Nicht Wille sondern nur Selbsterhaltungstrieb! (Schauungen & Prophezeiungen)

Isana Yashiro @, Sonntag, 24. Mai 2020, 12:05 (vor 130 Tagen) @ Luzifer1470 mal gelesen

Hallo!

Gut, dafür sollte man sich im Physischen fit halten, Kraft, Ausdauer und schnelle Reflexe können nicht schaden. Wir (unsere Physis) sind das Produkt einer langen Kette der Optimierung diesbezüglich. Wer zu langsam war, zu schwach oder zu wenig Ausdauer hatte, dessen Gene wurden seltener weitergegeben. Heute sind die Verhältnisse da ein wenig auf den Kopf gestellt, was uns in Summe Schaden bringen wird.

Auch die Biologie kennt Naturgesetze und diese gelten so uneingeschränkt wie diejenigen aus der Physik gelten. So muß sich zum Beispiel ein Selbsterhaltungstrieb entwickeln, weil der dem Überleben viel bessere Dienste leistet als etwas mehr Ausdauer oder Kraft oder Geschwindigkeit. Hättest Du noch so viel von den letzteren, der Jaguar würde Dich trotzdem fressen, weil Dir das egal wäre. Erst der Selbsterhaltungstrieb sorgt dafür, daß Du überleben willst. Nur wegen Deines Selbsterhaltungstriebs nutzt Du deine Ausdauer und Kraft und Schnelligkeit und andere Fähigkeiten um zu überleben. Du magst das für Deinen Willen halten. Aber letztendlich ist es nichts weiter als Dein Selbsterhaltungstrieb wie er nunmal von der Biologie vorgegeben wird.

Allerdings ist es meiner Meinung nach für den einzelnen noch besser vom Jaguar gefressen zu werden, als sein Dasein zu fristen, nachdem ein anderes geistiges Wesen einen sozusagen "gefressen" hat. Und was Menschen so an "spirituellen Überzeugungen" zeigen, läßt für mich nicht recht viel andere Schlüsse zu, dass sie geistig keineswegs frei sind, sondern Opfer von Memen und Glaubenssätzen hinter denen in letzter Konsequenz Wesenheiten stehen. Freiheit auch im Denken wäre ein hohes Gut.

Für den Geist gelten allerdings wiederum eigene Gesetze, weil der Geist etwas fundamental anderes als Materie ist.

Meines Wissens nach lässt sich lokaler Realismus bereits nicht mehr aufrechterhalten. Die Eigenschaften der Dinge sind einfach vor einer Interaktion nicht vorhanden, weder durch verborgene Variablen bestimmt noch durch sonst etwas. Was determiniert dann, wenn Eigenschaften nicht existent sind.

Wir bilden uns die Welt also nur ein?


Es gibt keine signifikanten Schlupflöcher mehr, das mechanistische Weltbild ist eine Fiktion, mehr nicht.

Das war es immer. Der Unterschied ist nur, daß Wissenschaftler das früher selbst wußten, weil sie wußten wie Wissenschaft durch die Abgrenzung von Methodik und Forschungsobjekten definiert ist.

Und die Philosophie schläft und wurde weit von der Naturwissenschaft überholt.

Darin liegt möglicherweise ein Problem. Andererseits kann es auch schon immer so gewesen sein. Philosphie war schon immer eine brotlose Kunst und nie ein Hauptberuf. Occam war Mönch. Der größte Teil dessen, was uns heute als Wissenschaft bekannt ist, stammt aus katholischen Klöstern.

Ist mir schon klar, nur musste ich während meines Studiums immer die "neuesten Trends und Erkenntnisse" fressen und genau die, die so gestaltet waren, dass sie dem nicht genügt haben, die interessieren berechtigterweise heute keinen mehr.

Schön, daß dir das klar ist, aber an dieser Stelle ging es darum, daß sich manche beklagen, daß Occams Messer stumpf sei. Diesen Eindruck bekommt man leicht, wenn man es falsch verwendet. Ein Messer ist eine schöne Metapher für dieses Prinzip, weil ein Messer auch nur dann schneidet, wenn man dessen Schneide zum schneiden verwendet. Anders funktioniert es nicht.

Aber was beispielsweise Dawkins von sich gibt, den ich nicht für genial, sondern eher für mäßig begabt halte, ist es noch viel mehr. Er verlässt den Boden der Naturwissenschaft weit um Propaganda und Fanatismus der anderen Art zu kolportieren.


Hawkings spricht beispielsweise vom Chronologieschutz. Nur zunächst müsste man wissen, was Zeit wirklich ist. Und die hemdsärmelige Antwort, dass was die Uhr misst, trifft es jetzt nicht so ganz. Dass man Dinge (mit Dingen) rechnen kann, heißt noch lange nicht, sie auch verstehen zu können.

