Johannesoffenbarung - Die 7 Siegel ... (Schauungen & Prophezeiungen)

Stjepan ⌂, Bochum, Mittwoch, 10.12.2008, 13:03 vor 5045 Tagen (6529 Aufrufe)

Hallo zusammen,

ein Freund erzählte mir vorgestern, er habe in den letzten zwei Wochen verschiedene Fernsehsendungen zur Johannesoffenbarung gesehen, und da soll behauptet worden sein, Jesus würde gemäß der Offenbarung mit dem Öffnen der sieben Siegel Unheil über Unheil über die Welt bringen, und die Darstellungen zum Inhalt der Offenbarung wirkte auf ihn wie wirres Zeug eines Psychotikers. Er fragte mich dann, ob das, was über die sieben Siegeln von "Gelehrten" erzählt wurde, stimmen würde. Ich antwortete ihm zunächst, dass er dies selbst überprüfen könne. Danach habe ich seine Frage verneint, da nach dem Aufbrechen jedes einzelnen Siegels lediglich eine Vision erfolgt, die der Seher schaut.Das Öffnen der Siegel durch Christus führt nicht zum Unheil, sondern zur Vision. Das müssen wieder mal absolut unseriöse Sendungen gewesen sein, wie immer, wenn es ums Thema Prophezeiungen geht.

Dann habe ich mir den Offenbarungstext zu den Siegeln vorgenommen und mir Gedanken darüber gemacht, die ich hier mal vortragen will:


Das Buch mit sieben Siegel

„(1)Und ich sah auf der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, eine Buchrolle; sie war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln versiegelt.“

Der, der auf dem himmlischen Thron sitzt, ist Gott. Johannes sieht in der rechten Hand Gottes eine Buchrolle, die „innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln versiegelt“ ist. Dass sie innen und außen beschrieben ist, bedeutet auch, dass sie sowohl einen inneren, geistigen, metaphorischen Sinn aufweist als auch einen äußeren, materiellen Sinn. Sowohl der innere, geistige Sinn als auch der äußere materielle Sinn sind siebenfach, d.h. vollständig versiegelt, verschlüsselt. Der Inhalt dieses Buches besteht aus den Visionen der sieben Siegel, der sieben Posaunen und der sieben Schalen und die Visionen der darauffolgenden Ereignisse ab Kapitel 12. Es handelt sich demnach um ein Buch mit bedeutenden Prophezeiungen, die den Plan Gottes beinhalten.

Die sieben Siegel
Visionen für die Zeit nach 1914


DAS 1. SIEGEL
CHRISTUS ALS SIEGER

(6,1)Dann sah ich, wie das Lamm das erste von den sieben Siegeln aufbrach. Und ich hörte, wie eine der vier mächtigen Gestalten mit Donnerstimme sagte: »Komm!« (2) Ich schaute hin, da kam ein weißes Pferd. Sein Reiter hatte einen Bogen und erhielt eine Krone. Als Sieger zog er aus, um zu siegen.

Christus öffnet das erste Siegel, das die folgende Prophezeiung enthält: Der Reiter des weißen Pferdes hat „einen Bogen und erhielt eine Krone. Als Sieger zog er aus, um zu siegen.“ Der Reiter dieses Pferdes ist Jesus Christus selbst, der König (Krone) des Himmel, der mit und seit seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung als Sieger über den Satan auszog. Die weiße Farbe des Pferdes versinnbildlicht die göttliche Reinheit, die sich in Christus widerspiegelt. Sein Bogen, zu dem auch ein Pfeil gehört, ist seine Waffe, mit der er über das Böse, Satanische in der Welt siegt. Der Pfeil des Bogens ist die Kraft seiner göttlichen Liebe, die alles Böse besiegt!

DAS 2. SIEGEL
DER WELTKRIEG

(3) Dann brach das Lamm das zweite Siegel auf. Ich hörte, wie die zweite der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« (4) Da kam ein anderes Pferd hervor, ein feuerrotes. Sein Reiter wurde ermächtigt, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sich die Menschen gegenseitig töteten. Dazu wurde ihm ein großes Schwert gegeben.

Nach der Öffnung des zweiten Siegels durch Christus sieht Johannes ein feuerrotes Pferd, auf dem ein Reiter sitzt, der der Erde den Frieden nimmt. Das bedeutet nichts anderes als Weltkrieg! Weltkriege gibt es seit 1914. Die Farbe „feuerrot“ steht für Feuer und Blutvergießen!

DAS 3. SIEGEL
WELTWIRTSCHAFTSKRISE – EXTREME TEUERUNG

(5) Dann brach das Lamm das dritte Siegel auf. Ich hörte, wie die dritte der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« Ich schaute hin, da kam ein schwarzes Pferd. Sein Reiter hielt eine Waage in der Hand. (6) Aus dem Kreis der vier mächtigen Gestalten hörte ich eine Stimme rufen: »Eine Ration Weizen oder drei Rationen Gerste für den Lohn eines ganzen Tages. Nur Öl und Wein zum alten Preis!«

Hier ist von einer acht- bis zwölffachen Teuerung die Rede. Eine extreme Weltwirtschaftskrise gab es in den 1920er und 30er Jahren. Eine Weltwirtschaftskrise hat auch mit der Finanzkrise im Jahr 2008 begonnen. Die Farbe schwarz symbolisiert eine düstere Zeit.

DAS 4. SIEGEL
DAS SATANISCHE WELTREICH

(7) Dann brach das Lamm das vierte Siegel auf. Ich hörte, wie die vierte der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« (8) Ich schaute hin, da kam ein leichenfarbenes Pferd. Sein Reiter hieß Tod, und die Totenwelt folgte ihm auf den Fersen. Ein Viertel der Erde wurde in ihre Macht gegeben. Durch das Schwert, durch Hunger, Seuchen und wilde Tiere sollten sie die Menschen töten.

