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Frage: Sagen über auslaufende Alpenseen? (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 27. Mai 2014, 00:03 vor 2202 Tagen 8711 mal gelesen

Hallo!

Vor fünfeinhalb Jahren schrieb Randomizer im Zukunftsforum zum Thema Naturkatastrophe in Süddeutschland (aus den Feldpostbriefen):

- Eine sonstige "Naturkatastrophe":
- Überschwemmung von den Alpen her
- Erdbeben im Rheingraben

brauchen wir wohl nicht bemühen, denn wenn die "Berge Feuer spucken" und sich schaulustige bzw. wallfahrer aus aller welt später die mühe machen, zu den überresten des naturereignisses "hinzureisen, um zu schauen", dann dürfte dies erklärung genug sein. davon abgesehen gibt es - auch in bayern - diverse sagen über gebirgsseen, die einst das tieferliegende umland überschwemmen. dazu vielleicht mehr an anderer stelle, hier gehört das imho gerade nicht zum thema.

=> Faden in den Forumsarchiven

Die Behauptung hat her hier wiederholt.

Ich wundere mich, daß ich damals nicht darauf einging (zumindest erinnere ich mich nicht :-| ), denn solche Überschwemmungen wären eine ziemliche Klamotte.

Immerhin haben wir eine Aussage der Zahnarztangestellten:

"Sie schilderte mir auch Überschwemmungen im München – wenige Jahre nach der ersten Welle in Norddeutschland. Es handle ich um Wasser aus Süden mit der Folge, daß z. B. auf Höhe des 1860-Trainingsgeländes die Keller vollaufen, bzw. 1,5 Meter Wasser in der Grünwalder Straße stehe. Dieses Wasser verschwindet wieder. Diese Überschwemmungen sollen in ganz Bayern stattfinden und überraschenderweise sei das Wasser unabhängig von der Topographie verteilt."

Eine Möglichkeit für das Vorkommen einer Flutwelle aus dem Süden in München wären eben solche das tiefer liegende Land überschwemmende Alpenseen.

Wenn Randomizer das hier liest:
An diesen Sagen bin ich durchaus interessiert.
Mir würden auch die bloßen Quellenangaben genügen, falls der Aufwand zu groß ist.
Sollte es sich nicht um extrem seltene Quellen handeln, die in Bibliotheken/antiquarisch nicht zu finden sind, bekomme ich das selbst hin. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Walchensee

Ulrich ⌂ @, Germering, Dienstag, 27. Mai 2014, 02:14 vor 2202 Tagen @ Taurec 8493 mal gelesen

Hallo Taurec,

Eine Möglichkeit für das Vorkommen einer Flutwelle aus dem Süden in München wären eben solche das tiefer liegende Land überschwemmende Alpenseen.

"Vom Walchensee
...
In den Tiefen lebt ein mächtiger Waller mit Augen so groß wie Feuerräder, der den ganzen See ausspannt. Seit tausend und mehr Jahren hält er seinen Schweif im Maul. Wenn aber einmal Unglauben und Gottlosigkeit im Land Herr werden, läßt er ihn aus und zerschlägt den Kesselberg. Wie eine Sündflut brechen dann die Wasser über das Land und ertränken die Menschen; auch die schöne Stadt München wird von ihnen zerstört. Deshalb hat man den Berg mit eisernen Bändern umklammert und diese mit Riegeln verfestigt, aber das wird nichts helfen. In der ehemaligen Gruftkirche zu München war eine ewige Messe gestiftet, um das Unglück abzuwenden und alle Quatember ritt ein Mann auf einem Schimmel durch die Straßen und mahnte die Bürger zur Buße. Wenn ein neuer Kurfürst an die Regierung kam, ließ er einen geweihten goldenen Ring in den See werfen, um das Ungeheuer zu versöhnen und der Abt von Benediktbeuern hielt mit seinen Untertanen an bestimmten Tagen eine Prozession um den ganzen See."

Quelle: Willibald Schmidt: Sagen aus dem Isarwinkel. Bad Tölz; 1936, 1979;
http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/bayern/isarwinkel/walchensee.html

Gruß
Ulrich

Sagen

rauhnacht @, Dienstag, 27. Mai 2014, 11:53 vor 2201 Tagen @ Taurec 8057 mal gelesen

Hallo,

Starnberger See:
Der Sage nach soll auf dem Grund des Sees seit Anbeginn der Zeiten ein riesiges, wurmähnliches Wesen liegen. Es hält seinen Kopf unter dem Leib versteckt. Irgendwann soll dieses Ungeheuer erwachen, an Land kriechen und das Land überfluten.

Frickenhäuser See in der Rhön:
Er hat – angeblich – eine unterirdische Verbindung zum Meer. Es soll so kommen, dass eines Tages die Königshofer Turmuhr 300 mal schlägt. Dann sagt man, werden Riesenfische im See mit ihren Schwänzen den angrenzenden Felsen zerstören, der See läuft aus und überschwemmt ganz Franken…
Dieses Geschichtchen ist der vom Walchensee ähnlich.

Und zu dem dort erwähnten Waller, hab ich Kindheitserinnerungen: Ich verbrachte viele glückliche Urlaube auf einer Insel im Staffelsee. Dort findet alljährlich ein Lichterfest statt, zu dem wir kleine Bootchen bastelten und mit Lichtern schwimmen ließen. Meine Mutter erzählte mir, dass die Menschen glaubten, dass diese Lichter den Waller / Wels im See beruhigen sollten, damit er nicht das Land überschwemmt. (Vor diesem Waller hatte ich ziemliche Angst, obwohl meine Mutter zweifelsfrei erklärte, dies sei nur Aberglaube. Vor den riesigen Welsen müssten nur Wasservögel und kleine Kinder Angst haben,HAH! Ich lag mal eine halbe Stunde reglos auf dem Wasser, weil unter mir ein riesiger Schatten hindurch gezogen war, ohne Wölkchen am Himmel)
Vielleicht hat meine Mutter auch den See zu dieser Sage verwechselt.Eben so haben sich wohl auch diese sich sehr ähnelnden Geschichten verbreitet. Der Kern aber, dass da Wasser AUS einem oder den See/n ausläuft und das Land überschwemmt ohne Regenfluten, ist schon eigenartig.

Viele Grüße, Rauhnacht

Fisch im Staffelberg

Leserzuschrift, Mittwoch, 28. Mai 2014, 00:37 vor 2201 Tagen @ rauhnacht 8022 mal gelesen

bearbeitet von Unbekannt, Mittwoch, 28. Mai 2014, 00:46

Hallo Taurec,

ich bin ein stiller Mitleser, habe mich aber in der Vergangenheit auch schon "andersweitig" eingebracht. Gerade lese ich den neuen Faden "Frage: Sagen über auslaufende Alpenseen?".

Ähnlich wie der Leser "rauhnacht", fiel mir auch spontan ene Sage aus meiner Heimat Oberfranken ein. Da ich keinen Zugang zum Forum habe, teile ich Dir diese hiermit mit. Sollte dies dem Thema dienlich sein, kannst Du den Text, oder die Verlinkung veröffentlichen.

Viele Grüße

Der Fisch im Staffelberg

Wo heute der Staffelberg in die Höhe ragt, war vor Jahrmillionen das große Jurameer. Das Wasser des Meeres ist zwar verschwunden, doch tief im Staffelberg ist ein großer See geblieben. In diesem unterirdischen Gewässer lebt ein riesengroßer Fisch. Er ist so groß, dass er seinen Schwanz im Maul halten muss, um im Berginnern Platz zu haben. Sollte den Fisch eines Tages die Kraft verlassen, so dass er den Schwanz loslassen müsste, würde dieser mit mächtiger Kraft den Berg zerschlagen. Das Wasser im Staffelberg aber würde das ganze Frankenland überfluten und in ein unheimliches Meer verwandeln, wie es einstmals war.
Sigrid Radunz, Der Staffelberg 2001

Quelle: http://www.bad-staffelstein.de/de/tourismus/bad-staffelstein/sagen-legenden.php

[Anmerkung Taurecs: Interessant, aber zufällig(?), ist die Ähnlichkeit der Herkunft beider sich ähnelnden Sagen vom Staffelsee vs. Staffelberg, 270 km voneinander entfernt.]


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"Zufallshäufung"

rauhnacht @, Mittwoch, 28. Mai 2014, 10:22 vor 2200 Tagen @ Leserzuschrift 7870 mal gelesen

Hallo,

bisher haben wir nun sich sehr ähnliche Sagen zu Seen in Bayern, Franken und Österreich.

Dieser geringelte Fisch, Wurm erinnert stark an die Midgardschlange. Ich meine daher auch vielleicht der früher vermutete Zugang zum Meer beim Frickenhäuser See und auch Walchensee. Die Midgardschlange als Ozean oder eben stellvertretend hausend in tiefen Seen des Binnenlandes.

Zu Ragnarök wird sie ihren Schwanz loslassen und hervorbrechen.
Mir scheint es so, als hätten in diesen Sagen, die Erzählungen der Edda überlebt. Darum tauchen wohl auch diese Sagen an so vielen unterschiedlichen Orten auf.
Die „Urschau“ in Abwandlung .

Freundliche Grüße, Rauhnacht

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Bedeutung von Sagen?

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 28. Mai 2014, 18:08 vor 2200 Tagen @ rauhnacht 8256 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 31. August 2017, 08:34

Hallo!

bisher haben wir nun sich sehr ähnliche Sagen zu Seen in Bayern, Franken und Österreich.

Nicht nur dort. Im Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens werden Sagen solcher Art ebenfalls erwähnt, unter dem Stichwort "See":

"Von vielen Seen sagt man, daß sie eines Tages ausbrechen und die Ortschaften in ihrer Nähe überschwemmen würden32); dasselbe fürchtet man von Seen, die sich im Inneren der Berge befinden33). Den Ausbruch wird ein Drache veranlassen, der im See liegt34), oder eine Hexe35). Ein Zauberer hätte den Antholzer See ausgelassen, wenn es ihm geglückt wäre, drei Körner vom Grunde des Sees heraufzuholen36); ein anderer Zauberer, der dasselbe vorhat, stürzt sich selbst in die Flut, als eine Prozession mit Gebet naht37). Auch anderswo wird alljährlich gebetet38) und Messe gelesen39), um das Unheil abzuwenden."
[Lexikon: See. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, S. 21948 (vgl. HWA Bd. 7, S. 1560-1561)]

"32) ZfVk. 3 (1893), 175; Heyl a.a.O. 693 Nr. 16; Schönwerth Oberpfalz 2, 219; Waibel u. Flamm 2, 124. 170; Sepp a.a.O. 355 Nr. 94; 393 Nr. 105; Birlinger Volksth. 1, 136; Lammert 47.
33) Sébillot Folk- Lore 1, 243 f.; Panzer Beitrag 1, 18.
34) Reiser Allgäu 1, 265; Heyl a.a.O. 88 Nr. 51; 486 Nr. 52.
35) Ebd. 678 Nr. 155.
36) Ebd. 177 Nr. 81.
37) Ebd. 673 Nr. 148.
38) Sepp a.a.O. 363 Nr. 96.
39) Sébillot a.a.O. 1, 243 f."

[Lexikon: See. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, S. 21950 (vgl. HWA Bd. 7, S. 1562)]

Die Quellenangaben führen wahrscheinlich noch zu einer Reihe weiterer Seen, über die man sich ähnliches erzählt. Unter dem Strich haben wir darin einen Topos, der sich quer durch Deutschland an Gewässer knüpfte, die vom ansässigen Volke als geheimnisvoll betrachtet wurden. Umgekehrt bedeutet das, es kann daraus nicht das sichere Wissen abgeleitet werden, gerade ein bestimmter See würde dereinst über die Ufer treten. Praktisch bringt uns das nicht weiter.

Dieser geringelte Fisch, Wurm erinnert stark an die Midgardschlange. Ich meine daher auch vielleicht der früher vermutete Zugang zum Meer beim Frickenhäuser See und auch Walchensee. Die Midgardschlange als Ozean oder eben stellvertretend hausend in tiefen Seen des Binnenlandes.

Zu Ragnarök wird sie ihren Schwanz loslassen und hervorbrechen.
Mir scheint es so, als hätten in diesen Sagen, die Erzählungen der Edda überlebt. Darum tauchen wohl auch diese Sagen an so vielen unterschiedlichen Orten auf.
Die „Urschau“ in Abwandlung .

Richtig. Das selbe trifft auch auf die bekannte Birkenbaumsage zu, über die z. B. bei Zurbonsen nachzulesen ist, daß sie ein Widerhall wesentlicher Elemente der nordischen Mythologie ist. Selbige wurde durch die Christianisierung lediglich oberflächlich überprägt, blieb aber im Kern erhalten.

Einige Beispiele:

  • Birkenbaum in der norddeutschen Ebene als Schauplatz der Endschlacht = Weltbaum Yggdrasil, unter dem sich auf einer Ebene der Kampf zwischen Göttern und Riesen abspielt. (Und das phantasiert der Waldviertler aus bloßer Unkenntnis sich was über Impaktauswürfe in Birkenform zusammen!)
  • Kampf des Ostens gegen den Westen = Ursprung der Riesen in der östlichen Welt Jötunheim? (Steht nicht bei Zurbonsen, eigene Idee.)
  • Kampf des Südens gegen den Norden
    • Der Süden unter einem starken Fürsten = Herankunft der "Lichtkinder" unter Odin von Süden aus Muspellsheim
    • Der Norden in der Birkenbaumsage (Rußland, Schweden, also die "Bösen") = Herkunft des feindlichen Heeres unter Hel aus Niflheim, der nördlichen Welt
  • Fürst in weißem Gewande auf einem Schimmel = Odin in heller Rüstung auf weißem Rosse
  • Fürst, der mit einem Beine lahmt und sein Pferd von der falschen Seite besteigt = Odin, der sich im Kampf mit einem Meeresungeheuer den Fuß verletzt hat
  • Aufeinandertreffen der Gegner "mitten" in Deutschland = Midgard, die Mittlere, also unsere Welt als Schauplatz der Götterdämmerung
  • "Die Söhne Muspelheims rüsten sich zum Streit um das Herbst-Äquinoctium, d. i. um die Zeit, wo die Stoppeln auf dem Haferfelde stehen und wo demnach auch das Gefolge des Weißkönigs [des großen Monarchen] zur Walstatt [Schlachtfeld am Birkenbaum] zieht." (Zurbonsen)
  • "Wie die Lichtgötter aus dem geborstenen Himmelsgewölbe hervor reiten, so soll nach der neuen Sage der große Monarch aus dem klaffenden Bergschoße emporsteigen." (Zurbonsen) Vgl. verschiedene Sagen über den Kaiser im Berge.
  • "Wie dem Riesenkampfe drei harte Winter vorausgehen, wo die Menschenkinder voll Angst und Sorge in Schluchten und Klüften sich bergen, so wird es beim Entscheidungskampfe am Birkenbaum nach der speziellen Lokalsage drei schwere Tage geben, wo die Haarbewohner über die Ruhr in die Waldgebirge des Süderlandes flüchten." (Zurbonsen) Anmerkung: Womöglich ein weiterer Ursprung für die drei Tage Finsternis und das bekannte Motiv, man solle auf die oder einen Berg flüchten. Darüber hinaus Ursprung des Motivs, man könne Sommer und Winter nicht mehr auseinanderhalten, und damit wahrscheinlich im weitesten Sinne des Kälteeinbruchs im Sommer, zu dem uns tatsächlich eine Handvoll jüngerer Gesichte vorliegt.
  • Verschiedene Brücken im westfälischen Sagenkreis (Almebrücke beim elsischen Jungen, Mondorfbrücke in der Spielbähnfälschung, Brücke bei Köln, über die laut Knopp das Kriegsvolk zieht) = Brücke Bifröst, die unter dem Ansturm der Söhne Muspells zusammenstürzt.
  • Ruhmreicher Aufstieg Deutschlands in Frieden und Fülle unter dem siegreichen Fürsten = Erneuerung der Welt durch Odin nach dem Ragnarök

Wo mythologische Motive eingewoben wurden, können wir solche Sagen inhaltlich also nicht als platte Wiedergabe eines zukünftigen irdischen Geschehens betrachten.
Die Frage ist, was wir Volkssagen über unsere Zukunft überhaupt an relevantem entnehmen können.

