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Celente prognostiziert den Kollaps der EU, Nationalismus und Kriege (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier @, Mittwoch, 17.11.2010, 15:26 vor 4089 Tagen (6851 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 17.11.2010, 15:32

"Der renommierteste Zukunftsforscher der Welt, Gerald Celente,
prognostiziert den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union
in seiner jüngsten Studie nach zwei Generationen des Friedens
nun ethnische Spannungen und Nationalismus, Zerfall und Kriege –
zudem die Vertreibung aller Muslime aus Europa...
...Gerald Celente hat in den vergangenen 20 Jahren
mit der Präzision eines Scharfschützen immer wieder
auf die absehbaren politischen Entwicklungen
in der Welt aufmerksam gemacht.
Vom Zusammenbruch der früheren Sowjetunion
bis zur aktuellen Wirtschaftskrise –
stets hat sein Institut Recht behalten.
Aber nie wollte man seinen neuesten Prognosen
in Europa Glauben schenken – anders als in den USA,
wo er und sein Institut Stars sind.
So wird es wohl auch in diesem Falle sein."

Hier der ganze Artikel:
=>
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/kopp-exklusiv-ab-2-12-kriege-wieder-mitten-in-europa.html

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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England der BRD voraus

BBouvier @, Donnerstag, 18.11.2010, 02:01 vor 4088 Tagen @ BBouvier (5746 Aufrufe)

<"In Großbritannien passiert gerade das,
was den Deutschen in den kommenden Monaten erst noch bevorsteht:
weite Teile der Bevölkerung verarmen rasend schnell.
Rentner schließen sich aus purer Not zu Gangs zusammen,
immer mehr Kinder leiden Hunger, Schulen werden geschlossen
und die Abgaben immer weiter erhöht.
In Deutschland zuckt man hinsichtlich dieser Entwicklung
in Ländern wie Großbritannien noch hochnäsig mit den Schultern –
und verdrängt, dass sie auch uns bevorsteht...

Unter den Folgen leiden zuerst die Ärmsten, die Rentner etwa.
Nie zuvor hat die britische Polizei so viele Rentner
beim Diebstahl oder bei Raubüberfällen erwischt.
...
32 Prozent der Briten, die älter als 50 Jahre sind,
haben nicht einen Cent fürs Alter gespart.
Nun steigen die Steuern, die Preise für Lebensmittel
und vor allem die Preise fürs Wohnen in sicherer Umgebung.
Die Immobilienpreise für Häuser auf dem Land steigen
um wöchentlich durchschnittlich 200 Pfund (235 Euro).
Das sind immerhin mehr als 12.000 Euro im Jahr.
Und das inmitten der schlimmsten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren.
Parallel dazu fallen die Durchschnittseinkommen
der Briten unvorstellbar schnell...."

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/udo-ulfkotte/grossbritannien-ein-vorgeschmack-auf-die-auch-den-deutschen-bevorstehende-zukunft.html

Nachtrag:
=>
"Van Rompuy warnt vor Kollaps der Eurozone

17.11.2010, 11:50 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Brüssel (dpa) - EU-Ratspräsident Hermann Van Rompuy
warnt vor einem Kollaps der Eurozone,
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht aber keine Bedrohung.
Sie glaube nicht, dass die Eurozone gefährdet sei......

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

2012-1016

WG @, Donnerstag, 18.11.2010, 03:15 vor 4088 Tagen @ BBouvier (5670 Aufrufe)

Der Artikel erschien am 21.07.2010 auf der Kopp-Seite. Kurz danach ging die Sache mit Sarrazin/Ulfkotte los und der Roma&Sinti-Rausschmiss aus Frankreich, also erste Anzeichen für seine Prognose.
Weiß jemand, ob Celente auch Schauungen für seine Zukunftsforschung mit verarbeitet?

Interessant fand ich schon damals, dass Celente den Zeitraum von 2012-2016 angibt. Das "Lied der Linde" gibt aber für die Vertreibung der "nicht pflügenden bunten Fremdlinge" eine Chronologie nach der 3TF an. Gibt es hierzu eigentlich eine uns bekannte Quelle, aus der der Verfasser des Liedes damals schöpfte?

Gruß
WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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Lindelied - bunter Fremdling

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 18.11.2010, 14:24 vor 4088 Tagen @ WG (5901 Aufrufe)

Hallo, WG!

Das "Lied der Linde" gibt aber für die Vertreibung der "nicht
pflügenden bunten Fremdlinge" eine Chronologie nach der 3TF an. Gibt es
hierzu eigentlich eine uns bekannte Quelle, aus der der Verfasser des
Liedes damals schöpfte?

Ich habe vor ein paar Monaten mal eine (mutmaßliche) Zuordnung damals bekannter Aussagen zu den Lindeliedversen gemacht, ausgehend von der These Dr. Wilhelm Ettelts, das Lied sei eine Verarbeitung des Buches "Der kommende große Monarch" von Spirago/Konzionator:

https://schauungen.de/forum/index.php?id=8647

25:
Alle Störer er zum Barren treibt,
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Vorlage nach Konzionator:
Z. 3 und 4: Lehninsche Weissagung: „Die Mark, ihre alten Leiden völlig vergessend, nährt treulich ihre Kinder, nicht freut sich der Fremdling.“

Ob das stimmt, ist nicht ganz klar, denn immerhin ist in der Lehninschen nicht von "bunten" die Rede.
Im Zusammenhang wird aber deutlich, daß auch in der Lehninschen Weissagung (deren Echtheit - zumindest des Endes - wiederum ein Sonderthema ist) die Stelle mit den Fremdlingen nach "wundersamen Ereignissen", bzw. dem Kommen des Monarchen angesetzt wird:

"Nun scheinen wunderbare Ereignisse zu kommen.
Und der Fürst
[der zuvor Gegenstand der Weissagung war] merkt nicht, daß eine neue Macht heranwächst.
Endlich führt die Szepter der letzte in der Ahnentafel.
Israel untersteht sich ein abscheuliches Verbrechen, das es mit dem Tode sühnen wird.
Und der Hirt erhält die Herde wieder und Deutschland den König.
Die Mark, ihre alten Leiden völlig vergessend,
wagt die Ihrigen selbst zu pflegen, nicht freut sich der Fremdling,
die alten Gebäude von Lehnin und Chorin erstehen wieder
und nach der alten Sitte glänzt in Ehren die Geistlichkeit;
und nicht mehr stellt der Wolf der edlen Herde nach."

(Quelle)

Das Lied ist aber nicht nur eine Verarbeitung bekannter Prophezeiungen, sondern mehr. Es ist darin enthalten noch die Erwartungen des Autors über die Entwicklung und vermutlich noch mindestens eine unbekannte Quelle.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Besten Dank!

WG @, Donnerstag, 18.11.2010, 22:41 vor 4087 Tagen @ Taurec (5014 Aufrufe)

Danke Taurec!

Vor allem für das Scharnier zur Lehninschen Weissagung. Diese kannte ich bisher noch nicht.

Herzlichen Gruß
WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

Über Deutungen und Herleitungen kann man ewig streiten

Georg @, Samstag, 20.11.2010, 13:52 vor 4086 Tagen @ Taurec (4856 Aufrufe)

Über Deutungen und Herleitungen kann man ewig streiten.

