Warum so persönlich? (Schauungen & Prophezeiungen)

Harald Kiri @, Sonntag, 20. September 2020, 21:33 (vor 64 Tagen) @ Ulrich266 mal gelesen
bearbeitet von Harald Kiri, Sonntag, 20. September 2020, 21:47

Hallo Ulrich,

bislang habe ich Deine Beiträge als kompetent und belesen bewundert. Ich sehe Dich als wandelndes Buch-Lexikon dieses Forums an. Um so mehr war ich erstaunt, dass von Dir eine so persönliche und grob verzerrende Antwort kam. Ich habe mir lange überlegt, ob ich überhaupt antworten soll, aber das Maß der Impertinenz überstieg, bei nochmaligem Durchlesen, doch meine Toleranzschwelle.

Weder habe ich eine "ich-hab's-ja-gleich-gewusst-Attitüde" noch die Intention,"zu sabotieren und mit Füßen zu treten".

Auf weitere beileidigende und herabsetzende Aspekte werde ich nicht weiter eingehen, weil ich der Meinung bin, dass eine sachliche Auseinandersetzung durchaus fruchtbringender ist.

Natürlich bin ich aber dankbar, dass sie (?) diesen Text übersetzt und inzwischen auch die Grafiken eingefügt hat. Bislang habe ich mich bei astrologischen Themen in diesem Forum immer zurückgehalten, weil mir völlig der Zugang zu dieser Denkweise fehlte. In dem übersetzten Text konnte ich wenigstens eine Ahnung davon erhalten, welche Begründungen und Denkmuster vorliegen. Dank auch ausdrücklich an Dich, da Du mit Deiner Antwort zur weiteren Klarheit beigetragen hast.

wozu andere Jahreszahlen nennen, ging es Barbault doch lediglich um die Markierung des Jahres 2010

Also ein "Jetzt geht's aber looos" mit aktuellem Bezug.

"Aber im März 2020..."

Was soll das?

Völlig aus dem Zusammenhang gerissen, hinterfragst Du rhetorisch die Intention, die vorher beschrieben wurde. "Ebenso 2017/18 nicht, als hier auf der Erde die große Grippewelle durchlief, bei der die tägliche Mortalitätsrate nicht nur in unserem Land erheblich anstieg. Anders als 2020, wo sie sich nicht veränderte." steht im Text davor. Wenn Du Dir die täglich Mortalitätsrate der letzten Jahre anschaust, wirst Du signifikante Abweichungen zwischen Ende 2017 und Anfang 2018 zum Durchschnitt hier entdecken. März-April 2020 nicht.

interpretierst Du die Benennung der beiden Zeitfenster von Minimum und Maximum des Konjunktions-Index, die sich innerhalb eines Zyklus zwingenderweise gegenüberliegen ("hauptsächlich um den niedrigsten Punkt des zyklischen Indexes, also den Zeitpunkt der Konjunktionen liegen, ... und ähnlich, wenn auch weniger ausgeprägt, um den höchsten Punkt desselben Indexes, wenn eine Opposition, die entgegengesetzte planetarische Ausrichtung, vorherrschen"), als "genau gegensätzliche [r] Konstallation".

Was mir auffällt ist, dass zum Einen mit der Konjunktion der langsamsten Planeten, die auch, bis auf Pluto, der nur ein Zwergplanet ist, die schwersten sind, und der daraus sich ergebenden Verschiebung des Planetenbahnschwerpunktes im Bezug auf den Sonnenkern argumentiert wird (Minimum), zugleich aber von Opposition die Rede ist (Maximum), die bei den schwersten Planeten eine Aufhebung der Exzentrik bedeuten muss. Von der Logik her ist damit die Betrachtung des Schwerpunktes der Planetenkonstellationen, der einzige astronomische Aspekt in dem Text, irrelevant.

