: 'Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.' Nach Beendigung dieses Gesanges hört sofort jede Dunkelheit auf und es zeigt sich die glänzendste Sonne. Die Städte, Dörfer und Länder waren sehr entvölkert, die Erde war zerstampft wie von einem Gewittersturm, von Regenguß und Hagel, und die Völker gingen miteinander, und der eine sagte zum anderen: 'Es gibt einen Gott...'
Vom Beginn der Verbannung bis zum Gesang des Te Deum erhebt sich die Sonne 200 mal, Die ganze Zeit, die in der Erfüllung der Dinge vergeht, entspricht 400 Erhebungen der Sonne."

=> Ergo in etwa 200 Tage minus Verbannungszeitpunkt bis zur 3tf, also
ein knappes halbes Jahr?
Da die Dreitägige in der zweiten Oktoberwoche beginnen soll (nach dem Bauern
von Selb) und der Papst verschiedenen glaubhaften Quellen nach etwa im März/
April nach Rom zurückkehrt ("wenn die Blumen blühen"), sind da m.E. schon
ca. 150-180 Tage Finsternis drin, falls man sich an Don Bosco orientiert.

Die kurze Verfinsterung könnte entweder vom Funkenregen herrühren oder von
einer anderen Naturkatastrophe.

LG,

Eyspfeil

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Hallo, Eyspfeil!

BBouvier @, Freitag, 10. Juli 2015, 00:45 vor 1731 Tagen @ Eyspfeil 3500 mal gelesen

Das Zitat im Zusammenhang:
=>
Es war eine finstere Nacht, die Menschen konnten nicht mehr erkennen, welchen Weg sie einschlagen sollten, um zurückzukehren, als am Himmel plötzlich ein strahlendes Licht erschien, das die Schritte der Wanderer erhellte, als wäre es Mittag. In diesem Augenblick war eine große Menge von Männern, Frauen, Alten, Kindern, Mönchen, Nonnen und Priestern zu sehen, die mit dem Papst an der Spitze den Vatikan verließen und sich dabei zu einer Prozession aufstellten.

Aber da kam plötzlich ein wütendes Gewitter; das Licht verdunkelte sich zusehens und es schien sich ein Kampf zwischen Licht und Finsternis zu entfachen. Inzwischen waren sie auf einen kleinen Platz angelangt, der mit Toten und Verwundeten bedeckt war, von denen viele mit lauter Stimme um Hilfe flehten. Die Reihen der Prozession lichtete sich immer mehr. Nachdem sie über einen Raum dahingegangen waren, der zwanzig Erhebungen der Sonne entspricht, eilte jeder herbei, der nicht mehr in Rom war. Fassungslosigkeit bemächtigte sich ihrer und alle scharten sich um den Papst, um seine Person zu schützen und ihm beizustehen.

Von dem Augenblick an waren zwei Engel zu sehen, die eine Standarte trugen und sie dem Papst mit folgenden Worten überreichten: »Empfange das Banner derjenigen, die gegen die stärksten Völker der Erde kämpft und sie zerstreut. Deine Feinde sind verschwunden, deine Kinder beschwören mit Tränen und Seufzern deine Rückkehr.« Wenn man den Blick zum Banner erhob, sah man auf der einen Seite geschrieben: »Regina sine labe concepta« (Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen), und auf der anderen: »Auxilium christianorum« (Helferin der Christen). Der Papst ergriff freudig das Banner, aber als er die geringe Zahl derer sah, die bei ihm geblieben waren, wurde er betrübt.

Die beiden Engel fügten hinzu: »Geh schnell und tröste deine Kinder. Schreibe deinen Brüdern, die in alle Teile der Welt verstreut sind, daß eine Reform in den Sitten der Menschen notwendig ist. Und die kann man nur verwirklichen, wenn man den Völkern das Brot des göttlichen Wortes bricht. Unterrichtet die Kinder im Glauben, predigt Entsagung von den irdischen Dingen. Die Zeit ist gekommen, in der die Völker den Völkern das Evangelium bringen. Die Leviten sind bei Hacke, Spaten und Hammer zu suchen, damit sich die Worte Davids erfüllen: Gott hat das Volk vom Erdboden erhoben, um es auf den Thron der Fürsten seines Volkes zu setzen.«

Nachdem der Papst das gehört hatte, setzte er sich in Bewegung, und die Reihen der Prozession begannen dichter zu werden. Als er dann die heilige Stadt betrat, weinte er, als er die Verzweiflung der Bürger sah, von denen viele nicht mehr lebten. Als er schließlich den Petersdom betrat, stimmte er das »Te Deum« an, dem ein Engelschor antwortete: »Gloria in Excelsis deo...« (Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind). Nachdem der Gesang verklungen war, verschwand die Dunkelheit, und es zeigte sich eine strahlende Sonne.
Und so weiter =>

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Wie bzw. wo Du in dieser religiös-allegorischen Geschichte
die "Dreitägige Finsternis" erkennen willst, erschließt sich mir nicht.

Grüße!
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: Muß wohl an der Hitze liegen

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 10. Juli 2015, 20:03 vor 1730 Tagen @ BBouvier 3325 mal gelesen

Hallo BBouvier!

"Wie bzw. wo Du in dieser religiös-allegorischen Geschichte
die "Dreitägige Finsternis" erkennen willst, erschließt sich mir nicht.

Grüße!
BB"

Ich kenne niemanden, der so oft recht hat wie Du.:-D
Es handelt sich um eine religiöse Allergie äh Allegorie.
Die Sonne wird mit dem Christentum bzw. Glauben
gleichgesetzt.

In meinem Zimmer hatten sich während der Hitzewelle
(wo bleibt eigentlich die Minieiszeit? Da haben wir
uns völlig verkalkuliert, nicht wahr?) nie dagewesene
Temperaturen entwickelt, gleich einer Sauna.

Don Bosco beschreibt jediglich eine Glaubensverfinsterung,
die nach der Rückkehr des Papstes nach Rom dann
vorbei sein soll.

LG,

Eyspfeil

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Hallo, Eyspfeil!