Auch das ist ein gutes Stück hergeholt.

Wie hätte ein Mensch im 19 Jhd es richtig deuten können?

Vielleicht ist ja auch nur gemeint,
dass es die ohne eigene Scholle in ihrer näheren Umgebung
es noch schwerer haben.


bzw. die zu ihrer Scholle 1000e km woanders gehen?


mfG Georg

Hallo, WG!

Das "Lied der Linde" gibt aber für die Vertreibung der "nicht
pflügenden bunten Fremdlinge" eine Chronologie nach der 3TF an. Gibt es
hierzu eigentlich eine uns bekannte Quelle, aus der der Verfasser des
Liedes damals schöpfte?


Ich habe vor ein paar Monaten mal eine (mutmaßliche) Zuordnung damals
bekannter Aussagen zu den Lindeliedversen gemacht, ausgehend von der These
Dr. Wilhelm Ettelts, das Lied sei eine Verarbeitung des Buches "Der
kommende große Monarch" von Spirago/Konzionator:

https://schauungen.de/forum/index.php?id=8647

25:
Alle Störer er zum Barren treibt,
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Vorlage nach Konzionator:
Z. 3 und 4: Lehninsche Weissagung: „Die Mark, ihre alten Leiden
völlig vergessend, nährt treulich ihre Kinder, nicht freut sich der
Fremdling.“

Ob das stimmt, ist nicht ganz klar, denn immerhin ist in der Lehninschen
nicht von "bunten" die Rede.
Im Zusammenhang wird aber deutlich, daß auch in der Lehninschen Weissagung
(deren Echtheit - zumindest des Endes - wiederum ein Sonderthema ist) die
Stelle mit den Fremdlingen nach "wundersamen Ereignissen", bzw. dem Kommen
des Monarchen angesetzt wird:

"Nun scheinen wunderbare Ereignisse zu kommen.
Und der Fürst
[der zuvor Gegenstand der Weissagung war] merkt
nicht, daß eine neue Macht heranwächst.
Endlich führt die Szepter der letzte in der Ahnentafel.
Israel untersteht sich ein abscheuliches Verbrechen, das es mit dem Tode
sühnen wird.
Und der Hirt erhält die Herde wieder und Deutschland den König.
Die Mark, ihre alten Leiden völlig vergessend,
wagt die Ihrigen selbst zu pflegen, nicht freut sich der Fremdling,
die alten Gebäude von Lehnin und Chorin erstehen wieder
und nach der alten Sitte glänzt in Ehren die Geistlichkeit;
und nicht mehr stellt der Wolf der edlen Herde nach."

(Quelle)

Das Lied ist aber nicht nur eine Verarbeitung bekannter Prophezeiungen,
sondern mehr. Es ist darin enthalten noch die Erwartungen des Autors über
die Entwicklung und vermutlich noch mindestens eine unbekannte Quelle.

Gruß
Taurec

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Sammlung von Aussagen zur gegenwärtigen Krise

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 19.11.2010, 12:46 vor 4087 Tagen @ BBouvier (8441 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 30.08.2017, 15:17

Hallo!

BBouvier hat mich gebeten, zur allgemeinen Kenntnis ein paar Aussagen zum derzeitigen Niedergang einzustellen. Da wir so viel darüber haben, habe ich die Aussagen notdürftig in Themenbereiche eingeteilt und markante rot hervorgehoben.
Das wären:
– Gilge mit den „Gaben“, die bis zum äußersten steigen, bis es kracht. „Gaben“ sind hier die Zinsen oder Steuern, was - auf die Ursachen zurückgeführt - eigentlich dasselbe ist.
– Mühlhiasl mit einer Aussage, neue Gesetze würden angeordnet, aber nicht mehr ausgeführt (!), nämlich aus Handlungsunfähigkeit oder wegen Nichtexistenz des Staates.
– Katharina aus dem Ötztal: Es gehe viel länger abwärts, als alle denken, bis es plötzlich breche (= wie Gilge nur allgemeiner und klarer ausgedrückt).
– Nach den Feldpostbriefen kommt eine „Lumperei“ auf, wenn das Volk mit den Soldaten aufsteht. Dann brechen die Unruhen aus. Als Lumperei kommt alles in Frage, von der durch Wirtschaft und Politik verschuldeten Verarmung des ganzen Volkes bis hin zu „§130“. Wahrscheinlich alles auf einmal; das ganze Lügengebäude.

Aussagen zu Geld und Gold:

Alois Irlmaier (zu Marie-Luise Bender), Teil eines Allgemeinen Ablaufes:
„5. Es herrscht eine große Inflation. Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
6. Bald darauf folgt die Revolution.
7. Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen.
Bei anderer Gelegenheit sagte er, das werde geschehen, wenn die feindlichen Kriegsschiffe im Mittelmeer aufkreuzen.“
(Hier haben wir übrigens tatsächlich eine Hinweis, daß Irlmaier Flotten im Mittelmeer sah.)

Egger Gilge (gest. 1735):
„So wenig Geld wird mehr sein, daß wenn einer einen Zwanziger sieht, ihn gleichsam küssen wird.“

Egger Gilge (gest. 1735):
Die Gaben werden langsam hinaufgehen, als wenn einer einen Gratten hinaufzöge, immer weiter, immer höher. Dann, wenn alles so teuer ist, daß die Leute sagen werden: Jetzt hat es kein Gleichnis mehr, so ist es, als ob einer den Strick abhacken würde und der Gratte springt schnell auf den Boden herab. Alles wird nichts mehr wert sein. Wenn einer einen Grund und Boden hat, der wird noch etwas haben, die andern werden alle nichts mehr haben. Das ausgeliehene Geld wird alles hin sein.“

Sturmberger (1780/1820):
„Es wird sich unter der Zeit eine große Teuerung erheben und wenn alles am höchsten gestiegen ist, danach wird es auf einmal fallen und wird schlecht geachtet sein.“

Mühlhiasl (1923 dokumentierte Volkssage):
„’s Gold geht zu Eisen und Stahl’“
‚Um ein Goldstück kann man noch einen Bauernhof kaufen’
‚’s Holz wird so teuer, wie der Zucker, aber (fügte er bei Weissagungen über große Not hinzu) g’langen tuts’
‚Einerlei Geld kommt auf’
‚Geld wird gemacht, so viel, daß man’s gar nimmer kennen kann, (mit geheimnisvoll hämischem Lächeln betonte er) wenns gleich lauter Papierflanken sind, kriegen die Leut nicht genug dran’
‚Auf einmal gibts keins mehr’“

Sibylle Michalda (1868):
„Das sechste Zeichen [der Zerstörung Prags] wird sein, wenn die Häuser, Güter und Gründe weit über ihrem Wert geschätzt und gekauft werden. […]

Adolf Schwär (25. 3. 1954):
„Ich legte eine Zwanzigdollarnote über den Ladentisch, erhielt aber dafür ein Stück Kuchen und einige kleinere Sachen. Ich dachte, noch Geld zurückzuerhalten.“

Katharina Leistnerin (Geißenkäther, Volkssage):
„Dann werde das Geld wie Fetzen auf der Straße herumliegen, und die Kinder werden sich um die Apfelbutzen raufen. Die allerschlimmste Zeit kommt, wenn die Frauen Schuhe tragen, unter denen man hindurchsehen kann.“

