Stephan Berndt (Schauungen & Prophezeiungen)

Down Under @, Sonntag, 25. September 2011, 10:50 vor 3210 Tagen 9638 mal gelesen

Stephan Berndt hat eine Homepage die sinngemaess mit "Prophezeiungen zur Zukunft Europas" betitelt ist. Seit etwa 2009 ist sie stillgelegt.
Wenn ich mich recht entsinne, schrieb Berndt vor der Stillegung einmal auf seiner Homepage, dass er sie dann stillegen werde, wenn sinngemaess "es ernst wird". Er wollte sich dann zurueckziehen und seine Vorbereitungen abschliessen.
Aus dem Internet geht hervor, dass Berndt frueher in Hamburg gelebt hat und dann nach Bayern gezogen ist. In seinen frueheren Interviews gab er an, in der Umgebung von Muenchen zu leben. Er scheint tatsaechlich im "Sauruessel" zu wohnen und, wie angedeutet, extra in Voraussicht dorthin gezogen zu sein.
Was haltet Ihr von Berndt? Vor allem - was haltet Ihr von der Tatsache, dass er seine Homepage seit etwa zwei Jahren stillgelegt ist, und dass er dies recht lange vorher quasi als "Vorzeichen" bekanntgemacht hat?

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Berndt ist hinsichtlich Vorwarnungen nicht vertrauenswürdig

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 25. September 2011, 11:16 vor 3210 Tagen @ Down Under 7844 mal gelesen

Hallo!

Daß die Seite geschlossen wurde, weil er meinte, es würde ernst werden, was jedoch schon anderthalb Jahre her ist, zeigt doch, wieviel davon zu halten ist.
=> Gar nichts.

Als er sie schloß, stand in der Überschrift der Bekanntmachung noch: "Der Krieg beginnt". Tatsächlich begann damals gar kein Krieg. Offenbar ist Berndt einer Fehlinterpretation aufgesessen.

Berndt hat sich in der Vergangenheit immer wieder durch Schnellschüsse hervorgetan. Er geht offenbar notorisch davon aus, das ganze Geschehen stünde kurz bevor. Allerdings ist er seit Jahren dabei, es immer wieder aufzuschieben. Seine Fähigkeit, die Lage einzuschätzen, wird seinem Anspruch wohl nicht gerecht (unabhängig von den Verdiensten, die er sich als Autor von Prophezeiungsbüchern erworben hat).

Tatsächlich läßt sich aus den Schauungen kein Zeitpunkt ableiten. Datierungen jedweder Art spiegeln keine Seheraussagen wider, sondern die Meinung des Interpretierenden, die man immer mit höchster Vorsicht behandeln sollte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Stiernacken

Down Under @, Sonntag, 25. September 2011, 12:51 vor 3210 Tagen @ Taurec 7615 mal gelesen

Besten Dank Taurec,
ich habe mich inzwischen auf den von Dir verlinkten alten Forumsseiten ein wenig eingelesen. Das Thema 'Berndt' ist damit fuer mich sehr viel verstaendlicher geworden.
Interessant fand ich auch ein Erwaehnung auf den alten Forumsseiten, wonach das Topos vom 'Stiernacken' auch nur eine Legende sein soll. Ich moechte dazu Folgendes sagen:
Als ich gegen 2008 zum ersten Mal vom 'Stiernacken' las, habe ich spontan und ganz intuitiv an einen deutschen Politiker gedacht. Dieser stand damals zwar in verantwortlicher Position als Bundesminister, wurde aber in keiner Weise als zukuenftiger Kanzler gehandelt. Er war auch nicht Vizekanzler damals und galt eher als junger aufstrebender Haudrauf, der es der boesen Finanzbranche mal richtig zeigt. Interessant finde ich, dass dieser Mann inzwischen (noch inoffiziell wohl) tatsaechlich als Kanzlerkandidat gehandelt wird, und dass inzwischen auch vorgezogene Neuwahlen zum Bundestag mehr und mehr wahrscheinlich zu werden scheinen.
Was haltet Ihr davon? Ist das Thema 'Stiernacken' tatsaechlich blosse Legende?
Gruesse von ganz unten...

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seufzz...Merkel? : - ))

BBouvier, Sonntag, 25. September 2011, 13:06 vor 3210 Tagen @ Down Under 7587 mal gelesen

Hallo!

Das stammt von einer berliner Wahrsagerin aus den 60er Jahren,
die behauptete, mit dem Geist Mühlhiasls (den es nie gegeben hat)
zu sprechen.
Damals war Strauss Finanzminister.
Und Mühlhiasl hätte ihr gesagt, wenn Strauss
demnächst ja Kanzler würde, dann verbliebe dem Bürger
auch mehr Geld im Portemonnaie.

Diese Aussage hat man dann leicht verschleiert:
"Wenn der Stiernacken Kanzler wird, dann....!"

Und das hat mit unserem Thema rein
überhaupt nichts zu tun.

Jedoch taucht der Spruch immer wieder erneut
auf, wenn Jemand keinen langen und schmalen
Hals hat. Kandidaten waren z.B. bereits:
=>
- Kohl
- Schröder
- Merkel

Grüsse,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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War das die Seeler?

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 25. September 2011, 13:18 vor 3210 Tagen @ BBouvier 7228 mal gelesen

Hallo!

Das stammt von einer berliner Wahrsagerin aus den 60er Jahren,
die behauptete, mit dem Geist Mühlhiasls (den es nie gegeben hat)
zu sprechen.

Tatsächlich? Offenbar ist man nicht rundum informiert, wenn man nicht jeden Müll in der Sammlung hat. :lol3:
Dann ist ja klar, woher "Klein" das hat.

Gruß
Taurec


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Du sagst es!

BBouvier, Sonntag, 25. September 2011, 19:02 vor 3210 Tagen @ Taurec 7023 mal gelesen

Das stammt von der "Seeler".
Da ich Dir das Buch ausgeliehen habe,
in dem das steht
(das kleine, in weiss eingeschlagen, und dort ganz hinten),
bin ich nicht gleich auf den Namen gekommen.

Gruss,
BB


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Na ja - es gibt auch noch die böhmische Flüchtlingsprophezeiung

Georg @, Sonntag, 25. September 2011, 14:31 vor 3210 Tagen @ BBouvier 7196 mal gelesen

Na ja -

Es gibt auch noch die böhmische Flüchtlingsprophezeiung
und die ist aus dem Jahr 45, also fast 20 Jahre älter.

Dort soll der Stiernacken auch schon Erwähnung
gefunden haben.


Dass es in der deutschen Politik seit Jahrzehnten nur so vor
Stiernacken wimmelt, macht die Sache auch nicht einfacher.

mfG Georg

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bitte nicht SCHON (!) wieder!!! :-)

BBouvier, Sonntag, 25. September 2011, 19:19 vor 3210 Tagen @ Georg 7143 mal gelesen

Hallo, Georg!

Wärest Du neu hier, könnte man wohl
gnädig darüber hinwegsehen, dass Du diesen
Schrott erwähnst.
Da wir das hier im Laufe der Zeit jedoch bereits mehrfach
hatten, ist es mir nicht nachvollziehbar,
wieso Du (fast wie schon gewohnt!) in unser Forum
unreflektiert Deinen Müll auskippst.

Die Frau behauptet, ihr Vater habe ihr mal was
erzählt - und das alles hatte der mal
irgendwo und irgendwann gelesen oder selber nur gehört! -
...worauf diese teils phantastischen, teils irrigen, teils
gründlich missverstandenen, teils falsch erinnerten,
teils verzerrt wiedergegebenen Schwadronaden als:
"Prohezeiungen einer böhmischen Flüchtingsfrau"
durch die Landschaft geistern.

Muss nun wirklich nicht sein, oder?

BB


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Stiernacken bitte nicht!

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 25. September 2011, 13:11 vor 3210 Tagen @ Down Under 8177 mal gelesen

Hallo!

Als ich gegen 2008 zum ersten Mal vom 'Stiernacken' las, habe ich spontan und ganz intuitiv an einen deutschen Politiker gedacht.

Da ging es Dir wie jedem, der vom Stiernacken gelesen hat, was kein Beweis ist für die Echtheit.

Der Stiernacken steht bei der "böhmischen Flüchtlingsfrau", die nach Angaben eines ehemaligen Forumsmitgliedes ein Mann namens "Klein" aus der Kölner Gegend war, der auf Basis eines Prophezeiungsbuches und eigenen Ideen einen eigenen Text verfaßt hat.
Im Übrigen ist die "böhmische Flüchtlingsfrau" leicht als Kompilation mehrerer, zum Teil ebenfalls gefälschter Prophezeiungen erkennbar.

Da uns sonst keine Prophezeiung bekannt ist, die das Wort "Stiernacken" enthält, muß es sich dabei zwangsläufig um eine Erfindung handeln, wahrscheinlich entstanden, als Franz-Josef Strauß Kanzlerkandidat wurde. Seitdem war jeder Bundespolitiker, der als Kanzler in Frage kam, schon mal der Stiernacken.

Und selbst wenn die Aussage, hypothetisch betrachtet, echt wäre, dann wäre sie, weil der Mann im Voraus nicht identifizierbar wäre, für uns ebenfalls absolut wertlos.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Was man sich halt alles so erzählt,

Georg @, Sonntag, 25. September 2011, 14:41 vor 3210 Tagen @ Taurec 6892 mal gelesen

Was man sich halt alles so erzählt, bei langen
Fußmärschen oder Bahnfahrten.


mfG Georg

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"Flüchtlingsfrau" Vorlagen

Taurec ⌂ @, München, Montag, 26. September 2011, 12:57 vor 3209 Tagen @ Georg 7994 mal gelesen

Hallo, Georg!

Daß Du es nicht zu erkennen oder zu verstehen imstande bist oder es nicht willst, macht es nicht richtig.

Der Text ist erst für 1988 belegt. "Flüchtlingsfrau" in Blau, Vorlagen in Schwarz.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Deutschland keinen Soldaten mehr haben, und es wird kein richtiger Friede mehr sein."

Kalter Krieg. Gegenwart.

"Man wird die Mädchen nicht mehr von den Knaben unterscheiden können und die Sommer nicht mehr von den Wintern. Die Mädchen werden grüne Schuhe tragen. Bergwerksunglücke und Naturkatastrophen werden die Welt erschüttern, und einer Familie wird großes Unheil widerfahren."

