zu "Seth" & Jane Roberts (Schauungen & Prophezeiungen)

Ulrich ⌂ @, Germering, Sonntag, 03. Mai 2020, 01:36 (vor 34 Tagen) @ dziamdzia619 mal gelesen

Hallo dziamdzia,

was von den "Seth"-Channelings zu halten ist sieht man daran dass Jane Roberts unter den gesundheitlichen Tipps ihres göttlichen Ratgebers "Seth" erbärmlich verreckt ist [...]

wenn das ein Kriterium für den Wert einer mitgeteilten Lehre sein soll, dann wirft es ein denkbar schlechtes Licht auf den (vorgeblichen) Stifter der christlichen Religion :lookaround3:

Unbestritten ist, dass Seth an Geschwätzigkeit selbst den Jakob-Lorber-Einflüsterer übertrifft, und sein süffisantes Oberlehrergehabe ist gewöhnungsbedürftig.
Trotzdem wird es dem Inhalt der Seth-Bücher m.E. nicht gerecht, alles als "Esoterik-Müll von der schlimmsten Sorte" abzutun: Zu den entlegensten Themen finden sich oftmals scharfsinnige Stellungnahmen, während Kommentare zu anderen Bereichen ein geradezu groteskes Unverständnis erkennen lassen, so z.B. Seths Auslassungen zur Astrologie.

Seths Angaben zu einer früheren Inkarnation als Papst um das Jahr 300 n. Chr. sowie die im Zusammenhang geschilderten Umstände sind entweder schlicht historisch falsch oder nur dann zu retten, wenn man sich Seths Multiversum-Theorie zu eigen macht und er aus einer parallelen Vergangenheit berichtet hätte. Die Bücher, die Jane Roberts diktiert wurden, halte ich trotzdem schon allein deshalb für lesenswert, um sich ein Bild davon zu machen, dass auch Quellen dieser Art kaum zu übersehende blinde Flecken der Wahrnehmung aufweisen und es nicht als Gewinn anzusehen ist, die zur Selbstverständlichkeit gewordenen Anschauungen, die auf eigenem Tunnelblick beruhen, durch "originellere" aus medialer Quelle zu ersetzen ... die auf einem Tunnelblick aus anderer Perspektive beruhen.

Die von Jane Roberts selbst verfassten (nicht diktierten) Bücher setzen Maßstäbe hinsichtlich Selbstkritik und ihre beißende Kritik an Eso-Geschwätz ist auch nach 50 Jahren noch aktuell.
Wer zu den von "Seth" diktierten Texten nicht auch ihre eigenen Bücher liest, neigt m.E. zu einer Fehleinschätzung des Materials.

@Rupert Rausch:

Tatsächlich finde ich, dass die Entwicklungsrichtung der Beschriebenen entspricht, sogar die Physik orientiert (z.B. mit Thomas Campbell) in diese Richtung.

das ist kein Zufall, da Thomas Campbells ehemaliger Arbeitgeber Robert A. Monroe während deren gemeinsamer Entwicklung der "Hemi-Sync"-Methode mit Jane Roberts Kontakt pflegte.

Gruß
Ulrich


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