Nach Öffnung des vierten Siegels erscheint ein leichenfarbes Pferd, dessen Reiter der Tod ist. Die Totenwelt, die ihm folgt, ist ein jenseitiger Aufenthaltsort der Verstorbenen, die das Heil ihrer Seelen nicht erlangt haben und daher dort in schattenhafter Weise weiterleben. Diese jenseitige Welt ist völlig ohne göttliches Licht. Ein Viertel der Erde wird diesen finsteren Geister übergegeben. Es handelt sich dabei um ein Gebiet, in dem jegliches göttliches Licht nicht vorhanden ist. In diesem Gebiet herrschen offensichtlich völlig gottlose und religionsfeindliche Regime, die in ihrem Machtgebiet kein spirituelles und göttliches Licht zulassen. Deshalb befindet sich dieses Reich auch vollständig in geistiger Finsternis, im geistigen Tode, in geistiger Umnachtung. In diesem Reich des Todes werden die Geister der Finsternis, die mit den dortigen Regimen gemeinsame Sache machen, die Menschen durch „das Schwert, durch Hunger, Seuchen und wilde Tiere“ töten. Die dortigen gottlosen, finsteren Regime töten die Menschen in ihrem Machtbereich mit dem „Schwert“, d.h. mit Waffen, was auf Verfolgungen hindeutet. In diesem Reich des Todes wird es auch Hunger und Seuchen geben. Und wie bei den Römern, werden Menschen wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen. Regime, wie sie hier beschrieben werden, gab es nach dem Ersten Weltkrieg bereits, einmal das kommunistische Weltreich, (Sowjetunion, China usw.) und Europa unter der Herrschaft der Faschisten. Allerdings wurden hier meines Wissens keine wilden Tiere zum Töten von Menschen eingesetzt. Deshalb betrifft diese Prophezeiung ein Reich des Todes in der Zukunft.

DAS 5. SIEGEL
WELTWEITE VERFOLGUNG DER CHRISTEN

(9) Dann brach das Lamm das fünfte Siegel auf. Da sah ich am Fuß des Altars die Seelen der Menschen, die man umgebracht hatte, weil sie an Gottes Wort festgehalten hatten – an all dem, wofür Jesus Christus als Zeuge einsteht. (10) Sie riefen mit lauter Stimme: »Herr, du bist heilig und hältst, was du versprichst! Wie lange soll es noch dauern, bis du die Bewohner der Erde vor Gericht rufst und Vergeltung an ihnen übst, weil sie unser Blut vergossen haben?« (11) Sie alle erhielten weiße Gewänder, und es wurde ihnen gesagt: »Gebt noch für kurze Zeit Ruhe, denn eure Zahl ist noch nicht voll. Von euren Brüdern und Schwestern, die Gott dienen genau wie ihr, müssen noch so viele getötet werden, wie Gott bestimmt hat.

Nachdem Christus das fünfte Siegel geöffnet hat, erschien eine Schau, die über die materielle Welt hinaus geht. Johannes sieht im Himmel die Christen, die aufgrund ihres christlichen Glaubens verfolgt und getötet wurden. Als Geistwesen stehen sie nach ihrem Tode vor Gott und fordern von Ihm das Gericht über die Welt, weil man sie als Unschuldige getötet hat. Sie fordern die göttliche Gerechtigkeit. Die weißen Gewänder, die sie im Himmel erhalten, symbolisieren die Reinheit ihres Wesens, die sie durch ihren Opfertod erlangt haben. Und es wird ihnen gesagt, dass sie auf das göttliche Weltgericht noch eine kurze Zeit warten müssten, bis das Maß der menschlichen Bosheit voll ist, denn es müssten noch mehr Christen aufgrund ihres Glaubens sterben. Erst dann würde Gott eingreifen. Kurz vor diesem weltweiten Gericht, das in einer globalen Katastrophe besteht, wird es also auf der ganzen Welt eine massive Verfolgung der Christen geben.

DAS 6. SIEGEL
DIE GLOBALE KATASTROPHE – DIE RUHEZEIT – VERSIEGELUNG DER 144.000 – DIE MÄRTHYRER

(12) Ich sah, wie das Lamm das sechste Siegel aufbrach. Da gab es ein gewaltiges Erdbeben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauerkleid und der ganze Mond wurde blutrot. (13) Wie unreife Feigen, die ein starker Wind vom Baum schüttelt, fielen die Sterne vom Himmel auf die Erde.
(14) Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird. Weder Berg noch Insel blieben an ihren Plätzen. (15) Alle Menschen versteckten sich in Höhlen und zwischen den Felsen der Berge: die Könige und Herrscher, die Heerführer, die Reichen und Mächtigen und alle Sklaven und Freien. (16) Sie riefen den Bergen und Felsen zu: »Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Blick dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!
(17) Der große Tag, an dem sie Gericht halten, ist gekommen. Wer kann da bestehen?«

Nach dem Öffnen des sechsten Siegels erscheint die Vision vom Weltgericht. Es gibt ein gewaltiges weltweites Erdbeben. Die Sonne wird verfinstert und der Mond blutrot werden, was auf massiven rötlichen Staub in der Atmosphäre hindeutet, der die Dunkelheit erzeugt und den Mond blutrot erscheinen lässt. Der Staub in der Atmosphäre, auf den indirekt verwiesen wird, kann nur von Vulkanen, die weltweit ausbrechen, und/oder vom Schweif eines Kometen herrühren. Der scheinbare Fall der Sterne deutet auf ein Kippen der Erde bzw. der Erdkruste. Beim Kippen der Erde scheint es nur so, als würden die Sterne vom Himmel fallen. Nach Vers 14 kommt es infolge des weltweiten Erdbebens und des Kippens der Erde weltweit zu topographischen Veränderungen. Nach Vers 16 werden die Menschen erkennen, dass diese globale Katastrophe Gottes Gericht darstellt. Diese weltweite Katastrophe dürfte mit der Dreitägigen Finsternis identisch sein.

