Russland müsste schon enorm unter Druck geraten (Freie Themen)

peridot, Dienstag, 06. Oktober 2020, 23:10 (vor 57 Tagen) @ Eyspfeil478 mal gelesen

Hallo Nullmark!

Damit ist quasi eine (mehrfach geschaute) Abspaltung Mitteldeutschlands möglich,
nämlich zu dem Behufe, um unsere Souveränität wiederzuerlangen, und zugleich ein
Krieg zwischen den USA und Rußland, um damit den immer noch bestehenden
Status Quo des 2.Wk faktisch zu beenden.

Und stimmt, dabei kommt es jetzt darauf an, ob Trump
die Präsidentschaftswahlen gewinnt.

Die Geschichte ist also gar nicht so abwegig, wie das Interview
mit Fjodorow zeigt, bloß fragt sich halt, ob damit nicht noch
Jahrzehnte ins Land gehen (also ob auch 4 Jahre für Trump reichen werden),
ob Putin wirklich die Eier dazu hat, das durchzuziehen mit oder ohne Trump,
und Last not Liese wer von uns das Ganze überhaupt noch miterleben wird.
Taurec wahrscheinlich schon noch, aber ich
bin eine Generation älter als er, und einige
hier sind eine Generation älter als ich...:schief:

Ich bin überrascht, daß sogar einige Leute in Russland über das
Thema reden, aber konkret danach handeln steht doch auf einem
anderen Blatt, oder sehe ich das falsch?

LG,

Eyspfeil

Moin,

Aus netten Gefühlen dem Rest der Welt und insbesondere Deutschland gegenüber werden Sie wohl kaum irgendwo eingreifen.
Um ehrlich zu sein, empfinde ich das Interview als etwas skurril. Ein Sachse bittet darum doch bitte von einer noch fremderen Macht regiert zu werden als Berlin.
Wie wäre es mit Befreiung aus eigener Kraft? Warum braucht es den russischen Papabären? Vielleicht ist das jetzt provokant, aber in diesem Rufen nach fremder Hilfe spiegeln sich einige der Probleme, die dieses Land seit dem Untergang des Kaiserreichs hat. Naja, wie dem auch sei.

Die USA tun derzeit vieles um Russland das Leben unerträglich zu machen, aber unangenehme Bedingungen werden Russland nicht reichen, um eine derart riskante Vorwärtsverteidigung anzutreten.

a)
Russland müsste wirtschaftlich komplett vom Westen abgeschnitten sein. So sehr, dass es schlicht keine Sanktionen mehr geben könnte, die verhängt werden können. Russland dürfte wirtschaftlich einfach nichts mehr zu verlieren haben, wenn es seine Beziehungen zum Westen verliert.

b) Die Spannungen in der EU müssten noch stärker zunehmen. Deutschland müsste sich in der Flüchtlingskrise noch ein paar Mal mehr als Obermoralweltmeister aufspielen. Denkbar wäre das z.B. in der Türkeifrage. In Frankreich, Polen, Zypern, Griechenland und eigentlich überall in der EU gibt es inzwischen massive Zweifel an Erdogan. Frankreich wagt bereits eine offene Machtprobe im Mittelmeer. Deutschland gefällt sich weiterhin in der Situation des erpressten, da Merkel angst hat zuzugeben, dass Grenzschuss evtl. eben doch geht.
Keine Frage, die feigen deutschen Politiker werden sich auch weiterhin erpressen lassen und der Rest der EU hat darauf nicht unendlich lange Lust. Das könnte zum Bruch führen.

c)
Der Westen (Westeuropa) müssten militärisch noch desolater dastehen als jetzt. Deutschland ist inzwischen hinreichend abgerüstet, aber GB und Fr haben noch eine halbwegs intakte Armee.
Die NATO muss komplett wegfallen, bzw. das Bündnisversprechen noch krassere Makulatur werden als bereits jetzt. Die USA müssten sich militärisch aus Europa zurückgezogen haben.

d) Die USA und/oder eine weitere Macht müssten noch ein paar Runden drehen und Russland soweit in die Enge treiben, dass die Russen faktisch nur noch die Wahl haben Vorwärtsverteidigung oder Untergang.
Vielleicht über die religiöse Schiene? Erdogans Großmachtbestreben weckt im orthodoxen Russland ein Paar alte Ängste. Mag sein, dass die heutige USA Fixierung auf lange Sicht in die Irre führt.

Grüße


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