Fuhrmannl: "Der Bauer wird sich wie der Bürger und der Bürger wie der Adelsherr kleiden. Auch die Weiber wollen dann alle Tage anders gekleidet sein, bald kurz, bald lang; selbst in Mannskleidern werden sie gehen und verschiedene Farben haben, daß man sich wundern wird. "
Mühlhiasl: "Wenn man Winter und Sommer nimmer auseinanderkennt" "‚Wenn d’Leut rote Schuh haben’"

Der Rest ist diffuser Unsinn.

"Im Nahen Osten wird es beginnen. – Unbekannte Krankheiten werden kommen. Ein kleines Volk wird großes Unrecht tun, und ein berühmter Staatsmann wird ermordet werden."

"Alles ruft Frieden, Shalom, etc." vom Priester aus Salzburg.

Johansson: "Dem indischen Kriege werden ernste Krankheiten, Not und Elend unter den Menschen folgen und nach dem nun vor sich gehenden Kriege werden Krankheiten auftreten, welche man bisher nicht gekannt hat und denen die Ärzte machtlos gegenüberstehen werden."

Die lehninsche Weissagung: "Israel begeht ein abscheuliches Verbrechen, das es mit dem Tode sühnen wird."

"Ein großer Mann wird sich in Europa erheben, und Deutschland wird von einem Stiernacken regiert werden."

Seeler nochmal nachgeschlagen. Da steht nichts vom Stiernacken, sondern:
"Hab keine Angst, aa wenn der Teufel mit den Teufeln an Pakt schließt, ändert’s nix an der Sach und ist aa koa Hindernis, daß Deutschland in fünfzehn bis zwanzig Jahr zu Macht und Reichtum, Ansehen kommt. Aber durch einen von uns.“
"Es kommt aber einer von uns, ein Bayer, der bringt es wieder ins Gleis, der Franzl sorgt dafür, daß noch was anderes wird aus dem Geldsack."

Strauß könnte zwar als Vorlage für den Stiernacken gedient haben, allerdings reicht das Material als Beweis nicht aus. Vermutlich ist der Stiernacken erst in den 80ern entstanden.

"Es wird eine Konferenz geben zwischen vier Türmen, dann ist es bereits zu spät. Die Russen werden durch die Gasthausfenster der Deutschen schauen, wenn diese noch still bei ihrem Bier sitzen. Sie werden jenseits der Ruhr bis zum Rhein vorgehen. Dann wird eine Linie gelegt werden, zwischen einer steinernen Stadt (mein Vater sprach aber auch da schon immer von Prag) und der Ostsee, wo keiner mehr herüber und hinüber kann."

Die vier Türme, geklaut bei Käthe Niessen, die wiederum beim Testament des fliehenden Papstes geklaut hat, der Propagandafälschung aus dem ersten Weltkrieg war. Alles Fälschungen.
Die Gasthausfenstergeschichte ist hinreichend bekannt.
Der Rest ist von Irlmaier geklaut.

"Es wird ein Getöse und Gedröhne in den Lüften sein, gelbe Schwaden werden die Welt einhüllen. England wird wie eine Nußschale im Meer tanzen, und ein Land wird ganz vom Erdboden verschwinden. Selig die Bergbewohner. Man wird unter grünen Blättern sicherer sein als unter Stein und Eisen."

Irlmaiers Aussagen über England und den sicheren Alpenrand.

"Die bärtigen Männer des Ostens werden niedergemacht bis auf den letzten Mann, und ihr Blut wird die Flüsse rot färben."

Birkenbaumsage: "Die bärtigen Völker des Siebengestirns werden endlich siegen, und ihre Feinde werden fliehen, am Ufer des Flusses sich wiederum setzen und mit äußerster Verzweiflung kämpfen. Dort aber wird jener Macht vernichtet, ihre Kraft gebrochen, so daß kaum einige übrigbleiben, um diese unerhörte Niederlage zu verkünden."

"Nach diesem Kampf wird in jedem Land eine Revolution entstehen, nur in Deutschland nicht. In Deutschland werden die Menschen zu Tausenden verhungert auf den Straßen liegen, und ein Bruder wird den anderen wegen einer Brotkruste erschlagen."

Lindelied:
"Ernten schwinden, doch die Kriege nicht,
Und der Bruder gegen Bruder ficht"

Velten: "Andere liegen matt und bleich vor den Häusern, halbe lebendige Gerippe, außer Standes, sich nach Hilfe umzusehen. Das spärliche Vieh brüllt nach Futter und erfüllt die Luft mit seinem Jammergeschrei."

Aussagen, daß sich Brüder die Köpfe einschlügen, z. B. aus der Bibel oder der Edda oder fernöstlichen Quellen sind hinreichend bekannt.

"Dann wird in Spanien eine Armee aufstehen. Sie wird Armee Mariens genannt werden und anschwellen wie ein Orkan und die Revolutionen niederschlagen."

Jasper: "Spanien wird nicht mitkriegen. Die Spanier werden aber nachkommen und die Kirchen in Besitz nehmen."

Darüber hinaus hatten wir mal eine Quelle, die manche veranlaßt hat, den spanischen Thronfolger als großen Monarchen vorzuschlagen, der mit einem Heer für Ordnung sorgt. Habe das aber noch nicht gefunden.

"Das alles wird ein halbes Jahr dauern, und die Sieger werden blühende Kirschzweige an ihren Hüten tragen (oder: werden zurückkehren, wenn die Kirschbäume blühen)."

Jasper: "Mit Kirschenblüten an den Tschakos kommen die Soldaten an."

"Wer noch eine Kuh hat, soll sie an eine goldene Kette legen, und Buchenholz wird so teuer werden wie Zucker."

Mühlhiasl: "‚’s Holz wird so teuer, wie der Zucker, aber (fügte er bei Weissagungen über große Not hinzu) g’langen tuts’" "‚Wenn man am Donaustrand und im Gäuboden eine Kuh findet, der muß man eine silberne Glocke anhängen"

"Deutschland wird sich am ehesten aus den Kriegswirren erheben und einen neuen Kaiser aus dem Geschlechte Habsburgs im Kölner Dom krönen."

Diverse Aussagen über den Kaiser.

"Von den drei dunklen Tagen sprach mein Vater immer so, als sollten sie vor dem Krieg kommen, und als sollten nur geweihte Kerzen vor den Fenstern brennen."

Am Ende noch die Reihenfolge verdreht, um Originalität vorzutäuschen, und die berühmten geweihten Kerzen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Re: "Flüchtlingsfrau"

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 26. September 2011, 17:20 vor 3209 Tagen @ Taurec 6830 mal gelesen

Hallo Taurec!

"Nach diesem Kampf wird in jedem Land eine Revolution entstehen, nur in Deutschland nicht. In Deutschland werden die Menschen zu Tausenden verhungert auf den Straßen liegen, und ein Bruder wird den anderen wegen einer Brotkruste erschlagen."

*lol*, nur in Deutschland nicht.
Da hat sich der Fälscher was gedacht: Abgesehen von ein paar Volksaufständen kann ich
mir in D nichts derartiges wie in den romanischen Ländern vorstellen.
Von einer echten deutschen Rotfront-Revolution ist in echten Schauungen auch nirgens
die Rede.

Als Fälschung erkenne ich die "Flüchtlingsfrau" an folgendem: Die Revolution kommt
(in D ja nicht, aber in anderen Ländern) vor der Schlacht am Birkenbaum, nicht danach.

1988 kam ebenfalls ein Gedicht zum Vorschein, das dem Lied der Linde am Ablauf sehr
ähnelt. "Das Russenheer schlägt Deutschland ohne Wehr", so sinngemäß.
Wurde wahrscheinlich vom Lindenlied abgeschrieben.

Vielleicht stammt ja die "Flüchtlingsfrau" aus der gleichen Feder?

Man darf jedoch nicht außer acht lassen, daß viele der umstrittenen Fragmente
(a la vier Türme) aus Originalen stammen und demzufolge sie einen wahren Kern
enthalten könnten.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

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Vier Türme

Taurec ⌂ @, München, Montag, 26. September 2011, 17:48 vor 3209 Tagen @ Eyspfeil 7491 mal gelesen

Hallo!

Man darf jedoch nicht außer acht lassen, daß viele der umstrittenen Fragmente
(a la vier Türme) aus Originalen stammen und demzufolge sie einen wahren Kern
enthalten könnten.

Daß die vier Türme keine reale Grundlage haben, wird klar, wenn man sie mal zurückverfolgt:

Testament eines fliehenden Papstes/Testament eines Pfarrers (Propagandafälschung von 1917, angeblich in einem tatsächlich nichtvorhandenen Kloster hinter einer nichtvorhandenen Mauer entdeckt):
"Der Sieger trägt ein Kreuz und zwischen 4 Städten mit 4 gleichen Türmen findet die Entscheidung statt. Dort steht ein Kreuz zwischen 2 Lindenbäumen."

Das hat Käthe Niessen mal irgendwann aufgeschnappt und sich einen hanebüchenen Seemannsgarn zusammengeschrottet:

„In meinen nächtlichen Zukunftsvisionen in bezug auf den drohenden Dritten Weltkrieg steigt besonders deutlich das Gesicht der vier Städte mit den vier gleichen Türmen auf. So wie andere magische Zeichen, treten die Türme plastisch in Erscheinung. Eine leise Stimme, die wie aus weiter Ferne in meinem Innern zu hören ist, gibt die Erklärungen dazu. Ich vernahm die Namen Moskau und Staffelstein und dazu den Hinweis: ‚Die bei den restlichen Namen erfährst du später - wenn die Zeit erfüllt ist!’
Die geheimnisvolle Stimme - von der ich annehme, daß sie die Stimme meiner verstorbenen Mutter sei - erläuterte mir auch den tiefen Sinn und den mystischen Inhalt der viermal vier gleichen Türme:
‚Die vier völlig gleichartigen Türme in Moskau bergen große magische Geheimnisse, die heute fast vergessen sind. Sie stammen aus vorgeschichtlichen Zeiten, als die halb legendären Skythen ihre toten Rosse vor den Fürstengräbern auf Pfähle pflanzten. Ihr Ursprung liegt in Asien.
Eine letzte große Schlacht muß um Moskau stattfinden. Im russischen Volk wird bald ein neuer Prophet aufstehen, der dem Kreml die letzten Geheimnisse der Mission des großen Reiches und seiner Rettung verkündet.
Ein weiterer Schauplatz der Endschlacht ist in der Bundesrepublik das Städtchen Staffelstein am Fuße des Staffelberges mit der alten Einsiedelei und dem Aldegundiskloster. Die tausendjährige Linde am Friedhofsweg barg eine alte Prophezeiung, die in Erfüllung gehen wird. Die beiden letzten Städtenamen müssen noch vorenthalten werden. Aber ihre Namen sind mit ehernen Lettern im Buch des Schicksals eingegraben.
Ich will dir aber (sagt mir die innere Stimme) auch erklären, was die sechzehn Türme in den vier Städten zu bedeuten haben. Die vier Städte symbolisieren die vier Himmelsrichtungen. Die Quersumme der sechzehn Türme ist sieben. In der Zahlenmystik bedeutet die Sieben den Schlüssel zum Erfolg, sie begünstigt geistige Fähigkeiten und hilft Schwierigkeiten überwinden. In den sechzehn Türmen leben die sieben Säulen der Weisheit, die unsere Erde erhalten, indem sie den Himmel tragen. Alle Säulen bilden zusammen den Weltbaum, der in Ostasien Lebensbaum heißt und den unsere Vorfahren ‚Weltesche Yggdrasil’ nannten.’“

Daß die Niessen eine völlig hohle Luftnummer ist, zeigt sich daran, daß ihr die Stimme gesagt haben soll, das Lindelied aus der Staffelsteiner Linde werde in Erfüllung gehen.
Nun wissen wir seit geraumer Zeit, daß das Lindelied nicht in der Staffelsteiner Linde gefunden wurde, sondern 1920 von Martin Hingerl geschrieben wurde.

