Fließer Pfarrer updated (Schauungen & Prophezeiungen)

Einhorn @, Mittwoch, 19. Februar 2020, 09:12 (vor 107 Tagen)885 mal gelesen

Grüß Gott allerseits!

Wie ich schon erwähnt habe, bilden alle mir bekannten Prophezeiungen eine Skizze für eine mögliche Zukunft und die stattfindenden Ereignisse sind die Steine eines Mosaiks, die ich anhand der Skizze zu positionieren versuche. Noch passen alle. Und nun kommt ein weiteres passendes Mosaiksteinchen hinzu und ein weiteres könnte folgen. Sie sind aus den Prophezeiungen des Fließer Pfarrers Alois Simon Maaß (1758-1846, Österreich, Tirol, Gerichtsbezirk Landeck).

Eine Reihe seiner Prophezeiungen sind in der Stiftsbibliothek von Stams dokumentiert und sie beziehen sich auf die Änderung der Mode und der Sitten oder auf technische Errungenschaften. Diese werden in der Gegend als erfüllt betrachtet. Es gibt aber auch welche, die nur in Fließ und Umgebung bekannt, jedoch nicht offiziell dokumentiert sind und die sich auch bereits teilweise bewahrheitet haben oder dabei sind es zu tun. Auf sie bin ich im Buch "Vision 2004" aus dem Jahr 1994 gestoßen. Vor ungefähr 4 Jahren begann ich mich für den aktuellen Stand zu interessieren und mit Hilfe von Google Earth wurde es interessant. Ich habe in den Text einige interessante Koordinaten eingefügt, falls jemand sich auch in Google Earth ein Bild über die Gegebenheiten vor Ort machen will.

Die in Betracht kommenden Aussagen sind:

Wenn der Inn durch den Berg hindurch an Landeck vorbeifließt, dann dauerts nicht mehr lang.
Über den Reschenpaß wird man dreimal versuchen eine Eisenbahn zu bauen, und jedesmal wird bei Baubeginn der Krieg ausbrechen und alles vereiteln.
Man wird über das Inntal in das Pitztal hinein eine Brücke bauen. Sie wird aber nicht mehr ganz fertig werden, da beginnt die große Weltkatastrophe.
Prutz verrinnt, Kauns verbrinnt und Zams wird eine Ochsenalm


1 - Wenn der Inn durch den Berg hindurch an Landeck vorbeifließt, dann dauerts nicht mehr lang.

Für diese Prophezeiung sind die Voraussetzungen fast abgeschlossen, und nicht nur einmal.

Ich kann mir vorstellen, dass diese Aussage zu seiner Zeit sehr utopisch war. 1956 sah man sie jedoch bereits erfüllt durch den Bau des Laufwasser-Kraftwerks Imst (47° 12' 44" N, 10° 43' 17" 0) in Imsterberg im Oberinntal. Bei Landeck (47° 8' 27" N, 10°33' 59" O) fließt der Inn in einem weiten Bogen westlich um den Bergstock Venet herum. Das Kraftwerk Imst liegt hinter Landeck. Um es mit Wasser zu versorgen wurde der Inn vor Landeck unterhalb der Pontlatzer Brücke bei Prutz (47° 06' 19.89"N, 10° 39' 40.47" O) durch ein Wehr aufgestaut und durch einen 12.3 km langer Druckstollen unter dem Veneter Bergstock bis zum Kraftwerk geleitet. Nach den Turbinen und Generatoren fließt das Wasser wieder in den Inn zurück. Ich kann mir keine Einwände vorstellen, wenn jemand die Prophezeiung damit erfüllt sah.

Als ich mir jedoch das 2015 genauer ansehen wollte und mich im Internet schlau machte, stieß ich auf eine neue Variante der Verwirklichung dieser Prophezeiung. Denn da war von der größten Kraftwerksbaustelle in Österreich, dem Bau des Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI) in Prutz die Rede (Leistung 89 Megawatt, Jahreserzeugung ca.414 Gigawatt für 138.000 Haushalte). Aus einer Wehranlage in Ovella im Grenzgebiet Schweiz/Österreich (46°54' 08.14" N, 10° 28' 35,73" O, 1.025 m) sollte der Inn nach Prutz durch einen Stollen, der durch das Gebirge getrieben würde, fließen und die Stromgeneratoren im Krafthaus Prutz/Ried (47° 03' 43.31" N, 10° 39' 42,62" O, 864 m) antreiben. Der Zeitplan wies einen Beginn in Sommer 2014 aus. Geplant war die Inbetriebnahme im März 2021. Als ich mir vor kurzem den Stand ansah, stellte ich fest, dass es eine Reihe von Verzögerungen gab und nun ein durchgehender Betrieb erst für 2023 vorgesehen ist.

