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Realität, existiert sie a priori? (Schauungen & Prophezeiungen)

Luzifer @, Österreich, Samstag, 19.09.2020, 23:26 (vor 208 Tagen) @ Explorer (609 Aufrufe)

Hallo Explorer,

genau darüber habe ich auch nachgedacht und Du setzt etwas voraus, das ich auch zunächst vorausgesetzt hätte, das man vielleicht aber nicht voraussetzen kann.

Die Prämisse: "Das Wasser existierte dort bereits" und er hat es gefunden. Vielleicht hat es dort an dieser Stelle zuvor noch nicht existiert und er hat die geeignete Stelle erst erschaffen! Ich weiß diese Vorstellung ist hart und unglaubwürdig, aber ist sie deswegen gesichert falsch.

Im kleinen wissen wir nämlich gesichert durch zahlreiche Experimente, dass die Realitätsannahme falsch ist. Teilchen, die der Quantenmechanik unterliegen haben vor einer Interaktion keine Eigenschaften. Licht als elektromagnetische Welle bekommt die Eigenschaft "Polarisation" erst durch eine Interaktion, wie es der Akt der Messung ist. Und da ist die Zeit wurscht, eigentlich ist es der Zeitpunkt der Bewusstwerdung der Messung. Das kann man nachlesen, es ist die Wiederlegung sowohl des Lokalismus als auch des Realismus.

Alles, was unsere Welt aufbaut hat keine Eigenschaften vor einer Interaktion.

So und das Wasser, dass er gefunden hat war in einem dichten Fels. Dort zirkuliert das Wasser nur in einem Trennflächensystem, in offenen Klüften, Störungen (Verwerfungen) oder offenen Schichtungsflächen. Natürlich muss dieses Kluftsystem vorhanden sein, sonst gibt es nirgendwo Wasser im Fels. Aber es ist völlig ohne Relevanz für irgendetwas "Beobachtbares", wo und wie die genau situiert sind. Man kann zwei Meter daneben bohren und genau nichts finden, wenn man Pech hat.

Ich vermute und mehr ist es nicht, dass für die QM keine Grenze zur makroskopischen Welt besteht, der Informationsbegriff hat in der Physik noch zu wenig Bedeutung. An diesen Grenzfällen beginnt vielleicht das was wir Realität nennen. Das finde ich spannend, da muss man geistig "bohren", weil man durch so etwas, naja das ist jedenfalls nützlich für die "Kunst".


Schöne Nacht,
Luzifer


Und als er die Schöpfung, die ihn umgibt, sah und die Menge der Engel, die ihn umgeben und die aus ihm entstanden waren, sagte er zu ihnen: Ich bin ein neidischer Gott, und es gibt keinen Gott neben mir. Aber weil er dieses verkündet, zeigte er den Engeln, die bei ihm sind, an, daß ein anderer Gott existiert. Denn wenn dort kein anderer wäre, auf wen sollte er dann eifersüchtig sein? (Apokryphon des Johannes) ... Zeit zu gehen dachte sich Erzengel Luzifer. (Verfasser unbekannt :-))


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