Daraus hat der Fälscher der Flüchtlingsfrau nur das Element "Entscheidung zwischen vier Türmen" genommen und daraus eine Konferenz (nämlich Irlmaiers Konferenz) zwischen vier Türmen gemacht.
Auf dieser Grundlage wurde dann immer wieder auf z. B. auf das Budapester Parlamentsgebäude und ähnliches verwiesen.

Als Primärquelle kann die Flüchtlingsfrau nicht dienen, auch wenn sie auf (vermeintlich) echten Quellen basiert.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Was ist echt?

Down Under @, Sonntag, 25. September 2011, 14:27 vor 3210 Tagen @ Down Under 7116 mal gelesen

Besten Dank Euch beiden,
Ihr in diesem Forum habt es Euch offenbar zur Aufgabe gemacht, die 'Spreu' in puncto Prophezeiungen vom 'Weizen' zu trennen. Das finde ich sehr beeindruckend!
Was aber, wenn alles in diesem Bereich 'Spreu' ist? Bitte entschuldigt meine 'ketzerische' Frage; ich bin, wie gesagt, ein Neuling auf diesem Gebiet.
Ich selbst bin nur deshalb auf das Prophezeiungsthema gestossen, weil ich seit einigen Jahren ausgehend von meinem (recht bescheidenen) Hintergrund in der Finanzbranche einen gewaltigen 'Tsunami' auf uns zurollen sehe, von dem ich annehme, dass er mehr als nur die Finanzwelt radikal veraendern wird. Insbesondere rechne ich seit einigen Jahren im Zusammenhang mit einem finanziellen Desaster mit buergerkriegsaehnlichen Zustaenden in Deutschland (etwa seit 2002 habe ich darueber mit Familie und Freunden zu sprechen versucht). Als dann das von mir erwartete Szenario (im Groben, nicht im Einzelnen) etwa ab 2007 einzutreten begann und die meisten meiner Mitmenschen (damals noch in Deutschland) noch absolut unempfaenglich fuer Diskussionen ueber anstehende schwerwiegende Krisen waren, habe ich angefangen, im Internet nach 'Gleichgesinnten' zu suchen. So bin ich auf die Prophezeiungen gestossen. Dabei fand ich interessant, dass Prophezeiungen zu aehnlichen Szenarien kamen wie ich - es unterschieden sich nur die gedanklichen Ausgangspunkte (und die Prophezeiungen gingen viel weiter und waren um einiges konkreter als meine Vorstellungen).
Daher habe ich ab 2008 bis zu meiner Auswanderung ein wenig gelesen, insbesondere Irlmaier/Adlmaier, Bouvier, Bender, etc. Auch Huebschers 'Grosse Weissagung' habe ich gelesen und als Folge dessen die Prophezeiungen einstweilen ad acta gelegt.
Haften geblieben ist mir aber insbesondere Bouviers Zeittafel, veroeffentlicht in den 80er Jahren. Ich habe das Buch selbst in den Haenden gehalten, es wurde VOR dem Mauerfall veroeffentlicht, die Wiedervereinigung jedoch korrekt vorausgesagt (ebenso wie ein Terroanschlag auf Hochhaeuser in New York mit vielen Toten sowie eine schwere weltweite Finanzkrise). (Wie alt mag BB jetzt wohl sein; ich habe gelesen, dass er bei Erscheinen seines Buches vor ueber zwanzig Jahren bereits ein PENSIONIERTER Offizier war.) Auch Irlmaier ist mir in Erinnnerung geblieben, der wohl tatsaechlich ueber Einzelschicksale recht genaue Angaben machen konnte. Und natuerlich die Feldpostbriefe, sehr beeindruckend, und nach Bender wohl tatsaechlich VOR dem zweiten Weltkrieg (1914) verfasst. Nicht zu vergessen die Fatima-Prophezeiung von 1917 und das damit einhergehende 'Sonnenwunder', das wohl von mehreren zehntausend Menschen gesehen wurde; ebenso beeindruckend die weitere Entwicklug mit dem wohl vorausgesagten Attentat auf Johannes Paul II am FATIMA-TAG 1981 und die anschliessende Pilgerreise JP II's nach Fatima sowie dessen reger Kontakt mit der Fatima-Seherin Schwester Lucia, und der Tod der beiden im selben Jahr (2005).
Nach Huebscher sind europaeische Prophezeiungen eine grosse sich staendig wandelnde Wandersage, die ihren Ursprung wohl in einer Art Urangst der Europaer vor einem Ueberfall aus der Tiefe des asiatischen Raumes haben koennte (Hunnen-Trauma?), und die permanent an aktuelle Gegebenheiten angepasst wird, um eine stetige Naherwartung aufrecht zu erhalten. Daher stehe ich Prophezeiungen grundsaetzlich skeptisch gegenueber. An Folgendem kommt man meines Erachtens jedoch auch als Skeptiker nicht ohne Weiteres vorbei:
- Fatima;
- Feldpostbriefe;
- Irlmaier, soweit es sich um privatee Gesichte handelt;
- Bouviers Zeittafel;
- mehr?
Das finde ich interessant, und ich kann mich dem nicht voellig verschliessen. Was meint Ihr? Was ist echt, was ist Unsinn? Koennte es sein, dass alles 'Spreu' ist?
Beste Gruesse vom deutschen Kiwi

Vielleicht hat der Vatikan ja rund um Fatima getrickst?

Georg @, Sonntag, 25. September 2011, 14:44 vor 3210 Tagen @ Down Under 7024 mal gelesen

Vielleicht hat der Vatikan ja rund um Fatima getrickst?


Da sind die Schilderungen von dem zukünftigen Papst
die auf das Schussatentat auf JP II. hingebogen worden sind.
Wer aber die Prophs kennt, der weiß auch um das Schicksal
eines künftigen Papstes der fliehen muss.

Da würde vieles doch wohl viel besser hinpassen?


mfG Georg

Nicht unbedingt, es wird das Amt des Pontifex beschrieben

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 26. September 2011, 01:16 vor 3209 Tagen @ Georg 6842 mal gelesen

Hallo Georg!

"Vielleicht hat der Vatikan ja rund um Fatima getrickst?


Da sind die Schilderungen von dem zukünftigen Papst
die auf das Schussatentat auf JP II. hingebogen worden sind.
Wer aber die Prophs kennt, der weiß auch um das Schicksal
eines künftigen Papstes der fliehen muss.

Da würde vieles doch wohl viel besser hinpassen?


mfG Georg"

Über diese angeblichen Fatima-Weissagungen hatte ich schon einige
Kritiken gelesen, wirklich von Experten.

Sowohl die erste Fassung mit dem angeblichen Atombomben-Teppich, der
beinahe flächendeckend alles Leben auslöschen soll, ist völliger
Humbug, als auch die zweite Version, die im Jahr 2000 veröffentlicht
worden war.
=> Die Version A ist völlig auf den Kalten Krieg zugeschnitten worden,
als eine allgemeine Furcht herrschte vor dem Einsatz von Atomwaffen.

Die 2000er-Version ist eine völlig andere Geschichte, woraus logisch
folgt, daß entweder Fassung A oder Fassung B frei erfunden ist.
Die Fassung B könnte durchaus einen wahren Kern enthalten, sie bricht
jedoch mit der Ermordung des Pontifex so abrupt ab, daß jeder Vollidiot
merkt, daß ein ganzer Teil der Geschichte ausgelassen bzw. wegzensiert
worden ist.
So oft, wie Päpste inzwischen reisen, liegt ein Mord nicht im Bereich
des Unmöglichen. Da hat doch beim jetzigen Papstbesuch schon wieder einer
mit einem Gewehr herumhantiert.
Ermordeter & Fluchtpapst müssen auch keineswegs identisch sein: Einer
überlebt ein Attentat (also JPII), einer nicht, und der nächste,
letztnichtmindest, ist dann der Fluchtpapst.

In Visionen wird oft nicht der Lebensverlauf einer konkreten Person
gesehen, sondern das Amt also in diesem Falle das Kirchenoberhaupt.

Grüße,
Eyspfeil

Ermordeter & Fluchtpapst müssen auch keineswegs identisch sein

Georg @, Montag, 26. September 2011, 11:54 vor 3209 Tagen @ Eyspfeil 6825 mal gelesen

Ermordeter & Fluchtpapst müssen auch keineswegs identisch sein


Hallo,


sicherlich.


Bleibt auch noch die Variante, dass es sich bei beiden Päpsten
um zukünftige handelt.


Ich persönlich glaube eher nicht, dass einer der genannten Päpste
JP II. ist.

Was allein schon daran ersichtlich ist, dass der Papstattentäter
Ali Agca eines an Hintergrundinfos über die Zukunft
zu haben scheint.

...und JP II. und Agca haben sich ausgiebig ausgesprochen,
die wissen also Beischeid, der Vatikan weiß Bescheid, etc....