Bariona (2005):
„Ich höre zwischendurch so alles Mögliche, vieles stimmt, anderes wieder nicht. Das Folgende war aber so klar und deutlich wie selten zuvor und auch bis heute in gleichbleibender Art immer wiederkehrend, daß ich dem persönlich große Bedeutung beimesse:
Seit Winter 2005/2006 wird mir gesagt, daß wir demnächst in einem Mai mit einem gigantischen Börsencrash und einer daraus resultierenden Inflation und Weltwirtschaftskrise zu rechnen hätten. Der große Krieg kommt dann im Jahr darauf im August.
Nicht minder deutlich höre ich seit dieser Zeit den Satz: ‚Wenn die Pfingstrosen blühen geht’s rund!’“

Adolf Schwär (2. 4. 1954), symbolisch für hohe Arbeitslosigkeit:
„Ein Mann frage bei mir an, ob seine Tochter zu mir in Stellung kommen könnte. Ein Bauer im Wagensteigtal in Buchenbach sagte mir, es hätten etwa 18 Mann bei ihm um Stellung gefragt.“

Aussagen zu neuen Steuern und Gesetzen:

Sibylle Michalda (1868):
„Das achte Zeichen wird sein, wenn im Gelde eine Veränderung geschehen und durch lange Zeit dauern wird, dabei auch große verschiedene, unerhörte und unerträgliche Steuern und Abgaben eingeführt werden.“

Sibylle Michalda (1868):
„Da werden die Menschen wegen der Steuern, welche sie nicht zahlen können, geplagt werden, ja von ihnen mit Gewalt erpreßt werden. Endlich wird unter den Menschen noch eine Aufruhr entstehen und sie werden sich den Ämtern widersetzen, weil sie ja nicht imstande sein werden, so große Steuern zu bezahlen. […]“

Mühlhiasl (1923 dokumentierte Volkssage):
„‚Recht’ Gesetze werden gemacht, aber werden nimmer ausg’führt (= recht viele oder recht üble Gesetze)’“

Sturmberger (1840):
„Es werden die großen Herren Sachen befehlen, wo alle darüber lachen und spotten, und dem gemeinen Volk zur Last sein.“

Josef Naar („Fuhrmannl“):
„Es werden so viele verschiedene Steuern aufkommen, daß die Obrigkeiten nicht mehr wissen, was für Namen sie ihnen geben sollen.’“

Alois Irlmaier (nach Harlacher, 1976):
„Vor dem 3. Krieg Steuern, die niemand bezahlen kann.“

Aussagen zu Unruhen:

Egger Gilge (gest. 1735):
„Die Herren werden die Bauern alle in ein Bohrloch treiben wollen und einen Bausch nachschlagen. Der Bausch wird aber den Herren hinter (zurück) ins Gesicht springen.“

Katharina aus dem Ötztal (1940er Jahre):
„Die Not wird groß und größer (vielleicht: Wirtschaftskrach, Geldentwertung, Arbeitslosigkeit). Und man sagt zueinander: ‚Es kann nicht mehr gehen. es geht nimmer’, und es geht doch noch weiter. Es geht viel länger abwärts, als die Leute zuerst meinten. ‚Dann plötzlich brichts’ (Revolutionen).“

Mühlhiasl (1923 dokumentierte Volkssage):
„‚Nach dem Krieg meint man, Ruh ist, ist aber keine. Die hohen Herren sitzen zusammen und machen Steuern aus. Nachher stehts Volk auf.’
‚Bal’s angeht, ist einer übern anderen’
‚Raufen tut alles’
‚Wer etwas hat, dem wirds genommen’
‚In jedem Haus ist Krieg’
‚Kein Mensch kann mehr dem anderen helfen’
‚Die reichen und noblen Leut werden umgebracht, wer feine Händ hat, wird totgeschlagen (Vorbild: Ausrottungskampf gegen geistige Arbeit in Rußland)’
‚Der Stadtherr lauft zum Bauern aufs Feld und sagt: ‚Laß mich ackern!’ um nicht erkannt zu werden), der Bauer erschlagt ihn mit der Pflugreutn’“

Sibylle Michalda (1868):
„[…] Da werden die Großen einige Männer aus dem gemeinen Volke ins Gefängnis setzen lassen; das Volk wird aber dagegen aufstehen und da wird gleich eine blutige Schlacht anfangen, so daß eine große Anzahl von Herren um ihr Leben kommen werden, und da werden von beiden Seiten, sowohl von der Seite der Soldaten, als auch von Seite des Volkes viele in diesem Kriege fallen; die größte Zahl der Herren wird auf dem Altstädter Ring [der Prager Marktplatz] gemordet werden, so daß alle Gassen und Winkel mit ihnen angefüllt sein werden, ja nebstdem werden auch noch Viele aus dem Altstädter Rathause heruntergeworfen.“

Sturmberger (1840):
„Nach diesem [den unerhörten Gesetzen] wird sich im gemeinen Volk die Lauigkeit einschleichen und werden sich über die Herren aufwerfen und werden sie überall verfolgen. Es werden sie in der Bauern Kleidung in die Wildnis verkriechen und man wird sie an ihren Händen erkennen und sie werden in der Wildnis nicht sicher sein.“

Feldpostbriefe (1914):
Das Volk steht auf mit den Soldaten. Denn es kommt die ganze Lumperei auf und es geht wild zu in den Städten. Er sagte, man soll unter dieser Zeit kein Amt oder dergleichen annehmen, alles kommt an den Galgen oder wird unter der Haustür aufgehängt, wenn nicht an Fensterblöcke hingenagelt; denn die Wut unter den Leuten sei entsetzlich, denn da kommen Sachen auf, unmenschlich.“

Katharina aus dem Ötztal (1940er Jahre):
„Die Leute sind auf dem Feld, es ist Spätsommer, das Korn schon reif, da kommen sie, ganze Horden schiacher (wild aussehender) Leute, und überfallen alles. (Anmerkung: Mob und Pöbel aus den Städten geht auf das Land, sogar in die Gebirgstäler, um zu rauben und zu plündern.) Sie bringen um, was sie erwischen - es ist furchtbar Die Haustüren werden eingeschlagen und alles kaputt gemacht. Sie morden und rauben, und sogar Einheimische aus dem Dorf laufen mit jenen und plündern genauso.“

Egger Gilge (gest. 1735):
„Die Herren werden alle erschlagen werden, und wenn es dazu kommt, dann werden sie sich verkleiden und in die Wälder fliehen und Holz hacken. Es wird ihnen aber nichts nützen. Man wird nicht weiter schauen als auf die Hände; wer kluge (feine) Hände hat, wird halt erschlagen.“

Alois Irlmaier (Adlmaier 1, 1950):
„Einmal werden in den Städten Unruhen ausbrechen, dann wird gestohlen und geplündert. Die Städter ziehen auf das Land und wollen den Bauern das Vieh nehmen, dann muß sich der Bauer fest auf seine Sachen setzen, sonst stehlen sie ihm das Hemd unter dem Arsch weg. Aber die böse Zeit geht schnell vorbei und hernach kommt eine schöne Zeit.“