1. Ragnarök/die Grundhandlung der Endschlachtsagen als Weissagung einer künftigen Cäsur in der kataklysmisch fortschreitenden Menschheits-/Erdgeschichte? Wahrscheinlich. Der Aufbau der Schöpfung, die Abläufe darin und deren Erahnung durch das Menschengeschlecht gehen Hand in Hand.
Wir leben in einer Zeit, in der göttliches, höheres geistiges im Rückzug begriffen ist und Titanen, Riesen, die Kräfte der Erde, die von "unten", also aus der Materie kommen, herrschen. Damit verbunden ist die Nivellierung aller geistigen, nach oben, hin zum Licht weisenden Schöpfungen (also der Kultur und ihren Institutionen), daraus hervorgehend die Verflachung in fellachoiden, nach gegenwärtigem, körperlichem strebenden Massen und der explosive Fortschritt der Technologie, die nichts weiter ist als der sichtbare Ausdruck der Herrschaft der Materie und Entfesselung der Kräfte die darin ruhen, bis hin zur Spaltung des Atoms. Es ist damit zu rechnen, daß diese "Herrschaft der Riesen" in der Zukunft in einem gewaltigen Kollaps wieder durch göttliches abgelöst wird. Das nebenbei in aller Kürze zum Gehalt der Mythen.

2. Kann der Ort der Endschlacht, bzw. die Region, in der sich diese Sagen konzentrieren (Westfalen) aber als Hinweis auf den wirklichen Ort eines künftigen Schlachtfeldes gewertet werden?

3. Wieviel Endschlachtsage steckt im russischen Feldzug? Welcher Teil des russischen Feldzuges (z. B. bei Antonius von Aachen und Irlmaier) sind Ideen, die sich auf Grundlage der Endschlachtsage entwickelt und prophetisch verfestigt haben? Die Relevanz dieser Frage hängt davon ab, ob die 2. Frage mit ja oder nein beantwortet werden muß.

4. In Verbindung mit der 2. Frage zu beantworten: Sind reale Schauungen über einen künftigen Krieg in Deutschland in die Birkenbaumsage/andere Endschlachtsagen eingeflossen, d. h. wurden, bzw. in welchem Grade wurden reale Schauungen durch die Motive alter Mythen ausgedrückt?

5. Ein anderer Aspekt, der sich aus der 4. Frage ergibt, quasi deren Umkehrung: Kann es sein, daß die Mythologie, bzw. das kollektive, kulturelle Gedächtnis Visionen über einen künftigen russischen Feldzug provoziert hat? Als wie real sind diese Schauungen dann zu betrachten? Echte Zukunft oder selbstinduzierte Halluzination auf mythologischer Grundlage? (Ich erinnere an das im Laufe der Jahrhunderte in Westfalen wiederholt gesehene Luftbild kämpfender Heerscharen. Im Grunde sind aber auch die herkömmlichen Schauungen zum Krieg gemeint.)

Das sind Fragen, um die wir uns bislang herumgedrückt haben, die aber zentral sind, wenn wir herausfinden wollen, was wirklich passieren wird.

=> Ansichten und hilfreiche Gedanken hierzu?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Mythos <=> Realität

BBouvier, Mittwoch, 28. Mai 2014, 19:56 vor 2200 Tagen @ Taurec 7981 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 28. Mai 2014, 20:16

Hallo, Taurec!

Deine Skepsis bzw. Deine Vorbehalte gegenüber "Antonius von Aachen"
sowie beispielsweise hinsichtlich weiter Teilen "Irlmaier" sind bestens nachzuvollziehen.

Den Russischen Feldzug selbst tangieren derlei
recht fragwürdige Quellen m.M. allerdings nicht,
weil dieser ganz lapidar und völlig ohne "Endzeitgeschwurbel"
in absolut soliden Berichten Erwähnung findet.


Sepp Wudy - 1914:
(Auszug)
"Das ist nicht der letzte Krieg, hat er gesagt,
denn dann wird bald wieder einer sein,
und dann erst kommt der letzte.
Einer wird schrecklicher als der andere.
Wenn du es erleben tätest, könntest deinen Vetter in Wien
von deiner Stube aus sprechen,
und wenn du ihn schnell brauchtest, könnte er
in einer Stunde da sein.....
Die Luft frißt sich in die Haut wie Gift.
Leg alles an, was du an Gewand hast, und laß nicht das Nasenspitzl
herausschauen. Setz dich in ein Loch und wart',
bis alles vorbei ist, lang dauert's nicht,
oder such dir eine Höhle am Berg.
Wenn dir die Haare ausfallen, hat es dich erwischt.
Nimm ein Kronwittbirl (Wacholderbeere) in den Mund, das hilft."

Alte Aussage aus Polen:
"In Polen geht eines Morgens die Sonne auf,
und ganze Landstriche sind bedeckt von Waffen und Kriegsgerät
[laut Bouvier: Eisen].
Alles rollt nach Westen, in das Land der Dichter und Denker
(Deutschland). Aber sie werden dort geschlagen,
zurück kommt keiner mehr."

Die französischen Quellen haben diesbezüglich
allein die "Revolution" dort zum Inhalt -
und nur ganz am Rande wird mal erwähnt,
die Russen würden zeitgleich quer durch Deutschland vorstoßen,
jedoch durch "Gottes Hand" (Naturkatastrophen)
am Rhein aufgehalten und scheitern:
=> "Ist mir doch egal!"

Nichts da - mit einer weltenwendenden "Endschlacht".
Und derlei ist ebenfalls den Italienern, den Spaniern,
den Ungarn, den Polen, den Dänen etc. völlig unbekannt.
Was gegen "europäischer Mythos" spricht.

Feldpostbriefe (Rill):
"Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her,
wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift...
Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß,
muß aber zuvor in Italien fliehen,
da er als Verräter hingestellt wird, und er kommt nach Köln,
wo er nur einen Trümmerhaufen findet, alles kaputt...
In Rußland werden alle Machthaber vernichtet.
Die Leichen werden dort nicht begraben und bleiben liegen.
Hunger und Vernichtung ist in diesem Lande zur Strafe
für ihre Verbrechen.
Da muß man doch lachen über diese Reden; und wir lachten."

Das Leckerlie (die Kirsche auf der Sahne) meiner Argumentation
habe ich mir bis zum Schluß aufgespart:
Nostradamus.
Der ist völlig unverdächtig, Mythen zu schwadronieren:
V/94
"Übersetzen/vorstoßen wird er in das große Deutschland,
(bis hin nach) Brabant und Flandern, Gent, Brügge und Boulogne.
Der Waffenfriede ist geheuchelt, der große Führer von Armenien
wird Wien und Köln angreifen."
...in Verbindung mit VI/40
...
...
"Die von Köln werden sich lauthals beklagen,
daß die große (Heers)gruppe in den Rhein geworfen wird."

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Detlef, Basey, ITOma, Guerrero

Baldur @, Mittwoch, 28. Mai 2014, 20:06 vor 2200 Tagen @ Taurec 8118 mal gelesen

Hallo, Taurec,


=> Ansichten und hilfreiche Gedanken hierzu?


sehr treffend formuliert.

Vielleicht sollten wir die ganz konkreten Aussagen zeitgenössischer Seher aus dem Forum als Analysegegenstand nehmen und von diesen Erfahrungen auf die anderen schliessen.

Hat zwar direkt nichts mit Mythen zu tun, aber mit der Frage, woran man erkennen kann, ob etwas "bloss" Verarbeitungen sind, oder archetypische Ängste (Fallen, Fluten, Feuer), oder kollektives Gedächtnis (auch an die seit jeher bestehende Bedrohung aus dem Osten durch Hunnen/Mongolen/Dschingis Khan, wobei aber eigenartigerweise keine Schwedenangst existiert, wo doch die SChweden im 30-Jährigen wüst hausten), selbst wenn sie lebensecht und detailgetreu daherkommen, oder eben 1:1 Videos aus der Zukunft.

Hast Du noch mal etwas von Basey und Detlef gehört (Detlefs Abschwören und das Treten in den Mülleimer legte er auf Ende 2014) ?
Wie sehen ITOma und Guerrero ihre Prognosen, nachdem Zeit verstrichen ist?

Beste Grüsse vom Baldur

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Nur Geduld! :-)

BBouvier, Mittwoch, 28. Mai 2014, 20:39 vor 2200 Tagen @ Baldur 7992 mal gelesen

Hallo, Baldur!

Was "Zeit" betrifft, so ist das so eine Sache.

Wudy sagt 1914, der nächste Krieg nach dem damals,
der folge dann "bald" ... (es waren 20 Jahre) ...
und danach einst folge mal der letzte.

Im Frühjahr 1992 "wußte" ich, daß mir (gleich??)
Einer hinten rechts in meinen neuen MR-2 reinfahren
würde ... und dann begann das (leicht bange) Rumgewarte.
Was eben ganz genau so lange dauerte,
bis mir Einer völlig überraschend tatsächlich hinten rechts reinknallte.
Praktisch ungebremst.
Schaden (1992!!) => 8.500.- :-)

Also:
Nur Geduld! - Das wird alles schon! :-D

Grüße auch,
BB


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dalli, dalli

Baldur @, Mittwoch, 28. Mai 2014, 21:27 vor 2200 Tagen @ BBouvier 7754 mal gelesen

Hallo, BB,

derlei geht bei mir schneller.

Ich musste im letzten Winter, also 2012-13, schnell ein anderes Auto besorgen, entschied mich für einen gebrauchten Toyota RAV4. Er hat das Reserverad aussen an der Hecktür, welches nach unten die Sicht verdeckt.
Der Parkplatz hinterm Büro ist stockfinster.

Nach einem langen Arbeitstag war ich der wirklich letzte, der in der ganzen Gegend noch gearbeitet hatte, alles war zappenduster.

Ich steig ein, und fuhr nach rückwärts weg, als mir jemand/etwas ins Ohr schrie, OBACHT, da hinten ist irgendwas.

Aber etwas/jemand anderes in mir war müde, hungrig, freute sich auf Zuhause, und glaubte zu wissen, da kann nichts sein, ich bin hier der einzige und letzte.

Wieder die Gefühlsstimme, OOOO<BBBBBAAAAACHTTTTTT........der andere Typ suggeriert, Quatsch, lass es drauf ankommen.......wirst schon sehen, wenn es knallt....als es auch schon rummste.

Hinter mir stand ein pechschwarzer, tieférgelegter, flacher PKW, den ich beim Zurückstossen angerempelt hatte. Das Reserverad deckte dieses Sichtfenster völlig ab. Klasse........

Zeitpunkt von der Wahrnehmung bis zum Eintreffen: ca. 15 Sekunden und ca. 2 Sekunden.

Ich bin halt sofortige Lieferung gewöhnt :-).

Beste Grüsse vom Baldur

Zeitfenster

NeuOrest @, Mittwoch, 28. Mai 2014, 23:27 vor 2200 Tagen @ Baldur 7794 mal gelesen

bearbeitet von NeuOrest, Mittwoch, 28. Mai 2014, 23:35

Hallo,

der Abstand zwischen den "üblichen" Vorabwahrnehmungen im Wachbewusstsein und der Gegenwart ist von zwei Dingen abhängig:

1. Relevanz: je emotional betonter, umfassend erlebter Ereignisse von subjektiver Wichtigkeit sind, desto weitreichender ist der übersprungene Zeitraum bis zum Fokusereignis

2. freie Gedanken: je unabhängiger die Gedanken vom bewussten Willen treiben können, desto mehr sammeln sie sich um die nahe (relevante! - s. o.) Zukunft herum.

Die Schwierigkeit bei 2. ist, dass freie Gedanken und Aufmerksamkeit für die Gedanken zusammenkommen müssen. Das lässt der Mensch selten zu. Wenn seine Gedanken z. B. in einem Erschöpfungszustand frei sind, schaltet er innerlich ab, wird unbewusst bis maximal in den Schlaf hinein. Ein müder Autofahrer hingegen versucht, diesem Drang des Abschaltens zu widerstehen, ist aber zu erschöpft für kontrollierte Gedankengänge.

Eine andere Situation ist das morgendliche Aufwachen, wenn die Wachbewusstseins-Gedankenmaschinerie noch nicht angelaufen ist.

Unter solch förderlichen Bedingungen merkt man dann, wenn die Gedanken beginnen, um ein Thema zu kreisen und immer wieder konkrete Inhalte aufgreifen, für die es keinen greifbaren, naheliegenden Anlass gibt.
Man muss sehr aufmerksam sein, damit es überhaupt auffällt. Dann darf man aber nicht beginnen, die Gedanken mit dem Wachbewusstsein beherrschen zu wollen. Sondern sie nur fokussieren und so den möglichen Kern ableiten.
Sollte für jeden durchführbar sein. Mit jedem Mal lernt man mehr dazu. So scheint es auch einen dritten Einfluss, einen "Lenkungsfaktor", zu geben, der das Fokusereignis gezielter auswählt. Da habe ich noch kein ausreichend festes Modell zu.

Gruß.

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"wat lüttes"

BBouvier, Donnerstag, 29. Mai 2014, 01:12 vor 2200 Tagen @ Baldur 7843 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 29. Mai 2014, 01:28

<"... wirst schon sehen, wenn es knallt....als es auch schon rummste.">

Jau, Baldur!

Ganz logisch.
Etwas größere Blechschäden (s. untig) werden hingegen offenbar
bereits viele viele Jahrzehnte früher "gesehen".

Hier ist "untig":
=>
[image]

Und hier ebenfalls:
=>
[image]

Und hier:
=>
[image]

Nur Geduld!! :trost:

Das hier hingegen - das wäre dann wohl ein Totalschaden?
=>
[image]

Beste Grüße! :waving:
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Eigenes Beispiel

rauhnacht @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 18:34 vor 2199 Tagen @ Baldur 8232 mal gelesen

Hallo,
Hierzu etwas von mir :

Symbolreicher Traum, laaange Zeit her.
Mir wird gesagt, dass ich eine Führung bekomme, ich bräuchte keine Angst haben, da ich mich dabei an der schrecklichen Krankheit nicht anstecken könnte.
Wir befinden uns auf einem Hochplateau am Eingang einer gigantischen Höhle. Eine große Anzahl Menschen wird von Betreuungspersonen in die Höhle geführt. Der ganze Weg der zur Höhle führt, ist voller Menschen. Ich glaube unten im Tal Militärlaster zu erkennen, bin mir aber nicht sicher.
Der Führer und ich gehen mit in die Höhle. Mir wird mitgeteilt, dass all diese Menschen sich mit einer furchtbaren Seuche infiziert haben. Die Krankheit ist sehr ansteckend und anfangs ähnlich wie Grippe.
Die obere, erste Halle, die wir durchqueren ist erleuchtet und völlig überfüllt. Wir müssen über Menschen, die am Boden sitzen und liegen hinwegsteigen. Manche strecken die Hände nach mir aus und bitten um Hilfe und, ich glaube, Wasser. Wir gehen immer weiter hinein und es wird immer enger, wegen der vielen Menschen. Das Gefühl des ohnmächtigen Erschreckens bei mir steigert sich ab ungefähr dieser Sequenz.
Wir gehen durch immer tiefer gelegene Hallen, desto weiter runter es geht, desto weiter ist die Krankheit fortgeschritten. Nur ganz oben, findet überhaupt noch eine minimale Versorgung der Kranken statt, weiter unten gar nicht mehr. Die Zahl der Kranken verringert sich, d.h. die Räume sind nicht mehr so vollgestopft, weiß aber nicht ob so viele da eben schon gestorben sind. Ich nehme wahr, dass die Kranken dünn und ausgemergelt sind und irgendwie kleiner wirken. Irgendwie erfasse ich, dass die Krankheit zu einer Degeneration im Sinne von Rückentwicklung führt. Zur untersten Halle gibt es eine Art Falltür mit Riegel. Der Führer öffnet diese und ich spähe in die Dunkelheit. Dort wo ich hinschaue erhellt ein fahles Licht den Raum, so dass ich etwas erkennen kann. Nackte Wesen ( Dürr, klein wie 10,-jährige, irgendwie primatenhaft anmutend oder wie die frühen Vorstufen in der Menschheitsentwicklung) kauern in Dreck und Unrat. Mein Blick fällt auf ein Wesen, dass auf einer Felserhöhung wie ein Äffchen sitzt. Es blickt auf und ich sehe, dass es über seinem Arm ein nacktes Baby hat, an dem es frisst.
Danach fahre ich mit dem Führer durch die Felswand wie in einem Aufzug nach oben. Ich bin zutiefst verstört, mein Führer wirkt eher sachlich und erklärt mir, dass in der Zukunft eine Seuche kommen wird, der unzählige Menschen zum Opfer fallen. Die letzten Bilder sagten etwas darüber aus, was aus den Menschen in dieser Zeit wird. Wenn ich bliebe, wo ich bin (diese Aussage war eindeutig auf meine Arbeitsstelle bezogen) wäre es für mich auch gefährlich.