.........oder zumindest weiß er wesentlch als wie
er offiziell zugibt.

mfG Georg

Künftige Kirchenspaltung kann auch 2 Päpste - Papst und Gegenpapast bringen

Georg @, Montag, 26. September 2011, 12:09 vor 3209 Tagen @ Georg 6833 mal gelesen

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Wandersage??

BBouvier, Sonntag, 25. September 2011, 19:09 vor 3210 Tagen @ Down Under 6997 mal gelesen

<"Nach Huebscher sind europaeische Prophezeiungen eine grosse sich staendig wandelnde Wandersage...">

Diese Vorstellung ist allein schon dadurch widerlegt,
dass in einer Vielzahl alter Schauungen
im Zusammenhang mit dem Russischen Feldzuge bereits
physikalische Détails von Impakten und deren Folgen in allen
Einzelheiten richtig beschrieben wurden, als die Wissenschaft
davon noch keinen blassen Schimmer hatte.

Grüsse,
BB


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- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet

BBouvier, Sonntag, 25. September 2011, 19:28 vor 3210 Tagen @ Down Under 7393 mal gelesen

<" ebenso beeindruckend die weitere Entwicklug
mit dem wohl vorausgesagten Attentat
auf Johannes Paul II
am FATIMA-TAG 1981...">

Sicherlich nicht!

Hier die Aussage:
=>
"Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist:
„etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel,
wenn sie davor vorübergehen“
und einen in Weiß gekleideten Bischof -
„wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war“.

Wir sahen verschiedene andere Bischöfe, Priester,
Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg
hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand
aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde.
Bevor er dort ankam,
ging der Heilige Vater durch eine große Stadt,
die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt,
von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen
der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete
.
Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen
des großen Kreuzes nieder.
Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet,
die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen.

Genauso (!) starben nach und nach
die Bischöfe, Priester,
Ordensleute und verschiedene weltliche Personen,
Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen
und Positionen
.

Gruss,
BB


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Was ist echt?

Down Under @, Montag, 26. September 2011, 13:57 vor 3209 Tagen @ BBouvier 6857 mal gelesen

Hallo BB,
danke Dir. Ich kenne diesen Text, auch die Kommentierung dazu von Kardinal Ratzinger von vor etwa elf Jahren und das Buch "The last secret of Fatima" von Kardinal Bertone - wo es jeweils sinngemaess heisst (zum Teil unter Bezugnahme auf Aussagen von Schwester Lucia von nach 1981), die Fatima-Prophezeiung sei mittlerweile erfuellt. Ich weiss nicht, was zutrifft.
Meine Frage war, welche Prophezeiungen als echt und welche als unecht eingeordnet werden koennen. Zu den mich beeindruckenden Prophezeiungen gehoeren Fatima und die Feldpostbriefe.
Was meinst Du / meint Ihr?
Gruss
Kiwi

Welche Schauung ist das?

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 26. September 2011, 17:33 vor 3209 Tagen @ BBouvier 6887 mal gelesen

Hallo BBouvier!

"Hier die Aussage:
=>
"Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist:
„etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel,
wenn sie davor vorübergehen“
und einen in Weiß gekleideten Bischof -
„wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war“.

Wir sahen verschiedene andere Bischöfe, Priester,
Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg
hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand
aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde.
Bevor er dort ankam,
ging der Heilige Vater durch eine große Stadt,
die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt,
von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen
der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete.
Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen
des großen Kreuzes nieder.
Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet,
die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen.

Genauso (!) starben nach und nach
die Bischöfe, Priester,
Ordensleute und verschiedene weltliche Personen,
Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen
und Positionen.

Gruss,
BB"

Donnerwetter! Ist das eine Schauung oder Interpretation des 3.Geheimnisses?
Dann könnte nämlich an der 2000 veröffentlichten Fatima-Version schon etwas
dran sein, nur wurden allzu brisante Inhalte vom Vatikan
herausgesiebt bzw. der spätere Text ganz ausgelassen.
=> Etwa daß die ganze Geschichte in Rom abläuft, und nicht nur der Papst dran
ist, sondern auch Bischöfe, Priester und andere verfolgt wurden.

Nur steht das mit der Papstflucht in Widerspruch: Ein toter Papst kann nicht
mehr fliehen und später einen Kaiser krönen...

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

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Entsprechung bei Don Bosco/Papst wird auf der Flucht ermordet?

Taurec ⌂ @, München, Montag, 26. September 2011, 18:18 vor 3209 Tagen @ BBouvier 7387 mal gelesen

Hallo!

Diese Aussage hat eine Entsprechung bei Don Bosco, dessen Aussagen von der Kirche ebenfalls geheimgehalten werden sollten, was ihnen jedoch nicht gelang.

Aus einer längeren Vision, in dem symbolisch das "Kirchenschiff" gegen die Schiffe der Kirchenfeinde kämpft:

"Da auf einmal fällt der Papst, schwer getroffen. Seine Umgebung eilt ihm sofort zu Hilfe und hebt ihn auf. Zum zweiten Male wird der Papst getroffen, er fällt von neuem und stirbt. Bei den Feinden erhebt sich Sieges- und Freudengeschrei, von ihren Schiffen vernimmt man unbeschreiblichen Jubel. Allein, kaum ist der Papst tot, so tritt schon ein anderer Papst an seine Stelle. Die versammelten Kapitäne haben ihn so schnell gewählt, daß die Todesnachricht des Papstes mit der Wahl seines Nachfolgers gleichzeitig bekannt wird. Nun schwindet den Gegnern der Mut."

Bei Irlmaier steht:
"Ich sehe Priester mit weißen Haaren tot am Boden liegen. Hinter dem Papst ist ein blutiges Messer, aber ich glaub, er kommt ihnen im Pilgerkleid aus."

Das blutige Messer wäre eigentlich so zu deuten, daß der Papst auch davon getroffen wird. Womöglich kommt er ihnen also nicht aus, sondern wird auf der Flucht von den Kommunisten aufgegriffen und umgebracht.
In Anlehnung an Bosco:
Das erste Mal getroffen = Papstflucht, aber er entkommt, durch verwüstete Städte.
Das zweite Mal getroffen = auf der Flucht erwischt und umgebracht.

Bei Helena Wallraff (gest. 1801):
„Ein geflüchteter Papst, dem lediglich vier Kardinäle folgen, sucht seine Zuflucht in Köln.“

(Bei Kugelbeer sind es zwei Kardinäle.)

Denkbar ist, daß diese vier Kardinäle unter sich den Nachfolger wählen. Die Kirche kann zu diesem Zeitpunkt auf keine Infrastruktur zurückgreifen. Niemand weiß, wo der Papst ist und ob er noch lebt. Ein Konklave kann nicht einberufen werden. Die vier machen das unter sich aus und erst, wenn das nächste Mal wieder ein Papst in der Öffentlichkeit auftritt (wenige Wochen später in Köln beim Imperator), wird der Tod des Papstes bekannt zusammen mit seinem Nachfolger.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Umzug nach Bayern

lissi @, Sonntag, 25. September 2011, 11:31 vor 3210 Tagen @ Down Under 7487 mal gelesen

Stephan Berndt hat eine Homepage die sinngemaess mit "Prophezeiungen zur Zukunft Europas" betitelt ist. Seit etwa 2009 ist sie stillgelegt.
Wenn ich mich recht entsinne, schrieb Berndt vor der Stillegung einmal auf seiner Homepage, dass er sie dann stillegen werde, wenn sinngemaess "es ernst wird". Er wollte sich dann zurueckziehen und seine Vorbereitungen abschliessen.
Aus dem Internet geht hervor, dass Berndt frueher in Hamburg gelebt hat und dann nach Bayern gezogen ist. In seinen frueheren Interviews gab er an, in der Umgebung von Muenchen zu leben. Er scheint tatsaechlich im "Sauruessel" zu wohnen und, wie angedeutet, extra in Voraussicht dorthin gezogen zu sein.
Was haltet Ihr von Berndt? Vor allem - was haltet Ihr von der Tatsache, dass er seine Homepage seit etwa zwei Jahren stillgelegt ist, und dass er dies recht lange vorher quasi als "Vorzeichen" bekanntgemacht hat?

Unabhängig von der Wertung der Berndt'schen Interpretationen ist für mich sein Umzug nachvollziehbar. Sollten sich die Vorzeichen z.B. am Anfang eines Jahres verdichten, bleibt wohl nicht so viel Zeit, einen Umzug zu organisieren (Verkauf des eigenen Hauses, Suche und Neukauf in Bayern etc. [ich gehe mal davon aus, dass er Häuslebesitzer ist/war]). Ich habe mich auch schon mal in Bayern umgesehen, zwar nicht im Saurüssel sondern eher in Richtung Allgäu - auf jeden Fall südlich der Donau. Mir ist auch bewußt, dass man nicht allem davonlaufen kann- dennoch werde ich, falls ich die Möglichkeit hierzu habe, eine "Südflucht" nicht ausschließen. Ich hoffe nur, dass mir das dann noch rechtzeitig gelingt.

Sehe ich auch so

Down Under @, Sonntag, 25. September 2011, 12:59 vor 3210 Tagen @ lissi 7088 mal gelesen

Danke auch Lissi,
das finde ich plausibel. Selbst wenn es nicht 'richtig' krachen sollte, buergerkriegsaehnlich Zustaende stehen wohl recht sicher an. Und die erlebt man besser im beschaulichen Oberbayern auf dem Landes als in Hamburg.
Beste Gruesse

in Richtung Saurüssel

Alex @, Sonntag, 25. September 2011, 17:00 vor 3210 Tagen @ Down Under 7228 mal gelesen

bearbeitet von Forumsleitung, Sonntag, 25. September 2011, 17:57

hallo Leute,

ihr habts gut. Ihr könnt da einfach so runter und euch auf Eure Vorbereitung konzentrieren.

Auch ich habe in den letzten Jahren mehrfach versucht mich dort unten anzusiedeln.
Von der Loge geächtet könnt ihr Euch ja dann vorstellen wie das läuft.
Da wird dann sofort die Loge vom Dienst benachrichtigt und dann steigern sich so Sachen wie stalking, mobbing und elektromagnetischer Beschuss Deiner Wohnräume langsam aber sicher.

Als ich aus einem Kaff in den Bergen wieder auszog hatte der Vermieter sogar noch die Frechheit mir zu sagen: "wo Du auch hingehst, da wird Dir das Gleiche geschehen."
Und so geschah das dann auch in der Wohnung in die ich von dort aus zog (Nähe Traunstein).
Wenn einem dann auch per Chip die natürliche Aggressivität "ausgeschaltet" werden kann und man sich nicht mal gegen die grössten Idioten verteidigen kann.... - ein schwieriges Szenario.