BBouvier @, Freitag, 10. Juli 2015, 20:14 vor 1730 Tagen @ Eyspfeil 3402 mal gelesen

Ich kenne niemanden, der so oft recht hat wie Du.:-D

Hallo, Eyspfeil!

Auch das ist natürlich völlig falsch!
Ich weiß im Moment nur noch nicht, wieso.
Aber mir wird da schon noch etwa einfallen. :-D

Bis dahin beste Grüße Dir! :waving:
BB


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Papstflucht? Kein Problem, Pius IX. 1848-1850 im Exil

Baldur @, Freitag, 10. Juli 2015, 11:05 vor 1730 Tagen @ Eyspfeil 3445 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

kürzlich kam im Fernsehen ein Bericht über den Kirchenstaat und Pius den Neunten, der 1848 aus dem Vatikan flüchten musste:

Während der europaweiten und auch im Kirchenstaat stattfindenden revolutionären Erhebungen von 1848 floh er, nachdem sein Ministerpräsident Pellegrino Rossi ermordet worden war, am 24. November mit den Kardinälen nach Gaeta an der Küste Neapel-Siziliens. Nach der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung wurde am 9. Februar 1849 die kurzlebige Römische Republik ausgerufen, die durch ein Triumvirat unter Mitwirkung des radikaldemokratischen Revolutionärs Giuseppe Mazzini geleitet wurde. Bereits am 3. Juli 1849 wurde die Republik von französischen und spanischen Interventionstruppen militärisch niedergeschlagen. Pius IX. kehrte erst im Frühjahr 1850 nach Rom zurück.

Er war wohl Don Bosco eng verbunden:

Pius IX. unterstützte Don Bosco bei der Gründung seiner Salesianer, weshalb man Pius IX. auch „Don Boscos Papst” nennt.[3] Ebenso unterstützte Pius IX. die Gründung der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales durch den französischen Priester Louis Brisson, die er 1875 anerkannte.

Angesichts dessen wäre es ein starkes Argument, die "Papstflucht" für bereits abgehakt, weil passiert, zu betrachten.

Beste Grüsse vom Baldur

allerhöchstens ein Verarbeitungstraum

Baldur @, Freitag, 10. Juli 2015, 14:14 vor 1730 Tagen @ Baldur 3473 mal gelesen

Hallo, nochmal,

der dem Don Bosco nahestehende Papst flieht 1848.
Don Bosco hat seine Vision 1862.

Also nachher. Reichlich nachher.

Statt anzunehmen, es wäre ja eine zukünftige Flucht eines anderen Papstes, liegt doch viel näher, dass ihn das Erlebte inspirierte.

Und auch das Thema "Don Bosco" zieht sich wie zäher Kaugummi durch alle Nachplapperer wie der Rübezahl-Antichrist. Sogar bis ins Lindenlied.

Alles für die Tonne.

Beste Grüsse vom Baldur

Re: Es kann nicht bewiesen werden, daß Gaeta die letzte Flucht war

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 10. Juli 2015, 20:38 vor 1730 Tagen @ Baldur 3434 mal gelesen

Hallo Baldur!

"Hallo, Eyspfeil,

kürzlich kam im Fernsehen ein Bericht über den Kirchenstaat und Pius den Neunten, der 1848 aus dem Vatikan flüchten musste:

Während der europaweiten und auch im Kirchenstaat stattfindenden revolutionären Erhebungen von 1848 floh er, nachdem sein Ministerpräsident Pellegrino Rossi ermordet worden war, am 24. November mit den Kardinälen nach Gaeta an der Küste Neapel-Siziliens. Nach der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung wurde am 9. Februar 1849 die kurzlebige Römische Republik ausgerufen, die durch ein Triumvirat unter Mitwirkung des radikaldemokratischen Revolutionärs Giuseppe Mazzini geleitet wurde. Bereits am 3. Juli 1849 wurde die Republik von französischen und spanischen Interventionstruppen militärisch niedergeschlagen. Pius IX. kehrte erst im Frühjahr 1850 nach Rom zurück.

Er war wohl Don Bosco eng verbunden:

Pius IX. unterstützte Don Bosco bei der Gründung seiner Salesianer, weshalb man Pius IX. auch „Don Boscos Papst” nennt.[3] Ebenso unterstützte Pius IX. die Gründung der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales durch den französischen Priester Louis Brisson, die er 1875 anerkannte."

Moment mal! Erstens beschreibt Pfarrer Busch (also Don Bosco) eine Papstflucht, die
jediglich 200 Tage dauert. Das Gaeta-Exil Pius des IX. hingegen dauerte dauerte rund
500 Tage:

"Vom Beginn der Verbannung bis zum Gesang des Te Deum erhebt sich die Sonne 200 mal, Die ganze Zeit, die in der Erfüllung der Dinge vergeht, entspricht 400 Erhebungen der Sonne."

Die Hauptereignisse erstrecken sich also nur über rund 13 Monate und innerhalb eines
einzigen Jahres. Flieht also der Papst etwa zu Beginn des Russenfeldzuges irgendwann
Anfang August im Jahr X, und man zieht nochmals 200 Tage ab, dann kann man den Beginn
auf den Januar X datieren. Zurück nach Rom kömmt er etwa um den 1.April des Jahres X+1.
=> Also das Jahr X, in dem die Kühe schon im Monat März auf vollen Weiden grasen.;-)

Falls es sich um die Gesichte Boscos nicht um einen Aprilscherz handelt.;-)
Klar, was ein Mann um 1860 mal geträumt hat, und ob die Geschichte wirklich
in der Zukunft so eintrifft, das kann nicht mehr als sowas wie Glauben sein.
Das zwingt Dir auch niemand auf, zu glauben.
Ich bin gewiß kein Evangel... äh Katholizist, der alles dafür tut,
damit Du jaa katholisch bleibst.:-D

Aber zweitens: "Angesichts dessen wäre es ein starkes Argument,
die "Papstflucht" für bereits abgehakt, weil passiert, zu betrachten."

In der Geschichte seit dem MA gab es schon mehrere Papstfluchten bzw. Exile.
Wo ist der Beweis, daß Gaeta 1848-1850 die absolut letzte Papstflucht war?
Auf der Welt geht es gefühlt zunehmend unruhiger und unsicherer zu.
Also ich halte es für durchaus denkbar, daß in Italien mal Unruhen ausbrechen
(dem Himmelskörper /Funkenregen / den vielen Flüchtlingen etc.pp geschuldet)
und der Papst dann mal kurz in die relativ sichere Schweiz flieht.