Und nun guckt mal, was ich zwei, drei Jahre später daraus gemacht habe. Wohl im Versuch der Verarbeitung, allerdings nicht erfolgreich, DER Traum verfolgt mich bis heute und ist über 15 oder 16 Jahre her.

Rauhnacht ( Dies ist der Titel des Gedichtes und nicht umsonst mein Name hier)

"Der Hexen und der Feenreigen,
wolln` dem Menschlein seine Größe zeigen.
Tief im Walde, gut verborgen,
kommen sie von allen Orten.

Die Bäume verwehren jegliche Schau,
Nebel wabern, verhülln alles grau.
Und`s ist ein Segen! Denn, oh Graus;
Die wilde Jagd, sie zieht mit vollem Gefolge aus.


Dort hinten im Hexenpfuhl steigt aus dem Kessel
unter hämischen Kichern und Murmeln
Ein giftiger Brodem, grün schlieriger Dampf,
er kriecht monströs den Boden entlang.

Atte katte nuwa, katte nuwa, katte nuwa.
Kein Fröschlein und kein Säuglingsherz,
kein Schierling oder Aronsstab,
verhilft dem Gebräu zu seiner Beschwer;
des Menschen Hochmut und feistes Gebaren,
ein Prischen der Dummheit und Intoleranz
gewürzt mit menschlicher Grausamkeit.
Ei, was für ein Süpplein!
Solch Zutat würd nicht mal der Hölle entwachsen,
der Teufel ward blass vor solch einer Macht.

Die Menschlein feierten Halloween,
mit dummdreisten Masken und bloßem Getue,
ein jeglicher Sinn ward ihnen verloren.
Die, denen das Grausen den Rücken hoch kroch,
saßen zitternd in ihrem Loch.
Sie schlossen Fenster und Türen
Und wussten dann doch;
Das, wovor sie sich verbergen wollten,
wohnte in ihrer aller Herzen.
In jener Nacht, oh welche Pein,
holte das menschliche Sein den Menschen ein.


Still war die Erde,
verhaarte in angstvollem Bangen
des Menschen Begehr.
Seit jeher war sie ihm untertan,
musste schlucken und sich beugen
und er verstand ihren Gehorsam als Aufbegehr.
Ein jedwedes Beben und Wasserfluten,
Dürren und andere Katastrophen entsprangen
doch stets seinem Denken und Fühlen.
Welch Paradies könnt sie werden,
verstünde der Mensch nur sich selber zu zügeln!

Die Vöglein und das Naggetier sollten den Reigen beginnen,
die ganze Welt vermocht so das Unglück ereilen.
Die Wissenschaft zog in den Krieg,
erkannte den Feind stets im anderen Sein.
Doch gegen die Dummheit ist kein Kraut gewachsen,
so war im Beginn der Krieg schon verloren.

Der Mensch, er schuf sich die Hölle auf Erden.
die Lebenden werden die Toten beneiden -
Verkümmert in primatenhafter Fratze
fristen sie ihr Dasein im modrigen Dunkel
und verzehren einander in nie angekratztem Dünkel!

Warum nur hatte er all seine Zeit vertan?
Jahrtausende altes Sein hatte einfach die Geschichte durchflossen,
Besinnung währte nur Sekunden,
ansonsten wurde nur
mit all seiner Kraft
geprasst."


Sehr mythologisch angehaucht!

Warum??
Ich selbst habe keine Ahnung, woher mich da zu diesem Traum solch mythologisches überfiel.

Viele Grüße von Rauhnacht

P.S.: Als mir wichtige Anmerkung: Nach wie vor gehe ich NICHT davon aus, präkognitives zum Weltgeschehen zu empfangen. Ich habe dazu nämlich nicht eine Bestätigung.

Astralwanderung, keine Schau

NeuOrest @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 19:30 vor 2199 Tagen @ rauhnacht 8126 mal gelesen

bearbeitet von NeuOrest, Donnerstag, 29. Mai 2014, 19:44

Hallo rauhnacht,


was Du hier schilderst, ist eine klassische, durch ein entwickelteres jenseitiges Wesen geführte Astralwanderung.
Dein Bewusstseinsgrad war nicht vollständig entwickelt. Zudem scheinst du (wenigstens noch zum Zeitpunkt des Erlebens) nicht erfahrungsgemäß vertraut mit derlei Astralwanderungen gewesen zu sein.
Du könntest für ein besseres Verständnis versuchen, das Erleben um die "traumartige Dreingabe" zu bereinigen, mit der du es eingefärbt hast.

Was als Kern bleibt:

Du hast einen jenseitigen Führer getroffen. Er hat dich in eine Jenseitssphäre für jene "Seelen" gebracht, die innerlich verfinstert sind. Wenn sich innere Zerrissenheit, Selbstzweifel und Ängste in einem Menschen ausbreiten, wird er sich zunehmend verschließen. Er verliert seinen Antrieb, seine Kontaktfreudigkeit, verschließt sich. Er kehrt sich zunehmend nach innen, in seine verängstigte Welt.
Mit dem Versiegen der Kommunikation mit seiner Umwelt verliert er zunehmend sein Bewusstsein. Er verfinstert - und das ist auf jenseitiger Ebene Realität: je weniger Bewusstsein, desto finsterer scheint die Umgebung (da steckt eine stimmige Logik hinter, die ich bei Bedarf zu beschreiben versuche), desto mehr wird die eigene, finstere Innenwelt Zentrum der Betrachtung.
Im Zuge der Verfinsterung verlieren die Menschen die Fähigkeit der Fortbewegung (die aus Wesenskraft kommen muss, nicht mehr über den Muskoskeletalapparat). Bald sinken sie zu Boden, sind nur noch zum Kriechen fähig. Bis zur endgültigen Erschöpfung.

Begeben wir uns auf solche Ebenen, ist dies nahezu immer (archetypisch veranlagt) durch abwärts- und ins Dunkle führende Schlüsselsymboliken gekennzeichnet: Treppenstufen oder gewundene Gänge, die hinunterführen. Der letzte Schritt ist häufig nur noch ein dunkles Loch, da der letzte Abstieg nahezu bewusstlos/aktionslos (fallen) geschieht.
Die jenseitigen Finsterebenen haben für uns menschliche Besucher der Gegenwart häufig das Aussehen alter Kellergänge oder verwinkelter Höhlenkomplexe.

Für den geführten Astralwanderer kann die Rückkehr aus eigener Kraft manchmal schwierig sein, da er selbst noch nicht die notwendige innere Stärke besitzt, die Finsterheit der Ebene zu überstrahlen. Für die dortigen Existenzen erscheinen wir - die Stehenden und Gehenden - leuchtend und kraftvoll. Sie klammern sich an uns, streben zu uns, wie die Motten zum Licht. Ihnen fehlt nur das Verständnis, dass ihr äußerer Zustand von ihrem Inneren abhängt und nur durch dessen Änderung verbessert werden kann. Doch können sie uns "aussaugen", sich an uns heften und kurzzeitig unser "Bewusstsein" und Licht genießen - so eine Verbindung ist für den unerfahrenen Astralwanderer schlecht, da er dadurch Energie und Bewusstsein verliert. (Das waren diejenigen, die dich vom Boden aus vermeintlich um Wasser [= essenzieller Lebenskraft] anflehten.)
Daher ist immer ein Führer an unserer Seite.
Er - und die Energie unseres intakten menschlichen Körpers - ist es letztlich, der uns wieder zurück in die irdische Ebene führt. Das ist mehr ein unbewusster Prozess als das Herabsteigen. Daher verwendet unser Hirn hier häufig das Bild eines Fahrstuhls. Je nach menschlicher Erfahrung kann etwa auch das Aufsteigen in einem Fesselballon oder das Hinaufgezogenwerden an einem Seil erlebt werden.


Was du gesehen hast, ist ein Teil der wirklichen Hölle, die die Jenseitigen erwartet. Ohne jegliche religiöse Verschmückung durch irgendwelche Mittler, die es selbst nie gesehen haben.
Viele von uns verirren sich mal ein Stück in diesen Höhlen, finden aber wieder heraus und suchen den Weg zu mehr Bewusstsein, zu mehr Öffnung und Verbindung mit den geliebten Menschen hier und dort. Das geht nur über die Beherrschung der eigenen Innenwelt und entsprechendes Verhalten im menschlichen Leben.


Die von dir wahrgenommene "Seuche" ist die krankhafte Entwicklung, die einen Menschen erwartet, der sein Leben und sein Innerstes nicht unter Kontrolle bringen möchte. Je weiter er voranschreitet, desto weniger Kraft hat er, den Abstiegsprozess noch aufzuhalten. Das ist der tragische Krankheitsprozess, dem von Außen kaum geholfen werden kann. Es ist der Weg der gegenwärtigen globalen menschlichen Gesellschaft.

Besuche wie diese stehen in der Regel am Beginn des "inneren Erwachens", wenn erstmals ausreichend Offenheit und Bewusstheit im Menschen vorhanden ist. Sie sind eine Bestandsaufnahme des eigenen Zustandes und sollen mit den grundlegenden Mechanismen der inneren Ent-/Verwicklung vertraut machen. Sie sind zugleich Prüfung und Motivation.


Viele Grüße

Re NeuOrest

rauhnacht @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:13 vor 2199 Tagen @ NeuOrest 7741 mal gelesen

Hallo NeuOrest,

Ja, vielen lieben Dank. Wieder einmal sehr schön von Dir in Worte gefasst.
Ich finde, dass eben der „geistige Hintergrund“ dessen in meinem Gedicht sehr gut zur Geltung kommt.
( Möglicherweise fiel es mir leichter diesen Hintergrund mhythologisch angehaucht aus zu drücken?)

Allerdings dieser Aspekt,
„mein Führer wirkt eher sachlich und erklärt mir, dass in der Zukunft eine Seuche kommen wird, der unzählige Menschen zum Opfer fallen. Die letzten Bilder sagten etwas darüber aus, was aus den Menschen in dieser Zeit wird.“

In der „Übersetzung“ im Gedicht:“ Der Mensch, er schuf sich die Hölle auf Erden“
war überaus deutlich.

Und wäre doch überaus unerfreulich! Ich wünschte, wir würden noch die Kurve kriegen und nicht dies :

„Was du gesehen hast, ist ein Teil der wirklichen Hölle, die die Jenseitigen erwartet
.“
DAS auf Erden??
Es ist der Weg der gegenwärtigen globalen menschlichen Gesellschaft
Das ich da mhythologisch wurde, wundert mich grad im Moment überhaupt nicht mehr.

Liebe Grüße, Rauhnacht

ein Wink von Drüben?

NeuOrest @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:49 vor 2199 Tagen @ rauhnacht 7804 mal gelesen

Hallo rauhnacht,

mit dem Abschlusssatz hat er das spontane Astral-Erlebnis in einen Rahmen gesetzt.
Meiner Einschätzung nach ging es ihm vor allem darum, deine Energie zur Entwicklung zu bringen bzw. dich für die momentane Situation zu sensibilisieren. Vermutlich steckte da etwas im Argen, das mit der Arbeitsstelle und damit verbundener (innerer) Lebensgestaltung zusammenhing.

Gruß

Nun sollten wir vorsichtig sein.

rauhnacht @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 21:53 vor 2199 Tagen @ NeuOrest 7813 mal gelesen

Hallo,
Ja, ich wußte auch damals schon, was da im Argen steckte.
Iso! sich ausbreitend wie eine Krake und die Pflegeversicherungen, bzw. die Fragebogen hierzu.

Meine Entrüstung darüber und die Hintergründe hierzu waren die sehr aufgewühlte emotionale Verfasstheit bei mir in dieser Zeit des Traumes. Da wird es nun politisch und kaum noch in der persönlichen Schiene für "mein Seelenheil"besprechbar.
Ganz am Rande BSE als Seuche.

Glaube mir, ich weiß sehr wohl persönliche "Winke vom Jenseits"von denen der Weltentwicklung zu unterscheiden. Oft vermischt sich dies, da ich an der Weltentwicklung starken Anteil nehme. Auch in diesem Fall war dies mit Sicherheit so, wo dann was seinen Ursprung hat, krieg ich dann aber schon auseinander gewurschtelt.

Liebe Grüße, Rauhnacht

Neugierig

remi @, Freitag, 30. Mai 2014, 13:17 vor 2198 Tagen @ NeuOrest 7712 mal gelesen

Hallo Neu Orest,
ich habe deinen Beitrag mit sehr großem Interesse gelesen. Könntest du ein oder zwei Bücher nennen, die dir geholfen haben, dieses Wissen zu erlangen. Danke im voraus.
LG
remi

Einflüsse auf Seher

WG @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 09:30 vor 2199 Tagen @ Taurec 7781 mal gelesen

Hallo,

Einige Beispiele:

  • Birkenbaum in der norddeutschen Ebene als Schauplatz der Endschlacht = Weltbaum Yggdrasil, unter dem sich auf einer Ebene der Kampf zwischen Göttern und Riesen abspielt. (Und das phantasiert der Waldviertler aus bloßer Unkenntnis sich was über Impaktauswürfe in Birkenform zusammen!)

[*]Aufeinandertreffen der Gegner "mitten" in Deutschland = Midgard, die Mittlere, also unsere Welt als Schauplatz der Götterdämmerung

Dieses Motiv ist nicht nur Bestandteil alter Myhten, sondern auch
einiger Kriege der letzten Jahrhunderte die sich eben auf Deutschland
konzentriert haben, sowie auch ein drohendes Szenario aus dem
Kalten Krieg. Diesen Einfluß würde ich, wenn überhaupt, als
eher beeinflussend (auf unsere Seher) wähnen, da nicht nur Reste aus vergangenen
(vom Seher nicht erlebten) "Erinnerungen", sondern eben auch selbst
erlebte Situationen und die jeweils aktuelle Situation (z.B. Kalter Krieg)
die Schau, bzw. viel eher deren Interpretation, beeinflußt haben könnte.

So interpretiert der WV große Explosionen eben aus der damals aktuellen
Situation des Kalten Krieges und der Angst vor einem Atomschlag eben
als explodierende Atombomben. Auch die Eruption ist für ihn nur als
Atomexplosionen erklärbar, weil er offensichtlich nicht weiß, was da unter
der Erdkruste schlummert und vulkanisches Geschehen in unserer Gegend
schon lange Vergangenheit ist. Das er hierbei das Bild eines Birkenbaumes
in seiner Interpretation bemüht, könnte mit alten Sagen zusammen hängen,
egal ob bewußt oder unbewußt. Das wirkliche Aussehen der Eruption dürfte
eher nicht einem Birkenbaum gleichen, wir würden heute wahrscheinlich eher
andere Vergleiche bemühen.

Die Frage ist für mich eher, ob in diesen Sagen Bruchstücke stecken
die aus vor langer Zeit geschauten Ereignissen stammen (durchaus auch
unsere bevorstehende Zukunft betreffend) und dann in mythische Zusammen-
hänge und Bilder/Symbole die zur damaligen Zeit passend/verständlich waren,
gepackt wurden. Diese Frage lässt sich sicher, wie bei Nossi, erst danach
bearbeiten, wenn überhaupt, denn es könnten auch Schauungen aus noch
wesentlich ferneren Zeiten gewesen sein. Diese Splitterhaufen (z.B. vom WKII), die in lange
vergangenen Tagen evtl. zu Sagen verarbeitet wurden, sind derzeit eher
nicht in eine seriöse Voraussage zu packen, können aber auch nicht
zuverlässig bestimmte Teile oder das Gesamte des von uns vermuteten
Szenarios wiederlegen. Das käme "Blinde Kuh spielen" gleich.

=> Sackgasse

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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absurde Konstruktionen

BBouvier, Donnerstag, 29. Mai 2014, 12:55 vor 2199 Tagen @ WG 8659 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 29. Mai 2014, 13:05

<"Auch die Eruption ist für ihn nur als Atomexplosionen erklärbar,
weil er offensichtlich nicht weiß,
was da unter der Erdkruste schlummert und vulkanisches Geschehen
in unserer Gegend schon lange Vergangenheit ist.
Daß er hierbei das Bild eines Birkenbaumes in seiner Interpretation bemüht,
könnte mit alten Sagen zusammen hängen, egal ob bewußt oder unbewußt.
Das wirkliche Aussehen der Eruption dürfte
eher nicht einem Birkenbaum gleichen ...
">

Hallo, WG!

Bitte, hier lang.

