zur Erläuterung (Schauungen & Prophezeiungen)

IFan @, Donnerstag, 04. Juni 2020, 18:17 (vor 108 Tagen) @ IFan1328 mal gelesen
bearbeitet von IFan, Donnerstag, 04. Juni 2020, 18:39

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Hallo,

zur Erläuterung:

Das Hafele-Keating-Experiment wurde 1971 durchgeführt (Link). Die von 1968 bis 1990 beim "National Institute of Standards and Technology", dem amerikanischen Pendant der deutschen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, eingesetzte Cäsium-Atomuhr NBS-4 hatte eine Ungenauigkeit von 10-12. http://web.stanford.edu/group/scpnt/pnt/PNT11/2011_presentation_files/07_O'Bian-PNT2011.pdf; dort auf Seite 15. Bei einer Flugzeit von mindestens 40 Stunden (beim anderen Flug 60 Stunden) ergibt sich also eine Ungenauigkeit von 144 ns allein aufgrund der Gangabweichung einer damaligen Atomuhr: 40 Stunden á 3600 Sekunden = 144 000 Sekunden; 144 000s x 10-12 = 0,000 000 144s = 144 ns. Bei zwei Uhren - einmal die mitgeführten(n), einmal die am Boden gebliebene(n) - addiert sich das dann schon zu 288 ns. (zu Vorsatzzeichen wie nano, femto etc. siehe Wikipedia)

Es gibt erhebliche Kritik an dem Experiment, siehe hier: Link . Wenn es korrekt ist, was da steht, haben Hafele und Keating die Messergebnisse selbst überhaupt nicht veröffentlicht, sondern nur deren Interpretation.

Vor ein paar Tagen habe ich eine persönliche Nachricht über das Forum bekommen, deren Absender ich nicht nachvollziehen konnte. Darin wird zu meinem Beitrag nachgehakt; der Absender möge diesen Beitrag hier auch als Antwort sehen. Die verzögerte Antwort hier auch aufgrund mangelnder Zeit.

Es könnte sein, dass es bei diesen physikalischen Beweisen einen Zirkelschluss gibt: "Einstein hatte immer Recht, also muss er auch hier Recht haben. Wir veröffentlichen also hier mal ein Ergebnis, das sich aus Einsteins Gleichungen ergibt." Die Leser dieses Ergebnisses sehen das dann wieder als Bestätigung, dass Einstein Recht hat. Das ist die gleiche Art Zirkelschluss, die Taurec im Bezug auf Schauungen bzw. Prophezeiungen immer wieder rechtmäßig kritisiert.

Die anderen Experimente, die bei Wikipedia aufgeführt sind, habe ich nicht überprüft und kann dazu nichts sagen.

Die für die korrekte Berechnung der GPS-Daten erforderlichen Korrekturen in der Signallaufzeit kann man wahrscheinlich auch auf andere physikalische Effekte zurückführen, wie die Beeinflussung der Bewegung der signalübertragenden Teilchen ("Photonen") durch die Erdanziehung.

Gruß,

IFan


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