Naja - bald werde ich es mal wieder versuchen.
Vielleicht wohnt ja bis dahin auch der ein oder andere ungebundene und unabhängige dort in der Gegend mit dem man sich vernetzen kann.

Gruss,
Alex


Neue Männer braucht das Land!!

Schritt Nr. 14: "Die Erschaffung einer versklavenden (unsinnigen / bewusst irreführenden) Philosophie innerhalb einer Feindesnation." ----Psychopolitik (Kapitel 1)

Re: In Richtung Saurüssel

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Sonntag, 25. September 2011, 21:52 vor 3209 Tagen @ Alex 7163 mal gelesen

Hallo Alex!

"Auch ich habe in den letzten Jahren mehrfach versucht mich dort unten anzusiedeln.
Von der Loge geächtet könnt ihr Euch ja dann vorstellen wie das läuft.
Da wird dann sofort die Loge vom Dienst benachrichtigt und dann steigern sich so Sachen wie stalking, mobbing und elektromagnetischer Beschuss Deiner Wohnräume langsam aber sicher."

Würdest Du Dich bitte ein wenig klarer ausdrücken, was Deine Erfahrung mit dem Süden
Bayerns betrifft?
Also Du stammst aus dem Norden und versuchtest, im Süden heimisch zu werden.
was genau passierte dann? Welche böhsen Logen suchten Dich heim?

Mfg,
Eyspfeil

in Richtung Saurüssel

Alex @, Montag, 26. September 2011, 12:15 vor 3209 Tagen @ Eyspfeil 7386 mal gelesen

Hallo Alex!

"Auch ich habe in den letzten Jahren mehrfach versucht mich dort unten anzusiedeln.
Von der Loge geächtet könnt ihr Euch ja dann vorstellen wie das läuft.
Da wird dann sofort die Loge vom Dienst benachrichtigt und dann steigern sich so Sachen wie stalking, mobbing und elektromagnetischer Beschuss Deiner Wohnräume langsam aber sicher."

Würdest Du Dich bitte ein wenig klarer ausdrücken, was Deine Erfahrung mit dem Süden
Bayerns betrifft?
Also Du stammst aus dem Norden und versuchtest, im Süden heimisch zu werden.
was genau passierte dann? Welche böhsen Logen suchten Dich heim?

Mfg,
Eyspfeil

hallo Eyespfeil,

Bitte lass es hier nicht zu einem Missverständnis kommen:

Was sich da "Böses" abspielt ist gegen mich persönlich gerichtet und hat nichts mit der Gegend oder mit der Mentalität der Bürger dort zu tun. In München erging es mir genau so; hier wo ich wohne auch; in Kanada ähnlich; und in Griechenland bis zu einem gewissen Grad auch so

Es ist halt so wie Wolfgang Eggert in seiner Triologie an irgendeiner Stelle sagt: "wenn man offen gegen die Loge und gegen deren Ideen redet dann nehmen die einem die Luft zum Atmen"
---> Ich tue das natürlich und das aus freiem Willen.

Die Tatsache, dass die "Geächteten" auch dort unten erfasst werden (können) sollte man nicht gegen die Gegend werten.
ich glaube denen geht es hauptsächlich darum Dir zu demonstrieren, dass sie überall an Dich rankommen - naja, ist ja auch keine Kunst wenn das Ziel eine Elektrode im Kopf hat.


Übrigens bin ich kein Fremder dort unten.
(die Gegend in Frage ist nicht direkt im Saurüssel, sondern ein paar Km westlich davon an der Bergkette, südlich von Traunstein).
Mein Opa lebte seit Ende des 2. Weltkrieges dort und man kannte ihn dort auch.
Und mein Onkel lebt heute immer noch da unten.

Nun aber zur Gegend dort unten:

Die Gegend ist sehr schön da unten. Die Leute sind sehr hilfsbereit. Und im Gegensatz zum Rest von Deutschland weiss ein Grossteil der Leute da unten, dass was kommt.

Dazu sind auch viele in dieser Gegend selber Flüchtlinge (aus dem 2.WK), bzw. deren Nachkommen. Und so mancher aus solch einer Flüchtlingsfamilie hat dort unten erfolgreich sein Geschäft gemacht/gehabt und gehört da jetzt wohl zu den "Dorfhäuptlingen"
Daraus sollte man dann schliessen dürfen, dass auch im Krieg, oder kurz davor/darauf, eine gewisse Freundlichkeit bzw. Opferereitschaft gegenüber mittellosen Flüchtlingen bestehen wird.
Dazu hat da auch sicher fast jede Familie da noch irgendwo ein Gewehr - wie es halt in Gegenden auf dem Land immer so üblich war - und es wird sich dort sicher viel eher als anderswo eine Bürgerwehr aufstellen lassen.
Das ist meiner Meinung nach eine sehr wichtige Komponente, da wohl keiner irgendwo hinflüchten will wo ihm Frau und Kinder vergewaltigt werden (auch wenn es da was zu essen gibt)

Da die Gegend dort unten absolut vom Tourismus abhängig ist wird man wohl damit rechnen dürfen, dass Fremde auch in Zeiten der Unruhen dort noch willkommen sein werden. Vielleicht sogar gerade dann, weil jeder Gast im Normalfall neues Geld mitbringt.

Als Deutscher aus dem Rest des Landes würde ich definitiv mal öfters da runterfahren, ein paar Leute kennenlernen (wenn es auch nur der Hotelier oder der Vermieter der Ferienwohnung ist), den einen oder anderen Berg hochwandern, vielleicht sogar ein paar Konserven verstecken :-P
Wenn die Leute bis zum Ende Einnahmen haben werden, dann werden mit Sicherheit weniger Leute verhungern wenn die Hungerszeit kommt.

Wenn Du da runterziehen willst musst halt schauen was sich Dir dort für Berufsmöglichkeiten bieten.
Wenn man bereit ist alles zu tun findet man dort sicher auch Arbeit
Ohne Arbeit (Harz 4) lässt sich dort sicher besser leben als in manch anderem überteuertem Gebiet. Denn so teuer ist das Essen in den Märkten dort nicht. Und irgendwas zum Handanlegen wird man da immer finden, hatte ich den Anschein.
Und während Harz 4 jetzt vielleicht noch mit einem negativen Stigma versehen sein mag, so wird sich auch das bald ändern (müssen), spätestens wenn die Hälfte der Leute arbeitslos ist.

Ich hoffe mein Beitrag hat Dir ein bisschen geholfen.
Habe ich Deine Fragen beantwortet, Eyespfeil?

Gruss,
Alex


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Solange es Arbeit gibt bleiben, wenns schlecht wird, fliehen...

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Samstag, 08. Oktober 2011, 02:23 vor 3197 Tagen @ Alex 6842 mal gelesen

Hallo Alex!

"Da die Gegend dort unten absolut vom Tourismus abhängig ist wird man wohl damit rechnen dürfen, dass Fremde auch in Zeiten der Unruhen dort noch willkommen sein werden. Vielleicht sogar gerade dann, weil jeder Gast im Normalfall neues Geld mitbringt."

Danke für Deine Anwort. Aus Zeitmangel konnte ich Dir nicht schnell antworten.
Naja Fremde: Die sind zwar wie in allen schönen Gegenden vom Tourismus abhängig,
aber in wirklich schlechten Zeiten schauen die schon ganz genau hin, ob sie dem
Fremden trauen können. Du weißt ja: "Die Städter flüchten aufs Land und werden
von den Bauern erschlagen".

Arbeit in "schöner Landschaft" findet man als wenig Qualifizierter
wie z.B. ich zumeist nur in der Gastronomie, und dafür bin ich
nicht wirklich der Geeignete dafür.
In relativ häßlicher Gegend wie dem Großraum Stuttgart bin ich zwar
unzufrieden, aber es gibt noch ein wenig mehr Jobgelegenheiten.

Wenns dann schlechter wird, dann bastel ich mir eine Fluchtroute zurecht:
Wer im Westen wohnt wie ich, dann ist es durch den Nordschwarzwald bis zum
Rhein kürzer, als jemand, der in Bayern wohnt wie z.B. BBouvier und Taurec:
Für die beiden wären die südlichen Ufer der Donau, hin zu den Alpen die
optimale Fluchtroute.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

Stephan Berndt

PAUL @, Sonntag, 25. September 2011, 22:11 vor 3209 Tagen @ Down Under 8804 mal gelesen

Als ehemaliger Leser von Stephan Berndt´s Page, kann ich nur sagen, das er viele Entwicklungen, welche jetzt geschehen, ziemlich genau ermittelt hat, zu einer Zeit, als viele zB. Putin noch nicht recht kannten (2003-2005). Er hat dort bereits vieles vorweg genommen, was anschliessend auch bezüglich Putin eintraf. Das er die Seite dicht gemacht hat und sich nach Bayern zurück gezogen hat ist nur konsequent. Er schrieb, der Krieg würde "jetzt" (damals in 2010) los gehen. In gewisser Weise ist dies alles eh ZU SPÄT :-D . Der Krieg läuft eigentlich schon seid 1999. Seit dem Einmarsch ins Kosovo ist die NATO fast non stop im Kriege. Kriege welche wir gerade verlieren und dessen Kosten gerade die Wirtschaft abwürgen... Wenn Stephan Berndt jetzt nun 2010 seine Page wegen den besagten Gründen abgemeldet hat, so konnte aus meiner Sicht das Timing nicht besser sein, denn der Krieg wird ja schon "unter der Fuchtel" gführt, und es ist nur noch eine Frage von Monaten, wann dieser ganz offiziell los geht (meine Ansicht).

Stephan Berndt ist mit BB einer der beiden Größen in der Proph-Szene.

Gruß

PAUL

p.s.
Inflation ist der Preis der Niederlage...

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Danke für die Blumen, Paul!

BBouvier, Montag, 26. September 2011, 01:20 vor 3209 Tagen @ PAUL 7092 mal gelesen

Jedoch hast Du Taurec nicht genannt.

Und Der (!) ist weltweit der Doyen
dieses Fachgebietes!
Gegen Den sind alle anderen veritable Zwerge
und lauter Dilettanten.

Vielleicht bekommt er sein Werk
"Weltenbrand" irgendwann ja doch mal fertig?