Wie man nun auch sieht, kann die Stelle das "Wenn der Inn durch den Berg hindurch an Landeck vorbeifließt" auf zwei Arten verstanden werden: Indem der Inn zuvor den Berg durchquert bevor er an Landeck vorbei fließt oder an Landeck vorbei durch den Berg fließt. Nun sind beide erfüllt. Und es zeigt sich, dass nicht immer die erste Möglichkeit jene ist, die gemeint sein konnte. So ähnlich war es auch bei den Migrationsbewegungen aus dem Osten. Beim Jugoslawien-Krieg gab es ja auch eine große Flüchtlingsbewegung und so mancher hat in ihr die Erfüllung der entsprechenden Prophezeiungen gesehen. Aber nun ist es klar, dass erst die aktuellen Migrationsbewegungen, die ganz Europa betreffen, der Dramatik in den Prophezeiungen entsprechen.

Wenn man die o.g. Zeitangaben betrachtet, so sieht man dass es in den Fließer Prophezeiungen einen Krieg und eine große Weltkatastrophe gibt, die sich inhaltlich sicher unterscheiden. Auf was sich das nicht mehr lang bezieht, ob auf einen Krieg oder die große Weltkatastrophe, ist somit nicht ersichtlich. Macht aber auch keinen Unterschied, wenn beide fast zeitgleich ablaufen. Aber in Verbindung mit Visionen und Prophezeiungen aus einer zeitlosen Dimension kann ein "nicht mehr lang" auch Jahrhunderte bedeuten, wie wir schon gesehen haben.:-) Allerdings, so wie sich die Weltanlage entwickelt sind solch lange Zeiträume heute nicht mehr anzunehmen.


2- Über den Reschenpaß wird man dreimal versuchen eine Eisenbahn zu bauen, und jedesmal wird bei Baubeginn der Krieg ausbrechen und alles vereiteln.

Das ist eine Prophezeiung, die sich bereits zweimal (mit einer kleinen Ungenauigkeit) erfüllt hat. Was auch hier zeigt, dass die Prophezeiungen des Pfarrers Alois Maaß ernst zu nehmen sind.

Die Reschenbahn war eine geplante normalspurige Eisenbahnstrecke in Tirol, die von Landeck (47° 8' 27" N, 10° 33' 59" O) über den Reschenpass (46° 49' 47" N, 10° 31' 7" O, 1508 m) nach Mals ( 46° 41' 25" N, 10°32' 40" O) führen sollte. Sie beträgt knapp 80 Kilometer. Sie sollte auch die Arlbergbahn mit der Vinschgaubahn verbinden und einen Anschluss an die Schweiz herstellen.

Gegen Ende des Ersten Weltkriegs gewann diese Bahn über den Reschen strategische Bedeutung als „Frontbahn", aufgrund von Nachschubproblemen an der Südfront. Der Bau begann am 1. April 1918 und man kam rasch voran. Jedoch mit dem Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn und der Entente am 3. November 1918 wurde der Bau der Reschenbahn eingestellt. Mit Inkrafttreten des Vertrags von Saint-Germain fiel Südtirol 1920 an Italien und der Reschen wurde zur Staatsgrenze. Da von italienischer Seite kein Interesse an einem Weiterbau der Reschenbahn bestand und in Österreich keine finanziellen Mittel vorhanden waren, wurde der Bau abgebrochen. Das war der erste Versuch.

Nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich 1938 rückte die Reschenbahn als zusätzliche Verbindung zwischen Deutschland und der Achsenmacht Italien wieder ins Blickfeld. Es wurden aber keine konkreten Schritte unternommen. Da sich jedoch gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ähnliche Probleme wie im Ersten stellten, da die Brennerstrecke massiver Bombardierung ausgesetzt und der Nachschub nach Süden oft unterbrochen war, wurden im Dezember 1944 die Arbeiten an der Reschenbahn wieder aufgenommen. Wiederum wurden mit dem Kriegsende im Mai 1945 die Arbeiten eingestellt. 1954 wurden die Geleise im Stadtgebiet von Landeck abgebaut und einige Zeit später der Landecker Tunnel auf beiden Seiten vermauert. Das war der zweite Versuch.