Beste Grüße,

Eyspfeil

Existenzbeweis des Pumuckls

Baldur @, Freitag, 10. Juli 2015, 22:08 vor 1730 Tagen @ Eyspfeil 3457 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

ich kann natürlich nicht beweisen, dass es den Pumuckl nicht gibt.

Aber nimm mal den angeblichen Kugelbeer.

Über Nacht kommt die Revolution der Kommunisten, verbunden mit den Nationalsozialisten, der Sturm über Kloster und Geistliche. ....

Wie ein Blitz von heiterem Himmel kommt der Umsturz von Rußland her zuerst in Deutschland,

Wer auch immer das zusammenfabuliert hat, hat das angeblich 1922 gemacht. Und jetzt beleuchten wir den historischen Kontext:

1917 Oktoberrevolution in Russland.
1918 Räterepublik in Bayern, Bürgerkrieg, Freikorps gegen Kommunisten
1923 Inflationszeit
1923 Adolfs Marsch auf die Feldherrnhalle in München, der niedergeschossen wird

Dass jemand in einem solchen politischen Umfeld solche Träume kriegt, erscheint durchaus nachvollziehbar. Für den damaligen Moment ist es Tagespolitik und Tagesstammtischgespräch.

Weil das aber nicht eingetroffen ist, zu folgern, das käme schon irgendwann noch, halt irgendwann in ferner Zukunft, wäre mit dem Vertrauen in die Aussagen eines Kapitalanlagebetrügers vergleichbar, der einem die tollsten Gewinne verspricht, irgendwann mal, auch wenn die aufgeschwatzten Aktien ins Bodenlose fallen.

Quatsch ist nun mal Quatsch, Gefasel ist Gefasel, und Tonne ist Tonne.

Don Bosco ist ja nun nicht als begnadeter Hellseher bekannt, dessen vielen Treffer trotzdem aufhorchen liessen.

Wenn man die Qualität einer Quelle beurteilt, kann man den Kontext nicht ausblenden. Und der ist meiner Ansicht nach auch hier übermächtig und muss alle roten Warnlampen aufleuchten lassen.

Das waren Fieberträume eines Geistlichen, aber doch keine Zukunftsschau. Ich kaufe das nicht.

Beste Grüsse vom Baldur

Re: Kugelbeer sah jedoch das ganze Programm, nicht bloß den Ausschnitt "Nazi-Kommunisten"

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 10. Juli 2015, 23:33 vor 1730 Tagen @ Baldur 3736 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Freitag, 10. Juli 2015, 23:40

Hallo Baldur!

"Hallo, Eyspfeil,

ich kann natürlich nicht beweisen, dass es den Pumuckl nicht gibt.

Aber nimm mal den angeblichen Kugelbeer.

Über Nacht kommt die Revolution der Kommunisten, verbunden mit den Nationalsozialisten, der Sturm über Kloster und Geistliche. ....

Wie ein Blitz von heiterem Himmel kommt der Umsturz von Rußland her zuerst in Deutschland,

Wer auch immer das zusammenfabuliert hat, hat das angeblich 1922 gemacht. Und jetzt beleuchten wir den historischen Kontext:

1917 Oktoberrevolution in Russland.
1918 Räterepublik in Bayern, Bürgerkrieg, Freikorps gegen Kommunisten
1923 Inflationszeit
1923 Adolfs Marsch auf die Feldherrnhalle in München, der niedergeschossen wird

Dass jemand in einem solchen politischen Umfeld solche Träume kriegt, erscheint durchaus nachvollziehbar. Für den damaligen Moment ist es Tagespolitik und Tagesstammtischgespräch."

Ja aber schau Dir mal den "ganzen" Kugelbeer in der Quellensammlung durch.
Der hat schon eine ganz breite Palette von Ereignissen zu bieten, das
gesamte klassische Programm angefangen von Bürgerkrieg, Paris, Italien,
junger Kaiser, Papstflucht bis hin zur 3tf.
Deshalb wurde er von Taurec auch nicht in die Hoax-Sammlung aufgenommen,
um es mal so auszudrücken.

Klar, da kann man wieder das Argument zu Felde führen: Alles nur gelogen,
gezogen, geraubt, geklaut.:-D Das Lied von den "Prinzen".
Dazu ist ja das Forum u.a. da, daß die falschen Fuffziger entlarvt werden.

Es ist ja möglich, daß er wirklich etwas gesehen hat, es aber 1922 nicht
anders formulieren konnte, weil damals die Oktoberrevolution der "neueste
Schrei" war, ebenso der Marsch auf die Feldherrenhalle der Anhänger der
Nazi-Arbeiterpartei, die sich kurz zuvor noch DAP nannten.

Oder andersherum: Es ist ja möglich, daß in der Zukunft die Wallstreet
und sein Ableger EU zerbröseln, und dann andere Kräfte ans Ruder kommen.
Vielleicht eine Kraft, die weder apodiktisch links oder rechts ist, so
wie Rußlands Putin oder Griechenlands Tsipras (die Regierung ist zwar
marxistisch, es sitzt aber eine rechtsradikale Partei mit in der Regierung!)
oder wie die französische FN, die wiederum mit Putin symphatisiert.
Das klassische rechts-links-Denken ist überholt. In der Zukunft werden
Parteien Zulauf bekommen, das heißt in die Mitte der Gesellschaft drängen,
die sich von weit rechts und von weit links Rosinen herauspicken.
Begrenzung der Zuwanderung, Renationalisierung, und Steuergerechtigkeit
und Arbeit für alle. Nimm mal den Viktor Orban in Ungarn als Beispiel:
Der agiert ja eigentlich wie der FN in Frankreich und schert im Grunde
genommen aus der EU aus, mit seinem extremen Nationalismus bzw. mit
seiner Politik der Abgrenzung vom Rest der EU.