Und womöglich noch vor dem Jahre "X"? :lookaround:

Dann könnten wir das Forum eigentlich
schliessen und auf die Überschrift:
"Lies Taurecs Buch!"
...verweisen. :yes:

Mit besten Grüssen!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Präsident der Ereignisse?

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 26. September 2011, 02:07 vor 3209 Tagen @ PAUL 7053 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Montag, 26. September 2011, 02:18

Hallo Paul!

"Als ehemaliger Leser von Stephan Berndt´s Page, kann ich nur sagen, das er viele Entwicklungen, welche jetzt geschehen, ziemlich genau ermittelt hat, zu einer Zeit, als viele zB. Putin noch nicht recht kannten (2003-2005). Er hat dort bereits vieles vorweg genommen, was anschliessend auch bezüglich Putin eintraf."

Das ist der neueste Coup: Putin und Medwedjew rochieren.
2008 wurde die Legislaturperiode von vier auf sechs Jahre
heraufgesetzt, also des Präsienten-Amtes.
Das bedeutet, wenn er sich im März 2012 wiederwählt zum
Präsidenten aller Reußen, dann bleibt er dies bis zum
März 2018.
Medwedjew wird MP. Im Dezember 2011 sind "Parlaments"-Wahlen,
er bleibt also bis mindestens Dezember 2015 im Amt.
Zwei Freunde regieren das größte Land der Welt.:-D

Aber ob es der Präsident der Ereignisse ist?
Das gibts doch eine Schauung, einer deutschen
Seherin meine ich, die sah einen jungen blonden
Mann, von dem ginge Gefahr aus...
Putin ist etwa gleichalt wie Merkel.

Grüße,
Eyspfeil

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roter Umsturz

BBouvier, Montag, 26. September 2011, 04:11 vor 3209 Tagen @ Eyspfeil 7119 mal gelesen

Aber ob es der Präsident der Ereignisse ist?

Kaum.
Meiner Auffassung nach spricht nicht viel dafür.
Vielmehr scheint es mir, auch Russland
werde von den revolutionären Wirren betroffen
und die "Roten" kämen dort wieder ans Ruder.

1)
Nostradamus, VI/74

"Die Linke wird (wieder) zur Herrschaft gelangen
...Mehr als je wird ihre Zeit triumphieren
73 (Jahre) bis zum Tode (Ende der SU) allzu sicher" (war man)

2)
Marianne Lenormand (1772-1843)

"Der Pariser wird selbst mit der Wut und der
Verzweiflung im Herzen und erfüllt von der Lehre,
welche der Moskowiter
uns gab, mit wütender Hand
die Anstrengungen unterstützen,
womit die Barbaren die Königin der Staedte (=Paris)
vernichten wollen."

"Moskowiter" => sprachlich alter Ausdruck für:
"Moskauer" => Einwohner Moskaus
"Lehre der Moskowiter" => Kommunismus

Diese Aussage ist bemerkenswert,
weil ja vor der Russischen Revolution 1917
Niemand verstand, was Lenormand
mit "Lehre Moskaus"
=> "Kommunistische Doktrin"
eigentlich wohl hatte sagen wollen.

Und nach einer anderen Prophezeiung
rufen die frz. Aufständischen die
Russen zu Hilfe!

3)
Dem fiktiven "Mühlhiasl" zugeschrieben:

"Auf die Frage, ob dies etwa Franzosen seien, erwiderte der Mühlhiasl:
“Nein, Franzosen sind's nicht,
rote Hosen haben' s auch nicht an (= bis 1914 rote Uniformhosen)
aber die Roten sind's!
Wenn sie kommen, muss man da vonlaufen, was man kann
und als Mundvorrat Brot mitnehmen.
Wer drei Laib Brot dabei hat, und beim Laufen einen verliert,
darf sich nicht bücken darum: so eilig ist es."

4)
Kugelbeer (nach Ellerhorst, 1922)

"Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt
der Umsturz von Rußland her,
zuerst nach Deutschland, darauf nach Frankreich,
Italien und England. Allerorts ist Aufruhr und Zerstörung."

Gruss,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Aussage Conchitas und reale Ereignisse

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 26. September 2011, 04:54 vor 3209 Tagen @ BBouvier 7164 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Montag, 26. September 2011, 05:05

Hallo BBouvier!

"Die Linke wird (wieder) zur Herrschaft gelangen
...Mehr als je wird ihre Zeit triumphieren
73 (Jahre) bis zum Tode (Ende der SU) allzu sicher" (war man)"

Das Merkwürdige ist doch die Aussage Conchitas 1965,
als beinahe ein Drittel des Erdballs unter der
kommunistischen Knute war:

"Conchita told the author in 1965 when everything would be set in motion:
"When communism comes again everything will happen."
The author responded: "What do you mean by comes again?"
"Yes, when it newly comes again," she replied.
"Does that mean that communism will go away before that?"
"I don't know," she said in reply, "the Blessed Virgin simply said 'when communism comes again'.

Also er kommt wieder, und das zu einem Zeitpunkt,
als er gar nicht verschwunden war!
Damit haben wir einen Echtheitsbeweis dieser Aussage,
denn damals verstand das keiner.
Alle sagten (siehe den Interviewer) 'häh? Der Kommunismus
ist doch da, was soll da wiederkommen?'

Und in Griechenland
kommt die Sache schon ins Rollen!

Gruß,
Eyspfeil

Kopfnicken

attempto @, Montag, 26. September 2011, 08:32 vor 3209 Tagen @ Eyspfeil 6794 mal gelesen

In einer anderen Prophezeiung (habe momentan keine Zeit nachzusehen) wurde als Vorzeichen der Ereignisse unter Anderem vom 'Siegeszug der Linken' berichtet. Leider wurde nicht erwähnt, WO dieser 'Siegeszug' stattfinden würde. Da es sich jedoch um eine Vorhersage für Deutschland/Europa handelt (andere interessieren mich nicht), wird wohl Europa damit gemeint sein.
Während in Europa und Deutschland (letzte Landtagswahlen) 'linke' Parteien siegreich waren, und sogar bei der konservativen CDU ein Linksruck festzustellen ist (von der Altherrenriege beklagt), stürzen im arabischen Raum die sozialistischen Diktatoren.
Beide Entwicklungen tragen wohl nicht zur Stärkung der Sicherheit Europas bei...

'Siegeszug der Linken'

Georg @, Montag, 26. September 2011, 12:16 vor 3209 Tagen @ attempto 6923 mal gelesen

Hallo,


Da meinst du wahrscheinlich den Waldviertler.

......hält die Linke einen Siegeszug
......sind überall die Linken an der Macht


Übrigens soll es momentan in russland recht
Sowjetnostalgie geben.

Damals so der weit verbreitete Tenor war Russland groß
und man musste nicht nicht darum kümmern,
ob man morgen noch zu essen hat. etc.....


mfG Georg

Frankreichs Linke

lissi @, Dienstag, 27. September 2011, 09:14 vor 3208 Tagen @ Georg 6792 mal gelesen

Stand gestern in der Tageszeitung:

"Paris. In Frankreich haben die oppositionellen Linksparteien nach Angaben der Sozialisten am Sonntag erstmals die Mehrheit im Oberhaus des Parlaments gewonnen...."

Wohl ein weiteres Indiz für das Wiederaufleben des Kommunismus.

Bitte nicht die Tagespolitik so hoch hängen!

DerBerliner @, Dienstag, 27. September 2011, 13:15 vor 3208 Tagen @ Georg 6854 mal gelesen

Hallo,

wer Frankreich und auch Italien etwas kennt, der sollte wissen, daß es dort latent immer viele Kommunisten gab und gibt, besonders viele der Sorte "Peppone"!

Und bei einer Alternative, die "Sarkotzi" heißt, so aussieht und handelt, da fällt es nicht schwer, mal die andere Seite zu wählen.

Der Unterschied zu uns Deutschen liegt primär darin, daß die Romanen viel schneller handeln, während wir nicht den Rasen betreten.

So einfach ist das!

Bringen wir's auf eine kurze, sehr polemische Formel mit wahrem Kern:
- Während die Slawen im Suff die wildestem Sprüche klopfen und die tollsten Taten vollbringen
- und die Deuschen in Gremien endlos neue Gesetze diskutieren, Vereine und Behörden gründen,
- gehen die Romanen nach dem dritten Glas Rotwein kurz auf die Straße und knüpfen mal eben die auf, für die die Deutschen erst mal einen internationalen Gerichtshof suchen wollen.

Und die Russen, die noch nie länger freie Menschen waren, halte ich (kenne sie nicht selbst) für die klassischen Hammel, derer sich ein Führer leicht bemächtigen kann, um sie zu (ver-)leiten. Wer diese Führer überwiegend waren, welchem "Ethik-System" sie nachhingen, das ist bekannt. 100 Mio Tote zeugen davon!

Schon JvN benannte sie als das und Kinder dessen, was sie noch heute sind.

Die dies planenden Hintertanen werden die Umstände schaffen, in denen Menschen zu Unmenschen werden. Das ist ihnen schon mehrfach gelungen, am besten 1929.

Es lebe die Vielfalt Europas! (Russen zähle ich nicht dazu)
Ich liebe sie!

Gruß
DerBerliner

Quelle aus 1965?

Alex @, Montag, 26. September 2011, 09:59 vor 3209 Tagen @ Eyspfeil 6977 mal gelesen

Hallo BBouvier!

"Die Linke wird (wieder) zur Herrschaft gelangen
...Mehr als je wird ihre Zeit triumphieren
73 (Jahre) bis zum Tode (Ende der SU) allzu sicher" (war man)"

Das Merkwürdige ist doch die Aussage Conchitas 1965,
als beinahe ein Drittel des Erdballs unter der
kommunistischen Knute war:

"Conchita told the author in 1965 when everything would be set in motion:
"When communism comes again everything will happen."
The author responded: "What do you mean by comes again?"
"Yes, when it newly comes again," she replied.
"Does that mean that communism will go away before that?"
"I don't know," she said in reply, "the Blessed Virgin simply said 'when communism comes again'.

Mich täte doch mal interessieren ob es da eine Quelle für dieses Zitat aus dem jahre 1965 gibt (oder aus einer Zeit bevor die USSR zusammenbrach).
Wenn ich mich nämlich richtig erinnere wurde das erst nach dem Zusammenbruch der USSR geschrieben


Also er kommt wieder, und das zu einem Zeitpunkt,
als er gar nicht verschwunden war!
Damit haben wir einen Echtheitsbeweis dieser Aussage,
denn damals verstand das keiner.
Alle sagten (siehe den Interviewer) 'häh? Der Kommunismus
ist doch da, was soll da wiederkommen?'

