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Qualitätskriterien (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂, München, Sonntag, 22. März 2020, 11:01 (vor 8 Tagen) @ Matimuc336 mal gelesen

Hallo Taurec,

dann müsstest Du die meisten Seher disqualifizieren, wenn Du das wirklich ernst meinst:

"Die Aussagen müssen schon so spezifisch sein, daß sie nur ein Ereignis nachweisbar betreffen, sie also nur einmal eintreffen können und dann nie wieder. Das ist hier nicht der Fall, nachdem es Epidemien immer wieder geben wird."

Es wird immer wieder Kriege, Epedemieren, Erdbeben und Vulkanausbrüche geben, von daher können wir dann die Interpretation von Seheraussagen uns sparen, wenn Du solch hohen Standards ansetzt.

Ja, ich setze solche Standards an, nämlich aus der Erfahrung bzw. Erkenntnis heraus, daß 99% der Texte, die als "Schauungen" firmieren, gar keine sind, sondern nur Prophezeiungen, also Ereignisbehauptungen, die menschliche Vorstellungswelten verarbeiten.
Dem entsprechend ist inzwischen ein Großteil des klassischen Prophezeiungskanons in der Tonne gelandet.

Kannst Du mir bitte Beispiele für Seheraussagen reinstellen, die Deinen Vorgaben entsprechen?

Folgende Grundkriterien müssen die Aussagen erfüllen:

  • Es muß sich (bei Visionen) um die Beschreibung eines Schauungsbildes handeln, also einer wahrgenommenen Szene.
  • Erfolgt die Informationsübergabe nicht als Vision (sondern z. B. akkustisch), sollte zumindest dargelegt werden, auf welche Art und Weise, in welchem Zustand, wann und wo (mit Datum) die Information bekommen wurde.
  • Es darf sich nicht um bloße Ereignisbehauptungen handeln nach dem Motto: Dann und dann passiert dies und das. Wer eine übersinnliche Information erhalten haben will, muß zwingend und unabweisbar erklären können, wann und auf welche Weise dies geschah, und welche eigenen Interpretationsschritte man unternommen hat, um von der übersinnlichen Information zu seiner Behauptung zu gelangen. Schauung und Interpretation müssen stets trennbar sein.

Darüber hinaus gelten die Gann'schen Kriterien, was heißt:

  • Ein Seher sollte signifikante Treffer aufweisen können.
  • Er sollte sich mit anderen nachgewiesenen Sehern decken.
  • Er sollte Realitätsähnlichkeitsindizien aufweisen, d. h. Informationen liefern, die er zum Zeitpunkt der Schau nicht wissen konnte, die sich aber später als treffend herausstellten.

Gaiamann scheint mir an all diesen Kriterien zu scheitern.

Ich bin übrigens nicht bereit, die Kriterien zu lockern, um mehr Seher zu bekommen, nur weil 99% der behaupteten Seher und Prophezeiungen Tonnenmaterial sind. Das ist nicht mein Problem.
Es geht darum, all die Methoden und Scheinargumente, mittels derer sich Jünger der Prophezeiungsszene seit jeher gekonnt selbst verarschen, an der Wurzel auszureißen.

Du findest in der Forumsbibliothek einige Beispiele von Schauungsbeschreibungen (in der Regel grün markiert), die ich trotz ausstehenden Eintreffens als qualitativ hochwertige Schauungen erachte. Es sollte auffallen, daß es sich zumeist um Darstellungen handelt, bei denen die Übermittler um eine detailreiche und erschöpfende Beschreibung der Vision selbst bemüht waren.

Gaiamann scheitert daran grandios und erscheint daher als billiger Betrüger, der sich in einem unkritischen US-Forum eine Anhängerschaft aufgebaut hat, die er mit billigen Aussagen abspeist, die es den Leuten ermöglichen, an ihn zu glauben und nach Belieben Treffer hineinzuinterpretieren.

It will return! From deep down China it will come. Not already this year, I think it will be back begin or mid 2006.

Das sagt der Gaiamann also 2005, die SARS-Epidemie, die schon 2003 von China ausging, werde 2006 zurückkehren. Es handelt sich auf den ersten Blick um eine falsche Aussage. Daß von China irgendwann wieder eine Krankheit ausginge, war sehr wahrscheinlich, weil das im Laufe der Geschichte schon häufiger geschah. Man mußte hierfür nur lange genug warten.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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