Hängebirke:
[image]

"Explosion":
[image]

Und, ja, natürlich! - es hat die Sage von der Schlacht (!) am Birkenbaum
mit einer "Detonation" (!) genau so viel zu tun wie bargeldloser Zahlungsverkehr
mit den 10 Geboten (!) bei Mose 5, 6,8 - wo der Gott der Juden ihn anweist,
sich diese an die Hand oder an die Stirn zu pappen:
- "Schreibe Dir das hinter Deine Ohren!" -

Johannes von Patmos greift das nur wieder auf,
indem er behauptet, wer sich dort anstelle der Gebote Jahwes
das "Zeichen des Tieres" anbringen würde:
Der käme bestimmt in die Hölle.

Aber das menschliche Denken konstruiert sich eben
die absurdesten Zusammenhänge, wenn es etwas
zu deuten gibt.

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Hängebirke

WG @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 16:23 vor 2199 Tagen @ BBouvier 7788 mal gelesen

Hallo BB,

Das wirkliche Aussehen der Eruption dürfte
eher nicht einem Birkenbaum gleichen ...[/i]">

Hallo, WG!

Bitte, hier lang.
Hängebirke:
"Explosion":

Und, ja, natürlich! - es hat die Sage von der Schlacht (!) am Birkenbaum
mit einer "Detonation" (!) genau so viel zu tun wie ...

Ja, natürlich! Hier habe ich mal wieder ins Klo
gegriffen. Wobei der WV eben dort ja auch von
heftigen Kämpfen berichtet und dann platzt die
Erdkruste.

Mit Deiner Hängebirke liegst Du aber ebenfalls
nicht ganz richtig, da der WV folgendes aussagt:

Der Auswurf nimmt später das Bild eines alleinstehenden großen Birkenbaumes an. Das Verharren vor dem Wiederherunterfallen gleicht den Laubbüscheln. Auch ich sehe dieses Schauspiel, neben mir stehende Personen höre ich sagen: ‚Wie ein Birkenbaum’. Beim Platzen der Erdrinde kommt es zu einem Weltbeben, bei dem fast alles zerfällt, was zerfallen kann. Alle nachher noch lebenden Menschen stehen vor dem Nichts. Da kommen sie zur Besinnung. Wer es bis dahin nicht gelernt hat, sich in einer solchen Lage mit eigenen Händen zu helfen, ist verloren.

Es ist daher doch eine normale Birke gemeint,
was wohl mehreren Personen auffällt und damit revidiere
ich meine Aussage, wir würden heute andere Bilder
zur Beschreibung bemühen, sowie auch, daß der WV dieses
Ereignis irrig als Nuklearexplosion interpretiert hatte.

- "Schreibe Dir das hinter Deine Ohren!" -

Ich gelobe, daß ich mir hinter die Ohren sorgfältigst notiere:
Bevor ich nochmal eine Quelle interpretiere, werde ich diese
nochmal eingehend studieren und nicht aus der Erinnerung
darüber Unsinn verzapfen.:yes:

Allerbeste Grüße:waving:
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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aber recht gerne doch! :-)

BBouvier, Donnerstag, 29. Mai 2014, 17:39 vor 2199 Tagen @ WG 7679 mal gelesen

<"Es ist daher doch eine normale Birke gemeint...">

Hallo, WG!

Aber recht gerne doch - von mir aus,
auch eine solche:
=>
[image]

Man muß eben nur richtig wollen:
Dann bekommt man auch an so eine
die Sage von der "Schlacht am Birkenbaum"
schon irgendwie drangepappt. :-D

Viel wichtiger allerdings - so deucht mich -
ist es jedoch, stets nur mit Bargeld (!) zu zahlen:
Man möchte ja nicht zur Strafe
in einem feurigen Schwefelpfuhl landen! :lookaround:

Beste Grüße insofern! :waving:
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Schwefelbaum

WG @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 23:43 vor 2199 Tagen @ BBouvier 7667 mal gelesen

Hallo BB

Aber recht gerne doch - von mir aus,
auch eine solche:
=>
[image]

Jau, die gefällt mir schon besser.

Viel wichtiger allerdings - so deucht mich -
ist es jedoch, stets nur mit Bargeld (!) zu zahlen:
Man möchte ja nicht zur Strafe
in einem feurigen Schwefelpfuhl landen! :lookaround:

Nun, was das betrifft komme ich später ganz
bestimmt in den Himmel ... wenn da nur nicht
meine ganzen anderen Verfehlungen wären :-D

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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ungeheure Atombombenlager

BBouvier, Donnerstag, 29. Mai 2014, 18:05 vor 2199 Tagen @ WG 7893 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 29. Mai 2014, 18:21

<"...und damit revidiere ich meine Aussage,...
daß der WV dieses Ereignis irrig als Nuklearexplosion interpretiert hatte."
>

Hallo, WG!

Nein:
Du hattest doch völlig recht damit! :ok:

Das eine ist eine sagenhafte Schlacht in Westfalen.
Antonius von Aachen:
=>
"Die letzte Schlacht wurde in Westfalen geschlagen.
Am Ende der Kämpfe sah man kaum mehr als zwei dürftige Linien
der preußischen Armee, die dem Blutbade entkommen waren.
Das Gewehr umgehängt und außer Atem flüchteten sie."
Punkt.

Hier etwas völlig anderes:
Der WV vermeint irrig, in Nordböhmen
würden wohl ganze "Atombombenlager" (!) zeitgleich detonieren:
"... Zündung von ungeheuren Bombenlagern in Böhmen ..."
Sowie:
"Ich sah am (nordöstlichen Horizont) in der Ferne
im Rauch und Feuerschein der ununterbrochen erfolgenden
Explosionen weißgelbe Lichtblitze...Es dürfte sich dabei
um den Einsatz taktischer A-Waffen handeln...Hoch oben,
sicherlich über der Atmosphäre (!), gab es noch gewaltige
Feuerwirbel...Die Erde bebte...Der erste Auswurf wird bis zu
hundert Kilometer oder weiter geschleudet."

Die Erde reißt allerdings nicht wegen dort explodierender "Atombombenlager" auf, die sich der WV so denkt,
sondern
dort fliegt schlicht&einfach die Böhmische Caldera in die Luft:
Konnte der WV damals natürlich nicht wissen.

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Neubewertung nötig?

WG @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 23:18 vor 2199 Tagen @ BBouvier 7903 mal gelesen

Hallo BB

<"...und damit revidiere ich meine Aussage,...
daß der WV dieses Ereignis irrig als Nuklearexplosion interpretiert hatte."
>


Nein:
Du hattest doch völlig recht damit! :ok:

Die Ursache denkt er sich entweder als geologisch
oder nuklear!

Die erste riesige Explosion ist sicherlich von einer oberirdischen Massenzündung atomarer Sprengsätze, die zweite nicht. Es könnte eine geologische sein, oder vielleicht eine Massenzündung von A-Waffen in Böhmens Kohlebergwerken. Etwa nach der Parole der totalen Vernichtung.

Da kommt es in der westlichen CSSR zum Platzen der Erdrinde. Der erste Auswurf wird bis zu hundert Kilometer oder weiter geschleudert. Dabei kommt es zu dem von Irlmaier vorausgesagten Phänomen mit dem ‚Gekreuzigten’ (in Ihrem Buch Seite 46; im Buch ‚Bayerische Hellseher’ S. 150/51). Es ist der erste in der Stichflamme emporgeschleuderte, sich bewegende, Auswurf. Dieses Bild ist unverkennbar ähnlich! Die dabei ausgestoßenen Gase bewirken die Finsternis und die Atemkrämpfe der ungeschützten Lebewesen.

Er liegt dabei offensichlich doch nicht so komplett
daneben, weil er durchaus auch eine geologische
Ursache in Betracht zieht.

Das eine ist eine sagenhafte Schlacht in Westfalen.
Antonius von Aachen:

Ja, schon klar und eigentlich wollte ich diese
beiden Dinge gar nicht miteinander vermanschen.

"Ich sah am (nordöstlichen Horizont) in der Ferne
im Rauch und Feuerschein der ununterbrochen erfolgenden
Explosionen weißgelbe Lichtblitze...Es dürfte sich dabei
um den Einsatz taktischer A-Waffen handeln...Hoch oben,
sicherlich über der Atmosphäre (!), gab es noch gewaltige
Feuerwirbel...Die Erde bebte...Der erste Auswurf wird bis zu
hundert Kilometer oder weiter geschleudet."

Die Erde reißt allerdings nicht wegen dort explodierender "Atombombenlager" auf, die sich der WV so denkt,
sondern
dort fliegt schlicht&einfach die Böhmische Caldera in die Luft:

Du meinst sicher die unterirdische Magmablase, denn eine
Caldera gibt es dort noch nicht. Danach wird dafür dann eine
ansehnliche Caldera zu bestaunen sein.
Ob die weißgelben Lichtblitze durch Impakte oder nukleare
Explosionen verursacht werden, ist m.E. seit der in Fragestellung
des Gelben Striches offen. Denn der WV berichtet von Kampf-
handlungen in der Tschechei und da ist die Option von Nuklearwaffen
wieder im Spiel. Das passt dann auch zu Wudy.

Obige Kampfhandlungen widerlegen übrigens auch den Gelben Strich
(lassen wir mal die Chineser-Diskussion beiseite). Früher war das doch
eher anders herum: wie können da überhaupt Kampfhandlungen sein,
ist doch alles vergiftet.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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"Lichtblitze"

BBouvier, Samstag, 31. Mai 2014, 13:33 vor 2197 Tagen @ BBouvier 8158 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 31. Mai 2014, 13:49

Der Waldvierteler:
<"Ich sah am (nordöstlichen Horizont) in der Ferne
im Rauch und Feuerschein der ununterbrochen erfolgenden
Explosionen weißgelbe Lichtblitze...Es dürfte sich dabei
um den Einsatz taktischer A-Waffen handeln...
Hoch oben, sicherlich über der Atmosphäre (!),
gab es noch gewaltige Feuerwirbel...Die Erde bebte...
Der erste Auswurf wird bis zu hundert Kilometer oder weiter geschleudet.">


1.
Der Schadensradius taktischer A-Sprengkörper
beträgt um die 1000 METER! :flower:

[image]

2.
Bei der Detonation der Magmakammer Santorins
- etwa 1.500 Jahre v.Chr. - da stieg der Feuerorkan
bis in 30 Kilometer (!) Höhe ... Uud der Auswurf flog bis Kreta!!
Das paßt da schon eher. :ok:

3.
Was diese "weiß-gelben" Lichtblitze" betrifft, so handelt es sich
tatsächlich schlicht nur um "Lichtblitze":
Nämlich um die Blitzgewitter, die durch die Stäube
im "Rauch" (s.o.) generiert werden.
=>
[image]

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Beeindruckend

WG @, Samstag, 31. Mai 2014, 20:03 vor 2197 Tagen @ BBouvier 7621 mal gelesen

Hallo BB

Du hast beim Heraussuchen von Bildern
wirklich Talent. Das mit den Blitzen dürfte
ziemlich mit denen des WV übereinstimmen.

Respekt und Danke!

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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was tatsächlich gesehen wurde - und was sich mal so gedacht

BBouvier, Samstag, 31. Mai 2014, 23:37 vor 2197 Tagen @ WG 7921 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 31. Mai 2014, 23:58

Hallo, WG!

Bei dieser seiner Schauungen haben wir ja reines Glück,
daß er dazu ausführt, was er tatsächlich (!) gesehen hat:
Eben nur "weißgelbe Lichtblitze" (!) - und er nicht gleich
=>
von lauter "ATOMBOMBEN!!" fabuliert, wie bei
den hoch über der Adria sich zerlegenden Impaktoren.

In diesem Fall allerdings wird ganz deutlich,
daß er sich die "ATOMBOMBEN!!" dazu frei (aus)denkt:
=>
"Es dürfte sich dabei
um den Einsatz taktischer A-Waffen handeln."

Zur Zerstörung "NYs" führt er aus:
=>
"New York wird unerwartet bereits zu dieser Kriegszeit
durch kleine Sprengsätze, die sehr nieder explodieren, zerstört."

"Unerwartet" - das passt schon. :ok:
=>
Weil sich das ja mal im Frühjahr und eine ganze Weile
vor dem Russischen Feldzuge in Europa abspielt.

Auf "Kriegszeit" schließt er aber nur deswegen,
da er vermeint, diese massiven Zerstörungen könnten ja wohl nur
kriegerischen Ursprunges sein:
"ATOMBOMBEN!!"

Zitat (WV) dazu allerdings:
"So entsteht der Eindruck, als würden die Häuser
von einem ‚heftigen Sturm’ weggeblasen.
Im Explosionsherd sah ich nichts ‚Feuerartiges’."

Das heißt:
Er sieht (!) da doch überhaupt keine "Explosionen" (!),
sondern er folgert (!) nur aus der Zerstörung der Häuser,
die durch Impaktbeben aus ihren Fundamenten
gerissen werden, auf gar nicht gesehene "Explosionen"!

Folgende Kette.
=>
Gesehen wurde nur:
Häuser fallen um = sicherlich Explosionen als Ursache =
solche Explosionen in NY?? ==> Atombomben auf NY!! = Krieg!!!

Beste Grüße!
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Magmakammer

WG @, Sonntag, 01. Juni 2014, 09:03 vor 2196 Tagen @ BBouvier 7789 mal gelesen

Hallo BB

Danke!
Ja, soweit ist eigentlich alles klar:
Die Zerstörung New Yorks und anderer
Städte (z.B. Johansson) ist durch einen
Impakthagel verursacht, die wohl z.T. in
der Atmosphäre explodieren, vielleicht auch
einige aufschlagen. Einige davon auch in
Europa.

Daß das Weltenbeben dadurch ausgelöst
wird, dürfte auch auf der Hand liegen.
Die Flutwelle entweder eine Folge des Bebens
oder ebenfalls durch einen der Impakte ausgelöst,
das alles völlig unerwartet. Entweder weil ver-
schwiegen oder ähnlich Tscheljabinsk

Nordamerika wird wohl am stärksten betroffen
sein. In Europa England, Holland, Dänemark und
Deutschland.

Damit steht ein geschwächtes Resteuropa
ohne Großen Bruder im Rücken, einem
erstarktem Rußland gegenüber, welches
sich derzeit Rußland zum Feind macht.
Wen wundert da noch der Feldzug!

Für dieses Szenario braucht es übrigens
gar keine Währungszusammenbrüche zuvor.
London weg, New York weg, und zahlreiche
Schäden weltweit an der Infrastruktur.

=> Einsturz "Theatrum Mundi"
=> Teurung lebensnötiger Güter

Zur Magmakammer in Böhmen:
(Quelle: Wettermail vom WetterOchs)

Gestern um 12:37:20 Uhr gab es ein Erdbeben, dessen Epizentrum 20 km östlich von Selb, also im Nordwesten Tschechiens lag. Die Magnitude auf der Richter Skala lag bei 4 (leicht), was laut Wikipedia mit "sichtbares Bewegen von Zimmergegenständen, Erschütterungsgeräusche; meist keine Schäden" beschrieben werden kann.

In den letzten sieben Tagen gab es zuvor schon zahlreiche kleinere Beben mit demselben Epizentrum nahe der tschechischen Ortschaft Novy Kostel. Die Ursache ist eine unterirdische Magmakammer, aus der Gase aufsteigen und zu langen Serien kleinerer Erschütterungen führen, den sogenannten Schwarmbeben. Irgendwann könnte es an der Stelle sogar zu einem handfesten Vulkanausbruch kommen."

Der Hefeteig scheint ja jetzt schon zu gären.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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<"östlich von Selb">

BBouvier, Sonntag, 01. Juni 2014, 12:13 vor 2196 Tagen @ WG 7817 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 01. Juni 2014, 12:34

Danke sehr, WG!

Hierzu:
<"Gestern um 12:37:20 Uhr gab es ein Erdbeben,
dessen Epizentrum 20 km östlich von Selb,
also im Nordwesten Tschechiens lag.
">

[image]

Der sehende Bauer bei Selb sagt dazu,
"nachher" sei sein ganzes Dorf schlicht "futsch" ...
und von Horizont zu Horizont nur eine einzige massive
Trümmerdecke über der ehemals blühenden Landschaft.

Beste Grüße!
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Erdbeben

Aeneas @, Sonntag, 01. Juni 2014, 15:04 vor 2196 Tagen @ WG 7732 mal gelesen

Hallo,

nur kurz zum Erdbeben: ich habe es hier in Erfurt auch noch gespürt, ein paar Sekunden hat der ganze Raum leicht gewackelt. Es war wohl noch bis nach Nürnberg und Würzburg zu spüren und wurde inzwischen auf 4.4 hochgestuft.
Es hat sich recht genau so angefühlt, wie die 2 Erdbeben die ich im Oberrheingraben erlebt habe, ein leichtes "Hin und Her", welches auch gefährlicher ist (für Gebäude) als ein "Auf und Ab".
Deswegen weiß ich nicht ob das Weltbeben wirklich durch die Impakte ausgelöst wird (du meintest die durch den Schock der Impakte freiwerdende Spannung, oder?), oder nicht doch "von ganz alleine" losbricht.

