Pfeifen im Walde? (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Einhorn, Donnerstag, 09. Januar 2020, 00:07 (vor 10 Tagen) @ Taurec351 mal gelesen

Hallo Taurec,

normalerweise lasse ich Gegenmeinungen unkommentiert stehen, insbesondere wenn es sich um Dinge handelt, die nur Potentiale der Zukunft sind und sich manifestieren können oder auch nicht. Ich will niemanden missionieren, mögen sich die Foristen ihre eigene Meinung bilden, so wie ich mir meine Meinung bilde. Aber hier möchte ich einiges präzisieren, da es anscheinend nicht genügend klar ist.


1) Soweit es mir bekannt ist, hat der "Walviertler" seine Schauung noch nicht zurückgenommen. Ich zitiere aus dem Prophezeiungsforums mit dem Waldviertler am 28. April 2001:

"Bei der Zerstörung von New York ist bei uns noch nichts los. Man sagt: Das war zu viel für das, was Amerika gemacht hat. Von der Einschlagstelle bis zum Meer bleibt mindestens eine Häuserreihe stehen." Und auch bei Bekh: "Daß dies der Racheakt von Terroristen sei, hörte er sagen. Sicher, was die Amerikaner gemacht hätten, sei nicht schön gewesen. Dass man aber deswegen gleich eine ganze Stadt zerstöre, das gehe entschieden zu weit! So redeten die Leute."

Damit ist es eine Prophezeihung die man nicht wegen eines Plagiats, französischer Nonnen,"ex eventu" oder irgend einen anderen Grund eliminieren kann. Deshalb bleibt sie in meiner schon beschriebenen Skizze und ich suche hierfür in den politischen Geschehnissen passende Mosaiksteinchen, die ich dem sich bildenden Mosaik hinzufügen kann. Und natürlich habe ich nicht erwartet, dass so eine Reaktion wie in der Prophezeiung unmittelbare geschieht, sondern irgendwann später, wenn die akute Aufmerksamkeit nachgelassen hat. Aber dann so, dass man es noch immer mit dem Mord an Soleimani in Verbindung bringen würde.


2)Interkontinentalraketen? Das war doch die offizielle Begründung für den Raketenschirm der European Missile Defense. 2016 wurde eine Anlage im südrumänischen Deveselu in Betrieb genommen. Ein weiterer Stützpunkt sollte ab 2018 in Polen errichtet werden. Nein, Interkontinentalraketen kann man vergessen. Wenn, dann benutzen Terroristen eher Dinge wie A-Bomben in Koffern, die ja schon Sicherheits-Thema waren. Und auch die Zerstörung wäre damit begrenzt. Also Zerstörung von NY ist sicher übertrieben. Zerstörungen in NY/Manhattan wäre eher realistisch.


3)Obwohl ich die Aussage des Waldviertlers seit Anfang der 80er Jahre auf eine mögliche Verwirklichung verfolge, war es diesmal (also fast 40 Jahre später) das erste Mal, dass es mir als Möglichkeit in den Sinn kam. Warum? Gerade weil es als etwas Unverhältnismäßiges beurteilt würde, so wie in der Schauung vom Waldviertler beschrieben. Und so frage ich Dich, was sollen in Deinem Text die zitierten Sprüche aus dem Koran, die eine Verhältnismäßigkeit anmahnen, wenn gerade die Unverhältnismäßigkeit ein Charakteristikum dieser Aktion sein soll? Genauso Deine aufgeführte "islamische Rechtsauffassung". Es ist doch klar ersichtlich, dass beide eben nicht eingehalten, sondern ignoriert würden.