"Weil das aber nicht eingetroffen ist, zu folgern, das käme schon irgendwann noch, halt irgendwann in ferner Zukunft, wäre mit dem Vertrauen in die Aussagen eines Kapitalanlagebetrügers vergleichbar, der einem die tollsten Gewinne verspricht, irgendwann mal, auch wenn die aufgeschwatzten Aktien ins Bodenlose fallen.

Quatsch ist nun mal Quatsch, Gefasel ist Gefasel, und Tonne ist Tonne.

Don Bosco ist ja nun nicht als begnadeter Hellseher bekannt, dessen vielen Treffer trotzdem aufhorchen liessen.

Wenn man die Qualität einer Quelle beurteilt, kann man den Kontext nicht ausblenden. Und der ist meiner Ansicht nach auch hier übermächtig und muss alle roten Warnlampen aufleuchten lassen.

Das waren Fieberträume eines Geistlichen, aber doch keine Zukunftsschau. Ich kaufe das nicht.

Beste Grüsse vom Baldur"

Das kann mal ganz schnell gehen mit dieser unkontrollierten Zuwanderung, äh
Entschuldigung, mit dieser unendlichen Bereicherung von Fremden. Pro Jahr
bestimmt ein Zustrom von einer Million alleine nach D. Nastrowje!
Oder les mal den Beitrag von Nullmark vor ein paar Tagen
über Himmelskörper, von denen ein Großteil halt nicht geortet werden kann.
60 Millionen Leute sind auf der Flucht, 10 Millionen mehr als 1945.
Und dies in Kombination mit einem Boliden aus dem All? Funkenregen? Eiszeit?
Mir wird es in der jetzigen Lage angst und bange, falls wirklich mal was
Unerwartetes aus dem Off kömmt, auch angesichts dieser totalen Vernetzung
und Abhängigkeit vom Internet. Jede Wasserversorgung und jedes E-Werk
ist vernetzt, wodurch alles in immer höherem Maße fragil wird.
Da braucht doch nur einer einen Schraubenschlüssel aus dem All ins Getriebe
werfen, allegorisch gesprochen, und das Chaos ist perfekto.

Ich hatte vor ein paar Tagen auch einen Traum von einer Reise durch Frankreich.
Das war wirklich ein verschwurbelter Sommer-Fiebertraum. Dort sah ich ein
abgebranntes Haus und eine junge Frau sagte mir, daß dort die Russen "gehaust"
hätten, und dieses Haus niedergebrannt hätten.

Aber ich kann sehr wohl eine wirklche Zukunfts-Schau von einem
Schwurbel-Verarbeitungstraum unterscheiden.
Vor zwei Wochen hatte ich einen
bescheidenen, den ich vielleicht bei Gelegenheit
mal posten werde.

Also wenn ich von einem Traum aus der Zukunft aufwache, dann wundere
ich mich gewaltig: Denn ich habe diesen ganzen Zeitraum doch schon
erlebt und wache quasi zurück in der Vergangenheit auf.

Deshalb sollte man ein stückweit sich selbst vertrauen. Was ich subjektiv
denke, das ist irgendwo stimmig. Klar ist theoretisch möglich, daß alles
Verarschung ist, und jeder einem Foppgeist unterworfen ist.

Sind meine Schuhe in der Ecke wirklch schwarz? Nein sie sind weiß!
Nur weden alle anderen Farben absorbiert, ich sehe nur schwarz,
weil das Nichts (also Schwarz=keine Farbe) quasi reflektiert wird.
Oder wußtes Du, daß das Fernsehbild praktisch vertikal auf die
Netzhaut trifft? Unser Gehirn baut das Bild so um, daß es wieder
"stimmt" und horizontal erscheint.
Daß wir kopfüber in der Welt stehen, also daß die Erde oben ist
und wir unten? Als Babies kriegen wir das noch mit, danach baut
das Gehirn die Perspektive um, damit es wieder "stimmt", also
daß die Erde unten ist.

Aber es stimmt doch nachdenklich daß verschiedene Seher aus verschiedenen
Epochen, die sich gegenseitig nie sahen, in etwa die selben grundsätzlichen
Ereignisse sahen. Vom Zuwanderer-Chaos angefangen bis zur 3tf.

Herzliche Grüße,

Eyspfeil

Sieht man doch ---------; wenn man sieht.

rauhnacht @, Sonntag, 12. Juli 2015, 15:11 vor 1728 Tagen @ Eyspfeil 3600 mal gelesen

bearbeitet von rauhnacht, Sonntag, 12. Juli 2015, 15:24

Hallo,
„Nazi- Kommunisten“!!!!;
welch treffende, prägnante Wortschöpfung von Dir.:ok:

Und beiderseits Anhänger werden zufrieden sein.
Die neuen Nazis stehen dann beglückt für den neuen Führer stramm, --- weil endlich wieder „Einer“, der mal sagt, wo es lang geht.
Sehr vernünftig und ideologiekonform.

Und die Kommunisten und „Wir sind das Volk“ - Anhänger latschen skandierend mit,--- weil schließlich „macht der neue Führer alles nur zum Wohle des Volkes“ .
Sehr vernünftig und ideologiekonform.

Totalitarismus pur!

Aus Wiki:, so als Vorstellungsbild:

Das Totalitarismus-Modell von Friedrich/Brzezinski
Die Politikwissenschaftler Carl Joachim Friedrich und Zbigniew Brzezinski sahen in totalitären Regimen etwas grundsätzlich Neues. Die verschiedenen totalitären Systeme seien jedoch grundsätzlich gleichartig und untereinander vergleichbar. Das Wesen der totalitären Regime sei ihre Organisation und ihre Methoden zur Erreichung der totalen Kontrolle, nicht ihr Streben nach totaler Kontrolle. Dennoch habe man sich totalitäre Systeme nicht als statische Gebilde vorzustellen, da sie einer Evolution unterlägen. In ihrem 1956 erschienenen Werk Totalitarian Dictatorship and Autocracy definierten Friedrich und Brzezinski sechs konstitutive Merkmale totalitärer Systeme:
1. eine alle wichtigen Lebensbereiche umfassende, allgemeinverbindliche, auf Schaffung einer neuen Gesellschaft ausgerichtete Ideologie mit Wahrheitsanspruch und stark utopischen, z. T. religionsähnlichen Elementen
2. eine einzige, die gesamte formelle Macht innehabende, hierarchisch und oligarchisch organisierte Massenpartei (neuen Typs), die in der Regel von einem Mann (dem Diktator) angeführt wird und die der staatlichen Bürokratie entweder übergeordnet, oder mit ihr völlig verflochten ist. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung (bis 10 %) gehört der Partei aktiv an und eine aktive Minderheit innerhalb der Partei ist fanatisch der zugrunde liegenden Ideologie ergeben.
3. ein physisches und/oder psychisches Terrorsystem: Kontrolle und Überwachung der Bevölkerung, aber auch der Partei selbst, durch eine Geheimpolizei. Diese bekämpft nicht nur tatsächliche, sondern auch potentielle Feinde.
4. das nahezu vollständige Monopol der Massenkommunikationsmittel beim Staat
5. das nahezu vollständige Monopol der Anwendung der Kampfwaffen beim Staat
6. eine zentrale, bürokratisch koordinierte Überwachung und Lenkung der Wirtschaft
Friedrich und Brzezinski weisen weiterhin auf die zentrale Rolle des technischen Fortschritts hin, der die Merkmale 3–6 erst ermögliche

Nix mit Monarchie von Gottes Gnaden, was allerdings überaus leicht verwechselt werden kann.
Was möglicherweise daran liegt, dass Gott ( hier verstanden als schicksalswirkende Kraft) sich so kurz vorm Endspektakel ein Päuschen gestattet? :-(
oder aber daran, dass Gott als Summe der ALLES WIRKENDEN KRÄFTE schlicht nicht anders kann! :lookaround: :

Ach je! Und dennoch noch nicht mal neu, lediglich aufgrund der „Evolution“ und/oder des „technischen Fortschritts“ in dann noch nie dagewesenem Ausmaß. Die Imperatur - „ er,sie, es wird beherrscht// uups, wieder einmal schlampig- Entschuldigung! , dies: werden ; schon angefügt“! Ob Spengler damals sich dies in dem Ausmaß, wie ich heute, vorstellen konnte?
Das wird der Zenit des „faustischen Willens“ im Überlebenskampf eines sterbenden Zeitalters sein.

Liebe Grüße, Sigrid

Don Bosco und seine Buben

WernerH @, Freitag, 10. Juli 2015, 22:30 vor 1730 Tagen @ Eyspfeil 3435 mal gelesen

Grüßt Euch alle,

bzgl. Don Bosco hat es immer schon Missverständnisse gegeben, nicht nur wegen seiner vermeintlichen Träume oder seiner falschen Stigmata.

Habe mich vor Lachen kaum halten können, als mir irgendwo dieses Buch samt Titel in die Hände gefallen ist.

http://www.amazon.de/Don-Bosco-seine-Buben-Lebensbild/dp/3908550351

Heilige und selige Einfalt: So etwas kann man doch nicht bringen, dachte ich mir.

Kann man doch! In kirchlichen Kreisen sowieso.

Für alle, die noch immer nicht kapieren, worauf ich hinaus will, hier die Textprobe:

"Bald ist der Leser von der Eindringlichkeit des Geschehens völlig in Bann geschlagen. Don Bosco geht seinen außergewöhnlichen Weg unter ärgsten Schwierigkeiten, aber mit unterschütterlichem Humor: zum Priestertum. Bald kommen seine vielfältigen Talente zum Wuchern."

Aber bevor auch dieser Faden völlig entgleitet (sorry, es ist bei mir heute Abend wie ein Zwang!) - das hat alles mit dem Forumsthema überhaupt nichts zu tun, außer vielleicht, dass man die Aussagen des guten Don Bosco samt und sonders in die Tonne kloppen sollte.

Weiterhin einen angenehmen Sommer wünscht
WernerH

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Authentizität

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 28. Juni 2015, 23:37 vor 1742 Tagen @ Sagitta 3706 mal gelesen

Hallo!

Möglicherweise wurde in der erwähnten Forumsdiskussion der Konsens erzielt, dass der "prophetische Franzose" nicht nur eigene Schauungen hatte sondern die alten Prophezeiungsmaterien ebenfalls kannte und sie in eigenen Formulierungen weitergegeben hat - ich jedenfalls gehe davon aus.

Ja. Das ist aus meiner Sicht offensichtlich.

Der Pater und der parapsychologische Forscher hätten als "Gelehrte" das aufzeigen müssen - insofern ist die Wiedergabe in den Missionsblättern oder die Anaylse von Bender aus historisch-kritischer Methodik keineswegs vorbildlich sondern ausgesprochen mangelhaft bzw. tendenziös.

Bender war Parapsychologe, aber kein Volkskundler oder Literaturwissenschaftler.
Frumentius war keines von beidem, sondern vielmehr interessierter Laie, ähnlich wie wir hier. Im Gegensatz zu uns hatte er jedoch noch nicht das Internet zur Verfügung und die Möglichkeit, Texte elektronisch abzuspeichern und zu vergleichen.
Einflüsse älterer Prophezeiungen auf die Briefe wurden von uns hier ja überhaupt erst aufgedeckt, z. B. "Markustag auf Ostern".
Unsere Vorgänger waren im Gegensatz zu uns noch naiv und leichtgläubig, wobei auch wir noch nicht bis zum Kern der Dinge vorgedrungen sind.

Der "letzte Rest" aber ist für mich nicht von vorneherein wahr, sondern er muss sich erst als wahr bestätigen.

Da wir nun wissen, daß sich die Briefe aus Aussagen von verschiedenen Quellen zusammensetzen, kann auch das Argument, weil Teile bereits eingetroffen seien, würden sie auch in Zukunft eintreffen, nicht mehr pauschal gelten.

Ich habe diesbezüglich seinerzeit Fragen auch ans Forum gestellt, die bislang noch nicht beantwortet werden konnten. Nicht dass ich Antwort hier erwarte - sondern ich stelle diese Fragen eigentlich mir selbst, habe aber die Lösung selbst noch nicht gefunden.