Freundliche Grüße :-)

Aeneas

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Beben-Tsunamis-Impakthagel

BBouvier, Sonntag, 01. Juni 2014, 17:10 vor 2196 Tagen @ Aeneas 7925 mal gelesen

<"Deswegen weiß ich nicht ob das Weltbeben
wirklich durch die Impakte ausgelöst wird ..."
>

Hallo, Aeneas!

Diese Frage läßt sich kaum beantworten.

1.
Nach "Irlmaier" findet das (oder eines der?) " Weltbeben"
einige Zeit "vorher" statt ...

2.
Mit recht großer Sicherheit gibt es einige Jahre
"vorher" bereits einen Tsunami, der wenigstens
die deutsche Norseeküste weithin verwüstet.
(=> s. "Bandhu" ... unter anderen)
Als dessen Ursache kommt wohl vorzüglich
ein Beben des Atlantischen Rückens infrage.

3)
Johansson beschreibt einen massiven Impakthagel,
der fast die gesamte Nordhalbkugel betrifft,
und deren einzelne Druckfronten er als einen wandernden
"Orkan" deutend mißversteht:

a)
"Ungefähr gleichzeitig mit dem Erdbeben (!)
erlebte ich im Geiste einen furchtbaren Orkan,
der über zwei Weltmeere dahinraste.
Da ich den Vulkanausbruch gleichzeitig sah,
bin ich nicht sicher, welche dieser Katastrophen
zuerst hereinbrach.
Es fiel mir schwer, eins vom anderen zu unterscheiden;
ich glaube aber, daß der Orkan vorausging.
Inwieweit zwischen den beiden Katastrophen ein Zusammenhang bestand,
kann ich nicht sagen.
Jedenfalls muß sich auch diese Katastrophe
im Herbst oder Frühjahr ereignen, da nirgends Schnee lag..."

Wobei es sich bei obigem "Vulkan" durchaus
um einen Impakt handeln kann ... vor hundert Jahren
war derlei ja noch völlig unbekannt!

b)
"Im Geiste wurde ich in die Nähe von Trondheim geführt.
Ich stand am Strand und schaute über das Meer.
Plötzlich begann der Boden zu erbeben.
Die Häuser der Stadt zitterten wie Espenlaub,
und einige hohe Holzbauten an der Küste stürzten zusammen.
Gleich darauf erscholl vom Meer her ein furchtbares Getöse,
und eine gewaltige Sturzwelle näherte sich
mit rasender Geschwindigkeit der Küste
und zerschellte an den Felswänden."

c)
"Schottland mußte einen besonders heftigen Anprall
ausgesetzt gewesen sein, denn es schien,
als seien große Teile des Landes ins Meer abgesunken." (!)

d)
"...Davon zeugten Ruinen und eingestürzte Gebäude;
der Orkan fuhr heulend durch die Straßen der Weltstadt (= Neu York!)
und riesige Wolkenkratzer schwankten...Alles war in Rauchwolken
gehüllt, große und kleine Gegenstande wurden vom Sturm
mitgerissen und wirbelten in Mengen durch die Luft.
Zugleich brachen in vielen Stadtteilen
gewaltige Feuersbrünste aus."

Einen Ausschnitt davon hat wohl der WV in seiner
Schau zu "Neu York" gesehen!

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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der "Orkan" und Neu York, Paris, Wien

BBouvier, Montag, 02. Juni 2014, 12:56 vor 2195 Tagen @ BBouvier 7665 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 02. Juni 2014, 13:18

Johansson:

"...Davon zeugten Ruinen und eingestürzte Gebäude;
der Orkan fuhr heulend durch die Straßen der Weltstadt (= Neu York!)
und riesige Wolkenkratzer schwankten...Alles war in Rauchwolken
gehüllt, große und kleine Gegenstande wurden vom Sturm
mitgerissen und wirbelten in Mengen durch die Luft.
Zugleich brachen in vielen Stadtteilen
gewaltige Feuersbrünste aus.
"

Einen Ausschnitt davon hat wohl der WV in seiner
Schau zu "Neu York" gesehen!

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Lenormand (1817) zu Paris:
=>
"Flammende Fackeln werden sich mit den Dächern verbinden.
Ganz Paris wird nur mehr eine ungeheure Brandstätte sein.
Die Brücken werden auf ihren zerstörten Bögen einstürzen. (!)
...Die Vorstädte werden von den Flammen verzehrt zusammenstürzen
und unter ihren noch rauchenden Ruinen alle ihre Bewohner begraben.
Das Geschrei der unglücklichen Sterbenden in der Todesangst
wird aus dem Schutt hervordringen und diejenigen entsetzen,
welche diesem furchtbaren Brand entgangen sind ..."

Trappistin-Angers:
"Ich hörte einen entsetzlichen Knall.
(<= der Impaktor zerlegt sich)
Die Wolke teilte sich in vier Teile,
die zusammen auf die grosse Stadt (= Paris) fielen -
und in einem Augenblick brannte sie total."

Johansson zu Wien:
=>
"Ich hörte, daß auch Österreich und besonders
die Umgebung von Wien unter dem Orkan schwer leiden müßten."

(logisch - wenn/falls die Stadt brennt!)

Bariona zu dem "Orkan" in Wien:
=>
- umgestürzte, zersplitterte Bäume
- die Gartenzäune "flach gemäht"
- als ob eine Straßenwalze über alles hinweg gerollt wäre
(als Schulkind hatte sie früher mal die Schrebergärten
der Umgebung Wiens lichterloh brennen sehen)
... eine andere ihrer Schauungen - definitiv eine Parallele
zu der Schau des WV zu "Böhmen":
- es zieht tagsüber ein ungeheures "Unwetter" auf
- eine gigantische, schwarzviolette Wolkenwand
- es wird erst dämmerig und dann stockfinster
- kräftige, weiße Blitze ohne Donner, jeweils gefolgt von Beben
- kein "Regen"

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Ursachen + Zusammenhänge

Aeneas @, Dienstag, 03. Juni 2014, 23:14 vor 2194 Tagen @ BBouvier 7392 mal gelesen

Hallo BBouvier,

Vielen Dank für die genauen Angaben, laut diesen scheint es, dass zumindest einige Erdbeben durch Impakte ausgelöst werden. Auch die "Blitze ohne Donner" klingen für mich sehr nach kosmischen Ursachen, es scheinen Entladungen zwischen Erde + Himmelskörper (nach der Theorie des elektrischen Universums) zu sein.

Dass es möglicherweise mehrere Weltbeben geben wird war mir gar nicht klar, aber wo du das hier aufgeführt hast, ist mir ein Artikel über die Schöpfungszyklen der Azteken, die "Fünf Sonnen", aus dem Buch "Terra Antica" (Weltbild Verlag) eingefallen:

"Das gegenwärtige fünfte Weltzeitalter [...]leitet seinen Namen von der Bezeichnung "4-Ollin" (4-Erdbeben) ab, dem Namen jenes Tages, als Teotihuacan geschaffen wurde. Dieser Tag besitzt jedoch eine unheilvolle Bedeutsamkeit, da der aztekischen Überlieferung zufolge die Welt dazu bestimmt ist, an einem zukünftigen "4-Ollin" zugrunde zu gehen. Dann wird der dunkle Tezcatlipoca ungeheure Erdbeben senden, [...]"

Diese 4 sehr großen Erdbeben sind wohl die Weltbeben, die es in ferner Vergangenheit schon einmal gab.
Ob man nun 2 oder 4 Weltbeben zählen wird, halte ich für relativ egal, da bei einem Weltbeben die Erde eher an vielen Punkten gleichzeitig sehr stark beben wird, und nicht nur an einer Stelle.
Also wenn z.B. beim 1. Weltbeben die stärksten Erschütterungen an der Westküste beider Amerikas und Zentralasien, beim 2. Weltbeben in Europa und Ostasien wären, kann man somit auch 4 Weltbeben zählen.
Das wäre meine Ansicht dazu, ich hoffe ich habe das nicht zu umständlich beschrieben. :-)

In einer Erdgeschichtsvorlesung wurde auch mal erwähnt, dass es in der nördlichen Nordsee (eher Richtung Norwegen) ebenfalls mal Vulkanismus gab.
(Die Karte hierzu habe ich jetzt leider nicht mehr gefunden, vielleicht taucht sie ja noch auf, dann kann ich sie hier reinstellen.)

Freundliche Grüße,

Aeneas

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stationäres Blitzgewitter

BBouvier, Dienstag, 03. Juni 2014, 23:23 vor 2194 Tagen @ Aeneas 7367 mal gelesen

<"...es scheinen Entladungen zwischen Erde + Himmelskörper
(nach der Theorie des elektrischen Universums) zu sein.
">

Hallo, Aeneas!

Die vom WV gesehenen sicherlich nicht:
Jene zucken nämlich über längere Zeit
völlig stationär und ganz erdnah im Rauche
- wohl oberhalb der blasenden Magmakammer -
Böhmens.

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Blitze

Aeneas @, Dienstag, 03. Juni 2014, 23:31 vor 2194 Tagen @ BBouvier 7448 mal gelesen

Hallo BBouvier,

Oh, achso :-D
Ja dann sind das wohl die Blitze über der Caldera, du hast ja neulich ein Foto dazu reingestellt.

Freundliche Grüße,

Aeneas

Nordseetsunami

Aeneas @, Dienstag, 03. Juni 2014, 23:27 vor 2194 Tagen @ Aeneas 7708 mal gelesen

Bezüglich des Nordseetsunamis halte ich ein Erdbeben im Atlantik auch für sehr wahrscheinlich, v.a. da ich denke, dass der Grund für eine dauerhafte Überflutung ein Absinken der tektonischen Platten im Nordseebereich (und laut Punkt c wohl auch Teilen Schottlands) und ein Heben im Nordatlantikbereich sein wird. Es gibt ja diese Theorie der Kippbewegungen der Platten, dass "hin und wieder" einige Gebiete absinken und dafür andere sich heben.
Kurzer Einschnitt: Von Nordamerika weiß man, dass es zwei tektonisch sehr schwache Bereiche hat:
1. Den kompletten Westen, dessen Erdkruste ursprünglich mal halb so breit war (wurde mir von einem Geowissenschaftsprofessor gut erklärt) und im Laufe der Zeit durch die Subduktionszone in Ost-West-Richtung gestreckt wurde. Dieser Erdteil steht also gewaltig unter Spannung (übrigens sind die Zugkräfte der Subduktionszonen, und nicht wie lange angenommen die mittelozeanischen Rücken, die treibende Kraft in der Plattentektonik).
2. Die New-Madrid-Bruchzone, die sich entlang des Mississippi erstreckt und wo es seit einigen Jahren erhöhte Erbebenaktivität gibt.
Zudem drückt noch dieser riesige Mantel-Plume von unten auf das Gebiet des Yellowstone.
Bei einem außergewöhnlich verheerenden Erdbeben (also dem Weltbeben) könnten sich meiner Meinung nach die Spannungen lösen, die gedehnten Bereiche reißen und absinken.

Aus diesen Gründen denke ich, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Flutereignisse in Norddeutschland/Nordeuropa mit denen in Nordamerika zusammenhängen oder gar gleichzeitig auftreten. Zu der Zeit als das Inselreich/Archipel Atlantis untergegangen ist, mussten sich ja auch zwangsweise andere Erdteile heben (die Erde würde ja ansonsten schrumpfen). Das wären auf der einen Seite die westlichen Gebiete von Nordamerika, auf der anderen Seite der Bereich der Nordsee, Ostsee, Skandinavien. Hier würde dann beim (Welt-)Beben der Kippeffekt einsetzen.

Hierzu gibt es auch sehr gute geologische Erklärungen aus dem Buch "Atlantis, Alter Mythos - Neue Beweise" von Roland M. Horn, die ich bei Bedarf reinstellen würde :-)

Aber ich glaube mich erinnern zu können, dass dieses Thema schon behandelt wurde und sogar eine Schau existiert, vielleicht finde ich auch diese wieder.

Freundliche Grüße,

Aeneas

zwei Erdbebenserien (edit)

WG @, Sonntag, 01. Juni 2014, 17:22 vor 2196 Tagen @ Aeneas 8159 mal gelesen

bearbeitet von WG, Sonntag, 01. Juni 2014, 17:37

Hallo Aeneas

nur kurz zum Erdbeben: ich habe es hier in Erfurt auch noch gespürt, ein paar Sekunden hat der ganze Raum leicht gewackelt. Es war wohl noch bis nach Nürnberg und Würzburg zu spüren und wurde inzwischen auf 4.4 hochgestuft.
Es hat sich recht genau so angefühlt, wie die 2 Erdbeben die ich im Oberrheingraben erlebt habe, ein leichtes "Hin und Her", welches auch gefährlicher ist (für Gebäude) als ein "Auf und Ab".

Hier In Mittelfranken habe ich nichts bemerkt. Zum Oberrheingraben noch ein paar
Bemerkungen, weil die Frage letztens aufkam.

Ein Auszug aus Wikipedia:
Die Mittelmeer-Mjösen-Zone ist eine Bruchzone in der kontinentalen Erdkruste, die Europa vom Mittelmeer her über Marseille, den Rheingraben entlang, bis in den Mjøsa-See in Südnorwegen auf einer Länge von 2.000 km durchzieht.

Laut Irlmaier ist das Weltenbeben in Deutschland
hauptsächlich im Rheingraben mit Auswirkung,
von Marseille wissen wir, daß es im Meer versinken
wird. Es scheint also die gesamte Bruchzone betroffen
zu sein, zumindest der südliche Teil.
Inzwischen baut man in diesem Gebiet in Deutschland
Erdbebensicher (ich meine bis Stärke 6).
In Basel (bereits schon einmal durch Erdbeben
zerstört) sind inzwischen Schwingungsmesser
und Automatische Abriegelungen der Hauptgas-
leitungen eingebaut worden.

Diese Schauungen von Bandhu sind m.E. noch nicht
genug beachtet worden, deshalb rufe ich sie erneut
in Erinnerung:

„Unterhab der Tauernautobahn, kurz vor dem Tunnel, bei dem die große Mautstation ist: Zwei Männer ziehen mit einer Kuh einen Pflug. Das Land ist völlig ungeeignet für Ackerbau. Die quälen sich da aber dennoch ab, den Boden urbar zu machen. Über ihnen ragen Teile der Autobahn wie gesprengt hoch, teilweise wachsen Birken aus dem Asphalt. Strahlend schönes Wetter.“

„Die Skyline von Frankfurt: Die Hochhäuser fallen in sich zusammen, der Himmel dahinter ist tiefrot. Die fallen nicht wie bei einer Sprengung. Sie rutschen erst, dann bröseln sie in sich zusammen. Das sieht auch nicht nach einem Bombenangriff aus. Es ist dieses Rutschen und dann Absacken, als ob jemand ein Blatt unter aufgestellten Gläsern wegzieht.“

„Am Chiemsee: Die Berge fallen, die Spitzen kippen, zerbrechen. Es gibt eine Staubwolke die sich ausbreitet wie bei einer Sprengung."

„Autobahn hinter Salzburg, Richtung Süden: Da ist kein Durchkommen mehr, das Tal ist zugeschüttet, das untere Drittel der Berge ist jetzt deren Anfang.“

„Eifel bei Bad Neuenahr: Überall nichts als Asche, tote Erde soweit ich sehen kann.“

Das sind alles Folgen von Erdbeben und offensichtlich
gehen auch in der Eifel Vulkane hoch. Allerdings habe
ich den Eindruck, daß Bandhus Beben-Schauungen sämtlich
die zweite Katastrophe und nicht das Weltenbeben betreffen.
Da Irlmaier meint, das Weltenbeben sei in Bayern ohne
große Folgen, können obige Bilder im direkt angrenzenden
Alpenraum eher nicht dazu einsortiert werden.
Oder Irlmaier wackelt erneut.

Deswegen weiß ich nicht ob das Weltbeben wirklich durch die Impakte ausgelöst wird (du meintest die durch den Schock der Impakte freiwerdende Spannung, oder?), oder nicht doch "von ganz alleine" losbricht.