4) Und zum Schluss, leider wieder etwas, was ich bei so vielen Diskussionen mit Leuten erlebe, wenn es um fremde Kulturen geht. Man meint empathisch zu sein und ist es nicht, wenn man nicht in der Lage ist "in den Schuhen des anderen zu gehen". Meinst Du wirklich, dass der Tod von Muslimen bei so einer Aktion eine Rolle spielt? Versetze Dich doch in die Situation: Du bist in den heiligen Dschihad gezogen um den Kuffar den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Das höchste für Dich ist, so schnell wie möglich nach einem geglückten Anschlag zu sterben, Märtyrer zu werden und als Held direkt ins Paradies einzuziehen. Mit Deinem Leben hast Du abgeschlossen. Weißt Du was Dir so ein Typ wahrscheinlich antworten würde, wenn Du ihn darauf hinweisen würdest, dass dabei auch Muslime sterben würden? Wahrscheinlich würde er Dir sagen:"Bruder, siehst Du nicht, dass auch all diese unseren Brüder damit auch Teilnehmer des Dschihads und somit auch Märtyrer werden und ebenfalls sofort ins Paradies kommen? Gibt es was besseres?". Wenn muslimische Terroristen nicht so oder ähnlich denken würden, gäbe es doch gar nicht solche Anschläge im Westen, wo Muslime und Kuffar zusammen leben und dann auch sterben oder verletzt werden.


Und so, wenn diesmal nichts Unverhältnismäßiges passiert, was man ja nur inständig hoffen kann, bleibt die Vision des Waldviertlers solange latent und manifestierbar bis alle Möglichkeiten ihrer Verwirklichung entschwunden sind. Was meiner Meinung nach spätestens zu Beginn der 3 Tage Finsternis der Fall wäre. Und somit klingt Dein kategorisches Negieren in meinen Ohren eher wie das "Pfeifen im Walde".:-)

Weil wir dabei sind: Deine Einschätzung über die Trump-Aktion als interne False-Flag zu sehen, für die er dann die alleinige Verantwortung übernommen hat, kann man natürlich nicht ausschließen. Deine Überlegungen sind durchaus plausibel. Allerdings, muss ein politischer Gegner doch auch damit rechnen, dass er genau so reagiert, wie er es getan hat. Und so gibt es außer der ihm schadenden Möglichkeit, dass er seine Versprechen nicht halten kann, keinen Krieg zu beginnen und seine Jungs zurück zu holen, auch die Möglichkeit, dass viele US-Amerikaner sich in so einer Situation seine entschiedene Haltung erwarten, und bei der Wahl auch honorieren. Das internationale Image bei den Globalisten dürfte seinen Anhängern egal sein. Außerdem kommt es auch auf den Gesamtsaldo an.

Ich vergleiche das mit der Mauer zu Mexiko. Für die Gegner von Trump kann er sein Versprechen nicht halten, eine Mauer zu bauen und Mexiko bezahlen zu lassen. Dass er aber die beste Lösung überhaupt für dieses Problem durchgesetzt hat, nämlich dass man das Asyl-Verfahren in Mexiko abwarten muss und erst nach Genehmigung des Antrags einwandern darf, es also völlig egal ist, ob man nach legaler oder illegaler Überquerung der USA-Grenze den Asyl-Antrag stellt, weil man dann in Mexiko das Verfahren abwarten muss, wird von seinen Gegnern ignoriert. Seinen Anhängern, jedoch, wird jede Lösung recht sein, die zu einer drastischen Reduzierung von Immigranten führt. Und im Endeffekt ist es auch Mexiko, das den "Preis" dieser Lösung tragen muss, denn die ganzen Migranten die in seinem Territorium feststecken, verursachen enorme Probleme.

Was mich bei dieser Iran-Angelegenheit am meisten ärgert ist, dass bei den Mainstream-Berichten über die feige Ermordung von Soleimani höchsten noch über die Ermordung vom Vize-Chef der irakischen Volksmobilisierungseinheiten, Abu Mahdi al-Muhandis, berichtet wird, aber überhaupt nicht nachhaltig erwähnt wird, dass hier noch 8 andere ihr Leben lassen mussten. Das muss man sich vorstellen: Um eine Person zu eliminieren werden noch 9 weitere BEWUSST ermordet. Denn es wurden ja 2 Autos mit 10 Personen durch die Drohne angegriffen. Das waren keine Menschen, die zufällig und unerwartet in der Nähe waren! Und warum? Damit die Leser nicht darauf aufmerksam gemacht werden, was für eine menschenverachtende, kalte, mörderische Werte-Einstellung die Basis der "freien und demokratischen" Politik des Westen ist. Neun zusätzliche Menschen! An das Leid dieser Familien, denkt da niemand. Es ist völlig egal...


Herzliche Grüße

Einhorn


gesamter Strang:

RSS-Feed dieser Diskussion