Nun lebt nach 70 Jahren die Idee dieser Verbindung wieder auf. 2015 forderte der Südtiroler Landtag die Landesregierung einstimmig dazu auf: „mit dem Bundesland Tirol und dem Kanton Graubünden in Kontakt zu treten, um die Möglichkeiten einer Umsetzung der Bahnverbindung von Mals nach Landeck auszuloten." Der Antrag wurde von Partei "Süd-Tiroler-Freiheit" gestellt. Auslöser waren die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, des Anschlusses an internationalen Linien und die Schweiz und auch, als wichtiger Punkt, Tourismusbelange. So könnten die Skigebiete Haideralm, Schöneben, Nauders. Serfaus-Fiss-Ladis und Fendels direkt an die Bahn angeschlossen werden. Auch der Rad- und Wandertourismus würde im Sommer davon profitieren. angeknüpft.

Allerdings wurde der Enthusiasmus durch die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) gedämpft: "Die europäischen Achsen laufen auch in Zukunft klar über andere Wege." Gemeint waren dabei der Gotthardtunnel, der Brennerbasistunnel sowie die Anreizschaffung der Südstrecke zwischen Klagenfurt, Graz und Wien.

Aber man ließ nicht locker und voriges Jahr (2019) beschlossen die FPÖ Tirol und die Süd-Tiroler Freiheit die Gründung eines parteiübergreifendes Reschenbahn-Kommitees aus Interessenvertretern von Landeck bis Mals, nachdem bei einem Informationsabend in Tösens bereits einige Bürgermeister und Vertreter der Skigebiete anwesend waren, die sich vom Projekt der Reschenbahn begeistert zeigten. Die Gemeinden Nauders und Graun haben sich auch schon zu Gesprächen über die Trassenführung der Reschenbahn getroffen. Wenn Bevölkerung, Politik, Wirtschaft und Tourismus an einem Strang ziehen, könnte der Bau der Reschenbahn auf die Schiene gebracht werden. Es bleibt nun abzuwarten, wie die Sache weitergeht. Aber auch hier wird sicher noch einige Zeit vergehen, bis es zu einem Baubeginn kommt.

Wie man sieht, waren bei den ersten zwei Malen die Reihenfolge Baubeginn und Kriegsbeginn vertauscht, da der Baubeginn immer gegen Ende des Krieges stattfand. Vielleicht stimmt jedoch die Reihenfolge, falls es einen dritten Versuch geben sollte. Faktum ist, dass bisher immer der Krieg eine wesentliche Rolle sowohl für den Baubeginn als auch für sein Ende spielte. Und es zeigt wieder einmal, wie wenig Sinn es macht, sich an den genauen Wortlaut zu klammern. Denn es wäre ja sehr unwahrscheinlich, dass drei mal die Verhinderung auf die gleiche Art und Weise geschieht. Auf das Gesamtbild kommt es an.


3- Man wird über das Inntal in das Pitztal hinein eine Brücke bauen. Sie wird aber nicht mehr ganz fertig werden, da beginnt die große Weltkatastrophe.

Hier wird es interessant, denn es gibt ja bereits über den Inn ins Pitztal die schöne Pitztalbrücke in Arzl ( 47°13' 8" N, 10°45' 23" O). Es ist eine Bogenbrücke mit 221 Meter Länge, die 1983 fertig gestellt wurde. Wenn es die war, die der Pfarrer "gesehen" bzw. gemeint hat, dann war seine Prophezeiung nur halb-richtig. "Brücke" richtig, aber "nicht ganz fertig" falsch.