(7,1) Danach sah ich an den vier Enden der Erde vier Engel stehen. Sie hielten die vier Winde zurück, damit kein Wind auf der Erde, auf dem Meer und in den Bäumen wehte. (2) Von dorther, wo die Sonne aufgeht, sah ich einen anderen Engel emporsteigen, er hatte das Siegel des lebendigen Gottes in der Hand. Mit lauter Stimme wandte er sich an die vier Engel, denen Gott die Macht gegeben hatte, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, (3) und sagte: »Verwüstet weder das Land noch das Meer noch die Bäume! Erst müssen wir die Diener und Dienerinnen unseres Gottes mit dem Siegel auf der Stirn kennzeichnen.« (4) Und ich hörte, wie viele mit dem Siegel gekennzeichnet wurden. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen des Volkes Israel:

(5) zwölftausend vom Stamm Juda,
zwölftausend vom Stamm Ruben,
zwölftausend vom Stamm Gad,
(6) zwölftausend vom Stamm Ascher,
zwölftausend vom Stamm Naftali,
zwölftausend vom Stamm Manasse,
(7) zwölftausend vom Stamm Simeon,
zwölftausend vom Stamm Levi,
zwölftausend vom Stamm Issachar,
(8) zwölftausend vom Stamm Sebulon,
zwölftausend vom Stamm Josef,
zwölftausend vom Stamm Benjamin.

In den Versen 7,1ff. ist von einer Ruhezeit die Rede, die die Ruhe vor dem Sturm darstellt. Es ist die Zeit noch vor der globalen Katastrophe, in der die 144.000 Menschen „aus allen Stämmen des Volkes Israel“ mit dem Siegel Gottes gekennzeichnet werden. Ich bin dazu geneigt, diese „144000“ und die 12 Stämme Israels symbolisch zu deuten. Das Volk Israel stellt das Volk Gottes dar, also jenes Volk von Menschen, die Gott wahrhaftig lieben. Die Zahl 144000 kommt durch folgende Rechnung zustande: 12 x 12 x 1000. Bei diesen „144.000“ Auserwählten handelt es sich vermutlich um jene Menschen, die nach der globalen Katastrophe in das Reich Gottes auf Erden aufgenommen werden sollen.

Danach sah ich eine große Menge Menschen, so viele, dass niemand sie zählen konnte. Es waren Menschen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen. Sie standen in weißen Kleidern vor dem Thron und dem Lamm und hielten Palmzweige in den Händen. (10) Mit lauter Stimme riefen sie: »Der Sieg gehört unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!«
(11) Alle Engel* standen im Kreis um den Thron und um die Ältesten* und um die vier mächtigen Gestalten*. Sie warfen sich vor dem Thron zu Boden, beteten Gott an (12) und sprachen: »Das ist gewiss: Preis und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre, Macht und Stärke gehören unserem Gott für alle Ewigkeit! Amen.« (13) Einer der Ältesten fragte mich: »Wer sind diese Menschen in weißen Kleidern? Woher kommen sie?« (14) Ich antwortete: »Ich weiß es nicht, Herr. Du weißt es!« Da sagte er zu mir: »Diese Menschen haben die große Verfolgung durchgestanden. Sie haben ihre Kleider gewaschen und im Blut* des Lammes weiß gemacht. (15) Darum stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Er, der auf dem Thron sitzt, wird bei ihnen wohnen. (16) Sie werden keinen Hunger oder Durst mehr haben; weder die Sonne noch irgendeine Glut wird sie versengen. (17) Das Lamm, das in der Mitte des Thrones steht, wird ihr Hirt sein und sie an die Quellen führen, deren Wasser Leben spendet. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen.«

Die große Menge Menschen aus allen Ländern der Erde sind die christlichen Märthyrer, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt und getötet werden. Im Himmel empfangen sie das ewige Leben. Hier besteht auch ein Bezug zum fünften Siegel.

DAS 7. SIEGEL
EIN HIMMELSKÖRPER ALS URSACHE EINER WELTWEITEN FEUERKATASTROPHE

(8,1) Als das Lamm das siebte Siegel aufbrach, wurde es im Himmel ganz still, etwa eine halbe Stunde lang. (2) Dann sah ich, wie die sieben Engel, die immer vor Gott stehen, sieben Posaunen erhielten. (3) Ein anderer Engel kam mit einer goldenen Räucherpfanne und stellte sich an den Altar. Er erhielt eine große Menge Weihrauch, um ihn auf dem goldenen Altar vor Gottes Thron als Opfer darzubringen, zusammen mit den Gebeten der Heiligen. (4) Aus der Hand des Engels, der vor Gott stand, stieg der Weihrauch in die Höhe, zusammen mit den Gebeten der Menschen. (5) Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde. Da blitzte und donnerte und dröhnte es heftig, und die Erde bebte.

