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Darstellung mittels kollektiver Motive (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 16. Mai 2020, 07:26 (vor 20 Tagen) @ Ulrich415 mal gelesen

Hallo!

Sehr interessant. Zwei passende Bilder aus dem selben Film, Ameisen im Bunker und die Stelen (der düstere Himmel ist mir zu unspezifisch), machen die Sache noch frappanter.

Ich erinnere an den Beitrag "Der Mond fällt runter" ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=21088 ), und die Blaupause für dieses Bild, das m.E. die Star-Wars-Filme mit ihrem "Death Star" lieferten ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=21096 ), wie nun auch bei dem "zweibeinigen, Vogel-artigen AT-ST-Kampläufer aus den Krieg der Sterne".

Die AT-ST-Roboter sind seit 1980 aus Star Wars bekannt und wegen der Berühmtheit der Filme mit Sicherheit ins kollektive Unbewußte unserer Zivilisation eingegangen. Das kennen sogar Leute, die mit Star Wars nichts am Hut haben.

Seit ein paar Jahren werden tatsächlich Laufroboter entwickelt. Das folgende Video hat mir Moorgeist selbst geschickt (danke dafür):
https://www.youtube.com/watch?v=qV-92Bq96Co

Kurz recherchiert: Diese Laufroboter wurden vom Dynamic Robotics Laboratory an der Oregon State University von 2009 bis 2016 entwickelt.
https://www.agilityrobotics.com/about#company

Als Moorgeist die Schau 2011 hatte, war das Konzept als Prototyp oder zumindest als Idee im metaphysischen Bereich (vergleichbar den Filmbildern) schon vorhanden.

Mir stellt sich die Frage, wie man angesichts der inflationären medialen Bilder-Verseuchung noch auseinanderhalten will, woraus Geschautes gespeist wird und für welchen "Inhalt" das jeweilige Bild steht.

Man kann wohl vorsichtig die Hypothese formulieren, daß sich Schauungsbilder mitunter aus einem "kollektiven Unbewußten" oder einer Art morphischen Feldes im immateriellen Raume speisen können, in dem sich allerlei Ideen und Konzepte oder Vorstellungen der Menschheit oder des eigenen Kultur-/Zivilisationskreises sammeln.
Die Schauungen selbst sind dann ein Konglomerat aus einer zugrundeliegenden Information, die mithilfe der kollektiven Bildmotive dargestellt wird.
Die Information kann real sein, die Bilder können nicht real sein (mit Betonung jeweils auf "können", nicht "müssen"). Hier sind zwei Schichten zu unterscheiden.
Beachtlich ist, daß Bildmotive gesehen werden können, die dem Seher zuvor nicht bekannt waren. Daß Moorgeist als Kind den exotischen Film "Phase IV" sah, erscheint mir eher unwahrscheinlich (müßte er aber bestätigen oder ausschließen). Man hat also letztlich Zugriff auf alles, was je erdacht und erfunden wurde, und kann dies unbewußt integrieren.

Insofern wäre es womöglich verfehlt, sich auf die Entwicklung von Kampfrobotern als Indikator des Eintreffens zu fixieren. Näherliegender könnte die Interpretation sein, daß es sich um zum Zeitpunkt der Schau fernere Zukunftsmusik handelt und/oder die Fraktion, die diese Roboter anliefert, in der Rolle, die sie im Geschehen spielt, dem Imperium in Star Wars vergleichbar sein könnte.

Die Hypothese ist nicht ungewöhnlich. Wenn sich Schauungen früher mittels religiöser Motive darstellten (z. B. Katastrophen durch Elemente der Offenbarung), als diese noch kulturprägend waren, warum sollten diese heute nicht durch Symbolbilder des modernen Zeitgeistes ersetzt worden sein können.
Ich weise in diesem Zusammenhang auf die Sichtung von Aliens und UFOs hin, die offenbar erst begannen, als derartige wissenschaftliche Spekulationen und Science Fiction entstanden, und sich seitdem parallel zu deren Komplexität entwickeln. Bis dahin gab es ausschließlich Marien- und Engelserscheinungen sowie "Himmelsschlachten" aus dem religiösen Motivkreis.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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