Alois Irlmaier (Adlmaier 2, 1955):
„Aber die Städter gehen aufs Land zu den Bauern und holen das Vieh aus dem Stall bei denen, die keine Bauern sind und keine Hände zur Arbeit haben.’“

Franz Josef Kugelbeer (1922):
„Aufstand in Österreich. Kein Geld mehr. Abfall der Beamten, Polizei, Gendarmerie. Kein Gericht. Gefängnis voll Bürger und Priester. Erschießungen im Hof zu Bregenz. Dann schaffen die Bauern aus dem Gebirge Ordnung. Jene Bürger, die den Nächsten lieben, werden wunderbar verschont; wer ihn hart behandelte, wird bestraft.“

Waldviertler (2001):
„Ruhrgebiet heikles Gebiet, geht wüst zu, eigene Leute und/oder Ausländer.“

Gruß
Taurec

--
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Genial

Bär, Samstag, 20.11.2010, 23:00 vor 4085 Tagen @ Taurec (5104 Aufrufe)

Verehrter Taurec,


das ist wohl das Beste, was ich in dieser Art vorgesetzt bekommen habe. Deflation, Inflation, Edelmetallblase, Weltwährung, Finanzkrise die ganze Palette taucht auf. Genial.

Ganz herzlichen Dank für diese Auflistung. Ich hätte es in Jahren nicht zusammen bekommen.

Wer jetzt noch nicht weiß, wie er über die Krise kommt, dem ist nicht zu helfen. Ein Stück Kuchen für 20 Dollar. Heute kostet es 1 Euro. Ergo, den Dollar zerlegt es, 20 Dollar entsprechen der Kaufkraft eines heutigen Euro. Die Elliottwellen bestätigen das übrigens.

Ich frage mich nur, was Schwär mit einem Dollarschein als Zahlungsmittel in Sankt Märgen macht.


Gruß und Dank des Bären

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Dollar in St. Märgen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 21.11.2010, 13:35 vor 4085 Tagen @ Bär (5056 Aufrufe)

Danke, Bär!

Ich frage mich nur, was Schwär mit einem Dollarschein als Zahlungsmittel
in Sankt Märgen macht.

Schwär sah offenbar vieles mehr oder weniger in seiner Gegend geschehen und ihn eingebunden. So kommen bei ihm Polen, Franzosen, Russen durchs Dorf, dann wieder Franzosen auf dem Rückzug. Flüchtlinge kommen genau in sein Haus und hinter dem Haus landen Flugzeuge, ein Pilot steigt aus und ruft seinen Namen.
Da ist auch verständlich, daß er mit einem Dollarschein bezahlt.

Es handelt sich dabei wohl um eine Art Verdichtung, bei der er an anderen Orten geschehendes symbolisch in seine Umgebung verlegt wird.
Gezahlt wird mit dem Dollar natürlich in Amerika.

Gruß
Taurec

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In den USA steigen die Lebensmittelpreise jetzt schon rasant

Georg @, Sonntag, 21.11.2010, 22:23 vor 4084 Tagen @ Bär (4965 Aufrufe)

In den USA steigen die Lebensmittelpreise jetzt schon rasant.

mfG Georg

Wer von euch hat 'feine' Hände?

Joe @, Montag, 22.11.2010, 09:34 vor 4084 Tagen @ Taurec (4844 Aufrufe)

ein Schwerpunkt ist das Töten der 'feinen' Hände. Aus Sicht der 18 Jahrhunderts sind damit die Stadtbürger gemeint, auf dem Dorf mussten ja alle mitarbeiten und hatten grobe Hände, selbst die Handwerker werden meistens (Schneider wohl weniger) grobe Hände gehabt haben.
Selbst nach einem Monat Pflastersteine legen hatte ich (Danke der Handschuhe) eher feine Hände.

Was mir fehlt ist hier eine Differenzierung, denn heutzutage haben doch allenfalls 10% der Bevölkerung grobe Hände. Die Verwaltung, Akademiker, Industriebbetriebe usw ist doch meist alles sauber/fein. Auffällig muesstn doch die vielen Brillenträger sein, früher waren das doch nur ein paar weniger Gelehrte während heute auf der Strasse jeder dritte mit Brille rumläuft. Dass das ggü dem 'feinen' Händen nicht aufgefallen ist, all die Leute mit Blech/Plastik auf der Nasenspitze?

Ich

Bär, Montag, 22.11.2010, 14:57 vor 4084 Tagen @ Joe (4748 Aufrufe)

habe auch "feine" Hände.

Dies lese ich eher symbolhaft. Die Groben Hände können anpacken, zupacken. Menschen die körperlich arbeiten, werden unterschieden von denen, die nicht körperlich arbeiten.

In unserer Zeit wird wohl eher danach gefragt werden, wer welchen Beruf hat. Nun, Politiker, Banker, Finanzmakler, Makler werden mit Sicherheit auf der "Abschußliste" stehen.

In der Tat, was willst du auf dem Lande wo es noch Essen gibt mit einem Finanzmakler anfangen? Sie haben wie eine Fettblase auf der Geld- und Kreditwelle geschwommen, sich voll gesogen.

Besonders gefressen habe ich die Makler. Ihre "Arbeit" ist mittlerweile eine reine Unverschämtheit. Grundrisse fertigt keiner mehr, die Beschreibungen und Exposees sind einfach nur noch dumm dreist. Sie wissen manchmal noch nicht einmal wo die Hütte steht. Aber auf jeder Anzeige im Netz steht höchst ausführlich wann sie wieviel Geld bekommen für ihre Leistung.

Wenn du nachfragst wie sie auf den Preis kommen sagen sie dir "das ist meine Erfahrung". Wertermittlung nach Sachwert- oder Verkehrswertverfahren, die Mühe macht sich keiner mehr. Sie gaukeln dem Kunden vor, was er doch alles bekommen kann an Geld uns wecken Erwartungshaltungen.

Wenn nun in der Deflation das Geld knapp wird, wird so Mancher sich an die fetten Provisionen erinnern. Und wenn diese Schmar.... dann später auftauchen und um Arbeit auf den von Ihnen verkauften Hütten betteln, wird gar mancher Tropfen Blut fließen. Sie verbrauchen einfach nur die knappen Ressourcen. Und dem wird Rechnung getragen werden wenn der Herr Bankdirektor aus seinem Palast kommt und mit seinem 500 er vorfährt.

Die Nahrung besitzenden Bauern werden sehr wohl unterscheiden, wer anpacken kann und wer nicht. Und entsprechend werden sie selektieren. Konkret hat auch ein Elektriker feine Hände, wird aber, wenn es Strom gibt durchaus sein Auskommen haben.

Hier bestätigt sich aber deutlich, dass fast das ganze Dienstleistungsgewerbe überflüssig wie ein Kropf ist. Und diese Entwicklung ist eine Entwicklung zum Guten. Sagt einer der auch mit dem 6 B Stift unterwegs ist.

Auch hier. Stell dir vor wir sind im Jahr 1800. Und dann überlege welche Berufe nötig sind.

Gruß vom


Bären

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"feine Hände"

BBouvier @, Montag, 22.11.2010, 15:02 vor 4084 Tagen @ Joe (4815 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 22.11.2010, 15:12

Was mir fehlt ist hier eine Differenzierung, denn heutzutage haben doch
allenfalls 10% der Bevölkerung grobe Hände.