Die „goldene Räucherpfanne“ stellt meiner Meinung nach auch einen leuchtenden (goldenen) Himmelskörper dar. Gemäß dem Text stürzt nicht der Himmelskörper auf die Erde, sondern dessen Feuer fällt auf die Erde. Der Himmelskörper kommt der Erde also sehr nahe und erzeugt diese globale Feuerkatastrophe. Dabei „blitzte und donnerte und dröhnte es heftig, und die Erde bebte.“ Gemäß dem Text wird diese Katastrophe von den Heiligen herbeigebetet. Ob diese Katastrophe mit der im sechsten Siegel identisch ist, möchte ich für mich offen lassen. Eines spräche dagegen: Bis zum sechsten Siegel folgen die globalen Ereignisse aufeinander, so dass dann das Ereignis des siebten Siegels dem Ereignis des sechsten Siegels folgen müsste. Ist diese Interpretation richtig, müsste es innerhalb kürzester Zeit zwei globale Katastrophen geben. Vielleicht beschreibt das siebte Siegel auch nur die Ursache der globalen Katastrophe des sechsten Siegels.

FILM UND FERNSEHEN

Dann möchte ich auch kurz auf das Bild des Tieres eingehen. In der Schul-Theologie wird angenommen, dass es sich bei dem ersten Tier vermutlich um Kaiser Nero handle. Der Grund dafür, dass die Schul-Theologie in der Offenbarung hier und an anderen Stellen eine Gegenwarts- oder Vergangenheitsbeschreibung sieht, liegt darin, dass sie von Grund auf ausschließt, dass Prophezeiungen möglich wären. Dies ist auch der eigentliche Grund dafür, dass die Schul-Theologie die Evangelien nach Markus, Matthäus und Lukas in die Zeit nach der Zerstörung Jerusalems datiert, weil darin die Prophezeiung des Tempels und der Stadt vorhergesagt ist. Und da Prophezeiungen eben nicht möglich seien, werden die Schriften, die sie enthalten, in die Zeit nach dem Ereignis datiert. Absolut unseriös und unwissenschaftlich also! Wenn man sich den Schluss der Apostelgeschichte genau durchliest, wurde diese als Fortsetzung des Lukas-Evangeliums ca. 7 Jahre vor der Zerstörung Jerusalems vollendet!

Doch zurück zur Offenbarung, in der es im 13. Kapitel heißt:

„Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde. … Es brachte die Erde und alle ihre Bewohner dazu, das erste Tier … anzubeten. Das zweite Tier tat große Zeichen: Vor allen Menschen ließ es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen. Durch die Zeichen, die es im Dienst des ersten Tieres tun konnte, täuschte es alle Menschen, die auf der Erde lebten. Es verführte sie, ein Bild/Stanbild zu errichten zu Ehren des ersten Tieres ... Das zweite Tier bekam sogar die Macht, das Bild des ersten Tieres zu beleben/dem Bild des ersten Tieres Lebensgeist einzuhauchen, sodass dieses Bild sprechen konnte und dafür sorgte, dass alle getötet wurden, die es nicht anbeteten ...“

Gemäß dem prophetischen Buch Daniel (Bibel, AT) stellen die „Tiere“ nicht einzelne Personen, sondern Großmächte dar. Ich vermute mal, dass das auch hier so ist. Die zweite Großmacht lässt „sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen“, wodurch es viele Menschen beeindruckt. In unseren Tagen ist es nicht schwierig, diese Textstelle in ihrer wahren Bedeutung zu erfassen, denn sie deutet auf den Einsatz moderner Waffen wie Raketen, Granaten, Atombomben oder Beschüsse vom Himmel durch Kampfflugzeuge.

Im Anschluss an diese Prophezeiung spricht der Apostel Johannes von einem „Bild“/“Standbild“, das „zu Ehren“ der ersten Großmacht „errichtet“ wird. Dieses „Bild“ wird schließlich belebt und ist in der Lage zu sprechen, was eindeutig auf Film und Fernsehen mit Ton hindeutet. Die Entwicklung des Fernsehens begann 1834, als der Schotte E. Bain das Prinzip entdeckte, Bilder punkt- und zeilenweise elektrisch zu übertragen, was er jedoch technisch nicht umsetzen konnte. Erst P. Nipkow erfand im Jahre 1884 eine mechanische Vorrichtung zur Zerlegung eines Bildes in aufeinander folgende Punkte. Die ersten bewegten Bilder (Filme) erschienen meines Wissens Anfang des 20. Jahrhunderts. Aus der Chronik der Weltgeschichte 6.0 (Videogalerie) ist eine Film-Aufnahme des Krönungsritts des neuen serbischen Königs Peter Karadjorjevics aus dem Jahr 1904 enthalten, allerdings waren die ersten bewegten (belebten) Bilder – Filmaufnahmen – noch ohne Ton und Farbe. Filme mit Ton und Farbe tauchten meines Wissens erstmals in den 1920er Jahren auf. Die ersten öffentlichen Fernsehvorführungen fanden 1925 in Deutschland, Großbritannien und in den USA statt. Für Propaganda-Zwecke missbraucht wurde das Fernsehen erstmals unter der Herrschaft der Nationalsozialisten. Der Beginn der Nutzung des Fernsehens als Massenmedium begann in den 1950er Jahren, bis es zum Massenmedium Nr. 1 wurde, so wie der Apostel Johannes es auch beschreibt. Das Fernsehen, so Johannes, sorgt dafür, „dass alle getötet wurden, die“ die erste Großmacht „nicht anbeteten“, d.h. dass Fernseh-Sender eines Tages eine mörderische Hetze gegen Menschen veranstalten werden, die eine bestimmte Großmacht nicht „anbeten“, d.h. sich ihr nicht unterwerfen wollen.

Ich frage mich, wie man das mit dem Römischen Reich in Verbindung bringen kann. Gab es im 1. Jahrhundert Bilder, die belebt wurden, d.h. die wie lebendig erscheinen? Vor zehn Jahren hatte ich mal eine Diskussion mit einem Theologen genau über diese Textstelle, weil er uns weismachen wollte, dass sich dies auf das Römische Reich bezöge. Ich sagte mir „Für dumm verkaufen, lasse ich mich auch nicht!“ - und so sprach ich ihn auf das Detail mit dem belebten Bild mit Stimme an. Doch die belebten Bilder konnte er mit der Historie nicht erklären.