Letztens bleibt sich das egal und ist eine rein akademische
Frage. Da jedoch ein Weltenbeben nicht einfach mal so passiert
(zumindest kennen wir heute nur lokale Beben) gehe ich davon
aus, daß das Irlmaierische Weltenbeben durch Impakte und das
zweite große Beben durch den Himmelskörper ausgelöst wird.
Auch wenn der Himmelskörper noch einige Fragen offen lässt,
so kann er auf der anderen Seite nicht ignoriert werden.

Ergänzung: Um nicht vom eigentlichen Thema, den
überlaufenden Alpenseen, abzukommen, noch eine
Unstimmigkeit. Wenn ich mir obige Bilder von einstürzenden
Bergen im Alpenraum betrachte, so sehe ich da durchaus
eine Möglichkeit für die Überschwemmungen z.B. in München.
Nur wäre nach der zweiten Katastrophe auch hier bereits alles
voller Asche und das wäre sicher aufgefallen. Sind diese Bilder
also doch eher eine Folge des Weltenbebens und Irlmaier irrt sich?

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Suppenschüsseleffekt

Bär, Montag, 02. Juni 2014, 13:00 vor 2195 Tagen @ WG 7598 mal gelesen

Moin WG


ohne jetzt in die Fachdiskussion über "flüssig" eingreifen zu wollen erlaube ich mir doch einen Hinweis auf die gute alte Suppenschüssel.

Nimm eine Schüssel, fülle sie ein wenig mit Wasser und hebe gaaaanz leicht den rechten Rand ein wenig an. Dann minimal den linken Rand. Und mach das ein paar mal hintereinander. Stimmt die Frequenz, haut es heftig das Wasser über den Rand.

Und schon schwimmt die Suppe weitab der Schüssel.

Nimm statt der Suppenschüssel nun den Bodensee und statt deiner manuellen Impulse ein Weltenbeben und schon steht ein Meter Wasser wo niemals vorher etwas stand. Nur der Bodensee hat eine ganze Zeit lang richtig Ebbe:-) und der Chiemsee und der Staffelsee und...

Da die ortsansässigen Bergvölker damit nun rein gar nichts anfangen können, sind sie erstaunt, wenn das Wasser sogar bergauf fließt und ungeachtet der Topographie irgendwo herum schwappt.

Und schon hat der dicke Wurm mit seinem Schwanz in deinem Fischteich einen Minitsunami entfacht.


Herzlichen Gruß aus 650 m Höhenlage


der Bär

1mm bei 20 cm = 5000 mm bei 1 km

WG @, Montag, 02. Juni 2014, 16:00 vor 2195 Tagen @ Bär 7541 mal gelesen

Moin Bär

Danke für den experimentellen Versuchsaufbau.
In der Realität würde ein gaaaanz leichtes
Anheben oder Verschieben jedoch im Bereich
von Metern liegen und das wäre dann schon
ein sehr heftiges Beben. Ich fürchte nur, daß es
sich genau darum handelt.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

BB, Aeneas, Bär und WG

Oberberger @, Montag, 02. Juni 2014, 19:32 vor 2195 Tagen @ WG 7555 mal gelesen

Hallo allerseits!

Nur kurz mein Commentar hierzu:

Genau das habe ich ja auch als die wahrscheinlichste Variante schon vor einiger Zeit hier postuliert!

Sehe ich genauso - und DAS wird garantiert NICHT lustig!:no:

Impact, zerplatzender Himmelskörper, der womöglich zuvor die Erde mehrmals umrunden wird, eventuell auch "wiederkehren" wird (elliptische Bahn?), Erdbeben, die Theile der Nordsee und angrenzende Landestheile absacken lassen oder sich auch heben und wieder senken werden, etc., usf...

Hat jemand eine Idee, wo es Carten giebt, bei denen man die Verwerfungen und Grabenbrüche entlang der genannten Linien (Marseille bis Norwegen) verfolgen kann? Vielleicht erklärte das auch das Schicksal Prags oder auch die mir bekannte Variante bezüglich des Bergischen Landes, welches ja angeblich "veröden" soll - was immer das heißen mag!?:-(

Gruß vom 300-Meter-Meridian "über der Wupper"...

Der Oberberger

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Tektonik

BBouvier, Montag, 02. Juni 2014, 20:20 vor 2195 Tagen @ Oberberger 7649 mal gelesen

<"... wo es Carten giebt, bei denen man die Verwerfungen
und Grabenbrüche entlang der genannten Linien ...">

Hallo, Oberberger!

Hier ein Versuch:
=>
[image]

Mehr (und von) hier:
=>
http://www.oberrheingraben.de/Tektonik/Schollen_GPS.htm

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Tektonic

offtopic, Dienstag, 03. Juni 2014, 01:23 vor 2195 Tagen @ BBouvier 7567 mal gelesen

Hallo,

auch wenn nach dem Millionsten-mal für die Leute hier es immer noch wiederholt werden muss:

Entwicklungsgeschichte zum x-ten Mal: http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/03/03H079/t3.pdf

Etwas Tektonik, und nein, es wird hier KEIN See einfach so ausgeschüttet. Glaubt ihr, irgendein See hier ist so unabhängig wie ein Suppenteller?? Geht's noch???

Was soll der Scheiß?

Als wenn ein See mal ein paar Meter auf jeder Seite hochgeht? Welches Richter 9-Beben hat jemals jemanden etliche Meter hochgeschleudert? So um die 10 Meter hoch. Und natürlich ist der See das Epizentrum, in dem jedes Ufer sich um etliche Meter hebt und dann senkt. Mal im Süden, dann im Norden... Und der Rest der eurasischen Platte geht mal so mit. Logisch. Jeder See hat ja gleichzeitig das Epizentrum genau in der Mitte...

Sagt mal, für was schreibt man hier überhaupt, wenn noch nicht mal das Einfachste verstanden wird??

Manchmal denke ich mir echt, ich geb's auf, hat ja keinen Zweck. WOFÜR??? Damit der Nächste genau mit einer Begründung kommt, die man vorher AUSSCHLOSS?

Ne, wirklich nicht.

Beobachtend,

OT

PS. hier ein Video nach Beben: der See ist exakt so wie vorher.

Nur so am Rande: Tschechien hat eine muntere Geschichte, was Vulkanismus betrifft, und die zur deutschen Grenze anreinenden Vulkane (1 und 2) sind noch Überreste aus dieser Zeit. Schön zu sehen ist auch, das 2/3 Tschechiens den Anschein einer Caldera gibt.

Dafür fehlt jedoch 1. die Ausbruchsmenge und 2. der Vulkan.

Es kann keine Caldera sein, da kein (einziger) ausgebrochender Vulkan, jedoch sind es mehrere Kleinere. Das Becken selbst entstand jedoch durch Riftvulkanismus und ist Teil des Egergrabens auch wenn ich nicht Alles vom Link teile.

Suppenschüsseln und Wissenschaften

Bär, Dienstag, 03. Juni 2014, 08:29 vor 2194 Tagen @ offtopic 7602 mal gelesen

Moin offtopic,


gerade wegen potenzieller pseudowissenschaftlicher Argumentationen habe ich den schlichten, nachvollziehbaren Vergleich mit der Suppenschüssel gewählt und mich nicht über Impulse, Resonanzen und die Zerlegung der entstehenden Kräfte in horizontale und vertikale Kräfte ausgelassen.

Aber versuch es einfach mal selbst, das mit der Suppenschüssel. Es ist vielleicht aufschlussreicher als Verlinkungen zu schicken die schlau aussehen aber das selbst denken und argumentieren ersetzen sollen und in der Grundschule mit dem Kommentar Thema verfehlt versehen worden wären.

Oder hilft es dir etwa wenn ich dieses Scharnier anfüge:

http://www.chefkoch.de/rezepte/216681090495675/Baerenfang-Likoer.html


Denk dran, Versuch macht kluch.

Deine Kompetenz in geologischen Fragen stelle ich deswegen nicht in Abrede.

Bärengruß

Nochmal: unterirdische Magmakammer

WG @, Dienstag, 03. Juni 2014, 09:54 vor 2194 Tagen @ offtopic 7563 mal gelesen

Hallo Offtopic

bzgl. Deiner Ausführungen zu tschechischen
Vulkanen nur einen Hinweis: es geht beim vom
WV gesehenen Ausbruch nicht um einen bestehenden
Vulkan, sondern um die unter dem Böhmischen
Massiv schlummernde Magmakammer.

BB hatte hierzu mal eine grafische Darstellung
(Schnitt durch die Erdkruste) eingestellt, die die
Größe der Magmakammer zeigt. Leider finde ich
diesen Beitrag nicht. Vielleicht kann BB da helfen.
In dem Beitrag war ferner ein Bild von französischen
Vulkanen enthalten. Vielleicht verwechselst Du da
etwas. Noch ist in Tschechien kein Vulkan sichtbar.

Die letzten Schwarmbeben dort haben jedoch
mit recht hoher Wahrscheinlichkeit mit eben jener
Magmakammer zu tun.

Die Schauungen Bandhus zu den Folgen im
Alpenraum lassen ferner auf starke Erdbeben
schließen und das könnte in der Tat über-
schwappende Alpenseen verursachen und wie der
Bär völlig richtig darstellt, eine Erklärung für
die Sagen darum.

Eine andere Ursache für die Überschwemmung
in München kann jedoch auch die heftige
Schneeschmelze nach dem Kältesommer sein.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

BBs Magmakammern - Europa - Niederlande?

Selly @, Samstag, 07. Juni 2014, 19:37 vor 2190 Tagen @ WG 7508 mal gelesen

Hallo WG,

nimm solange diese Karte:

https://schauungen.de/forum/index.php?id=13324

;-)

Ich merke es mir so: "Au Backe!"

Von meinem Beitrag geht's dann zu BBs Beitrag "Karte 2".

Mit "Auswandern?" funktioniert es genau so gut.

---------------------------------------------------------------------------

Das links oben - die Niederlande? *Neugierig guck*

Hier etwas dazu - Hollands Vulkan:
http://bundes.blog.de/2012/08/16/de-zuidwalvulkaan-hollands-vulkan-dritte-vulkan-niederlande-14552881/#start

Hört das denn nie auf? Immer wieder stößt man auf was Neues. :lookaround:

Grüße
Selly

Auflösung Salzdome Niederlande, Golf von Mexiko

Selly @, Samstag, 07. Juni 2014, 19:47 vor 2190 Tagen @ Selly 7333 mal gelesen

Hallo,

der angegebene Videobeitrag auf der Seite http://bundes.blog.de/2012/08/16/de-zuidwalvulkaan-hollands-vulkan-dritte-vulkan-niederlande-14552881/#start handelt auch von Salzdomen und der Bodensenkung durch Gasförderung.

Das könnte ich noch erwähnen. Obwohl ich bisher nur minutenweise "hineingeschnuppert" habe.

Grüße
Selly

Zuidwalvulkan,... neugierig guck!

rauhnacht @, Samstag, 07. Juni 2014, 21:34 vor 2190 Tagen @ Selly 7411 mal gelesen

Hallo Selly,
vielen Dank. Vor kurzem suchte ich nach einem Vulkan in der Nordsee, der Küste deutlich vorgelagert. Der Vulkan, der in Deinen Beiträgen angesprochen wurde, ist zwar auch nicht „so weit“ draußen, wie ich suchte. Aber immerhin, auch diesen fand ich trotz intensiver Suche NICHT.

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Traum, der dann, wie nervigerweise bei mir gelegentlich üblich auch noch nach dem Aufwachen Bilder oder Sätze in mein Hirn oder was auch immer spu(c)kt.

Deutlichst kam diese Bucht vor den Niederlanden und der kleineren vor Bremen darin vor. Warum auch immer, in Küstenlinien bin ich nicht sehr bewandert.Musste also nachher nachgucken und war erstmal unangenehm berührt. Hakte ich dann später ab in „was das Unterbewußtsein so ausspu(c)kt. Wenn man von der einen Bucht der Niederlande und der anderen vor Bremen die zwei Linien eines gleichschenkligen Dreiecks bis zur Höhe ungefähr in der Linienhöhe zwischen Sylt und Esbjery spannt, ist dies so cirka die Stelle wo ich einen Vulkan sah. Nach dem Ausbruch war dort eine neue Erhebung/Vulkaninsel im Meer. Dieser Ausbruch ergab Tsunamis und Überflutungen des „Vorfeldes“.

Daraufhin suchte ich nach einem Vulkan in der Nordsee und Küste, fand aber gar nichts.

Dass da nun doch was ist, wenn auch gering aktiv und nicht genau an DER Stelle, bringt mich dazu nun auch dies merkwürdige Fragment hier kund zu tun.

Vermutlich völliger Blödsinn, aber mich nervt es mittlerweile wirklich kolossal, dass irgendwie immer ein bisschen was stimmt oder zumindest völlig überraschend dann doch nicht Bewusstes zu Tage tritt. Wirklich eindeutiges aber nie zu greifen ist.
Wie nervig ist das denn!

Viele freundliche Grüße von Rauhnacht

Niederlande ist es nicht

Selly @, Samstag, 07. Juni 2014, 20:06 vor 2190 Tagen @ Selly 7303 mal gelesen

:lookaround:

Hallo,

da habe ich mich aber verhauen.

Es handelt sich da bei "links oben" um Frankreich - den Zipfel im Westen.

Grüße
Selly

Wurde die Marcellusflut womöglich durch diesen Vulkan ausgelöst?

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Samstag, 07. Juni 2014, 20:45 vor 2190 Tagen @ Selly 7414 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Samstag, 07. Juni 2014, 20:50

Hallo Selly!

Das ist ja hochinteressant mit diesem Vulkan mitten der Zuiderzee,
dem seit 1932 abgedeichten 'IJsselmeer'?

Wurde die "Grote Mandrenke" und vielleicht auch andere große Sturmfluten
im Mittelalter in Wirklichkeit durch Ausbrüche dieses unterseeischen Vulkans
ausgelöst, indem die Magma des Vulkans die sensiblen Salzschichten unter
dem Boden auflöste, sodaß sich der Meeresboden absenkte und sich anschließend
die Zuiderzee in mehreren Etappen bildete?

Bei Wikipedia steht natürlich einfach nur: "Mit der Julianenflut im Jahre 1164,
der Allerheiligenflut von 1170 und endlich durch
die Fluten von 1219 (Erste Marcellusflut) und 1228
brach das Salzwasser in das Gebiet ein – der natürlich
entstandene Sanddeich war gebrochen, aus dem Binnengewässer
entstand eine Meeresbucht im Norden der Niederlande..."

Kein armes Wort über einen untermeerischen Vulkan, Salzschichten und
Landabsenkung. Eine solch große Landfläche geht nicht einfach dauerhaft
unter, indem der Wind bläst.

Die Niederlande wollen übrigens demnächt an der Grenze zur BRD anfangen,
Fracking zu betreiben. Nur weiter so...:schief:

LG,

Eyspfeil

Jedem seinen Vulkan

WG @, Samstag, 07. Juni 2014, 22:09 vor 2190 Tagen @ Selly 7381 mal gelesen

Hallo Selly,

jau Danke sehr, das war der gesuchte Beitrag.
Ich hatte komischerweise Cleopatra im Kopf
abgespeichert, es war jedoch zu Cheops Zeiten
als die Blase platzte.

Vom Vulkan in den Niederlanden wußte ich
auch bislang nichts. Nur dürfte der nach der Flut
kaum Schaden anrichten (falls er hochgeht),
die Gegend ist dann nämlich völlig entvölkert.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Re: Humor?

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Samstag, 07. Juni 2014, 23:57 vor 2190 Tagen @ WG 7296 mal gelesen

Hallo WG,

"Hallo Selly,

jau Danke sehr, das war der gesuchte Beitrag.
Ich hatte komischerweise Cleopatra im Kopf
abgespeichert, es war jedoch zu Cheops Zeiten
als die Blase platzte.

Vom Vulkan in den Niederlanden wußte ich
auch bislang nichts. Nur dürfte der nach der Flut
kaum Schaden anrichten (falls er hochgeht),
die Gegend ist dann nämlich völlig entvölkert.

Beste Grüße
WG"

Es geht ja darum, ob so ein Ding eine Bodenabsenkung verursachen könnte,
in Verbindung mit den umliegenden Salzschichten, die dann schmelzen.
Bzw. ob das Ding im frühen Mittelalter die Zuiderzee kreierte, wo es
nämlich mitten drin steckt.

Seltsamer Humor: Die 3tf richtet auch kaum Schaden an.
Sind ja bloß fast alle tot hinterher.

LG,

Eyspfeil

rein sachlich

WG @, Sonntag, 08. Juni 2014, 08:18 vor 2189 Tagen @ Eyspfeil 7335 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

Vom Vulkan in den Niederlanden wußte ich
auch bislang nichts. Nur dürfte der nach der Flut
kaum Schaden anrichten (falls er hochgeht),
die Gegend ist dann nämlich völlig entvölkert.