Richtig.
Es handelt sich ja um die Sichtweise von Anno...

Darüberhinaus mag ein Grossteil Analogie enthalten sein.

Weiterhin ist mit: "die mit den feinen Händen"
ohnehin offenbar gemeint:
- "die da oben"
- die Strippenzieher
- die Marionetten fremder Mächte
- die "Besatzergewinnler" um "-Hörigen"
- die Kreditspekulanten
Kurz:
=>
Es handelt sich um die Volksverderber und Finanzparasiten.

Von Paderborn heisst es, es beträfe u.a. den staatlichen Lotterieeinnehmer
und den Bügermeister, die öffentlich von der Menge aufgeknüpft werden.

Und sicherlich nicht heutzutage um
- Frisösen
- Postboten
- UPS-Ausfahrer
- Krankenpfleger
- Vertreter
- Kassiererinnen im Supermakt...und so weiter

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

reicht immer noch nicht

Joe @, Montag, 22.11.2010, 15:54 vor 4084 Tagen @ BBouvier (4643 Aufrufe)

Und sicherlich nicht heutzutage um
- Frisösen
- Postboten
- UPS-Ausfahrer
- Krankenpfleger
- Vertreter
- Kassiererinnen im Supermakt...und so weiter

Wer von denen hat denn eine Chance als Knecht bei einem Bauer?
wieviele Knechte kann den ein Bauer überhaupt beschäftigen?
Ne, machen wir uns nicht vor, ein Bauer braucht keine der oben genannten Dienstleistungen, der kann die nicht mit durchfüttern.

Es werden nicht nur die stadtbekannten Politiker/Verwalter gelyncht, sondern auch all die anderen Nichtsnutze (aus Sicht des Bauern) werden davongejagt werden.

Im Falle eines hier gerne geglaubten totalen Zusammenbruches werden die ersten 2-3 Jahre auch keine Knechte gebraucht werden können, geschweige denn eine Frisöse, allenfalls erfahrene/kompetente in Landwirtschaft, Notfallmedizin, Holz- und Metallverarbeitung.

Das mag 5-10 später gerne anderst sein, aber die erste Zeit wird die schwierigste sein (wo es nichts zu kaufen gibt helfen auch keine Goldstücke weiter)

Feine Hände - fleißige Hände

Bär, Montag, 22.11.2010, 16:13 vor 4084 Tagen @ Joe (4732 Aufrufe)

Ob die Frisöse nun ausdauernd an deinen Haaren herum schnippelt oder den Euter einer Kuh leert ist ihr später vermutlich egal. Sie wird genau so brauchbar sein wie der UPS Ausfahrer der schwere Pakete täglich schleppen kann und statt dessen dann Apfelkisten schleppt.

Wer von denen hat denn eine Chance als Knecht bei einem Bauer?
wieviele Knechte kann den ein Bauer überhaupt beschäftigen?

Denk es mal in Ruhe durch Joe. Ein weltweiter Krieg, der Handel kommt zum Erliegen. Das bedeutet es gibt sehr bald kein Erdöl mehr. Kein Erdöl bedeutet keine Melkmaschine, kein Schlepper, keine Kühlung usw..

Die ganze Arbeit muss so wie vor 200 Jahren von Hand erledigt werden. Und dann werden Knechte bebraucht, Leute, die die Kartoffeln von Hand einsammeln, die Äpfel pflücken und Saft machen. Alles wie in alten Zeiten in Handarbeit. Dazu brauch es Menschen, die mehr halten können als den Stift zum Unterschreiben der Kreditverträge.

Ehrlichkeit wird wichtig sein weil Diebstahl für den Betroffenen der Tod sein kann. Und ehrliche Banker oder Kreditvermittler sind keine Kreditvermittler wegen Erfolglosigkeit.

Jeder, der zupacken kann wird gefragt sein. Denk einfach an die Trümmerfrauen. Ein zartes Püppchen mit Stöckelschuhen, die in ihrem Leben nur Berufsgattin war und die Hausarbeit der Angestellten überließ wird sich auf dem Acker nicht bewähren oder Trümmer bei Seite räumen. Mit Glück kann sie sich eine Couch kaufen und sich selbständig machen.

Gefragt sind Menschen mit nutzbringenden Fähigkeiten und seien es nur die fleißigen Hände.


Gruß


Bär

epochale Naturkatastrophe ist doch wesentlich

Joe @, Montag, 22.11.2010, 17:25 vor 4084 Tagen @ Bär (4712 Aufrufe)

Der kurze Krieg ist ein Witz ggü den kommenden Naturkatastrophen. Im Krieg wird es weiterhin staatliche Strukturen geben (Arbeitspflicht, Mobilmachung, Rationierung ...), das beunruhigt mich weniger weil es viel schlimmer kommen wird:

Impakte, Erdbeben, tektonische Verschiebungen, extreme Kälteperioden im Sommer, Überschwemmungen, 3T-Finsternis, (giftige) Staubwolke usw mit den Folgen dass 1-2 Jahre keine nennenswerte Landwirtschaft möglich sein wird.

Wenn 90% in diesen Jahren nicht durchkommen dann muessen sie sich auch kaum Gedanken über eine Anstellung beim Bauern machen. Es kann sein dass von den Schreibern/Lesern hier nur 70% dabei draufgehen da sie dand des einen oder anderen Sackes Getreide die (Vor-)Kriegszeit robuster durchstehen.
Die Schauungen geben da kein verlassbares Bild ab, abgesehen davon dass die feinen Hände aufgefallen sind aber die vielen Brillenträger nicht erwähnt werden.

So unterschiedlich können

Bär, Montag, 22.11.2010, 19:13 vor 4083 Tagen @ Joe (4731 Aufrufe)

die Schlüsse aus den Sehungen sein.


Erdbeben? Dann zerlegt es die Hütte halt und ich baue eine neue Hütte.

Kältesommer? Wozu habe ich denn den Holzofen und Berge Holz.

Finsternis? Wenn die Petroleumleuchte schlapp macht, nehme ich die Kerze oder schlaf mich aus.

Staub? Nur draußen nicht drinnen. Im Zweifel hat Drägerwerk mir gute Gasmasken verkauft.

Überschwemmungen? Nicht auf 1000 m üNN.

Die Naturgewalten lassen sich vorher einplanen durch richtigen Wohnort, richtiges Haus pp.. Sicher nicht alles, aber sehr viel ist planbar. Sonst wäre die Zeit, die wir hier verbringen doch auch nutzlos gewesen ;-)

Unkalkulierbar ist die Bestie genannt homo sapiens sapiens.

Wie prügeln sie die Steuern ohne Namen ein?

Enteignen sie Grund und Boden?

Holen sie deine Tiere mit Waffengewalt weg?

Haben sie genug Kräfte um Waffen ein zu sammeln?

Ziehen sie dich ein so dass alle Planung für den A... ist?

Musst du deine Vorräte abgeben?

Wird das Haus von der Staatsmacht durchwühlt nach Essbarem?

Kommen die Plünderer gut ausgerüstet?

Treibt ein Scharfschütze seine Spielchen in meiner Nähe?

Infiziert mich in der Abgeschiedenheit jemand?

Steckt mir ein neidischer Nachbar sein Taschenmesser in den Rücken?

