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Kein Bestandsschutz für Unzulängliches (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 11.08.2020, 21:21 (vor 247 Tagen) @ Montgomery1 (1114 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Dienstag, 11.08.2020, 22:32

Hallo!

Deshalb habe ich ja geschrieben, dass wir (leider) auf die von Rubenstein vermittelte Interpretation angewiesen sind - sonst steht uns (wenigstens mir nicht bekannt) von Maria S. nichts zur Verfügung.

Der springende Punkt ist, daß es sich nicht um eine "Interpretation" handelt, wenn das zu Interpretierende fehlt, nämlich die Schauung einer Maria S. bzw. deren Beschreibung. "Interpretation" ist eine bloße Behauptung, der ohne Gegenstand die Grundlage fehlt.

Rubenstein hat sich darauf hinausgeredet, daß Maria S. gar keine Schauungen im eigentlichen Sinne hatte, sondern es ihre Gedanken und Einfälle gewesen seien, die von höherer Warte aus inspiriert worden seien (echt!!!). Mit diesem Argument ließe sich alles, was einem einfällt, als Schauung deklarieren. Eine völlige Nullnummern, mit der sich Rubenstein selbst entlarvt hat.
Wie der Begriff bereits sagt, sind Schauungen/Visionen Bildwahrnehmungen, die allenfalls von anderen Wahrnehmungen bis hin zu implizitem Wissen begleitet werden. Das liegt hier nicht vor und ist auch nicht zu erwarten.
:tonne:

Die Fälschungshypothese ist eine Hypothese, sonst wäre sie keine. Aber der Beweis einer Fälschung bleibt nicht erbracht!

Keine Umkehr der Beweislast! Wer eine Schauung behauptet, muß glaubhaft machen, daß es sich um eine Schauung handelt. Ohne diese Beglaubwürdigung bleibt es, wie jede x-beliebige Aussage, die Menschen tagtäglich treffen, bloße subjektive Aussagen bzw. Behauptungen.

Es ist erkenntnistheoretisch nicht gestattet, Aussagen als wahr hinzustellen, weil das Gegenteil nicht bewiesen wurde!

Es ist kein "irriger Kurzschluß", wenn man den Eintritt einer "Vorhersage", die selbst aus der Vergangenheit stammt, zu einem gegebenen (späteren) Zeitpunkt feststellt.

Es ist ein irriger Kurzschluß, wenn die Aussage derart beliebig und allgemein ist, daß mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit etwas passieren wird, das irgendwie dazu paßt. Genau das ist bei Maria S. Pauschalaussagen der Fall.
Deswegen geht es ja darum, eine möglichst vollständige Schauungsbeschreibung zu erhalten: Diese würde mit derartiger Genauigkeit Szenen und Ereignisse beschreiben, daß ein Zufallstreffer ("false positive error") ausgeschlossen ist.

Aus den von Rubenstein gelisteten "Schauungen" ist die Bankenkrise offenbar noch nicht in der Form eingetreten, so wie Maria S. dies beschreibt.

Sie beschreibt es ja gar nicht!

Ihre sehr banalen Aussagen dazu:

  • Findet 2019 statt.
  • Kurz vorher spürbar. (Mit anderen Worten: Wer bloß ein subjektives Gefühl hat, darf sich einreden, daß die Aussage zuträfe.)

Auf dieser nebulosen und substanzlosen Ebene bewegen sich fast alle ihre Aussagen. Kaum etwas ist irgendwie konkret.

Das Gegenteil ist der Fall - lassen wir die Zeitangaben außen vor, weil wir das Forum dann schließen könnten.

Du schließt hier überhaupt nichts!

Ich hätte meine Zweifel, wenn jemand behauptete, er hätte "geschaut", konkret "COVID-19" oder "Corona" würde die Menschheit treffen. Maria S. spricht dagegen viel glaubhafter von "Seuchen", die uns noch Jahre beschäftigen.

