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Kein großer Krieg zu erwarten (Freie Themen)

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 16. Oktober 2020, 08:39 (vor 47 Tagen) @ Giraffe1149 mal gelesen

Hallo!

Ja, auch ich habe das Gefühl, dass die Apokalypse nah ist. Die Finanzgurus reden seit ein paar Wochen und Monaten ständig von Gold und Edelmetalle und ich habe jedesmal dieselbe Frage: Was soll ich damit, wenn die Geschäfte bankrott gehen und wahrscheinlich Krieg ausbricht? Klar, ein bisschen kann hilfreich sein, das war's dann aber auch schon...

Mach Dich mal nicht wegen eines Krieges verrückt!

Leider hast Du zum Einstieg Berndts Bücher gelesen. Das war keine gute Idee.
Berndt hängt erkenntnisresistent in einer Sackgasse fest, weil er sich vor Jahrzehnten als junger Mann auf das Prophezeingsszenario eingeschossen hat und nicht die Weitsicht und Größe hat, fundamentale Lebensirrtümer zu erkennen und einzugestehen.
Was in der "Szene" als großer Krieg besprochen wird, ist nichts weiter als ein großes Märchen, das sich die Leute seit Jahrhunderten immer wieder selbst erzählen. Die Grundlage dieses Märchens sind Glaubenserwartungen, die ebenfalls seit Jahrhunderten als Zuschreibungen entstanden, die man mit der Endzeit bzw. Apokalypse verband, über deren Verlauf spekulierend. Da sollte es einen Endkampf des Guten gegen das Böse geben, wobei der zurückgekehrte Jesus die Rechtgläubigen gegen die Heerscharen der Finsternis anführen sollte. Aus der Überlegung, welche Völker wohl in Diensten des Antichristen stünden, bekamen die Pappnase im Laufe der Zeit z. B. die Perser, Sarazenen, Türken und zum Schluß schließlich die damals noch kommunistischen Russen aufgesetzt. Diese Vorstellung hat sich inzwischen zwar selbst schon wieder überlebt, lebt aber in der Literatur (u. a. in Berndts Büchern) fort.

Diesen Krieg wird es nie geben!

Realistisch betrachtet leben wir derzeit in einer vorbürgerkriegsartigen Lage, die noch vom sichtbar zerfallenden Wirtschaftssystem, Geldgeschenken aus der virtuellen "Druckerpresse" und der Fokussierung der Allgemeinheit auf staatliche Maßnahmen stabil gehalten wird. Wenn dies erst an seine Grenzen gelangt ist, wenn Massenarbeitslosigkeit herrscht, die Währung durch Inflation entwertet ist und die Handlungsfähigkeit des Staates ebenso wie das Vertrauen der Bevölkerung in ihn geschwunden sind, wird es interessant. Aber auch das ist noch nicht das Ende. Dann befinden wir uns in einer Gemengelage des alltäglichen Überlebenskampfes jedes Einzelnen und kleiner Gruppen und Familien bzw. "Clans" (nachdem hier migratorische Verbände massiv mitmischen werden).
Je nachdem, wie tief der wirtschaftliche Fall sein wird, wie es in anderen Teilen der Welt zugeht, wie Güter und Lebensmittel hereinkommen (mit welchem Gelde, durch welche Gegeneleistung dann wohl bezahlbar?), können Gold und Silber ebenso wie stabilde Fremdwährungen wie jetzt Schweizer Franken oder dann wahrscheinlich Russische Rubel (die Russen machen die derzeitige Gelddruckorgie nicht mit) als ein Standbein der Vorbereitung sehr wohl nützlich sein.

Zu Rußland: Während Rußland in den Prophezeiungen als der Bösewicht schlechthin dargestellt wird, sieht es nach neueren Schauungen eher so aus, als nähme das Land die Rolle eines Stabilisators ein. Laut Gabriele Hoffmann entsteht dort eine Art "Goldgräberstimmung", die von vielen Abwanderern aus Europa gestützt wird. Andere Seher in diesem Forum sehen die Russen hier als gleichwohl nicht breit akzeptierte "Ordnungsmacht" auftreten. Zwar gibt es einzelne Kämpfe zwischen Russen und Widerständigen oder (vermutlich) zwischen Russen und Immigrantenmilizen, der große, alles vernichtende Krieg bleibt aber aus!

Andere Standbeine wären z. B. Vorratshaltung, die Selbsterzeugung von Lebensmitteln im Rahmen der eigenen Möglichkeiten (und wenn es nur ein Gemüsegarten und Hühner sind), ein Wohnsitz außerhalb der Stadt, körperliche und mentale Fitness. Es hat wohl Sinn, sich z. B. durch eiskalte Duschen und Bäder, längere Aufenthalte in der Natur bei jedem Wetter, eingelegte Fastenperioden usw. abzuhärten. Die meisten werden schon unerträglich leiden, wenn nur in einem Winter die Heizung nicht funktioniert, Strom rationiert ist und man in bitterer Kälte jeden Tag mehrere Kilometer zur lokalen Lebensmittelausgabestelle wandern muß, um sich seine Ration zu holen, wobei man dort noch mehrere Stunden in eben dieser Kälte ausharren muß, ehe man dran ist.
Der von mir skizzierte Weg ist von den meisten sicher nicht gangbar. Also muß man sich fragen, inwiefern man sich dem wenigstens annähern kann, um im Chaos seine Chancen zu verbessern.

Ich möchte natürlich auch überleben, und gleichzeitig fokussiert wie eh und je auf Gott gerichtet sein. Wie du sagst, es gibt schlimmeres als den Tod! Das sagen uns auch die meisten Nahtoderfahrungen!

Besser: Sie sagen eigentlich, daß es nichts Schlimmes gibt. Wenn einen nichts umbringen kann und der Tod nur eine Passage ist, was vermag einen dann noch zu schrecken?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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