Rotten sich die Nachbarn zusammen, weil ich weder aus ihrem Dorf bin noch katholisch?

Erinnern sich plötzlich zu viele Verwandte an mich?

Muss ich das Mobilisieren mit Waffengewalt verhindern?


Ob die Bestie Mensch dann Brille trägt ist mir eher egal. Hauptsache ich bin schneller...

Gruß vom


Bären

Im Gelben sind es jetzt auch 90% die draufgehen

Joe @, Dienstag, 23.11.2010, 14:48 vor 4083 Tagen @ Bär (4646 Aufrufe)

so ein Zufall aber auch, wenige Stunden nachdem hier über rund 90% der feinen Hände geschrieben wurde gibt es im Gelben eine Diskussion wo mit einer anderen Argumentation (Bevöklerungsdichte füher ggü heute) auch ca. 90% der Menschen (so ziemlich komplett die Städte plus die Alten auf dem Lande) draufgehen muessten.

http://www.dasgelbeforum.de.org/index.php?id=193123
...Wo sind die 30 Menschen / Quadratkilometer des 16 Jahrhunderts >
Wieviele haben wir heute > Um die 250....

Das www ist weit

Bär, Dienstag, 23.11.2010, 15:00 vor 4083 Tagen @ Joe (4483 Aufrufe)

Das mag

a) an der Personalunion einiger Schreiber liegen

b) an den Sachzwängen die weit ab von Sehungen existieren ob die Seher das nun sehen oder nicht

c) daran liegen, dass diese Konsequenz mit dem Menschenverstand, so man ihn denn hat erkennbar ist.

Zu c) Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einem Psychiater. Auf meine Frage nach seiner Einschätzung sagte er: Bei unseren Seminaren in VSA (V von mir zur klaren Lesbarkeit statt des U gesetzt) sprechen wir ganz offen darüber. Innerhalb der ersten 12 Monate sterben 90 % der Leute.

Und eine Bitte: Wenn du aus Artikeln des DGF dein Wissen hier verbreitest weise bitte auf die Quelle hin.


Bär

Bist du Brillenträger?

Joe @, Dienstag, 23.11.2010, 15:10 vor 4083 Tagen @ Bär (4532 Aufrufe)

Und eine Bitte: Wenn du aus Artikeln des DGF dein Wissen hier verbreitest
weise bitte auf die Quelle hin.

Achte mal auf die Serverzeit bei den Meldungen.

Im Gelben
der Faden wurde begonnen
Timing bis zur Pleite? - el_mar, 22.11.2010, 15:43

Die rund 90% Verluste wurden erstmal erwähnt:
verfasst von offthspc, 22.11.2010, 22:34

Hier:
Ich, der Joe, beschränkter Horizont
Wer von euch hat 'feine' Hände?
verfasst von Joe, 22.11.2010, 09:34

Die expliziten 90% Verluste
epochale Naturkatastrophe ist doch wesentlich
verfasst von Joe, 22.11.2010, 17:25


Nun ja, ein paar böhse Jungs haben nachträglich die Server-Zeit zu meinen Gunsten umgestellt, das bleibt aber unter uns.
Im Ernst, das war unabhängig vom Gelben.

Alles der Reihe nach, Joe

WG @, Montag, 22.11.2010, 23:30 vor 4083 Tagen @ Joe (4628 Aufrufe)

Hallo Joe,

Im Krieg wird es weiterhin staatliche Strukturen geben (Arbeitspflicht,
Mobilmachung, Rationierung ...), das beunruhigt mich weniger weil es viel
schlimmer kommen wird:

Nein Joe, der Krieg dauert nur um die drei Monate und in dieser Zeit ist Deutschland im absoluten Chaos versunken. Da gibt es keinen "Staat" mehr, der noch irgend was zu sagen hat. Ähnlich der letzten Tage im WKII in Deutschland.

Impakte, Erdbeben, tektonische Verschiebungen, extreme Kälteperioden im
Sommer, Überschwemmungen, 3T-Finsternis, (giftige) Staubwolke usw mit den
Folgen dass 1-2 Jahre keine nennenswerte Landwirtschaft möglich sein wird.

Die Vulkan/Impaktasche ist nur in der Luft giftig. Am Boden wird sehr schnell ein gut gedüngter Boden daraus, sobald die ersten Regenfälle die Säuren in den Boden versickern und diese dann mit alkalischen Bestandteilen neutralisiert werden. Nach den Schauungen gibt es eine Hungersnot, aber nicht lange. Zum einen kommen von irgendwo Nahrungsmittel herein (ich denke wir wissen nichts weiter darüber und können uns das auch noch nicht erklären), aber überlegt mal, dass wenn mehrere Jahre keine Pflanzen wachsen sollen, wie dann die Überlebenden überhaupt weiter überleben können. Wer hat denn für viele Jahre Lebensmittel im Keller und die auch noch vor Mäusen und Verrottung dauerhaft geschützt. Das funktioniert doch nicht. Die Erde müsste bei "Adam und Eva" wieder neu anfangen und die Schauungen sagen schlicht etwas anderes.

Wenn 90% in diesen Jahren nicht durchkommen dann muessen sie sich auch
kaum Gedanken über eine Anstellung beim Bauern machen. Es kann sein dass
von den Schreibern/Lesern hier nur 70% dabei draufgehen da sie dand des
einen oder anderen Sackes Getreide die (Vor-)Kriegszeit robuster
durchstehen.
Die Schauungen geben da kein verlassbares Bild ab, abgesehen davon dass
die feinen Hände aufgefallen sind aber die vielen Brillenträger nicht
erwähnt werden.

Die feinen Hände sind eher symbolisch (wurde hier schon festgestellt) und es gibt heute auch Bauern die ein Brille tragen. Von der Chronologie her sind diese Schauungen in die Krise vor dem Krieg einzuordnen, das Massensterben findet wohl erst in der 3TF statt. Nur die mit "eiserne Köpf" werden es schaffen, soll m.E. heißen die mit Willensstärke, aber auch mit starken Nerven etwas auszuhalten und verstehen anzupacken und in neuen Situationen Ideen entwickeln. Weicheier, Esoteriksoftis, Finanz- und andere Makler, Neu- und Altreiche, arrogante Über/Aussenseiter, Pseudohochgestellte, Besserwisser und sonstiges "Gewürm" (verzeiht, ich kann es nicht anders nennen) wird nur noch Dünger sein. Beim Ackern wird so manches Skelett hochkommen, welches ein gutes Detal-Gebiss aufweisen wird und das war´s.

Gruß
WG

--
Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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zweierlei

BBouvier @, Montag, 22.11.2010, 20:44 vor 4083 Tagen @ Joe (4707 Aufrufe)

Es werden nicht nur die stadtbekannten Politiker/Verwalter gelyncht,

sondern auch all die anderen Nichtsnutze (aus Sicht des Bauern) werden
davongejagt werden.

Jau.
Das bezweifelt auch Niemand:
Es handelt sich dabei um zweierlei Unterschiedliches.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Kritik an einer beliebigen Pasage!