Und in Griechenland
kommt die Sache schon ins Rollen!

Ob das nun "echt" ist oder nicht, es ist klar, dass es so passieren wird.
Das hat ja auch schon der sowjetische Überläufer Anatoliy Golitsyn in seinem 1985 erschienen Buch vorausgesagt: dass ein liberaler "Chef" kommt, dann Zusammenbruch der Warschauer Paktes und der USSR, deutsche Wiedervereinigung mit Fall der Mauer, eine Zeit der Zurückhaltung Russlands....
---> dann Wiedererstarkung Russlands.
-------> die Lektion: Russlands Zusammenbruch wird ein Fake sein.

In seinem 1995 erschienenen Buch (als copyright angemeldet seit 1990) "the perestroika deception" warnt er den Westen nochmals mit harten Worten und grausigen Bildern was denen (uns) bevorsteht, da sie seine Warnungen in den Wind geschlagen haben.
Für Golitsyn war die ganze Zeit glassklar, dass der Kommunismus wiederkommt. Weil er wusste, dass es ein fake war. Nur dass dann der Westen diesem Kommunismus gegenüber viel schwächer da stehen wird.

DeGard weiss ja eine Menge über diesen Abschnitt der Geschichte/Gegenwart, da er alle Überläufer analysiert hat und Bücher dazu schreibt.
(Leider hat man ihn ja aus dem Forum vertrieben. Genauso wie man geglichen Versuch auf die Existenz eines sowjetischen Langzeitplanes aufmerksam zu machen ins Lächerliche gezogen hat).

Lest Euch mal den wiki Eintrag zu Anatoliy Golitsyn durch (in englisch leider).

Wer sein Buch "the perestroika deception" lesen möchte, es gibt nun auch eine inoffizielle deutsche Übersetzung dazu - harter Tobak.
Was da drin steht.
Wenn die Politiker das nur ernst genommen hätten (bzw. zu dessen Kenntnis gelangt wären).

Gruss,
Alex


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Schritt Nr. 14: "Die Erschaffung einer versklavenden (unsinnigen / bewusst irreführenden) Philosophie innerhalb einer Feindesnation." ----Psychopolitik (Kapitel 1)

Ächz

Wintermond @, Montag, 26. September 2011, 10:48 vor 3209 Tagen @ Alex 6929 mal gelesen

Komm mal runter aus dem Actionfilm.

Golitsyn macht einen Job der Geld bringt. Er schreibt Bücher über den pausenlos global drohenden Weltkommunismus. Bücher nach dem Wunsch seiner "Betreuer". Bücher nach dem Geschmack des Amerikanischen Marktes.

Die realen Informationen die er mitbrachte, sind seit spätestens 1965 wertlos. Solange brauchte der GRU ungefähr, um alle Schäden zu beheben welche Golitsyns Abgang verursacht hatte. Seither, dh. seit mehr als 40 Jahren, verdient Golitsyn seine Kohle als Science Fiction Autor mit Echtheits-Zertifikat.

Golitsyns Wikipedia Artikel ist ein Witz. So witzig, dass man mehrere A4 Seiten schreiben müsste um alle Behübschungen und kreativen Neuinterpretationen zu korrigieren die darin enthalten sind.

Wikipedia ist leider keineswegs gleichbedeutend mit Wahrheit. Die Qualität hängt ganz davon ab, wer die jeweilige Wiki Seite betreut.

Mit besten Grüßen
Wintermond

Golitsyn

Alex @, Montag, 26. September 2011, 17:50 vor 3209 Tagen @ Wintermond 6881 mal gelesen

bearbeitet von Alex, Montag, 26. September 2011, 18:08

Hallo Wintermond,
Eine Frage erst noch mal an Dich, bevor ich Dir auf Deinen Beitrag eine gebührende Antwort gebe.

(Und überleg vielleicht auch nochmal, ob Du hier vielleicht nicht jemanden verwechselst. Denn Golitsyn tut keines der von Dir genannten Dinge.)

Hast Du die beiden Bücher "New Lies for Old" und "the perestroika Deception" gelesen?

Bitte sei ehrlich

Gruss,
Alex

Komm mal runter aus dem Actionfilm.

Golitsyn macht einen Job der Geld bringt. Er schreibt Bücher über den pausenlos global drohenden Weltkommunismus. Bücher nach dem Wunsch seiner "Betreuer". Bücher nach dem Geschmack des Amerikanischen Marktes.

Die realen Informationen die er mitbrachte, sind seit spätestens 1965 wertlos. Solange brauchte der GRU ungefähr, um alle Schäden zu beheben welche Golitsyns Abgang verursacht hatte. Seither, dh. seit mehr als 40 Jahren, verdient Golitsyn seine Kohle als Science Fiction Autor mit Echtheits-Zertifikat.

Golitsyns Wikipedia Artikel ist ein Witz. So witzig, dass man mehrere A4 Seiten schreiben müsste um alle Behübschungen und kreativen Neuinterpretationen zu korrigieren die darin enthalten sind.

Wikipedia ist leider keineswegs gleichbedeutend mit Wahrheit. Die Qualität hängt ganz davon ab, wer die jeweilige Wiki Seite betreut.

Mit besten Grüßen
Wintermond


Neue Männer braucht das Land!!

Schritt Nr. 14: "Die Erschaffung einer versklavenden (unsinnigen / bewusst irreführenden) Philosophie innerhalb einer Feindesnation." ----Psychopolitik (Kapitel 1)

Mühlhiasl + Kugelbeer

Alex @, Montag, 26. September 2011, 09:31 vor 3209 Tagen @ BBouvier 7213 mal gelesen

Hallo Leute,

3)
Dem fiktiven "Mühlhiasl" zugeschrieben:

"Auf die Frage, ob dies etwa Franzosen seien, erwiderte der Mühlhiasl:
“Nein, Franzosen sind's nicht,
rote Hosen haben' s auch nicht an (= bis 1914 rote Uniformhosen)
aber die Roten sind's!
Wenn sie kommen, muss man da vonlaufen, was man kann
und als Mundvorrat Brot mitnehmen.
Wer drei Laib Brot dabei hat, und beim Laufen einen verliert,
darf sich nicht bücken darum: so eilig ist es."

Wenn der Mühlhiasl ein fiktiver Charakter ist, woher kommen dann die Aussagen, die da jemand in seinem Namen macht?
Seine Aussagen müssten sich dann ja irgendwo in Büchern finden lassen, die noch weit vor dem 1.WK erschienen sind.

Weiss jemand da von irgendwelchen Quellen, die das dem Mühlhiasl zugeschriebene Material enthalten und die aus seiner Zeit stammen (also nichts was erst nach dem 2WK erschien)?

4)
Kugelbeer (nach Ellerhorst, 1922)

"Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt
der Umsturz von Rußland her,
zuerst nach Deutschland, darauf nach Frankreich,
Italien und England. Allerorts ist Aufruhr und Zerstörung."

Gibt es Für dieses Zitat eine Quelle aus dem Jahre 1922?
In der Quellensammlung steht 1952 (also auch hier nach dem 2 WK)
Hat jemand eine Ahnung wann die 1. Auflage dieses 1952 in der 4. Auflage erschienene Buch erschienen ist?
Ich kann nämlich nicht mal die 4. Auflage finden.

Gruss,
Alex


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Mühlhiasl, Kugelbeer zu den Kommunisten

Taurec ⌂ @, München, Montag, 26. September 2011, 12:38 vor 3209 Tagen @ Alex 7166 mal gelesen

Hallo!

Dem fiktiven "Mühlhiasl" zugeschrieben:

"Auf die Frage, ob dies etwa Franzosen seien, erwiderte der Mühlhiasl:
“Nein, Franzosen sind's nicht,
rote Hosen haben' s auch nicht an (= bis 1914 rote Uniformhosen)
aber die Roten sind's!
Wenn sie kommen, muss man da vonlaufen, was man kann
und als Mundvorrat Brot mitnehmen.
Wer drei Laib Brot dabei hat, und beim Laufen einen verliert,
darf sich nicht bücken darum: so eilig ist es."


Wenn der Mühlhiasl ein fiktiver Charakter ist, woher kommen dann die Aussagen, die da jemand in seinem Namen macht?
Seine Aussagen müssten sich dann ja irgendwo in Büchern finden lassen, die noch weit vor dem 1.WK erschienen sind.

Die Aussage kann man komplett in der Pfeife rauchen. Wahrscheinlich zu Sowjetzeiten entstanden, um die ältere Aussage über die Rotjankerls zu erklären.

Kugelbeer (nach Ellerhorst, 1922)

"Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt
der Umsturz von Rußland her,
zuerst nach Deutschland, darauf nach Frankreich,
Italien und England. Allerorts ist Aufruhr und Zerstörung."


Gibt es Für dieses Zitat eine Quelle aus dem Jahre 1922?
In der Quellensammlung steht 1952 (also auch hier nach dem 2 WK)
Hat jemand eine Ahnung wann die 1. Auflage dieses 1952 in der 4. Auflage erschienene Buch erschienen ist?
Ich kann nämlich nicht mal die 4. Auflage finden.

Ich habe eine Auflage von 1951. Scheint die erste zu sein.
Kugelbeer hat gelebt und wurde von Ellerhorst angeblich 1922 befragt.
Der komplette Satz lautet: "Über Nacht kommt die Revolution der Kommunisten, verbunden mit den Nationalsozialisten, der Sturm über Kloster und Geistliche."
Die Nationalsozialisten fand Kugelbeer 1922 statthaft, einzubauen. Das macht es wahrscheinlich, daß er auch über Kommunisten nichts gesehen hat, sondern nur fabuliert.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Mühlhiasl

Alex @, Montag, 26. September 2011, 14:17 vor 3209 Tagen @ Taurec 7183 mal gelesen

Hallo Taurec,
willst Du damit sagen, dass der gesamte Mühlhiasl, der ja angeblich um 1750 lebte in der Pfeife zu rauchen sei?


Es ist überhaupt interessant, dass all die Aussagen über den Ruseneinmarsch - die detaillierten wenigstens - alle aus der Zeit nach dem 2. WK stammen.

Rills Briefe sind ja auch erst nach 45 aufgetaucht, oder


Und das Lindenlied? Wann ist das Lindenlied das erste Mal verifizierbar aufgetaucht?