Gruß,
Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

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Strafe Gottes für Nichtchristen

BBouvier @, Mittwoch, 10.12.2008, 14:13 vor 5045 Tagen @ Stjepan (4621 Aufrufe)

Hallo, Stjepan!

Ja...aus diesem christlich-frömmelndem Text, der
frohlockend damit endet, Jesus käme demnächst auf einer
Wolke dahergesegelt und kloppe mit einer
Eisenbarre allen, die nicht so richtig fromme
Christen seien, deren Schädel platt,
(was auf einen pathologisch schwer geschädigten
Charakter des Verfassers hindeutet)
mag man, - wenn man es denn durch andere
Schauungen sowieso bereits weiss -,
eingesprengte Schauungsteile diffuser
Aussagen zu gewaltigem Naturgeschehen
heraus- oder hineinlesen.

Dieser "Johannes von Patmos" ist im übrigen
nur rein zufällig in das Neue Testament
hineingeraten, weil man ihn bei Zusammenstellung
des Werkes irrig für einen der Apostel hielt.

Nun ja...

Was die zwei Fernsehsendungen betrifft,
so war die erste (die lange) m.E. recht vernünftig
und stellte vor allem in theologisch-forschendem
Rahmen die nahe Heilserwartung der Christen
damals dar.

Die andere war "Made in USA" und derart
albern und infantil, dass ich mir das nicht
länger als 10 Minuten habe antun wollen.

Was sagt uns das Ganze nun?

J.von Patmos hat gegen 100 nach Chr.
einen religiösen Text verfasst, in den
womöglich diffus Teile aus "Impaktgeschehen"
eingeflossen sein mögen.
Und das sei eine "Strafe Gottes":
=>
Aber nur für Nicht-Christen!

Was bringt uns das nun?

Siehe den Absatz gleich darüber.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Johannesoffenbarung

Stjepan ⌂, Bochum, Mittwoch, 10.12.2008, 14:34 vor 5045 Tagen @ BBouvier (4426 Aufrufe)

Hallo BB,

was mich an diesem Text interessiert, sind die darin prophezeiten Ereignisse an sich, nicht aber das Theologische drum herum, da ich der Ansicht bin, dass da in der Offenbarung noch interessante prophetische Details zu finden sind, z.B. das Bild, dem Lebensgeist eingehaucht wird und das sprechen kann.

Früher hat man in dieser Aussage etwas Magisches gesehen, das von einem satanischen Menschen oder einer satanischen Macht vollbracht wird. Heute weiß man, dass diese Vision nur mit dem Fernsehen wirklich zu verstehen ist.

Bis auf die 7 Siegel und die Textstelle mit dem belebten und sprechenden Bild habe ich mich noch nie mit der Offenbarung befasst, und kann somit auch sonst nichts dazu sagen.

Dennoch möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass die Schul-Theologen bzgl. der Beurteilung der prophetischen Bücher der Bibel nicht die richtigen Leute sind, da sie bei der Datierung und Beurteilung dieser Bücher wirklich von der Voraussetzung ausgehen, dass Prophezeiungen nicht möglich wären.


Gruß,
Stjepan

Hallo, Stjepan!

Ja...aus diesem christlich-frömmelndem Text, der
frohlockend damit endet, Jesus käme demnächst auf einer
Wolke dahergesegelt und kloppe mit einer
Eisenbarre allen, die nicht so richtig fromme
Christen seien, deren Schädel platt,
(was auf einen pathologisch schwer geschädigten
Charakter des Verfassers hindeutet)
mag man, - wenn man es denn durch andere
Schauungen sowieso bereits weiss -,
eingesprengte Schauungsteile diffuser
Aussagen zu gewaltigem Naturgeschehen
heraus- oder hineinlesen.

Dieser "Johannes von Patmos" ist im übrigen
nur rein zufällig in das Neue Testament
hineingeraten, weil man ihn bei Zusammenstellung
des Werkes irrig für einen der Apostel hielt.

Nun ja...

Was die zwei Fernsehsendungen betrifft,
so war die erste (die lange) m.E. recht vernünftig
und stellte vor allem in theologisch-forschendem
Rahmen die nahe Heilserwartung der Christen
damals dar.

Die andere war "Made in USA" und derart
albern und infantil, dass ich mir das nicht
länger als 10 Minuten habe antun wollen.

Was sagt uns das Ganze nun?

J.von Patmos hat gegen 100 nach Chr.
einen religiösen Text verfasst, in den
womöglich diffus Teile aus "Impaktgeschehen"
eingeflossen sein mögen.
Und das sei eine "Strafe Gottes":
=>
Aber nur für Nicht-Christen!

Was bringt uns das nun?

Siehe den Absatz gleich darüber.

Gruss,
BB

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

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nicht die richtigen Leute

BBouvier @, Mittwoch, 10.12.2008, 14:56 vor 5045 Tagen @ Stjepan (4399 Aufrufe)

<"Dennoch möchte ich nochmal darauf hinweisen,
dass die Schul-Theologen...nicht die richtigen Leute sind,
da sie...wirklich von der Voraussetzung ausgehen,
dass Prophezeiungen nicht möglich wären."?

Hallo, Stjepan!

Ja.
So ist es wohl.

Wir hier im Forum haben eben einen ganz
anderen Focus, als Jene.
Nicht bestreiten möchte ich, dass
der Text Schauungsteile beinhaltet.
(den Schul-Theologen gar nicht erkennen können)

Insgesamt handelt es sich jedoch
um ein rein religiöses Werk, das
infantil-egozentrisch und in Freund-Feind-Denken
verhaftet unter Zuhilfenahme eines kommenden Naturgeschehens
die eigene Position als gottgewollt herausjubelt:
=>
"Christen: => guuut!"
"Nichtchristen: => schlääächt!"