Joe @, Dienstag, 23.11.2010, 08:49 vor 4083 Tagen @ Taurec (4696 Aufrufe)

»> Mühlhiasl (1923 dokumentierte Volkssage):

„’s Gold geht zu Eisen und Stahl’“
‚Um ein Goldstück kann man noch einen Bauernhof kaufen’
‚’s Holz wird so teuer, wie der Zucker, aber (fügte er bei Weissagungen
über große Not hinzu) g’langen tuts’
‚Einerlei Geld kommt auf’
‚Geld wird gemacht, so viel, daß man’s gar nimmer kennen kann, (mit
geheimnisvoll hämischem Lächeln betonte er) wenns gleich lauter
Papierflanken sind, kriegen die Leut nicht genug dran’
‚Auf einmal gibts keins mehr’“

Ich habe in der Quellensammlung bei AdlmaierAuflage1.pdf Seite 9 nachgeschaut:

.."S Gold geht zu Eisen und Stahl". Damals im ersten Weltkrieg wurde mit eisernen Uhrketten bekohnt, wer seine goldene darangab. "Gold ga ich für Eisen!" Jeder Soldat bekam für ein Goldstück drei Tage Urlaub von der Front. Im Bayerischen Wald gab es Geistliche , die im Hinblick auf die Voraussagungen der Muehlhiasl die Leute von der Kanzel herunter gewarnt haben, das Gold an die Reichsbank abzuliefern.
"Um ein Goldstück kann man einen Bauernhof kaufe", ist eine andere Wahrsagung. Tatsächlich wurde ein Bauernhof bei Frailassing in der Inflationszeit um den Preis von einem Goldstück erworben. "Um 200 Gulden kannst die kein Brot kaufen -de grosse Not kimmt - ..
Abschrift Ende.

Kritik 1:
Adlmaier sah wohl die meisten Vorhersagen bereits erfüllt an, zumindest passen die Aussagen zu den Geschehnissen in den ersten 50 Jahren des 20 Jhr sehr gut (klar, hinterher ist es einfach darzulegen)

Kritik 2:

Es kommt eine Zeit wo man, sehr grob überschlagen, rund 22 Krügerrands für ein Brot hergeben muss (falls man einen Verkäufer findet).
So, nun zählt eure Unzen durch wieviel Brot ihr bekommen könntet (rein hypothetisch).
wie komme ich zu den 22 Unzen, mit groben Dreisatz:
laut internet wird 1 historischer Gulden häufig mit 3,5gr Gold verknüpft, 200 Gulden sind demnach 200Gulden*3,5grGold=700 gr Gold
das wären bei 31gr pro Krügerrand rund 22 Unzen, und nur wenn man einen Verkäufer findet.
Im EXTREMFALL hat der Muehlhials sogar 200 (Krügerrands)Goldmünzen für ein Brot gesehen, damit dürfte er nach meiner Interpretation gemeint haben das Brot unbezahlbar ist.

Für 7 Krügerrand gibt es momentan 550 kg BP2, krisensicher verpackt mit einer Nutzdauer die über unsere Lebenserwartung wohl hinausgeht. Der Nährwert reicht für eine Person locker 1,5 Jahre, da kann man dann durchaus einer armen Seele ein paar Krümel für dessen Gold hergeben (er stirbt dann ein paar Tage später).

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Grundsätzliches über Mühlhiasl

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 23.11.2010, 12:21 vor 4083 Tagen @ Joe (4879 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Dienstag, 23.11.2010, 12:33

Hallo!

Bei Mühlhiasl (und anderen) muß man folgendes beachten:

- Er hat nie gelebt, sondern ist eine Legende.
- Die Aussagen haben also keinen bekannten Urheber.
- Daher ist auch niemand feststellbar, der hier etwas gesehen haben kann.

Das sind Aussagen, die man sich abends im Wirtshaus oder in der Familie am Küchentisch "so erzählt hat". So lief das von Generation zu Generation über Jahrhunderte. Jeder, der etwas gesehen hatte oder sich etwas über die Zukunft dachte oder in seiner Gegenwart Vorzeichen der Endzeit sah, fügte etwas hinzu, ließ ihm nicht passendes weg und wandelte den Stoff ab.
Damit das ganze etwas glaubwürdiger wird, hat man das Figuren zugeschrieben, die jeweils einige Jahrzehnte vorher lebten, aber die zum Beispiel der Großvater noch kannte. Das waren entweder Sonderlinge, die tatsächlich gelebt haben und sich in der Erinnerung des Volkes allmählich verselbstständigten, oder vollständig erfundene Gestalten à la Rübezahl.
Dazu zählen:
- Gilge
- Mühlhiasl
- Sturmberger
- Leistnerin
- Michalda
- Knopp von Ehrenberg
- der elsische Junge
- die Birkenbaumsage
- Fuhrmannl
- Kappelmann
- Wickenthies
- und die, die ich jetzt vergessen habe.

Man kann die Aussagen wegen dieser langen, willkürlichen Tradition nicht mehr für voll nehmen und wortwörtlich interpretieren, sondern nur noch dem aller einfachsten Sinne nach.

Die "feinen Hände" oder die "goldene Glocke" oder "Goldmünze für einen Bauernhof" sind Gleichnisse. Irgendein Bauer oder Handwerker hat sich das irgendwann mal ausgedacht, weil er der Meinung war, den Kern der Aussage so am besten fassen zu können. In der Formulierung steckt aber nicht Reales. Man muß eine Ebene tiefer graben; dort, wo sprachlicher Ausdruck in die Idee dahinter übergeht. Das ist der Unterschied zwischen Dichtung und Wahrheit. Die Aussagen sind einem Gedicht oder einer Bibelgeschichte näher als einem Schauungsprotokoll. Damit werden also keine oberflächlichen Tatsachen, sondern elementare Verhältnisse ohne irgend etwas Quantitativem, Ziffernmäßigem umschrieben. Wer daher aufgrund dieser Aussagen Unzen, Kühe und den gegenwärtigen Goldpreis gegeneinander abwiegt, in den heutigen Verhältnissen Leute mit feinen Händen sucht und nach Brillenträgern und Hufeisen fragt, ist auf dem falschen Dampfer, dringt nicht bis zum Kern vor oder schießt vielmehr über das Ziel, nämlich das Erfassen dessen, was grundsätzlich abläuft, weit hinaus. Die Richtung stimmt aber.

Das macht die Aussagen somit nicht per se falsch. Sie sind nur nicht auf derselben Höhe wie etwa Irlmaier oder Teile der Feldpostbriefe zu betrachten. Weil die Aussagen auf das, was über das Ende der Gesellschaft zu erwarten ist, recht gut passen, bleibt nur der Schluß, daß man im Volke intuitiv schon lange weiß, wie Sache dereinst enden wird. Das deutet wiederum darauf hin, daß nicht nur ein Wirtschaftssystem zu Ende geht, sondern etwas Größeres. Die Volkssage enthält ja nicht nur Hinweise auf das Geld, sondern einen allgemeinen Niedergang. Dahinter steckt die Idee der "Wolfszeit" aus der Edda.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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nicht zielführend

BBouvier @, Dienstag, 23.11.2010, 12:55 vor 4083 Tagen @ Joe (4623 Aufrufe)

"Um 200 Gulden kannst die kein Brot kaufen .....

Ganz abgesehen davon, dass es sich hierbei um eine
zeitlich rückwärts phantasierte Aussage der Inflationszeit 1922
handeln dürfte, ist das (war das) ja völlig richtig:
Am Ende der Inflation dürfte eine Schachtel Streichhölzer
ein paar Milliarden gekostet haben.