Seltsamer Humor: Die 3tf richtet auch kaum Schaden an.
Sind ja bloß fast alle tot hinterher.

Ebend, hinterher! Und wenn ein 80 m Tsunami
vorher über diese Gegend brettert, ist da dann eine
Schlammwüste bzw. Wasserlandschaft weithin und
ein eventueller Vulkanausbruch würde dann doch wohl
kaum mehr nennenswerten Schaden anrichten können.

Ist daher eine rein sachliche Betrachtung.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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Kreisch: "Wir müssen alle sterben!"

BBouvier, Sonntag, 08. Juni 2014, 12:10 vor 2189 Tagen @ Eyspfeil 7542 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 08. Juni 2014, 12:40

<"Seltsamer Humor: Die 3tf richtet auch kaum Schaden an.
Sind ja bloß fast alle tot hinterher.
">


Hallo, Eyspfeil!


1.
Dieser abstrakte Begriff (3 Tage Finsternis) stammt aus der religiös gefärbten
Mythologie => Der Zorn eines rachsüchtigen Gottes,
der mutwillig die Sonne ausknipst wie eine Straßenlaterne -
mag jedoch zu Teilen auch das Echo alter lokaler Naturkatastrophen beinhalten.

2.
Insofern und daher ist die Vorstellung:
"Finster" = "Kreisch!, wir müssen alle sterben!"
erstmal nur eine rein paranoide "Idee" und sonst gar nichts.
Wie Kinder, die sich allein bereits bei der Vorstellung
eines dunklen Kellers entsetzlich fürchten.

3.
Mit einiger Wahrscheinlichkeit generieren z.B. größere Impakte
neben Erdbeben und Druckfronten im weiterem Umkreis
auch Staub- und Aschefall, der - je nach Windrichtung -
die Atmosphäre mehr oder weniger länger eintrübt.

4.
Und jetzt kommt es:
Deswegen (!) wird Niemand sterben!
Insofern ist:
"Sind ja bloß fast alle tot hinterher."
... eine reine Behauptung ohne sachlich nachvollziehbares Fundament.

5.
Hingegen sind die katastrophalen Folgen
des weltweiten Zivilisatzionskollapses kaum auszumalen.
(Verwiesen sei diesbezüglich auf Johansons "Weltorkan" = Impakthagel.)
In der BRD dürften "nachher" grob geschätzt
3 bis 5 Millionen mühselig ihr Dasein fristen.
Alle übrigen haben das nicht gepackt.

6.
Insofern stellt die eingetrübte Atmosphäre nur eine rein zeitliche
Korrelation mit dem späteren Wegsterben dar,
keineswegs ist sie jedoch deren Ursache.

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Sagenhaft

rauhnacht @, Sonntag, 08. Juni 2014, 21:42 vor 2189 Tagen @ BBouvier 7841 mal gelesen

Hallo,
klar macht uns das gar nichts, wenn da nur jemand dachte, dass Gott da das Licht mal 3 Tage ausknipst.Die Frage ist nur, was sahen die denn da? Dass das Licht weg war und/ oder dass die Menschen starben oder gar nichts?


1.
Dieser abstrakte Begriff (3 Tage Finsternis) stammt aus der religiös gefärbten
Mythologie => Der Zorn eines rachsüchtigen Gottes,
der mutwillig die Sonne ausknipst wie eine Straßenlaterne -
mag jedoch zu Teilen auch das Echo alter lokaler Naturkatastrophen beinhalten.

2.
Insofern und daher ist die Vorstellung:
"Finster" = "Kreisch!, wir müssen alle sterben!"
erstmal nur eine rein paranoide "Idee" und sonst gar nichts.
Wie Kinder, die sich allein bereits bei der Vorstellung
eines dunklen Kellers entsetzlich fürchten.

3.
Mit einiger Wahrscheinlichkeit generieren z.B. größere Impakte
neben Erdbeben und Druckfronten im weiterem Umkreis
auch Staub- und Aschefall, der - je nach Windrichtung -
die Atmosphäre mehr oder weniger länger eintrübt.

Wie jetzt? Eben meintest Du noch, dies sei doch nur relgiöse Mhythologie. Wird es nun Deiner Ansicht nach da und dort dunkel oder nicht?

4.
Und jetzt kommt es:
Deswegen (!) wird Niemand sterben!
Insofern ist:
"Sind ja bloß fast alle tot hinterher."
... eine reine Behauptung ohne sachlich nachvollziehbares Fundament.

Wenn es denn dunkel wird, warum? Was für Asche ist denn da in der Luft, ist die gesundheitsschädlich:-( ? Regnet der Mist nachher runter oder ist das Irlmeier Geschwurbel?

Schwefliger Säureregen

BBouvier @, Freitag, 18. April 2014, 03:01 (vor 52 Tagen) @ BBouvier

Eine gute Bekannte bei Eggenfelden sah vor langen Jahren
sich mit ihrem Hunde unmittelbar nach der "Finsternis"
durch die gelblichen (!!) Aschen gehen.
- die Bäume waren völlig entlaubt
- das Gras war schwarz verätzt und bis zu den Wurzeln hinunter abgestorben
- schwarz verätzt lagen als unförmige
Klumpen Rinder und Menschen am Wegesrand
=>
Schwefliger Säureregen nach Impakten.

Irlmaier:
"Kein Gewürm am Boden wird mehr leben,
kein Gräschen wird mehr sein.
Ich sehe die Menschen liegen,
wie ihnen das Fleisch von den Knochen fällt...
Die Menschen werden ganz schwarz
und das Fleisch fällt ihnen von den Knochen.

5.
Hingegen sind die katastrophalen Folgen
des weltweiten Zivilisatzionskollapses kaum auszumalen.
(Verwiesen sei diesbezüglich auf Johansons "Weltorkan" = Impakthagel.)
In der BRD dürften "nachher" grob geschätzt
3 bis 5 Millionen mühselig ihr Dasein fristen.
Alle übrigen haben das nicht gepackt.

Was??? Weil es einen Unterschied macht, was sich dann da jemand als Ursache definierte ?

Noch scheinst Du der Ansicht zu sein, dass da bei der "Weltenwende" ( bitte, welche Wende?)eine gehörige Anzahl Menschen sterben.Wenn ich so überlege, bleiben bei Dir grad eigentlich nur noch die Impakte und deren Folgen als Ursache übrig. Irre ich mich da?
Dies ist aber eine recht gewagte Spekulation, da bis auf die paar neueren Schauungen, kaum etwas dazu konkret hinterlegt ist, sondern eher recht logische ( die ich natürlich durchaus teile) Überlegung zu den Ursachen der Bilder.

Viele Grüße, Rauhnacht

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Mythos und Realität

BBouvier, Montag, 09. Juni 2014, 00:54 vor 2189 Tagen @ rauhnacht 7556 mal gelesen

Hallo, Rauhnacht!


<"Die Frage ist nur, was sahen die (im Altertum) denn da?">

Rein gar nichts.
Weil es sich bei den uralten religösen Aussagen gar nicht
um Schauungen handelt.
Antike Mythen repetieren (!) doch nur uraltes Geschehen
und deuten es religiös um, in göttlich generierte Zornestaten.
Die älteren frz. Quellen deuten (!) dann:
Finsternis?? => wohl Gottes Wut => Massensterben.
Woraufhin der schlichte Leser gleich "versteht":
Die Finsternis, die ist sicherlich tödlich??

<"Wird es nun Deiner Ansicht nach da und dort dunkel oder nicht?">

Im Umkreis von Vulkanausbrüchen bzw. von Impakten durchaus.
Na und?

<"Was für Asche ist denn da in der Luft,
ist die gesundheitsschädlich?
">

Vor einer Weile habe ich mal ein halbes Dutzend
Bilder massiven Aschefalls hier eingestellt.
Unter anderem Kinder, die nach Aschefall
vor dem Hause bis zu den Knien im Staube stehen
und dort spielen.
Fast stockdunkler "Tag" - normaler Straßenverkehr
mit Radlern...Sicht wegen Aschefalles nur wenige Meter.
Ein Pferd, das im Freien in ca. einem halben Meter
Asche noch immer auf der Weide steht.
Und so weiter =>

Das (!) jedenfalls war alles völlig unbedenklich.

<"Schwefliger Säureregen.">

Völlig richtig:
Hat allerdings mit der Dunkelheit gar nichts zu tun.
Natürlich sollte man da wohl besser zuhause bleiben:
Und das war es auch schon.

<"Irlmaier:
Ich sehe die Menschen liegen,
wie ihnen das Fleisch von den Knochen fällt..
.">

Falls er derlei tatsächlich gesehen haben sollte,
so schildert er da im Kontext doch chemische Waffen!
Und keine "Dunkelheit".

<"Wenn ich so überlege, bleiben bei Dir grad eigentlich
nur noch die Impakte und deren Folgen als Ursache übrig.
Irre ich mich da?
">

Geschätzte Todesursachen in Zentraleuropa "dann":
- 5% durch allgemeine "Störung" der modernen Welt vorher
- 5% durch Naturkatastrophen (= insbesondere Tsunamis) vorher
- 0,1% durch "Kriegsgeschehen"
- 20% unmittelbar durch die zentralen Naturkatastrophen:
* Brände in Großstädten
* Erdbeben
* Zerstörungen bei Impakten
* Tsunamis (?)
* eingeatmete Aschen (wohl völlig zu vernachlässigen!)

Und der gesamte "Rest" ( 70%) anschließend durch:
* Verhungern (!!)
* Bandenunwesen
* Kollaps jeglicher medizinischer Versorgung
* und dergleichen =>

Und sicherlich nicht deswegen, weil es eine Weile
"dunkel" war und die Sonne nicht schien.

In 1.000 Jahren allerdings - wie bei antiken
Katastrophen - bleibt dann nur der markante Kern
übrig, der tradiert wird:
"Finsternis" = Massensterben.

Allerbeste Grüße! :waving:
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Aschefall/Dunkelheit ... na und?

BBouvier, Montag, 09. Juni 2014, 01:53 vor 2189 Tagen @ BBouvier 7773 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 09. Juni 2014, 01:58

[image]

[image]

[image]

[image]

[image]

[image]

[image]

Bitte, die Kühe und Hühner beachten:
=>
[image]

Und so weiter ... =>

Gruß,
BB


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Hinweis

BBouvier, Sonntag, 08. Juni 2014, 12:43 vor 2189 Tagen @ WG 7393 mal gelesen

Ich hatte komischerweise Cleopatra im Kopf
abgespeichert, es war jedoch zu Cheops Zeiten
als die Blase platzte
.

Hallo, WG!

Hinweis:
Manche der Vulkane rauchten ("danach") noch (!)
zu Cheops Zeiten.

Beste Grüße Dir!
BB


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speien

WG @, Sonntag, 08. Juni 2014, 14:25 vor 2189 Tagen @ BBouvier 7353 mal gelesen

Hallo BB,

jepp, so manchem wird vom Rauchen speiübel,
bei Vulkanen ist das doch glatt anders herum.:-D

Ich hatte da wohl was verwechselt.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Wissenschaft, Rutschungen, Megatsunamis

Aeneas @, Dienstag, 03. Juni 2014, 23:40 vor 2194 Tagen @ offtopic 7500 mal gelesen

Hallo offtopic,

Ich würde beim zukünftigen Geschehen nicht allzusehr von gängigen Modellen ausgehen. Wenn wir alles rein (schul-)wissenschaftlich betrachten würden, müssten wir erstmal klären wie sich Schauungen,Zukunftsvisionen etc. wissenschaftlich erklären lassen. Wir befinden uns hier permanent an den Grenzen des Erklärbaren ;-)

Außerdem hierzu noch ein Artikel, was das 9.0 Erdbeben in Japan in Norwegen ausgelöst hat:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/erdbeben-schwappende-fjorde-in-norwegen-und-sinkende-vulkane-in-japan/8428366.html

Wenn es dann erstmal zu massiven weltweiten Erdbeben --> Erdverschiebungen --> Erdrutschungen etc. kommt, ist es denke ich doch ganz gut möglich, dass auch mancher See nicht ruhig in seinem Bett bleibt. :-D

Siehe hier:
"Ein außergewöhnliches Beispiel für einen Tsunami, der eine Höhe von 520 Metern erreichte, ist im Sommer 1958 durch einen Erdrutsch in der Lituya Bay (Alaska) ausgelöst worden"
(Quelle: Wikipedia)

Mit freundlichen Grüßen,

Aeneas

Zwei Paar Megaschuhe

WG @, Mittwoch, 04. Juni 2014, 15:06 vor 2193 Tagen @ Aeneas 7407 mal gelesen

Hallo Aeneas

Ich würde beim zukünftigen Geschehen nicht allzusehr von gängigen Modellen ausgehen. Wenn wir alles rein (schul-)wissenschaftlich betrachten würden, müssten wir erstmal klären wie sich Schauungen,Zukunftsvisionen etc. wissenschaftlich erklären lassen. Wir befinden uns hier permanent an den Grenzen des Erklärbaren ;-)

Das sind aber doch zwei Paar Schuhe.
Die Herkunft von Schauungen und deren
Zusammensetzung zu einem realistischen
und den späteren Tatsachen möglichst
entspechendem Gesamtbild. Das eine hat
recht wenig mit dem anderen zu tun, bei der
Analyse sind wird jedoch schon angehalten
uns an wissenschaftliche Erkenntnisse zu
halten, sonst wird das mit dem realistischem
Gesamtbild nichts. Oder?

Siehe hier:
"Ein außergewöhnliches Beispiel für einen Tsunami, der eine Höhe von 520 Metern erreichte, ist im Sommer 1958 durch einen Erdrutsch in der Lituya Bay (Alaska) ausgelöst worden"
(Quelle: Wikipedia)

Diese Darstellung ist etwas ungeschickt
ausgedrückt und stammt von der Seite
"Megatsunami" auf Wikipedia. Man könnte
glatt meinen, dieser Tsunami war 520 m
hoch.

Auf der Seite "Tsunami" auf Wikipedia
ist das wesentlich klarer ausgedrückt:

"In der Lituya Bay in Alaska wurden Wellen nachgewiesen, die zwar nicht über 100 Meter Höhe hinausgingen, aber einen 520 Meter hohen Hügel überrollten (Megatsunami). Diese gigantischen Wellen entstanden jedoch nicht als Fernwirkung eines Erdbebens, sondern durch Wasserverdrängung im Fjord selbst: Heftige Erdbeben ließen Berghänge in den Fjord rutschen und brachten diesen schlagartig zum Überlaufen."

Ferner steht dort:
Am 24. April 1771 wurde in der Nähe der japanischen Insel Ishigaki von einer Rekordhöhe von 85 Metern in flachem Gelände berichtet.

Eine solche Höhe genügte sicher schon
um das flache Norddeutschland bis Hannover
unter Wasser zu setzen, vor allem weil es
immer mehrere Wellen hintereinander sind.
Im Berlin selbst dürfte die Überschwemmung
durch ein Ansteigen der zahlreichen Flüsse
und Seen als Folge des Tsunamis verursacht
sein.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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Verödung des Bergischen Landes

Masatho @, Dienstag, 03. Juni 2014, 12:11 vor 2194 Tagen @ Oberberger 7617 mal gelesen

Hallo Oberberger,

da meine Eltern am Rande des Wupper-Tals wohnen hat mich dein Beitrag stutzig gemacht. Das einzige was ich dazu finden konnte war dieser alte Beitrag von Taurec und Zufallsgenerator( da kommt der Troll wieder bei mir durch) :
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=thread&id=3123

Zu der Verödung ist mir bei Wikipedia folgendes über den Weg gelaufen:

";(...)Waldbrände und Staubstürme beeinträchtigten die Wälder in der Eifel und hinterließen ihre Spuren in den Sedimenten. Möglicherweise durch Änderungen der Meeresströmungen kam es zu einem Ausbleiben der Niederschläge. Süßwasser wurde im Eis der vordringenden Gletscher gebunden. Die Trockenheit kam abrupt, innerhalb von 100 Jahren mussten die damals vorherrschenden Wälder einer Steppe weichen.(...)"

Hier der Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Eem-Warmzeit

BB`s Erklärung, dass Ein Vulkan auch als Ursache dienen könnte ist aber schlüssiger:

";(...)Halten wir fest:
- "erst" scheint es Schefelsäure zu regnen
- "dann" setzt - wohl wegen der Verschattung der Athmosphäre
durch hohe Stäube und mangelnde Verdunstung -
ein längerer Zeitraum ein, in dem es gar nicht mehr regnet
- der Grundwasserspiegel sinkt - die Brunnen fallen trocken
- das Oberflächenwasser ist - wegen hohen Säuregehaltes - vergiftet(...)"