Was sagt uns das nun?
=>
Die meisten Frömmler haben schwer eins anner Waffel.

Was schon eine recht nette Erkenntnis ist.
Uns hier im WW jedoch eigentlich nicht tangiert.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Geistige Besetzung

Harry @, Mittwoch, 10.12.2008, 15:08 vor 5045 Tagen @ BBouvier (4340 Aufrufe)

=>
Die meisten Frömmler haben schwer eins anner Waffel.


Gruss,
BB

Hallo BB,

diese Deine o. g. Beurteilung finde ich außerordentlich passend. Sie trifft zwar sicherlich einige Milliarden Menschen, aber das ändert nichts.

Vielleicht findet sich eines Tages ein Schul- bzw. Lehrsystem, in dem den Lernenden / Studierenden vorrangig die Entwicklung eines eigenen freien Geistes aufgezwungen wird und nicht irgend eine Ideologie.

LG
Harry

Aufgezwungen

Mirans @, Baden-Württemberg, Mittwoch, 10.12.2008, 15:15 vor 5045 Tagen @ Harry (4362 Aufrufe)

Hallo BB,

diese Deine o. g. Beurteilung finde ich außerordentlich passend. Sie
trifft zwar sicherlich einige Milliarden Menschen, aber das ändert
nichts.

Vielleicht findet sich eines Tages ein Schul- bzw. Lehrsystem, in dem den
Lernenden / Studierenden vorrangig die Entwicklung eines eigenen freien
Geistes aufgezwungen wird und nicht irgend eine Ideologie.

LG
Harry

Hallo Harry,

Was du beschreibst, ist exakt die Maxime des Antichristen.
Schon mit dem Wort "aufgezwungen" würde sich ein solches System
als bösartig entlarven!

Gruß
Mirans

--
"Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind, und ihre Stimmen zählen genau wie unsere." - Albert Einstein
http://psiram.com/index.php?lang=de

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die Maxime des Antichristen

BBouvier @, Mittwoch, 10.12.2008, 15:18 vor 5045 Tagen @ Mirans (4277 Aufrufe)

<"Was du beschreibst, ist exakt die Maxime des Antichristen."?

Manche kennen den Willen Gottes.
Und Andere sogar die Maxime des Antichristen.

da freut sich:
BB :-)

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Antichrist ist kein mensch sondern eine grundeinstellung

Berserker @, Freitag, 19.12.2008, 11:46 vor 5036 Tagen @ BBouvier (4066 Aufrufe)

IMMER DIESER ATNI-C

Wenn man den hopis und anderen glauben darf. alles schön vermengt und ein wenig nachdeckt, ist es nicht der antichrist sondern das antichrist. das antichristliche, das geld, die gier, das nichtteilen, das ich bin das beste, der rest ist mir egal, materialismus etc...
aber kein mensch der da kommt sondern die allgemmein von oben geförderte grundeinstellung.

allerdings wird es einen geben der das wohl fördert oder als plan gedacht der es fördert und alle untenhält. das wäre dann der oberstaatschef der unionen. nähmlich der UN Heinzelmann der Hochfinanz. der ja wie man schon lesen kann auch nur mario von wir kontrollieren die weld mit geld ist.

also wieder nichts mit antichrist.

antichrisdt ist wie gesagt die grundeinstellung.
vieleicht gabs irgendwann mal einen übersetztungsfehler von das zu der >

sorry fürs kleinschreiben bin aber grad aufgewacht - man verzeihe.

MFG
Berserker

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Übersetztungsfehler

BBouvier @, Freitag, 19.12.2008, 15:02 vor 5036 Tagen @ Berserker (4070 Aufrufe)

> vieleicht gabs irgendwann mal einen übersetztungsfehler...?

Nein.
Den Begriff hat sich Paulus gleich so ausgedacht.
Und den gibt es in der Bibel auch nur
in folgendem Sinne:
=>
Jeder der gegen Jesus ist, (Nachbarn beispielsweise,
- so Paulus)
der sei ein Antivegetarier.
Ich verbessere:
Ein Antikommunist.
Mist!...ist wohl nicht mein Tag!
(*grummel*)
Dritter Versuch:
Ein Antifaschist.

In Ordnung.
Ich gebs auf.
Aber genau so.
Eben nicht "Wer" bzw. "Einer"

Gruss,
BB

--
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Antichrist

Sybilly @, Freitag, 19.12.2008, 17:11 vor 5035 Tagen @ BBouvier (4021 Aufrufe)

Meiner Meinung nach ist schon wohl ein ganz bestimmter Mensch damit gemeint, was aber ja nicht ausschließt, daß es viele Vorläufer geben kann, die demjenigen in nichts nachstehen müssen.

Irgendwo in der eher religiösen Literatur (ich glaube bei Hildegard von Bingen, muß ich aber nochmal nachgucken) habe ich gelesen, daß nach der "Weltenwende" das 1000jährige Reich anfangen soll, wo die Religion wieder zu ehren kommt. Erst danach soll wieder eine Zeit kommen, wo dann der Antichrist in allem versuchen wird, Christus nachzuahmen mit Unterstützung des Teufels, aber im Bösen Sinne (daher der Name) und bei der versuchten Himmelfahrt dann von Gott gestürzt wird. Kurze Zeit später soll dann das jüngste Gericht folgen.