Gruss,
Alex


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Sagen aus dem Volksmund

Taurec ⌂ @, München, Montag, 26. September 2011, 17:32 vor 3209 Tagen @ Alex 7807 mal gelesen

Hallo, Alex!

Habe gerade gesehen, daß die von Bouvier zitierte Aussage tatsächlich in der ältesten Mühlhiasquelle (1923) steht. Ich ging davon aus, das hätte später mal einer erfunden.

Dennoch:
Mühlhiasl hat nachweislich nie gelebt. Das hat Reinhard Haller in seinem Buch "Mühlhiasl" dargestellt.

1923 wurden von einem Pfarrer namens Landstorfer die Aussagen im Straubinger Tagblatt veröffentlicht und einem Matthias Lang (Spitzname Mühlhiasl) zugeschrieben.
In den folgenden Jahrzehnten haben sich Heimatschriftsteller bemüht, dem fiktiven Mühlhiasl Leben einzuhauchen. Allmählich entstand eine ganze Lebensgeschichte (Klostermüller, etc.), die aber völlig aus der Luft gegriffen ist.
Einen Mann namens Matthias Lang gab es im 18. Jahrhundert zwar, aber der hat weder mit der Geschichte, noch mit der Prophezeiung etwas zu tun.

Die Aussagen, die dem Mühlhiasl zugeschrieben wurden, sind altes Sagengut, wie es in ganz Deutschland fiktiven oder realen Gestalten zugeschrieben wurde. Das kann man noch am ehesten als "Wandersage" bezeichnen.

Zum Beispiel:

  • Stormberger (der nicht mit dem Mühlhiasl identisch ist, sondern eine eigene Überlieferungsgeschichte hat)
  • Egger Gilge
  • Katharina aus dem Ötztal (zumidest teilweise)
  • Spielbähn/Rembold (1848 von Wilhelm Schrattenholz gefälscht.)
  • Blinder Jüngling (zwei Fassungen: eine von 1645, eine von 1956)
  • Sibylle von Prag
  • Sibylle Michalda
  • Wessel Dietrich Eilert
  • Johann Peter Knopp
  • Katharina Leistnerin
  • Hertje
  • Er Roué Stevan (aus der Bretagnie, wurde von Jayef im Forum bekannt gemacht und ähnelt stellenweise ebenfalls dem Mühlhiasl)
  • Birkenbaumsage
  • Der elsische Junge
  • Wickenthies aus Burgdorf

Die Überlieferungen ähneln sich stilistisch und es kommen immer wieder die gleichen Motive in Abwandlungen vor.

Zum Beispiel:

Mühlhiasl: „Wenn d’Wägen ohne Roß und Deichsel fahren“
Rembold: „Von Wegen der Wagen, so da durch alle Welt laufen, ohne von lebendigen Geschöpfen gezogen zu werden.“
Eilert: „Auf der Straße werden nur Wagen laufen, ohne mit Pferden gespannt zu sein.“
Knopp: „Dann werden Wagen ohne Pferde mit grillenden Tönen laufen und hierauf traurige Ereignisse eintreten!“
Leistnerin: „Ein eiserner Weg wird den Schwarzwald hinaufführen, auf dem feurige Wagen ohne Pferde hin- und herfahren!“

Oder die berühmte Aussage, daß ein Laib Brotes zum Überleben reiche:

Birkenbaumsage: "So kurz wird der Krieg dauern, daß der, welcher einen Laib Brot und einen Scherz in den Kampf mitnimmt, fällt ihm der Laib hinab, sich darum nicht bücken soll, er hat am Scherz genug."
Gilge: „Vor den Schweizern braucht man nicht weiter zu fliehen als bis zu den obersten Haselstauden, und wenn einer drei Brote trägt und es fällt ihm eines aus der Hand, dann soll er nicht umschauen, er hat mit zweien genug.“
Leistnerin: "Man soll auf die Berge flüchten, einen Laib Brot, eine Speckseite und einen Krug Kirschwasser mitnehmen, und wenn das alles aufgezehrt ist, ist auch der Krieg zuende."
Mühlhiasl: "Wenn’s aber einmal kommen, muß man davonlaufen, was man kann und muß sich verstecken mit drei Laib Brot. Wenn man beim Laufen einen verliert, darf man sich nicht bücken, so muß es ‚schlaun’, wenn man den zweiten verliert, muß man ihn auch hintlassen, man kanns auch mit einem noch aushalten."
Stormberger: "Ein Strom neben dem Böhmer Wald wird bleiben, wo man den größten Sturm mit drei Laiben Brot überleben kann, wenn man es hat. Wenn aber einer im Laufen aus der Hand fällt, so laß ihn liegen, es genügen zwei auch."
Wickenthies: "Die Feinde welche ein undeutsches Volk wären, würden so in die Flucht geschlagen werden, daß, wenn ein Brodt auf den Schlagbaume läge, und sie noch so hungrich wären, sich doch keiner die Zeit nehmen würde, solches mit zu nehmen."

Sogar Irlmaier hat die Sache weitererzählt (wahrscheinlich in Kenntnis von Mühlhiasl): "Wer auf der Flucht einen Laib Brot hat fallen lassen, sollte sich nicht damit aufhalten, ihn aufzuheben. So schnell wie’s kommt. geht es auch vorbei." (Quelle: Konstantin von Bayern)
Wenn Irlmaier nicht schon mit halbem Fuß im Medienzeitalter gelebt hätte und nicht zu Lebzeiten umfangreich dokumentiert worden wäre, so hätten sich seine Aussagen nur in Grundzügen erhalten und wären völlig verdreht irgendwann mit der Volkssage untrennbar verschmolzen.

Die Konsequenz des ganzen: Selbst wenn diese Personen gelebt haben, kann man ihre Aussage nicht als eigene betrachten. Man hat sie ihnen entweder zugeschrieben oder sie haben sie selbst nur weitererzählt. In manchen Fällen könnte es auch sein, daß jemand, der selbst sah, eigene Schauungen mit Sagengut vermischt hat (so wie Irlmaier).

Wie der wahre Kern des Sagengutes aussehen könnte, vermag ich nicht zu beantworten. Die Sache ist ziemlich schwammig. Ich würde mich nicht pauschal und vor allem nicht wörtlich auf die oben stichpunktartig aufgelisteten verlassen.
Aber richtiges ist sicher irgendwie enthalten. Z. B. sind die Wagen ohne Pferde eingetroffen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Wandersagen

Walle @, Dienstag, 27. September 2011, 07:41 vor 3208 Tagen @ Taurec 6975 mal gelesen

Moin Taurec,
bei manchen Texten, besonders bei stark religiösen, erscheint es mir, als ob sie kurz nach dem sonntäglichen Gottesdienstbesuch entstanden sind.
Als ob der Pfarrer eine Sofleuse war.

Gruß Hugo


Hexenverbrennung, Inquisition, Kreuzzüge

Wir wissen wie man feiert
Ihre Kath.-Kirche

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"Lied von der Linde"

BBouvier, Montag, 26. September 2011, 19:25 vor 3209 Tagen @ Alex 6980 mal gelesen

Und das Lindenlied? Wann ist das Lindenlied das erste Mal verifizierbar aufgetaucht?

Gruss,
Alex

Falls ich mich recht entsinne, stammt das
"Lied von der Linde" von 1920.
Autor des Gedichtes: Martin Hingerl.

Enthalten ist klagende Beschreibung der Zustände damals,
die teils nur schwer von etwaiger Gegenwartsbeschreibung jetzt
zu unterscheiden ist.
In weiten Teilen handelt es sich um in Versform gebrachten
"Ludovico Rocco" (gegen 1840) und "Konzionator"
sowie teils um Präkognition aus uns unbekannten Quellen.

Das ganze hier:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=8647

Gruss,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Wladimir

Taurec ⌂ @, München, Montag, 26. September 2011, 12:21 vor 3209 Tagen @ Eyspfeil 7213 mal gelesen

Hallo!

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Aussage der Arztfrau aus dem Waldviertel (war das nun Bariona selbst oder ihre Schwester???):

Schau vom August 1997 (stand 2007 im Forum):
"Sie ist mit ihrem Sohn, der aussieht wie 16, damals 13 war und nun 23 ist, bei der Gartenarbeit. Sie ‚weiß’: Es ist dringend notwendig, Gemüse etc. für den Eigenbedarf anzubauen! Das Kraut steht wie im Mai. Das Getreide ist jedoch erst etwa 15 Zentimeter hoch. Im Osten steht der Mond als Sichel am Himmel. Dann wendet sie sich um: Und im Südwesten, dicht über dem Horizont steht ein zweiter Mond! Dieser ist ansehnlich groß und rund, beigefarben. Man kann einzelne Krater erkennen. Im ‚Osten’ ist ein sehr sympathisch wirkender, blonder Mann, zwischen 40 und 50 etwa. Dieser bringt Verderben!! Sie rafft mit fliegenden Händen ihre Habseligkeiten zusammen und flieht. Sie ist mittlerweile der Auffassung, dieser Mann sei eindeutig Wladimir Putin."

Gesehen wurde er wohl in seinem damaligen Alter. Putin geht schon auf die 60 zu.

Da Putin Russland mittlerweile zur Imperatur umgebaut hat, kann es durchaus sein, daß er noch eine Weile im Amt bleibt.
Wenn die Republiken in Europa infolge des Finanzkrachs zusammenbrechen, ist die Abschaffung der Demokratie in Russland nur noch reine Formsache.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Putininput

lissi @, Montag, 26. September 2011, 14:48 vor 3209 Tagen @ Taurec 7095 mal gelesen

Hallo,

in meinem Englischwörterbuch steht u.a. bei "put in" = hereinlegen.
honi soit qui mal y pense

Zu Putin

attempto @, Montag, 26. September 2011, 16:10 vor 3209 Tagen @ Taurec 7159 mal gelesen

Bei meiner heutigen Nachrichtenschau bin ich auf folgendes gestoßen:
Russland und China beraten militärische und militärtechnische Kooperation

Die beiden Staaten wollen offenbar militärisch und ausrüstungstechnisch enger zusammenarbeiten. Lt. Kopp-Verlag (ich weiß, daß diese Quelle ein wenig zweifelhaft ist) sprächen Experten bereits von einem zweiten 'Warschauer Pakt'.
Meiner Meinung nach ist eine Kooperation noch lange kein Bündnis, doch ein engeres Zusammenrücken, welches in einer Allianz enden könnte.

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