Ja, denn desgleichen wäre keine Schauung, sondern eine Prophezeiung.
"COVID-19" oder "Corona" sind abstrakte Konzepte, welche in dieser Art nicht geschaut werden, niemals.
Eine hypothetische Schauung zu Corona könnte z. B. zeigen:

  • Überfüllte Intensivstationen
  • Leichen in Kirchen gelagert in südlichen Ländern
  • Menschen mit Maske unterwegs
  • Kranke mit bestimmten Symptomen

Und diese Bilder wären von einem Seher genau beschrieben worden, so daß beim Eintreffen mit Sicherheit gesagt werden kann, daß dieses Ereignis mit geringer Irrtumswahrscheinlichkeit eingetroffen sei.

Rubenstein/Maria S. liefert hingegen nur pauschale Stichwörter:
"Die aus Afrika eingeschleppten Seuchen..."
"Maria sagt, daß uns das Thema Seuchen noch über Jahre hin beschäftigen wird und zum Zeitpunkt des Russenangriffes im Hochsommer 2022 immer noch aktuell ist."
"Als Hauptursache für die langsame Durchseuchung Europas identifiziert sie die Asylanten aus Afrika. Laut Maria grassieren die Seuchen jetzt schon, aber um die Bevölkerung nicht zu verunsichern, wird dies von offizieller Seite totgeschwiegen."
"Die Ärzte hauen ab. Sie sind jetzt schon überfordert, aber angesichts ihres niedrigen Honorars haben sie dann erst recht keinen Bock mehr, in einem Seuchenland zu praktizieren
Angesichts der Seuchen, des Hungers und der Kriminalität zerfällt Deutschland vollständig."

Das ist eine Reihe wilder Behauptungen über das allgemeine Geschehen, die in Bezug auf Corona sogar eindeutig falsch sind, wo sie einmal etwas konkreter werden (Ursprung in Afrika!)

Warum Afrika? Weil Rubenstein sein Machwerk 2015/16 verfertigte, als die "Flüchtlingskrise" aktuell war und Migranten aus Afrika in Einzelfällen sogar weitgehend ausgerottete Krankheiten wie Tuberkolose wieder einschleppten.

⇒ Rubenstein beschreibt keine Schauungen, Maria S. hat nichts gesehen, sondern formuliert Behauptungen, die auf dem Zeitgeschenen während der Abfassung des Textes aufbauen!

Zugleich sind die Aussagen so weit gefaßt (Es werden ja in Ermangelung einer Beschreibung nur Stichwörter genannt!), daß man nur lange genug warten mußte, um nur das Stichwort "Seuche" in irgendeiner Form bestätigt zu finden.

Die Unterstellung ist eine Unterstellung! Wir Außenstehende wissen es einfach nicht. "Mit Fug und Recht" sich anzuheischen ist hier, meine ich, fehl am Platze. Vor Gerichten oder am Anspruch der Wissenschaftlichkeit gemessen sind "mit Fug und Recht Unterstellungen" ein Irrtum vel in obiecto. Denn das "mit Fug und Recht" bezieht sich nicht auf den Inhalt der Unterstellung, sondern bloß auf die Form als Unterstellung. In Beweisverfahren vor Gericht oder im Lichte des Anspruchs auf Wissenschaftlichkeit wird solch ein Widerspruch gleich aufgedeckt. Wir sollten aber, auch im Umgang mit Maria S., eigene Maßstäbe, die wir von anderen fordern, nicht selbst verletzen.

Diese an der Sache vorbei gehende Sophisterei mit Formulierungen trägt hier keine Früchte.

Maria S. lässt uns mit ihren Aussagen auch weiterhin nicht in Ruhe. Sie weckt uns auf, nachzudenken, vorzusorgen vor dem was vor uns steht. Sie bettet sich deshalb ein in die vielschichtigen und faszinierenden Schauungen, die als "sicher" gelten und kann diese "flankieren", auch wenn viele Unsicherheiten bleiben (Rubenstein hat hier eine gewisse Mit-Verantwortung). Aber Prognosen sind halt schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

Du hast dieses merkel'sche Salbadern mit Pathos und Stimmung, ohne sachlichen Gehalt, aber dafür moralisch um so fordernder, wie es altparteinahe Politiker inzwischen bis zur Lokalebene hinab auszeichnet, offenbar völlig aufgesogen. Es handelt sich zumeist nur um Gerede, mit dem Menschen auf bestimmte zu glaubende Narrative eingenordet werden sollen.
Dieses priesterliche "uns", mit dem alle ungefragt vereinnahmt werden, kannst Du Dir stecken.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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