Etwa die Frage: Sind es die Feldpostbriefe, die als erste "Quelle" in der gesamten Prophezeiungsliteratur einen Angriff aus dem Osten mit der Naturkatastrophe verknüpfen? Wenn das so wäre, dann wären die Feldpostbriefe eine beachtenswerte Quelle.

Was halbwegs dazu paßt, ist Antonius von Aachen (1872), der sah:
"Während der Endschlacht in Westfalen richtete sich meine Aufmerksamkeit auf Köln und alle Länder, die der Krieg heimgesucht hatte. Dort wütete eine schreckliche Krankheit, der jene zum Opfer fielen, die das feindliche Schwert verschont hatte."
Und:
"Als mir hierauf Frankreich und dann Deutschland gezeigt wurden, schauderte ich darüber, wie wenig bevölkert beide Länder waren."

Blöderweise läßt sich Deine Frage nicht eindeutig beantworten, weil Antonius von einer "Krankheit" spricht.

Ich halte es für wahrscheinlich, daß er damit die mit der Weltenwende verbundenen Naturkatastrophen meint und dem auch eine echt Schau zugrundeliegt. Wenn Antonius nur religiöse Mythen über die Finsternis weitererzählt hätte, so würde die Aussage besser darauf passen und würde Elemente religiöser Prophezeiungen enthalten. Daß er aber diffus von einer "Krankheit" spricht, deutet meines Erachtens darauf hin, daß etwas gesehen, aber nicht richtig verstanden wurde. Daß er nun nicht tatsächlich eine Krankheit sah, läßt sich wiederum aus jüngeren Aussagen über Naturkatastrophen, etwa in den Feldpostbriefen, beim Waldviertler und anderen schließen. Die Elemente meiner Argumentation stützen sich hier wie ein Kartenhaus.

Oder die Fragen in https://schauungen.de/forum/index.php?id=26795 - hier stellen die Feldpostbriefe Behauptungen auf und treffen Aussagen, die wir zur Beurteilung des aktuell vor unseren Augen ablaufenden Geschehens nützlich einsetzen können. Beispielsweise reflektiert die Schweiz gerade militärisch ihr Verhältnis zu Europa (Verhalten im Falle von europäischen Bürgerkriegen). Und ganz generell ist die Behauptung (ich sage ausdrücklich Behauptung und nicht Schauung oder Voraussage), dass die Schweiz in Deutschland militärisch aktiv werde, eine sehr kühne (egal ob 1914 oder 1953 ausgesprochen). Solche bemerkenswerten inhaltlichen Konfiguration sind es, die mir die Feldpostbriefe interessant machen und nützlich erscheinen lassen - aber nicht irgendwelche Feststellungen, ob sie echt oder wahr sind.

Auch Benders Expertise kommt nicht direkt zu dem Schluß, daß die Feldpostbriefe echt seien. Vielmehr lautet das Urteil, daß Anhaltspunkte für eine Fälschung nicht gefunden werden konnten, bzw. an ihrer Authentizität kaum ein Zweifel möglich sei. Daher ist davon auszugehen, daß sie nicht von einer einzelnen Person frei erfunden und einem sagenhaften Franzosen post mortem zugeschrieben wurden.
Über die Trefflichkeit der Aussagen an sich ist mit dieser Beurteilung keine Wertung vorgenommen worden. Das ist eine ganz andere Frage, wie Du ja selbst feststellst.
Auch wenn mittels verschiedener Argumente sich die Indizien für das Vorliegen einer Schau verdichten lassen, ist damit nicht sicher, daß noch ausstehende Schauungen eintreffen. Man kann höchsten sagen, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit liege eine authentische Schau vor. Das ist dann "Echtheit". Authentizität bedeutet Echtheit im Sinne von "als Original befunden". Näher kommt man mit dem Verstand an die Validierung einer Schau nicht heran, weil es sich eben (das ist die Grundannahme) um Zukunft handelt.

Ich muss Baldur in einer Sache unbedingt Recht geben: nicht nur die Amerikaner nach 1945 sondern die Katholischen seit 100 Jahren stellen uns Russland ständig als Reich des Bösen dar. Diese (missionarische) Haltung schwingt auch im Hintergrund der Feldpostbriefe und ihrer Veröffentlichung gerade im Jahr1953 mit. Ich bin kein Russlandliebhaber, aber das ist ein widerliches Bestreben, bei den Amerikanern wie bei den Katholen, und läuft bei mir unter Völkerverhetzung. Und das wirft einen deutlichen und sehr dunklen Schatten auf die Feldpostbriefe.

Ich vermute hinter dieser Rußlandfeindlichkeit zweierlei:
1. einen tief liegenden und empfunden Gegensatz zwischen Abendland und russischer Kultur. Aus dem selben Grunde können Europa und die islamische Welt auf der Gesamtebene nicht friedlich koexistieren, auch wenn einzelne Vertreter beider Welten sich zur jeweils anderen hingezogen fühlen können.

2. ein uraltes Motiv, das tief ins religiöse Fundament gesunken ist und aus dem sich im äußersten Fall der russische Feldzug als Idee überhaupt entwickelt hat. Bereits in frühchristlicher Zeit sollte der "Antichrist" aus dem Osten kommen und die Völker Gog und Magog, die irgendwo in Asien hinter einer Mauer verborgen sind, in der Endzeit hervorbrechen und die christliche Welt verheeren. Das Motiv wandelte sich. In der Antike waren es die Perser, später die Moslems und bei uns wurde der imaginäre Feind als die Slawen identifiziert.
Diese Zusammenhänge liegen tief im kulturellen Unbewußten verborgen und sind wohl kaum mehr rational aufzudröseln. Man lese, um ein Gefühl hierfür zu bekommen, etwa Zurbonsens Analyse der Birkenbaumsage. Ob es einen wahren Kern gibt oder alles eine bloße Phantasie ist, liegt durchaus im Auge des zu- oder abgeneigten Betrachters.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

@ Sagitta

Ulrich ⌂ @, Germering, Montag, 29. Juni 2015, 02:50 vor 1742 Tagen @ Sagitta 3565 mal gelesen

Hallo Sagitta,

Ich habe diesbezüglich seinerzeit Fragen auch ans Forum gestellt, die bislang noch nicht beantwortet werden konnten. Nicht dass ich Antwort hier erwarte - sondern ich stelle diese Fragen eigentlich mir selbst, habe aber die Lösung selbst noch nicht gefunden.
Etwa die Frage: Sind es die Feldpostbriefe, die als erste "Quelle" in der gesamten Prophezeiungsliteratur einen Angriff aus dem Osten mit der Naturkatastrophe verknüpfen?

