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Den Tod nicht schmecken (Freie Themen)

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 17. Oktober 2020, 22:38 (vor 43 Tagen) @ Luzifer781 mal gelesen

Hallo!

Incipit (p. 32,10-12), „Logion 1“3

(p.32,12-14) Dies sind die verborgenen Worte, die der lebendige Jesus sagte, und Didymos Judas Thomas schrieb sie auf.

Und er sagte: „Wer die Deutung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.“


So beginnt das Thomasevangelium und "den Tod nicht schmecken" findet sich öfter darin.

Interessant. Ihr Vorkommen in einem gänzlich anderen Zusammenhang als das angebliche Jesuswort im Matthäusevangelium scheint mir aber darauf hinzudeuten, daß es womöglich in diesen Kreisen eine gängige Floskel oder ein wiederkehrendes Motiv war. Das wäre etwa vergleichbar mit bestimmten wiederkehrenden Formulierungen in der Volkssage (z. B. "Markustag auf Ostern" oder das Topos der drei Laibe Brotes), mit denen sich der Text ausweist, daß er "dazugehört".

Wie dem auch sei, spricht das nicht gegen das von mir Geschriebene, eher noch dafür, sollte "den Tod nicht schmecken" keine Floskel der damaligen Verkündigungsschreiber sein, sondern tatsächlich authentischer Sprachstil Jesu.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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