Da die Grafik mit den Planetenbahnschwerpunkten zur Zeit meiner ersten Antwort noch nicht zugreifbar war, möchte ich nach genauerer Betrachtung auch die Zeiträume 1914-1918 und 1940-1945 als willkürlich kennzeichnen. 1914 war der Schwerpunkt dem Zentrum der Sonne so nah, wie kaum zu einem anderen Zeitpunkt des betrachteten Zeitraums. Auch 1940 lag er noch näher als z.B. 1947 oder 1924.

was soll diese [sic!] oberlehrerhafte Geschwätz um Jahreszahlen, die mit dem was Barbault schreibt, nicht das geringste zu tun haben?

Genau das wollte ich zeigen. 1982 ist ein willkürliches Datum, das mit den Ereignissen, die Barbault beschreibt nichts zu tun haben.

Die Grafik der Anzahl der Internet Hosts von Jahr zu Jahr zeigt deutlich den Knick im Jahr 1982

Aus der Grafik lässt sich sehr schön ablesen, dass der Beginn 1969 war. Der "Knick", den Du feststellst, fand nach 1983 statt und zeigt sich nur, weil es sich bei der Grafik um eine logarithmische Darstellung handelt. Eine lineare Darstellung zeigt, dass die Zahl der Hosts sich erst seit 1995 um mehr als ein Tausendstel (des Maximums von 2015) von der Zeitachse entfernt. Der "Knick" 1995->1996 ist ein Sprung von ca. 1.000.000 Hosts, im Gegensatz zu ca. 600 Hosts 1983->1984.

Für mich gibt es keinerlei Korrelation zwischen Planetenkonstellationen und Seuchen. Da will nur jemand ein Buch verkaufen.

Den Begriff der Korrelation nennt er genau einmal

Irrelevant, da Du mich schon verstanden hast, wie das folgende Zitat deinerseits zeigt:

"Ganz abgesehen davon ist es nicht die naheliegendste Art und Weise, sich allein mit dem Verhältnis zwischen astrologischen Phänomenen und Seuchen zu befassen..."

An dieser Stelle muss ich allerdings zugeben, dass ich offene Türen eingerannt habe, da Barcault nichts anderes sagt.

Vielmehr ist hier ein anderer Zugang zum vorliegenden Material erforderlich, der zunächst den größten Fall betrachtet - im Wissen, dass der schwerste Seuchenausbruch der Geschichte notwendigerweise mit einer nicht weniger monumentalen astrologischen Konfiguration einhergehen muss, sollten wir über diese stolpern. Ist das nicht der beste Ausgangspunkt, den es gibt?"

Diese Methode ist tatsächlich erst "bottom-up" und dann "top-down".
Ich suche mir den schwersten Seuchenausbruch der Geschichte und definiere die zu diesem Ereignis gehörige astrologische Konstellation als "monumentale astrologische Konfiguration" (Ist das etwas anderes als eine Konstellation? Dann bitte ich um Aufklärung.).

Sicherlich ist die Einzigartigkeit eines Falles an sich kein Beweis, immerhin kann ihr beeindruckendes Zusammenspiel uns nur ermutigen, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Anschließend suche ich diese Konfigurationen in der Geschichte, im Wissen, dass ich irgendwas finde, das dazu passen könnte.

Ein klassischer Zirkelschluss. Die größte aller Seuchen "muss" "notwendigerweise" mit einer "monumentalen astrologischen Konfiguration einhergehen". Somit muss es bei anderen Seuchen ebenfalls Konfigurationen geben, die einhergehen.

Gewiss, auf einer schmalen zyklischen Kette, welche an das Kontinuum Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft gefesselt ist, könnten [konnten?] einige Mikrokonfigurationen entschlüsselt werden, und man tut gut daran, sich diese zu Nutze zu machen, aber für einen Großteil des Kommenden müssen wir warten, bis wir viel mehr wissen, um die Zukunft gebührlich erhellen zu können.

Suchen wir die weiteren Seuchen heraus und bestimmen die Konfigurationen, "muss" sich ein Muster ergeben. Umgekehrt können wir auch schon mal die Konfigurationen in der Geschichte durchgehen, vielleicht finden wir etwas Signifikantes.

Wenn wir nichts erkennen, müssen wir weitersuchen. Es lohnt sich zu forschen.

In diesem Sinne, ausdrücklich

Viele Grüße
Harald


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