Yves Dupont in "Catholic Prophecy", S.36 ff:
"...
44.1 The Ecstatic of Tours (Her name is not known. She was a nun living in Tours, in France. In the year 1882, using a nom-de-plume, her spiritual director published her revelations in a book called La Veille de la Victoire du Christ (On the Eve of the Victory of Christ). The following excerpts come from the prophecies made in 1872 and 1873.)
44.2 Before the war breaks out again, food will be scarce and expensive. There will be little work for the workers, and fathers will hear their children crying for food. There will be earthquakes and signs in the sun. Towards the end darkness will cover the earth.
..."

https://archive.org/details/CatholicProphecy

Der von Taurec zitierte Melito San Miguel in "De Laatste Zegels." (Hoboken, 1992) irrt sich mit der Feststellung "Diese [Vorhersagen] wurden erstmalig 1884 in den 'Annales du Surnaturel' veröffentlicht."
(https://schauungen.de/forum/index.php?id=11457)

Die digitalisierte Version des von Dupont genannten Buches von 1882 ("La Veille de la victoire du Christ...") kann hier im Volltext eingesehen werden:
http://www.europeana.eu/portal/record/9200365/BibliographicResource_3000004848897.html

Gruß
Ulrich

Bedeutung von Irlmaier

Sagitta @, Montag, 29. Juni 2015, 08:30 vor 1741 Tagen @ Ulrich 3711 mal gelesen

Hallo Ulrich,

vielen Dank für diesen Hinweis! Die Aussage von Mattay wurde in dem zitierten Diskussionsfaden schon besprochen, desgleichen die eingeschränkte Verwendung des Antonius von Aachen. Ich glaube nicht, dass der Rill'sche Franzose die Verbindung von Krieg mit Naturkatastrophe von denen hat, denn spezifisch ist bei ihm "die Berge speien Feuer". Bei der von Dir nun erwähnten Ekstatischen von Tours ist wiederum der Krieg offensichtlich kein russischer sondern eine Revolution, die in Italien und Frankreich gleichzeitig ausbricht. Das schließt zwar die Russen nicht aus, jedoch wohl die Abhängigkeit des Rill'schen Franzosen von der Frau aus Tours. Das Lindenlied mit der Erde Riss ist erst nach dem Krieg (und kennt keinen ausdrücklichen Russeneinfall!). Vom Eismeerfischer gibt es im März 1914 (Dagblatt) auch keine Aussagen zu Krieg mit Katastrophe. Von Johansson könnte der Franzose allenfalls haben (im August 1914), dass Deutschland Elsass und Lothringen - und also den Krieg verliert.

Die Verknüpfung von Krieg und Finsternis scheint mir somit eine Sache der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu sein. Da kommt im gleichen Jahr der Eismeerfischer in vollem Umfang heraus (mit Krieg und Katastrophen zu Hauf), und nun auch das Misssionsblättchen mit dem Rill'schen Franzosen - und dann natürlich der Irlmaier. Und hier haben wir dann die ausdrückliche Verknüpfung: "Während des Krieges kommt die große Finsternis" oder "Finster wird es werden an einem Tag unterm Krieg." (vor dem Krieg schon Erdbeben und Kreuz?). Das heißt, Anfang der 50er Jahre tritt das ins Bewußtsein der Schauungs-Liebhaber und Prophezeiungs-Fans, dass Russeneinfall (damals ein riesen Thema!) und Naturkatastrophe (damals leider noch kein Polsprung ...) miteinander zusammenhängen.

Also wäre hier, entweder bei Irlmaier oder seinen Veröffentlichern, der Hase im Grase zu suchen: inwiefern kannte diese bayerische Clique schon die Feldpostbriefe, inwiefern wurden die Dinge darin dem Irlmaier zugetragen (worüber wir sicher sein dürfen!), inwiefern wurden nun andere ältere Voraussagen mit eingearbeitet (Jahenny) und was ist in dieser Thematik vielleicht doch Irlmaiers eigene Schau. Dies alles auseinander zu zieseln würde wohl eine Doktorarbeit geben, und man müßte sich alle Veröffentlichungen dazu von 1945 bis 1960 in der genauen Reihenfolge ansehen. Bemerkenswert aber, wenn Irlameier und seine Szene die Feldpostbriefe gekannt haben sollten: warum haben sie die feuerspeienden Berge nicht weiter ausgemalt? Oder wäre dann die Verbindung sichtbar geworden?

Ich habe leider nur am Wochenende etwas Zeit gehabt, hier im Forum zu stöbern. Habe jetzt zum ersten Male die bemerkenswerten Träume von @Lacrimosa gelesen - vielen Dank! Es fällt mir auf, dass nicht wenige seherisch Begabte aus dem Kölner Raum kommen (Lieselotte, Lacrimosa, Markus, Oberberger ....). Vielleicht lässt sich einmal ein Forumstreffen dort organisieren, inklusive Besichtigung des Domes, der offenbar auch die nächsten Katastrophen überstehen wird.

Wünsche allseits eine gute neue Woche,
Sagitta

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"Sie müssen alle nach Norden ... Was sie bei sich haben, schmeißen sie alles weg."

BBouvier @, Montag, 29. Juni 2015, 12:52 vor 1741 Tagen @ Sagitta 4093 mal gelesen

<"Bemerkenswert aber, wenn Irlameier und seine Szene die Feldpostbriefe gekannt
haben sollten: warum haben sie die feuerspeienden Berge nicht weiter ausgemalt?
">

Hallo, Sagitta!

Dazu vielleicht folgendes.

Rill in seinem zweiten Brief an seine Frau::
=>
"Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen
und zwar im Süden bis Chiemgau
(das interessiert ihn und seine Frau nämlich!),
und die Berge sollen von da (temporal = "dann/danach/später")
Feuer speien, und der Russe soll (dann) alles zurücklassen an Kriegsgerät."
...und nicht: "dort"!