Allerdings, so wie bei dem "Inn und dem Berg", gäbe es auch hier eine zweite Möglichkeit für eine Brücke ins Pitztal. Voraussetzung wäre, dass die geplante Alpentransversale Reutte - Bergamo - eine Nord-Süd-Eisenbahnverbindung - realisieren würde. In diesem Fall würde ein Tunnel von Reutte (47° 29' 27" N, 10° 43' 10" O, in Österreich 10 Km südlich von Füssen), bis nach Karres ( 47°13' 9" N, 10°46' 45" O) führen und eine weitere Brücke über den Inn ins Pitztal wäre notwendig, um nach Wenns ( 47° 10' 9" N, 10° 43' 52" O) zu gelangen. Ab da ginge es weiter in den Süden nach Bergamo. Diese Brücke müsste ganz in der Nähe, ca. 1,5 Km östlich der bestehenden, gebaut werden. Dieses Projekt wurde in der "Tiroler Tageszeitung" 274/1986 erst-veröffentlicht und man findet auf der Homepage des Projektbüros (http://alpentransversale.sodala.net/RB_text_d.html) eine aktualisierte Projekt-Beschreibung aus 2006. Das Projekt liegt aber sonst auf Eis und es ist im Internet nichts zu finden, was auf eine Reaktivierung deutet. Aber es ist bis ins Detail geplant, d.h. auf der geistigen Ebene bereits existent.

Da stellt sich nun die Frage, ob beim Fließer Pfarrer vielleicht die beiden Brücken in seinen Schauungen in die Quere gekommen sind und er das Problem nach der Formel: Fertig gebaut (1.Brücke) + Geplant und nicht gebaut (2.Brücke) = Nicht ganz fertig gebaut (Prophezeiung) gelöst hat ? :-) Werden wir wohl nie erfahren. Es sei denn, die Alpentransversale Reutte-Bergamo wird doch eines Tages gebaut. Wenn dies der Fall sein sollte, dann würde die Bauzeit der Gesamtstrecke um die 7 bis12 Jahre dauern und wann man mit der Brücke beginnen müsste, ist nicht ersichtlich.


4 - Prutz verrinnt, Kauns verbrinnt und Zams wird eine Ochsenalm

Für das Prutz verrint (überschwemmt) wurden die Voraussetzungen ebenfalls bereits geschaffen. Es ist der von 1961 bis 1964 gebaute Stausee Gepatscherspeicher im Kaunertal ( 46°56' 3.80" N, 10°44' 28.07" O) der auch in "Vision 2004" erwähnt wird. Würde der Schüttdamm (der zehnthöchste der Welt) bersten, würde Prutz zwangsläufig überschwemmt, weil er sich dann genau dorthin entleeren würde. Eine große Überschwemmung durch den Inn wäre vielleicht auch möglich, aber die würde dann ebenfalls eine ganze Reihe von naheliegenden Orten betreffen und da würde Prutz sicher nicht alleine hervorgehoben werden. Wie anfällig dieses Gebiet für tektonische Bewegungen (z.B. Erdbeben) ist, wie sie ja bei der Himmelkörper-Passage angekündigt sind, und die ebenfalls zu einen Dammbruch führen könnten, ist mir unbekannt.

Aus Wikipedia über den Gepatscherspeicher:

"Gefahrenlage: Das Abtauen der Permafrostböden in den Alpen destabilisiert die Gebirgshänge, auch in der Nähe des Stausees. Der Hang des Bliggferners rutschte im Jahr 2007 20 Zentimeter am Tag ab und riss damit die vergletscherte Hangstruktur zusehends auf. Damit wuchs die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Abrutschens in den Stausee. In der Folge wäre mit einer Flutwelle zu rechnen, die die Staumauer überwindet, im schlimmsten Fall sei auch mit der Beschädigung des Staudamms selbst zu rechnen."

Was Kauns und Zams betrifft, so wird es bis zum Geschehen keinerlei Anhaltspunkte geben, so dass sich Spekulationen erübrigen.


5 - Schlussfolgerung

Falls die Prophezeiungen zutreffen, gibt es noch einige Jahre "Luft" bezüglich Krieg oder Schlimmeres. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass wenn man sich die gesamten existierenden Prophezeiungen, sowohl die Jahrhundertealten als auch die der Mitte des vorigen Jahrhunderts, vor Augen hält die eingetroffen sind (Anzeichen, Vorbedingungen, Zeitbeschreibungen oder sog. "Countdowns"), befinden wir uns zweifellos im "Endspurt". Wo wir uns in diesem zeitlich befinden, und wo das Zielende liegen wird, können wir nur abschätzen anhand der Erfüllung - oder nicht Erfüllung - weiterer offener Prophezeiungen.


Herzliche Grüße

Einhorn


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