Hier der sehr gute Zweig:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=3203

Schönen Tag noch:

Masatho

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"Weltbeben"

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 04. Juni 2014, 16:23 vor 2193 Tagen @ WG 7611 mal gelesen

Hallo!

Mit dem Begriff "Weltbeben" wäre ich vorsichtig. Er stammt nicht von Irlmaier, sondern vom Zeitzeugen "Gärtner" und wurde mindestens 40 Jahre nach Irlmaiers Aussage aufgezeichnet.

Soweit ich weiß, hat sich Gärtner mit Prophezeiungen beschäftigt und könnte sich durchaus was zusammengereimt haben, z. B. aus der Voraussage des (gefälschten) Joe Brandt oder der Aussage von Garabandal, die Warnung wäre weltweit zu spüren und schlimmer als ein Erdbeben (dann eben ein Weltbeben). Über den gedanklichen Ursprung läßt sich spekulieren.

Für näher am Ursprung halte ich den Satz bei Adlmaier 2: "Ich sehe vorher ein Erdbeben."
Oder beim unbekannten Kurier mit vermutlicher Quelle zwischen 1945 und 1949: "Ich sehe viele Erdbeben."

So weit, so ungenau.

Für besser halte ich die Aussage eines Mannes aus Stuttgart, "es gäbe ein entsetzliches Erdbeben. Betroffen seien vor allem der Andreasgraben und der gesamte Nordosten [wohl eher Nordwesten?] der USA."
Es fragt sich aber, ob der nicht auch Joe Brandt kannte?

Irlmaier (oder Gärtner) denkt sich jedoch:
"Während des russischen Feldzuges gäbe es noch immer Nachbeben, und zwar in solcher Stärke, daß sowohl die Angriffs- als auch die Verteidigungsoperationen darunter litten."

Ursprung der Aussage sind die Irmaier bekannten Feldpostbriefe, in denen es heißt:
"Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her, wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift."

Und schon haben wir ein fiktives weltweites Erdbeben mit Nachbeben im Rheingraben.
Als wahrscheinlicher betrachte ich einstweilen ein immenses Erdbeben im Westen der USA, das dieselben ziemlich zerbröseln wird.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

wie eine heftige Handbewegung

WG @, Mittwoch, 04. Juni 2014, 17:40 vor 2193 Tagen @ Taurec 7377 mal gelesen

Hallo Taurec,


Mit dem Begriff "Weltbeben" wäre ich vorsichtig. Er stammt nicht von Irlmaier, sondern vom Zeitzeugen "Gärtner" und wurde mindestens 40 Jahre nach Irlmaiers Aussage.

Ach, das war mir nicht bewußt, nur schmeckte
mir der Begriff eigentlich noch nie, weil er leicht
glauben macht, die gesamte Erde würde beben.
Wobei ich das Beben im Rheingraben für relativ
realistisch halte. Allerdings war auch früher bekannt,
daß es sich dort um ein tektonisch unbeständiges
Gebiet handelt und daher könnte durchaus die Aussage/
Vermutung davon beeinflußt sein.

Als wahrscheinlicher betrachte ich einstweilen ein immenses Erdbeben im Westen der USA, das dieselben ziemlich zerbröseln wird.

Jupp, sehe ich auch so, allerdings mit der Erweiterung
Nostradamus, der von plural den Beben spricht und sich ja
hauptsächlich auf Frankreich und Europa bezieht.

Der Nordseetsunami ist relativ sicher ebenfalls eine
Folge von Beben. Wundern würde es mich nicht,
wenn der pazifische Feuergürtel an meheren Stellen
Beben verursacht und damit auch andere Platten
anregt. Wenn Du eine heftige Handbewegung machst,
bewegt sich fast der ganze Körper unmerklich mit,
so in etwa.

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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"Sage vom Untergang Münchens"

Phillinger @, Dienstag, 27. Mai 2014, 13:02 vor 2201 Tagen @ Taurec 8088 mal gelesen

Hallo Taurec.

Aus Reinhard Haller: Prophezeiungen aus Bayern und Böhmen, 1982:

[image]
[image]
[image]
[image]

Mit besten Grüßen

Phillinger

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Sagen und Realität

offtopic, Dienstag, 27. Mai 2014, 14:34 vor 2201 Tagen @ Taurec 7857 mal gelesen

Hallo an alle,

interessant zu erfahren wäre allerdings, wie genau denn die Seen das Wasser loswerden. Beschließen diese kollektiv, sich in Flachland zu verwandeln, weil sie keinen Bock mehr auf Wasser haben? Oder fließt das Wasser uferaufwärts einfach ab? Ist der See dann leer? Fließt das Wasser dann um Penzberg und Wolfratshausen herum, weil es nur etwas gegen München hat? Damit kommen diese Sagen dann nicht rüber. Es wird einfach aus Angst vor der unbekannten Tiefe munter von Monstern schwadroniert, die dann à la Godzilla mal schnell München auf den Kopf stellen.

Sollte das Wasser durch den Einschlag eines Himmelkörpers "herausgeschüttet" werden, brauchen wir uns um das Wasser und etwaige Monster sowieso die wenigsten Sorgen zu machen!

Wenn also "komischerweise" das Wasser unabhängig der Topographie verteilt ist, dann muss es doch von oben kommen, auf deutsch: Regen. Jede Menge davon. Sintflutartig. Das wäre das Einzige, wenigstens für den normalen naturwissenschaftlich aufgeklärten Menschen, das auch mal für temporäre Seen in der Gegend sorgt.

Aber ganz sicher keine Monster, die aus den Seen kriechen. :mauer:

Sollte jemand aber eine nachvollziehbare Monstertheorie haben, dann her damit.

Liebe Grüße

OT

Monsterspekulation

rauhnacht @, Dienstag, 27. Mai 2014, 16:28 vor 2201 Tagen @ offtopic 7857 mal gelesen

Hallo offtopic,

" Es wird einfach aus Angst vor der unbekannten Tiefe munter von Monstern schwadroniert, die dann à la Godzilla mal schnell München auf den Kopf stellen
. "

Ja, an dieses die "unbekannte Tiefe", die Angst macht, hab ich auch sofort gedacht. Dann aber: Ich an dieser Stelle mit mhythologischer Begabung hätte dann eher ein irgendwie aufsaugendes und in die Tiefe ziehendes Monster geschaffen. Eben einen Höllenpfuhl oder so.

Sollte das Wasser durch den Einschlag eines Himmelkörpers "herausgeschüttet" werden, brauchen wir uns um das Wasser und etwaige Monster sowieso die wenigsten Sorgen zu machen!

Wenn also "komischerweise" das Wasser unabhängig der Topographie verteilt ist, dann muss es doch von oben kommen, auf deutsch: Regen. Jede Menge davon. Sintflutartig. Das wäre das Einzige, wenigstens für den normalen naturwissenschaftlich aufgeklärten Menschen, das auch mal für temporäre Seen in der Gegend sorgt.

Ja, eben DIES ist doch das Eigenartige daran. Ich glaube, dass auch den Menschen früher( wann? überhaupt)der gewöhnlichere Zusammenhang zwischen sintflutartigem Regen und Überschwemmungen eher als Erklärung diente.Mir erscheint es so, dass EBEN eine andere erdacht wurde, wegen vielleicht!!!! Bildern.
Ich denke, sollte!!! an diesen Geschichten überhaupt etwas dran sein, dann eher so:
Ein Bild eines überkochenden Sees, aufgewühlt und wogend.( Ohne massivem Regen!)
Vielleicht sogar in Ton mit Brüllen, Donnern, gar fauchend.
Der Kesselberg oder analog sonstiges Gestein wird zerschlagen und birst.
Die Flut des Wassers ergießt sich ( Heut dummerweise am Walchensee mit noch ungeheuer viel größerer Wassermasse wie früher, von wegen "nutzbare Kraft fürs Bayernland")
Topografisch gewandelt, weil da eben doch äußerst heftige ERDBEBEN wie "Ungeheuer" verheerend wirken.

Aber ganz sicher keine Monster, die aus den Seen kriechen. :mauer:

Sollte jemand aber eine nachvollziehbare Monstertheorie haben, dann her damit.

Lindwürmer und Monster dienten früher schlicht als Erklärung für nicht nachvollziehbare Katastrophen. Z. B. Überschwemmungen, die durch Regen ANDERSWO ( also nicht im direkten Umkreis) verursacht wurden, Erdbeben oder im Gebirge auch Felsabbrüchen, Lawinen.

Folglich: Wenn überhaupt; tippe ich auf Erdbeben.

Liebe Grüße, Rauhnacht

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Wasser

offtopic, Dienstag, 27. Mai 2014, 22:23 vor 2201 Tagen @ rauhnacht 7941 mal gelesen

Hallo rauhnacht,

Ja, an dieses die "unbekannte Tiefe", die Angst macht, hab ich auch sofort gedacht. Dann aber: Ich an dieser Stelle mit mhythologischer Begabung hätte dann eher ein irgendwie aufsaugendes und in die Tiefe ziehendes Monster geschaffen. Eben einen Höllenpfuhl oder so.

Auch gut, aber ein mobiles Monster, das den See verlassen kann, jagt natürlich mehr Menschen Angst ein, nicht nur denen am Ufer.

Ich denke, sollte!!! an diesen Geschichten überhaupt etwas dran sein, dann eher so:
Ein Bild eines überkochenden Sees, aufgewühlt und wogend.( Ohne massivem Regen!)
Vielleicht sogar in Ton mit Brüllen, Donnern, gar fauchend.
Der Kesselberg oder analog sonstiges Gestein wird zerschlagen und birst.
Die Flut des Wassers ergießt sich ( Heut dummerweise am Walchensee mit noch ungeheuer viel größerer Wassermasse wie früher, von wegen "nutzbare Kraft fürs Bayernland")
Topografisch gewandelt, weil da eben doch äußerst heftige ERDBEBEN wie "Ungeheuer" verheerend wirken.

Dieses Bild würde ein Calderasee erfüllen, also ein Vulkankrater, der mit Wasser gefüllt ist, wie z. B. der Laacher See, der über einer Magmablase sitzt. Kurz vor einem Ausbruch würde sich die Magmablase heben und tatsächlich etwas Wasser herausdrücken. Die bei diesem Prozess entstehenden Risse mit Magmaaustritt sorgten für das Aufwühlen, Brodeln und Zischen. Ab einem gewissen Punkt dann macht sich der See auf, die Stratosphäre zu besuchen.

Aber: das erklärt immer noch nicht die topographisch unabhängige Verteilung des Wassers!

Folglich: Wenn überhaupt; tippe ich auf Erdbeben.

Das kling vielleicht im ersten Moment einleuchtend, bei genauerem Hinsehen nicht mehr. Als Beispiel: leg doch mal ein Feuerzeug auf den Tisch und dann hau kräftig auf den Tisch -> das Feuerzeug verändert die Position. Nimmt das das als Äquivalent zu einem Haus, dann wäre ein kleiner See eine Badewanne. Welche Kraft wäre nötig, um aus dieser das Wasser herauszuschlagen???

Damit kommen wir zur Zahnarztangestellten, die sagte: "Sie schilderte mir auch Überschwemmungen im München – wenige Jahre nach der ersten Welle in Norddeutschland. Es handle ich um Wasser aus Süden mit der Folge, daß z. B. auf Höhe des 1860-Trainingsgeländes die Keller vollaufen, bzw. 1,5 Meter Wasser in der Grünwalder Straße stehe. Dieses Wasser verschwindet wieder. Diese Überschwemmungen sollen in ganz Bayern stattfinden und überraschenderweise sei das Wasser unabhängig von der Topographie verteilt."

Jetzt nehmen wir den Walchensee: Man bräuchte etwa 1/3 seiner Wassermenge, um München 1,5 m zu überfluten. Schön und gut - bloß wie bekommen wir das Wasser raus und nach München? Und dann noch ganz Bayern betreffend?

Liebe Grüße

OT

Ungeheuerliche Idee

rauhnacht @, Mittwoch, 28. Mai 2014, 10:46 vor 2200 Tagen @ offtopic 7785 mal gelesen

Hallo Offtopic,
konstruiertes Beispiel für den Walchensee:

Ein starkes Erdbeben. Eben dieses lässt das Wasser des Sees durchaus auch „brodeln“, wild werden.
Der Kesselberg ist eine Senke zwischen zwei umgebenden wesentlich höheren Bergen und zudem auch noch angebohrt. Möglich wäre doch vielleicht ein Bruch an dezidierter Stelle durch den dann das Wasser des Walchensees sich ergießt. Es wird also nicht herausgeschleudert, sondern „läuft aus“. Dann über Kochelsee, Loisach, Isar bis nach München.

Für die anderen Seen gehen mir die Ungeheuer aus.:ahnungslos:

Viele Grüße, Rauhnacht

Alpenseen / Fluten, I: München

randomizer @, Dienstag, 27. Mai 2014, 19:50 vor 2201 Tagen @ Taurec 8066 mal gelesen

Hallo, Taurec!

Eine Möglichkeit für das Vorkommen einer Flutwelle aus dem Süden in München wären eben solche das tiefer liegende Land überschwemmende Alpenseen.
[...]
Wenn Randomizer das hier liest:
An diesen Sagen bin ich durchaus interessiert.

Es gibt dutzende solcher Sagen aus dem gesamten Alpengebiet, daher würde ich den früheren Aberglauben der Münchner nicht überbewerten; hier die beiden Primärquellen dazu:

"So überliefert eine uralte Sage den bevorstehenden endlichen Untergang der Stadt [München] von Ausgiessung des bey 10 Meilen südlichen entlegenen Walchensees, der mittels des Flüßleins Jaichnach mit der Isar zusammenhängt, dessen annoch ungemessene tiefe Lage aber zwischen den Gebürgen vor der Ergiessung sichert."
=Burgholzer, Joseph: Stadtgeschichte von München, [Lindauer] München 1796, Seite 373

"[Nr.] 28. Der Wallersee in Oberbayern.
In der ehemaligen Gruftkirche in München wurde zur Sühne des Wallersees alle Tage eine heilige Messe gelesen, und alle Jahre ein goldener Ring geweiht und in den Wallersee geworfen. Es herrschte allgemein der Glaube, dass, würde das Felsenbett dieses Sees bersten, das ganze Bayerland ein Raub der Fluthen wäre. Als im Jahre 1755 in Lissabon das grosse Erdbeben war, tobte der Wallersee, und man glaubte, er stehe mit dem Weltmeer in Verbindung.
"
=Panzer, Friedrich: Bayerische Sagen und Bräuche, Bd. I, [Kaiser] München 1848, Seite 22

Weitere Varianten aus anderen Gegenden reiche ich gerne nach, falls daran akademisches Interesse besteht, die Zitate muß ich aber erst aus meinen unsortierten Notizen/Originalen/Kopien zusammentragen.

Viele Grüße
randomizer

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Bodenverflüssigung

Masatho @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:09 vor 2199 Tagen @ Taurec 7737 mal gelesen

Hallo Taurec,

Eine Möglichkeit der "Überschwemmung" könnte eine Bodenverflüssigung in Folge des Weltbebens sein.
Das Grundwasser steig durch die sich bewegende Erdschichten nach oben und verschwindet nach geraumer Zeit wieder, genauso wie die Zahnarzthelferin es gesehen hat.

http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/auf-sand-gebaut-1.17684251

Gruß, Masatho

Rheingraben

Alex @, Samstag, 31. Mai 2014, 11:48 vor 2197 Tagen @ Taurec 7636 mal gelesen

Hallo Leute,

da war doch mal was mit dem Rheingraben.
Das täte mich wirklich mal interessieren, ganz besonders WO dieser Rheingraben denn nun überhaupt liegt.
Im Internet habe ich da keine schlüssigen Informationen darüber finden können.

Gruss,
Alex


Neue Männer braucht das Land!!

Schritt Nr. 14: "Die Erschaffung einer versklavenden (unsinnigen / bewusst irreführenden) Philosophie innerhalb einer Feindesnation." ----Psychopolitik (Kapitel 1)

na denn zeig doch mal was eindeutiges

Alex @, Samstag, 31. Mai 2014, 13:31 vor 2197 Tagen @ Mirans 7589 mal gelesen

– kein Text –


Neue Männer braucht das Land!!

Schritt Nr. 14: "Die Erschaffung einer versklavenden (unsinnigen / bewusst irreführenden) Philosophie innerhalb einer Feindesnation." ----Psychopolitik (Kapitel 1)

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