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Genau jener (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 03. Mai 2020, 10:00 (vor 33 Tagen) @ Frank Zintl365 mal gelesen

Hallo!

Wenn dieser Goldast gemeint ist - und danach sieht
es aus - dann kann der Eintrag in einem Lexikon im
mittleren 18. Jahrhundert auf seine Fälschungen
zurückgehen. Mir nur schleierhaft, warum man einen
Mönch (oder mehrere) frei erfindet, wenn man nicht
gerade der Verfasser historisch inspirierter Romane
ist.

Im Prophezeiungsmetier ist das Erfinden von Sehern, um ihnen die eigenen Aussagen zuzuschreiben oder sich selbst als glorreichen Entdecker hochzufeiern, doch Gang und Gäbe.

Die meisten der berühmt-berüchtigten französischen Nonnen und Hausfrauen haben Glück, wenn sie überhaupt gelebt haben. Für andere wie den Mühlhiasl, den Blinden Jüngling u. a. sieht es weniger rosig aus.

Dabei tun sich vor allem Priester oder andere erzchristliche, ihrer jeweiligen Kirche treue Gesellen je nach Schweregrad als Schwindler, Lügner oder Betrüger hervor. Sie stehen einer gläubigen und naiven Herde Schäfchen gegenüber, die sich nicht vorstellen können, daß so fromme und um die Christenheit bemühte Männer zu solcher Schamlosigkeit überhaupt fähig sein können, weswegen an deren Texten ja auch kein Zweifel bestehen könne. :ok:

Warum sollte es aber außerhalb des Prophezeiungsbereichs in anderen kirchennahen Gelehrtennischen anders aussehen? Auch dort ist man tendenziell bemüht, die losen Enden der eigenen Religion und ihrer Überlieferungsgeschichte zu verbinden, um die Ungewißheiten und Fragwürdigkeiten zugunsten des gewünschten Bildes zu tilgen. So war es für Goldast offenbar besser, Lücken mit spekulativen oder erfundenen Namen zu füllen, denn irgendeinen Namen wird der jeweilige Verfasser ja wohl gehabt haben müssen. :lol2:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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