Der eindrücklichste Traum,...

Lost Centuries, Dienstag, 12.01.2021, 19:51 vor 538 Tagen

den ich je hatte, träumte ich vor einigen Jahren im Sommer. Wenn ich in die Küche in unserer Wohnung gehe und durch das Fenster schaue, sehe ich: den Apfelbaum in unserem Hof, das Haus auf der anderen Straßenseite, einen Damm, dahinter Oberleitungen einer Straßenbahn, Dächer von Fabrikhallen, in der Ferne einen Berg. Im Sommer höre ich morgens das Zwitschern der Vögel, das Rattern der Straßenbahn in der Ferne, gelegentlich ein vorbeifahrendes Auto. In jener Sommernacht träumte ich, dass ich an einem Morgen in die Küche gehe. Dort wirkt alles ganz normal, wie immer. Doch dann schaue ich zum Fenster hinaus. Mir bietet sich ein schier unfassbarer Anblick: alles ist weg, da ist nur noch Wasser. Eine endlose Wasserfläche umgibt mich, die sich bis zum Horizont erstreckt, in alle Richtungen. In der Ferne ragt aus dem Wasser der Berg, in der diesigen Luft nur schemenhaft zu erkennen. Das Wasser ist schmutzig-braun, voll kleiner Wellen, so als sei es gerade eben zur Ruhe gekommen, aber noch aufgewühlt. Außer dem Gluckern und Plätschern der Wellen höre ich nichts. Ich weiß nicht, wie lange ich im Traum aus dem Fenster starrte, weil ich einfach nicht glauben konnte, was ich da sah. Bis mir plötzlich klar wurde, dass das alles real und echt und Wirklichkeit ist. Und in diesem Moment bin ich dann aufgewacht.