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"Nicht widerlegbar" (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 01. April 2020, 00:05 (vor 65 Tagen) @ Rolf Reinhardt683 mal gelesen

Hallo!

Hier im Forum werden Prophezeiungen/Schauungen aufgrund mangelnder Dokumentation als "unwahr", bzw "faelschungen" dargestellt.

Eine tendenziöse und sachlich falsche Unterstellung. Häufig sind Prophezeiungen, nicht Schauungen (!), nachgewiesene (!) Fälschungen. Sie werden nicht so "dargestellt", sie sind es und zwar solange, bis schlagende Gegenargumente auftauchen, die diese Position unhaltbar machen. Daß solche bislang nicht geliefert werden konnten, ist mein Problem allerdings nicht.

Richtig ist, dass sie einfach nur nicht belegt, aber auch nicht wiederlegt werden koennen.

Mit dem Argument, daß es nicht widerlegt werden könne (klassische Beweislastumkehr), wird seit jeher Unsinn zu glauben gerechtfertigt, den man dann, wenn er nicht zutrifft, kleinlaut oder lautlos unter den Teppich kehrt, damit er einem beim nächsten Unsinn nicht als mahnendes Beispiel im Wege steht.

Ich behaupte allerdings, daß sie (Prophezeiungen) widerlegt werden können, nämlich indem man ihre Inhalte und Motive analysiert und sie als Varianten der sich stets selbst reproduzierenden "großen Weissagung" der christlichen Endzeitprophetietradition offenlegt, die stets der selben Dramaturgie folgt und die durch alle Zeiten in die jeweilige Gegenwart projiziert wird.

Zu viel deutet nun daraufhin das sie sich nun eben doch langsam aber sicher erfuellen werden.

"Zu viel" (Was denn bitte?) deutet darauf hin, daß "sie" (Welche genau? Etwa alle?) sich erfüllen würden?
Eigentlich ist eine solche argumentationslose Behauptung eine Antwort kaum wert.

In Deutschland wurde die totale Ausgangssperre und Mobilfunkueberwachung durchgewunken.
In Polen patruliert das Militaer auf den Strassen.

Von der jetzigen Situation zu "Militär auf Deutschlands Straßen" (das unterstelle ich als mögliches Szenario, weil es dazu Schauungen gibt) führt noch ein weiter Weg, der aus der derzeitigen Situation nicht erklärt werden kann. Weder haben wir Schauungen zu Militär in Polens Straßen, noch in Italien.

Ich "prophezeie", daß die derzeitigen Kontaktbeschränkungen nicht nahtlos in bürgerkriegsähnliche Unruhen übergehen. Erst wird die Krankheitswelle durchgestanden. Dann wird das Wiederhochfahren der Wirtschaft versucht, das aber nicht auf das alte Niveau zurückführen wird. Vielmehr treten erhöhte Arbeitslosigkeit und Firmenpleiten ein bei einer gleichzeitigen Schwemme billigen oder geschenkten Geldes, das auf zurückgehende Nachfrage und sinkendes Angebot trifft. Das wird mittelfristig durch "Stagflation" die Währungen und das marode Wirtschafts- und Bankensystem zugrunde richten. Dann erst rücken Szenarien näher, bei denen es zu inner- und internationalen Konflikten kommt, in deren Folge hier fremdes Militär in mehr als nur humanitärer Absicht erscheint. Wie das im Detail verläuft, ist gänzlich ungeklärt, wäre aber höchst interessant zu wissen.

Die Beobachtung erhärtet sich, daß es nicht den "Krach aller Krache" gibt, sondern einen längeren Fall über Treppenabsätze, zwischen denen mehrere Jahre relativer Stabilität liegen. So könnte man eine Reihe aus 2001, 2008, 2015 und nun 2020 bilden. Als nächstes wird sich das System auf einem Niveau einpendeln, auf dem die Krisenbewältigung mit neuen Instrumenten und noch härterer Gangart zum Alltag wird, bis dies abermals gegen eine die Belastungsgrenzen übersteigende Hürde läuft und ein weiterer Einbruch erfolgt.
Der Zeitfaktor? Vermutlich locker eine Handvoll Jahre und noch mehrere Sprünge, ehe wir erst die Talsohle erricht haben werden, deren Breite wir gar nicht ermessen können. Am Ende steht nicht der "große Monarch", sondern das Ende der Herrschaft des Geldes in einer Ordnung, die wird derzeit auch nicht ermessen können, deren Kenntnis aber ebenfalls höchst interessant wäre.

Bislang hatte ich immer recht, wenn ich beim Eintreten einer Krise warnte, daß es noch nicht so weit sei, während die Jetzt-geht's-aber-los-Schreier immer falsch lagen. Das ist keine Frage dessen, daß sie ja den richtigen Gedanken hätten, aber nur in der Zeit falsch lägen. Es ist ein systematischer Denkfehler.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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