Es ist mir schon klar, daß die Textstelle für die meisten befremdlich sein muß, vor allem wenn dann der Teufel erwähnt wird.
Ich habe mich jedoch sehr genau mit dem Thema Gott und Teufel beschäftigt und kann wohl von mir behaupten, da ich über eine gute Allgemeinbildung und auch gute naturwissenschaftliche Bildung verfüge und den Teufel/Dämonen einfach als mittelalterliches Angstmachemärchen abzutun wäre meiner Meinung nach etwas zu schnell und unwissenschaftlich argumentiert.

Ein Beispiel fällt mir hierbei ein. Eine Freundin von mir (Abitur, nicht religiös) hatte einmal Gläserrücken gemacht. Wenig später passierten in ihrem Zimmer, wo die Aktion stattgefunden hatte, unerklärliche Dinge, wie Bewegen von Bildern, Hören schriller Schreie. Nach kurzer Zeit hörten die Phänomene auf und ich glaube sie hat es mittlerweile erfolgreich verdrängt.

Es ist durchaus ausführlich belegt, daß man durch Flüche, Vodoo und dergleichen Menschen Schaden zufügen kann.
Nach religiösem Verständnis passieren diese Wirkungen (auch Hellsehen mittels bestimmter Praktiken) mit der Hilfe von Dämonen, die aber gleichzeitig durch diese Form der "Annäherung" Macht über den "Auftraggeber" bekommen. Ist deshalb auch von der Kirche her verboten.

Ich zitiere hier nur, was ich in durchaus wissenschaftlichen Büchern gelesen habe und mir von glaubwürdigen Zeitgenossen berichtet wurde.
Man sollte alle Erklärungen genau prüfen, da es meiner Meinung nach ja nicht nur die uns bekannte Dimension gibt (ist auch gerade physikalisch nachgewiesen worden). Schließlich ist der Blick in die Zukunft auch nicht "wissenschaftlich" erklärbar.

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"Antichrist", die xte Wiederholung allhier

BBouvier @, Freitag, 19.12.2008, 22:35 vor 5035 Tagen @ Sybilly (4414 Aufrufe)

<"Irgendwo in der eher religiösen Literatur... habe ich gelesen,
daß nach der "Weltenwende" das 1000jährige Reich anfangen soll,
wo die Religion wieder zu ehren kommt....
Erst danach soll wieder eine Zeit kommen,
wo dann der Antichrist in allem versuchen wird,
Christus nachzuahmen mit Unterstützung des Teufels,
aber im Bösen Sinne (daher der Name)
und bei der versuchten Himmelfahrt dann von Gott gestürzt wird.
Kurze Zeit später soll dann das jüngste Gericht folgen."?

Hallo, Sybilly!

Ja.
Da haben sich "Welche" im Laufe der Jahrhunderte,
- und fussend auf Paulus, der nichtchristliche Nachbarn
pauschal als Antichristen beschimpft -, ganz erheblich den Kopf
zerbrochen und sich dann die abenteuerlichsten
Sachen zusammenfabuliert.
Und sowas, wie Du oben schreibst, ist dann dabei
letztlich herausgekommen:
=>
Ein fleischgewordener Monsterrübezahl.

Diese allgemeine Nachbarsverleumdung des Paulus hat sich selbständig
gemacht und ist rein abstrakt und in einer Art intellektuellen
Doppelsaltos zugleich dem jüdischen Satan
und einem völlig ideologisch postulierten (!), negativem
Doppelgänger Christi im Rahmen der Polarität
(siehe "Manichäer") übergestülpt worden.

Und erst fast 1000 Jahre später hat der Mönch
Adso auf Wunsch der frz. Königin Gerbera
sich jede Menge Details dazu ersonnen.
=>
http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/apocalypse/primary/adsoletter.html

Das alles wieder ist völlig unreflektiert von Hidegard von Bingen
übernommen worden, und danach von Luther.

Ein einziger gequirlter Schwachsinn ohne jede Grundlage.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

...

Stjepan ⌂, Bochum, Mittwoch, 10.12.2008, 16:03 vor 5045 Tagen @ Harry (4304 Aufrufe)

Hallo Harry,

naja, dieses "aufgezwungen" gefällt mir auch nicht. Wenn man jemanden etwas aufzwingt, inwiefern wäre er dann frei und hätte einen freien Geist? Hm?

Gruß,
Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

So nicht: ...

Forumsleitung @, Mittwoch, 10.12.2008, 16:58 vor 5044 Tagen @ Stjepan (4515 Aufrufe)

Hallo, Stjepan!

Dir ist klar, was ich hier geschrieben habe?
https://schauungen.de/forum/index.php?id=2304

Also denkt euch bitte für eure Beiträge Titel aus, die mindestens einen Hauptpunkt des jeweiligen Beitrages betreffen! Das sind nur wenige Wörter mehr zu schreiben, wozu jeder in der Lage sein sollte.

Es kann doch nicht so schwer sein, sich ein paar Wörter zusätzlich auszudenken, wenn man eh schon seitenweise Beiträge schreibt!
Ich werde nicht über eine so billige Regel streiten. Dabei habe ich mich am gelben Forum orientiert. Wenn es dort funktioniert, sollte es hier auch gehen.

Gruß
Administrator

Titel

Stjepan ⌂, Bochum, Donnerstag, 11.12.2008, 10:58 vor 5044 Tagen @ Forumsleitung (4238 Aufrufe)

Hallo Taurec,

gut, das werde ich in Zukunft beachten.

Gruß,
Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

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Fernseher oder Hollywood

BBouvier @, Mittwoch, 10.12.2008, 15:12 vor 5045 Tagen @ Stjepan (4319 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 10.12.2008, 15:19

<"Im Anschluss an diese Prophezeiung
spricht der Apostel Johannes von einem „Bild“/“Standbild“,
das „zu Ehren“ der ersten Großmacht „errichtet“ wird.
Dieses „Bild“ wird schließlich belebt und ist
in der Lage zu sprechen,
was eindeutig auf Film und Fernsehen mit Ton hindeutet."?