Auch ich halte weder Dawkins noch Hawking für genial. Je mehr Werbung für die beiden gemacht wird, für desto dümmer halte ich die beiden.

In meinem Weltbild gehen Wirkungen nicht nur von der Vergangenheit aus, sondern auch von der Zukunft. In diesem Sinne ist Vergangenheit änderbar.

Ich halte es an der Stelle für sinnvoll zwischen historischer Zeit (objektiv) und chronologischer Zeit (subjektiv) zu unterscheiden. Was soll es bedeuten, daß die Vergangenheit änderbar ist? Wenn Du sagst, daß die Ursache einer Wirkung von der Wirkung aus gesehen auch in der Zukunft liegen kann, dann ist die Quantenmechanik auf deiner Seite. Das ist auch nichts, das ich bezweifle. Wenn Du jedoch meinst, weil die Ursache in der Zukunft liegt, deshalb könnte man die Ursache verändern und dadurch würden entweder Wirkung und Ursache voneinander entkoppelt oder die Wirkung gleich mitverändert, dann bezweifle ich das sehr. Eine in der, von der Ursache aus betrachtet, Vergangenheit liegende Wirkung beweist stattdessen, daß die Ursache bereits unabwendbar war.

Ja, ist wohl so. Ein Photon entsteht in einem Quasar Milliarden Lichtjahre entfernt und instantan wird es beispielsweise vom Auge eines Beobachters aufgenommen. Aus seiner Perspektive. Alternativ verkürzten sich alle Längen bei der Geschwindigkeit auf Null, sodass keine Zeit vergeht, das gesamte All zu durchqueren. Ein externen Beobachter sieht halt was anderes. Gut, das ist gut bestätigt und wird eine sehr brauchbare Näherung an die "Realität" sein. Es erklärt die Zeit aber auch nicht und auch nicht den Raum. Die SRT und ART liefern Gleichungen zum Rechnen, so wie gerne mit der Quantenmechanik als eine Art Kochrezept gerechnet wird, wobei die Gleichungen dafür nicht verstanden werden müssen.

An der Stelle muß man wissen was man will. Manche Menschen haben Spaß daran, Gleichungen durchzurechnen. Werden auf diese Weise dann auch noch nützliche Anwendungen gefunden, dann ist das doch umso besser! Nichtmal in fiktionalen Geschichten wurde bereits erfaßt, wofür die Längenkontraktion alles gut sein könnte. In der Praxis fehlen zunächstmal Antriebssysteme, die überhaupt relativistische Geschwindigkeiten erreichen könnten.

Den Eindruck habe ich auch. Die Beobachtung ist immer das Primat, auch wenn es eine noch so schöne Theorie widerlegt. Das kann man meiner Meinung auch für Dinge jenseits der Wissenschaft anwenden.

Natürlich. Dieses Prinzip kam schließlich von jenseits der Wissenschaft in die Wissenschaft.

Ja, da kommen wir zur Empirie und warum ich anderen bei diesem Thema nichts abnehme, insbesonders wenn eine gewisse Intention zwischen den Zeilen liegt. Es muss nicht funktionieren, doch habe ich Tausende Experimente zur Telekinese gemacht. In Summe der Ergebnisse ist es für mich erwiesen, dass der Geist auch in das Physische eingreifen kann. Nicht immer, aber meistens, die Wahrscheinlichkeiten lassen sich beeinflussen und dann beobachtet man zunächst ungläubig und erstaunt "aphysikalische Bewegungen" und irgendwann wird einem das eine Selbstverständlichkeit und man erkennt, wo das Primat wirklich liegt, nämlich im Geistigen.

„Es funktioniert nicht immer, aber meistens“ ist eine seltsame Aussage für einen Wissenschaftler. Ich habe nur wenige Selbstversuche zur Telekinese gemacht. So habe ich herausgefunden, daß ich keinerlei Talent dafür habe, sofern es funktionieren sollte. Wie bei jedem Versuch, so steht auch am Anfang der Experimente zur Telekinese sich in das Thema einzulesen. Ich finde die Stelle zwar nicht mehr, aber ich bin mir trotzdem ziemlich sicher, daß bei einem russischem Medium, das Telekinese ganz gut beherrschte, während eines solchen Experiments eine Verdreifachung des Blutdrucks gemessen wurde. Das zu überleben finde ich viel erstaunlicher als einen Gegenstand berührungslos zu bewegen. Deshalb halte ich solche Versuche für nicht moralisch vertretbar oder rechtfertigbar. Dem Primat des Geistes stimme ich aus rein logischen Überlegungen heraus zu. Das reicht mir. Kaffee und Milch voneinander zu entmischen halte ich außerdem für sehr albern, weil beide aus chemischer Sicht trotzdem noch Mischungen sind.