Die Berge, die Feuer speien, das sind die Böhmischen
anlässlich des Prager Impaktes bzw. anlässlich des Erdrisses
den Bayerischen Wald entlang bis zur Mündung des Inns.

Irlmaier hat m.M. das "da" irrig als lokale Information (!)
- im "Süden" Bayerns würden wohl die Berge Feuer speien? -
mißverstanden und formuliert diese Aussage
der Feldpostbriefe interpretierend dann um,
indem er behauptet:
=>
"Dann bricht bei den Heersäulen herüben alles zusammen.
Sie müssen alle nach (!) Norden.
Was sie bei sich haben, schmeißen sie alles weg.
Zurück kommt keiner mehr."

Scheint mir, eindeutig zu sein, dieses Irlmaierecho.
Wir dürfen also davon ausgehen, dass Irlmaier
die Feldpostbriefe bekannt waren.
Und die "feuerspeienden Berge" hat er gar nicht präzisieren können,
weil er selbst dazu wieder einmal gar keine Schau gehabt hatte.
Irlmaier an anderer Stelle daher, selbst nur herumratend:
=>
"Durch eine Naturkatastrophe oder etwas ähnliches
ziehen die Russen plötzlich nach Norden..."

Und "nach Norden" ziehen seine Russen, weil er irrig vermeint,
in dem Brief stünde, daß die Berge das Chiemgaues Feuer speien würden. :-D

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

@ Sagitta

Ulrich ⌂ @, Germering, Dienstag, 30. Juni 2015, 12:29 vor 1740 Tagen @ Sagitta 3559 mal gelesen

Hallo Sagitta,

Bei der von Dir nun erwähnten Ekstatischen von Tours ist wiederum der Krieg offensichtlich kein russischer sondern eine Revolution, die in Italien und Frankreich gleichzeitig ausbricht. Das schließt zwar die Russen nicht aus, jedoch wohl die Abhängigkeit des Rill'schen Franzosen von der Frau aus Tours.

das ist nicht "offensichtlich". Trotz Ekstase unterscheidet sie im Text zwischen "Revolution" und "Krieg" ;-)

"Beaucoup de couvents seront au pouvoir de l’ennemi. La révolution fera beaucoup de mal à la religion. (…)"

"La guerre avec nos ennemis les prussiens recommencera. Elle ne durera pas longtemps."

Da steht zwar "Preussen", nicht "Russen", was den Feldpostbriefen inhaltlich widerspricht (es sei denn: "Eine andere Möglichkeit wäre, daß sie wie Antonius von Aachen Russen und Preußen vermischt hat..." , Taurec: https://schauungen.de/forum/index.php?id=11522 ), nicht jedoch hinsichtlich der Verknüpfung Krieg/Naturkatastrophen.

Nebenbei: Auch "Elle ne durera pas longtemps" entspricht in etwa Rills mündlichem Nachtrag von 1947 "Der dritte Krieg würde 28 oder 58 Tage dauern."

Die Verknüpfung von Krieg und Finsternis scheint mir somit eine Sache der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu sein.

Yves Dupont Zitat "There will be earthquakes and signs in the sun. Towards the end darkness will cover the earth." lautet im Originaltext:
"Beaucoup mourront de frayeur dans ces temps malheureux. Les signes dans le ciel commenceront bientôt. Après, les tremblements de terre. Viendront aussi les ténèbres de la nuit, vers la fin des événements."
("La Veille de la victoire du Christ...", Seite 54; http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k133629p/f60.image )

frei:
"Viele werden aus Angst in dieser unglücklichen Zeit sterben. Die Zeichen am Himmel werden bald beginnen. Danach, die Erdbeben. Auch die Finsternis wird kommen, gegen Ende der Ereignisse."

Das soll nicht heißen, daß ich den Paul-de-Jésus-Text (den ich für eine Fälschung halte) als direkte Vorlage ansehe, aber die Art und Weise der Formulierung verstehe ich als Verweis auf längst Bekanntes innerhalb der französischen Prophezeiungs-Überlieferung, somit halte ich Deine Vermutung "Die Verknüpfung von Krieg und Finsternis scheint mir somit eine Sache der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu sein." für falsch.

Taurec wies auf die "Ähnlichkeit der Feldpostbriefe mit 'Fuhrmannl' " hin ("Auf welche Quelle beziehen sich die Feldpostbriefe? Fuhrmannl oder eine gemeinsame Vorlage?" https://schauungen.de/forum/index.php?id=25306 )
und verglich u.a. den Satz aus dem ersten Feldpostbrief "Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her..." mit dem Bekh'schen Fuhrmannl: "Die Stadt Prag wird zerstört werden. Das ganze Böhmerland wird menschenleer sein. ..."

Bereits bei Howell, James & Stübel, Andreas: "Eine warhafftige Prophezeihung von dem Böhmer-Lande, dem Christseligen Kayser Karolo dem Vierdten, Weyland Könige von Böhmen : Welche ein Blindgeborner-Mensch Anno 1350. dem Kayser eröffnet." veröffentlicht 1645, brauchte es das Trio der Zeichen-am-Himmel/Erdbeben/ Finsternis als Naturkatastrophen-Theaterdonner zum Untergang des Böhmerlandes :
"Es werden auch offtmals Wunderbahre Zeichen Gottes / vor der Zerstöhrung des Böhmerlandes hergehen / und schröcklich an den Himlischen Lichtern anzusehen seyn / grosse Finsternis / Schröckliche Erdbeben / grosse und Gewaltige Winde / grosse Fewer zu offtermahlen / wie denn auch grewliche Sünden der Menschen / welche sich in der Zeit in Böhmen vermehren werden." ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=25313 )

Die Verknüpfung "Krieg/Naturkatastrophen" wurde über die Feldpostbriefe und mit deren Verwurstung durch die Irlmaier-Vermarkter bestenfalls wieder ins Gedächtnis gerufen, sofern man einen Zusammenhang zwischen "Das ganze Böhmerland wird menschenleer sein" und "Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her" annimmt, aber neu ist sie nicht.

Gruß
Ulrich

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