Mit dieser Deutung wäre ich doch ein wenig vorsichtig:

Zitat:=>

"Sprechende Statuen in Ägypten?
Bereits mehrmals wurde von unterschiedlicher Seite
darüber diskutiert ob Gläubige von der Priesterschaft
getäuscht wurden
(z.B. Maspero, Gaston: Les statues parlantes
dans l`Égypte antique; in: Causeries d`Égypte;
Paris 1907; oder Bürgin, Luc: Hochtechnologie im Altertum,
Rottenburg 2003).
Hierbei wurde vermutet,
dass die Priester durch diverse technische Konstruktionen
Geräusche und Bewegungen der Statuen erzeugten...

...Den Kern der Anlage bildet eine Halle 26 x 60 Metern.
An östlichen Ende dieser Halle
befindet sich ein Podium von 1 Meter Höhe
und einer Grundfläche von ca. 21 Metern,
auf der sich einst die Statue der Gottheit (Isis? Serapis?)
erhob.
Die Statue hatte – je nachdem ob es sich
um eine Sitzstatue oder einer Standstatue handelte –
eine Höhe von 9 bis 20 Metern.
Das interessanteste Detail stellt allerdings
eine unterirdischer Zugang zu dieser Plattform dar,
durch den wahrscheinlich Priester in die hohle Statue
gelangen konnte um so für das Götterbild zu sprechen."

Bei 2 Theorien, von denen die eine naheliegend
und einsichtig ist, die andere hingegen
eher unwahrscheinlich und spekulativ,
ist es allgemein üblich,
auf die rational-naheliegendere abzuheben.

J. von Patmos weist hier wohl nur darauf hin,
dass die "Ungläubigen" tote Materie verehren,
die Christen hingegen einen wirklich lebendigen Gott.

Fernseher uder Hollywood braucht man da
nicht zu bemühen.

meint:
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

...

Stjepan ⌂, Bochum, Mittwoch, 10.12.2008, 15:50 vor 5045 Tagen @ BBouvier (4233 Aufrufe)

Hallo BB,

ja, nur, diese Interpretation hätte einen Haken: Das zweite "Tier" beeinflusst und täuscht die ganze Erde mittels des belebten Bildes mit Ton, und wer das erste Tier nicht anbetet, wird verfolgt. Ich nehme diese Schauung einfach so, wie sie aufgeschrieben wurde ohne metaphorischen Hintersinn.

Es scheint sich bei diesem Bild - wörtlich verstanden - um ein weltweites Phänomen zu handeln, das eigentlich nur mit Massenmedien zu erklären ist. Und das Fernsehen ist das Massenmedium Nr.1!

Wie wäre das nun mit den "Sprechenden Statuen" wie in Ägypten in Einklang zu bringen?

Einen Hinweis auf einen metaphorischen Sinn kann ich in Bezug zum belebten Bild mit Ton nicht finden, ebenso zum Feuer vom Himmel, das die zweite Macht vom Himmel fallen lässt, was ich als Hinweis auf modernste Waffentechnologie verstehe.


Gruß,
Stjepan

--
Es lebe Gott, seine Heiligste Mutter und seine heilige Kirche

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das Böse und die Bösen

BBouvier @, Mittwoch, 10.12.2008, 16:47 vor 5044 Tagen @ Stjepan (4299 Aufrufe)

Nicht ausweichen.
Du schreibst:
=>
"Gab es im 1. Jahrhundert Bilder, die belebt wurden,
d.h. die wie lebendig erscheinen?"

Klare Antwort:
Aber ja!
Sogar welche, die dabei auch noch "redeten".

Hier wird also das "Böse" verehrt.
Und ganz real haben "Böse" (im Plural)
völlig real bereits Feuer vom Himmel
regnen lassen.
Als Personifizierung des "Bösen".
Zum Beispiel auf ungezählte Städte
Deutschlands, Japans und auf fast unzählig
viele andere weltweit.

Gruss,
BB

--
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1, und 2, Tier

Maldek @, Donnerstag, 11.12.2008, 18:01 vor 5043 Tagen @ BBouvier (4227 Aufrufe)

Es gab vor ~6 Monaten auf youtube zwei interessante Videos, welche sich mit
"dem 1. und 2. Tier" dieser Prophezeiung genau beschäftigten.

Nach längerer "Beweisführung" kam dann heraus:

Das erste Tier = die römisch kat. Kirche
Das zweite Tier = die USA


Für mich war die Quelle dieser Videos unverifizierbar, die Argumentation in diesen jedoch schlüssig.

Wenn wir zu diesen Kernaussagen jetzt das restliche Wissen dieses Forums verknüpfen macht das ganze schon ein wenig mehr Sinn finde ich.

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USA und "Kirche"

BBouvier @, Donnerstag, 11.12.2008, 19:03 vor 5043 Tagen @ Maldek (4305 Aufrufe)

hmmm...

Und wieso nicht das Spanische Grossreich,
oder das Britische Imperium, wieso nicht das Sowjetische Imperium,
das Osmanische Grossreich oder das Japanische Kaiserreich,
oder der Islam, oder der Kommunismus, oder, oder?>

Diese US-Deutung, - und ich bitte da um Nachsicht -
die dünkt mich doch ganz erheblich nur ein Indikator
für das gewohnt egozentrisch-narzistische
Weltbild dieser US-Menschen und deren schier
unglaublichen Unwissens, was "Geschichte"
ausserhalb ihrer jeweiligen Kleinstadt
vor 1958 betrifft, zu sein...

Gruss,
BB

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