Sollte die Welt beliebig sein, einzig zur "Freude" des einzig "real" existierenden Wesens, nämlich dem Urgrund oder letztem Gott, wer bin ich, das kritisieren zu wollen.

„Zur Freude Gottes“ und „völlig beliebig“ sind grundlegend unterschiedliche Aussagen. Möglicherweise hast Du doch noch nicht genügend Erkenntnistheorie und Philosophie gehört? Sollte die Welt zur Freude Gottes vorhanden sein, dann ist sie gerade dadurch nicht beliebig! Sie hätte als Freude Gottes Sinn und Zweck. Eine beliebige Welt hat genau das nicht!

Hat sein Gutes, da es mich offensichtlich auch sein lässt.

Was ist daran gut? Das ist keineswegs persönlich gemeint. Das ist stattdessen die Frage danach, woher Du denn weißt, daß es besser für Dich ist zu sein als es wäre nicht zu sein. Ich halte das für einen eristischen Fehlschluß im Sinne der Diskordianer.

Mein Zugang dazu ist ein anderer. Man wird weder den Determinismus noch den freien Willen "beweisen" können aber eben auch nicht widerlegen.

Aha. Einerseits finde ich das einleuchtend. Andererseits wundere ich mich, warum Du das dann überhaupt zum Thema machst.

Daher kommt für mich da wieder die Empirie ins Spiel. Und ich glaube mir schon fast nichts und anderen schon gar nichts.

Das verstehe ich gut. So handhabe ich das auch.

Vor Jahren als ich dem Tode näher war als dem Leben hatte ich eine erste Vision, eine Anbindung. Es ging um das Gefüge, in das ich eingebettet bin und warum ich sterben müsste. Das Bild war vollkommen mechanistisch, es war eine Art Uhrwerk.

Mußtest Du denn sterben? Du bist doch garnicht tot?

Allerdings kurz darauf hatte ich erneut eine Vision und dann zeigte sie mir, wie man dort "Riegel verschiebt". Und immer lebe ich noch und schule meinen Willen.

Ja, Du lebst noch. Deine Zeit war nämlich noch nicht um. Völlig deterministisch. Die Vision hattest Du wahrscheinlich genau deswegen. Genau wie die berüchtigte Straßenbahnschau dafür sorgte, daß BBouviers Sohn weiterlebt, weil dessen Zeit noch nicht um war.

Jetzt sind mir ein paar andere Möglichkeiten gegeben, die durchaus praktisch anwendbar sind. Würde nicht mehr darauf verzichten wollen :-).

Ich möchte auf meine Möglichkeiten auch nicht verzichten. Gerade weil meine Möglichkeiten geringer sind. Die Entmischung von Kaffee und Milch und ähnliche Zirkuskunststückchen gehören jedenfalls nicht dazu. Bin ich darüber traurig? Das eher nicht.

Das mechanische Uhrwerk ist einfach eine Art Matrix, in der man gefangen ist, bis man frei ist. Dann ist es sekundär und beliebig. Mögen diese Dinge für andere das Absolute sein, für mich sind sie es nicht mehr und warum ich hier schreibe ist, um vielleicht den einen oder anderen zu motivieren, diese Ketten auch zu sprengen. Dieser "Panther" ist gefährlicher als jeder Physische, er tötet nachhaltiger und "länger".

Frei wäre ich allerdings auch gerne. Das jedoch nicht im Sinne von frei mein Leben und meine Gesundheit für ein Zirkuskunststückchen zu riskieren. Mein Selbsterhaltungstrieb („freier Wille“) funktioniert so weit nämlich noch.

Aber Du darfst mich gerne darüber aufklären, durch welche Methoden sich meine Finanzen verbessern lassen, weil nur eine Verbesserung meiner Finanzen mich freier machen würde. Ich bin nur noch aufgrund meiner per Inkarnation eingegangenen Verantwortung unfrei. Ganz im Interesse des Geistes, der das Primat innehat, muß man sich generell klarmachen, daß die Dinge so sind, wie sie sind, und man im Leben dort ist, wo man ist, weil es dafür einen Grund gibt und zwar keinen mechanistischen, sondern einen metaphysischen. Falls man daran herumschraubt, nur weil man eine Möglichkeit dazu gefunden hat, dann hat man eine gute Chance, die eigene Situation noch zu verschlimmern. Sollte man eine Möglichkeit finden, an metaphysischen Ursachen herumzuschrauben, dann geschieht das keineswegs, weil man so toll wäre oder weil solche Möglichkeiten überall zu finden wären, sondern weil es auch dafür dann eine metaphysische Ursache gibt.

Gruß,
Yashiro


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