Weswegen Umrechnungen in derzeitigen oder künftigen
Goldkurs<=>Brot nicht zielführend sind.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Zustimmung

Joe @, Dienstag, 23.11.2010, 13:45 vor 4083 Tagen @ BBouvier (4575 Aufrufe)

die obigen, aus dem Zusammenhang gerissenen Schauungen sind nicht zielführend für diese Krise da sie für viele Krisensituationen passen.
Und ja, irgendwann gibt es eine Riesenflut (nix neues, gabs ja schon mal laut Bibel), ein Plattenverschiebung (gabs ja auch schon, siehe Atlantis), einen Kometeneinschlag (gab's auch etliche, von ganz klein bis ganz gross). Das die Gesellschaft vom Glauben abgefallen ist als sonst verlotterte steht auch bei den antiken Griechen und Juden in den deren Schriften.

Muss ich hier alleine den Dow Jones machen?

Ich werde den Eindruck nicht los,

Bär, Dienstag, 23.11.2010, 15:08 vor 4083 Tagen @ Joe (4577 Aufrufe)

Muss ich hier alleine den Dow Jones machen?


dass eine gewisse Tendenz nicht zum DJ, sondern vielmehr zum Kasper in der Entwicklung ist.

Ich kann dir berichten, dass dieses Forum schnell Allergieerscheinungen zeigt wenn jemand auftaucht, der alles besser zu wissen scheint und mit dem "großen Aufmischen" hier Selbstdarstellung betreiben möchte.

Das meine ich als Schreiber zu Schreiber und dennoch ernst. Trolle sind verdammt kurzlebig hier, wie ich beobachten durfte. Was mich angeht, habe ich eindeutig zuviel Zeit investiert in die Beantwortung deiner Besserwisserei die augenscheinlich nicht dem Wissensaustausch dienen soll.


Bär

zuviel Hormone im Blut? Trübt das Urteilsvermögen.

Joe @, Dienstag, 23.11.2010, 15:18 vor 4083 Tagen @ Bär (4600 Aufrufe)

1. Meine Einstellung zu Gold deckt sich im grossen mit E. Kreutzer, seine Meinung dürfte wohl mehr Gewicht als meine haben. (Ja, ich habe leider kein Vermögen über 1 Million)

2. Das herausreissen von Schauungen aus dem Kontext (von dir als geniale Leistung beschrieben) hilft nicht, es sei denn das Brot kostet tatsächlich 200 Gulden und die Pferde bekommen goldene Hufeisen. Nicht umsonst ist die BB'sche Tonne inhzwischen sehr, sehr voll.

3. Du verdächtigst mich vom Gelben abzuscheiben. Aus den Logs beider Foren kann das nahezu 100% ausgeschlossen werden. Manchmal entwicklen sich, gar nicht mal so selten, unabhängig voneinander der fast gleiche Gedanke (gibt auch Theorien dazu)

4. Leider, leider sehe ich mich ab und zu als Warner vor allzu Betriebsblindheit. Aber zum Glück tritt das nur phasenweise auf und ich verschwinde für Monate/Jahre

5. don't feed the troll

Beruhigend

Bär, Dienstag, 23.11.2010, 16:09 vor 4083 Tagen @ Joe (4545 Aufrufe)

... Aber zum Glück tritt das nur phasenweise auf und ich
verschwinde für Monate/Jahre

Kritik an einer anderen beliebigen Passage

Joe @, Dienstag, 23.11.2010, 09:52 vor 4083 Tagen @ Taurec (4627 Aufrufe)


Alois Irlmaier (zu Marie-Luise Bender), Teil eines Allgemeinen
Ablaufes:
„5. Es herrscht eine große Inflation. Das Geld verliert mehr und mehr
an Wert.
6. Bald darauf folgt die Revolution.
7. Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen.
Bei anderer Gelegenheit sagte er, das werde geschehen, wenn die
feindlichen Kriegsschiffe im Mittelmeer aufkreuzen.“
(Hier haben wir
übrigens tatsächlich eine Hinweis, daß Irlmaier Flotten im Mittelmeer
sah.)

Gemäß http://216.194.92.47/forum/messages/27433.htm
...Eines Abends kam Irlmaier auf sie zu mit den Worten: "Mädchen, du erlebst die grosse Umwälzung, die kommen wird!" Irlmaier sprach alle mit "Du" an, obschon die heute 89-jährige Schwester damals um 50 war...

Jetzt rechnen wir:
Irlmaier starb 1959, die Caritas-Schwester ist hypothetisch damals 50 Jahre alt gewesen. Jetzt wäre sie bereits 109. Im Wikipedia finde ich keine lebende Frau Bender im DACH Raum, die bisher älteste dt Frau starb mit 114 Jahren in 2004. Ich glaube nicht dass an dieser Geschichte was dran ist, selbst Taurec hat ausser der christlich gepägten Seite keine anderen Quellen.

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Irlmaiers Zeithorizont

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 23.11.2010, 12:32 vor 4083 Tagen @ Joe (4818 Aufrufe)

Hallo!

Jetzt rechnen wir:
Irlmaier starb 1959, die Caritas-Schwester ist hypothetisch damals 50
Jahre alt gewesen. Jetzt wäre sie bereits 109. Im Wikipedia finde ich
keine lebende Frau Bender im DACH Raum, die bisher älteste dt Frau starb
mit 114 Jahren in 2004. Ich glaube nicht dass an dieser Geschichte was
dran ist, selbst Taurec hat ausser der christlich gepägten Seite keine
anderen Quellen.

Das sagt überhaupt nichts über die Echtheit aus.
Irlmaier ging bis zu seinem Tode, auch nachdem er sich mit "1950" geirrt hatte, davon aus, das seine Aussagen bald einträfen.

„Bekanntlich sagte der Brunnenmacher von Freilassing, daß nach dem zweiten Weltkrieg der dritte kommen wird. Und zwar meinte er bestimmt im Jahre 1950. Als er darauf angesprochen wurde, daß er sich also geirrt habe, gab er dies ohne weiteres zu und gestand, daß er aus verschiedenen Vorzeichen die Zahl 1950 selbst errechnet hatte. Er meinte, durch das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel und durch die Fürbitte der allerseligsten Jungfrau sei das bevorstehende Unheil abgewendet worden.
Als Irlmaier 1959, in seinen Todesjahr, gefragt wurde, ob er seine Voraussage von 1947 noch aufrecht erhalte, antwortete er: Es hat sich nicht das Geringste daran geändert. Nur weil es näher herangekommen ist, sehe ich es viel deutlicher."

(Das mit Maria ist nebenbei kein Hinweis, daß etwas abgewendet oder weggebetet worden wäre, sondern ist Irlmaiers persönlicher Glaube.)

Er hatte überhaupt keine Ahnung, daß bis heute - jahrzehntelang - nichts passieren würde. Das Problem der Unhaltbarkeit der meisten Zeitangaben in Prophezeiungen ist bekannt.
Von diesem Standpunkte aus kann er der Caritas-Schwester gesagt haben, sie würde es noch erleben. Das ist dann keine Aussage eines Sehers, die auf Präkognition basiert, sondern Irlmaiers (offenbar falsche) Deutung.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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