Buchela (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

IRAN, Mittwoch, 01. Januar 2020, 01:18 (vor 23 Tagen) @ Taurec834 mal gelesen

Guten Abend!

Ich danke für die ausführliche und detaillierte Antwort! Der Unterschied zwischen Prophezeiung (literarisch) und Schauung (persönliches Erlebnis mit Präkognition) ist damit herausgestellt.

Der Prophezeiungskanon folgt im wesentlichen einer Dramaturgie, die seit Anbeginn der Christenheit unverändert ist.

Eigentlich handelt es sich hier um ein Erbstück des Judentums (wie weitere Inhalte des christlichen Glaubens), das in Form eines Messianismus schon einige Jahrhunderte vor Jesus auftaucht. Hätte es diesen Messianismus nicht vorher gegeben, hätte man Jesus nicht zuschreiben können, eben der Gesalbte zu sein.

Wenn ich die Textsammlungen überfliege, die hier verdienstvollerweise zusammengetragen sind, so sind die offenbar nach Autoren geordnet, wobei dort allerdings nicht unterschieden wird zwischen Prophezeiung und Schauung. Dies soll keine Kritik sein.

Eine weitere Möglichkeit der Aufbereitung wäre (zusätzlich), dass die echten Schauungen nach Motivkreisen zusammenfasst werden. Dies ist in Ansätzen ja schon geschehen. So gibt es vielleicht doch wertvolle Präkognitionen, die Kampfereignisse hier in Deutschland beschreiben und in denen die darin vorkommenden Soldaten als russisch oder (noch genereller) als fremdländisch identifiziert werden. Ich möchte das nur als Anregung geben, es ist nicht mein eigenes Thema.

Vielmehr beschäftige ich mich mit der Geschichte von Persien. Dabei ist mir ein Hinweis über den Weg gelaufen, dass die Familie des letzten Shah mehrfach die Hellseherin Buchela befragen liess. Da diese Hellseherin offenbar tausende Menschen beraten hat, darunter eben auch bekannte Personen aus Politik und öffentlichem Leben, darf man annehmen, dass ihre Gesichte und Visionen einen Wahrheitsgehalt hatten - andernfalls sie diesen Zulauf nicht bekommen hätte. Warum Buchela dann den Schritt getan hat von der persönlichen Beratung zur öffentlichen Prophezeiung in Buchform, kann ich natürlich nicht sagen. Mich interessiert nur der Text, den sie über die Familie des Shah und den Iran geschrieben hat (und ein wenig die Umstände, wie die Visionen entstehen und im Lebenslauf von Hellsehern einzuordnen sind). Den Text zu Iran habe ich ganz unten einkopiert. Wenn gewünscht kann ich weitere Auszüge zu anderen allgemeinen Themen digital senden, so dass sie in die Schauungssammlung hier aufgenommen und allgemein überprüft werden könnten. Einige der Dinge, die Buchela voraussagt, sind definitiv so nicht eingetroffen, so dass m.E. Vorsicht angebracht ist.

Die letzte Kaiserin von Persien lebt noch (*1938). Von ihren Kindern haben zwei Selbstmord verübt. Der theoretische Thronfolger (*1960) lebt ebenfalls noch, hat einen iranischen internationalen Unterstützerkreis und führt eine Exilregierung. Die Buchela sagt nun voraus, dass er in sein Land zurückkehren werde, und zwar noch zu Lebzeiten seiner Mutter. Dabei wird diese Rückkehr weder ihm noch Iran viel bringen – aber es soll geschehen.

Die übrigen Dinge, die Buchela bezüglich Iran sagt, sind etwas verwirrend und zeitlich nicht klar einzuordnen. Sehr verallgemeinert könnte man aber einige zutreffende Elemente darin erkennen (etwa den blutigen Krieg mit dem Nachbarn Irak). Auch haben wir - wie angedeutet - gegenwärtig eine ziemliche innere Anspannung im Land (wie in den meisten Ländern der Erde zur Zeit), verbunden mit lokalen Unruhen, die durchaus zu Aufständen führen könnten. Dazu kommt starker Druck von außen (Wirtschaftssanktionen USA und Europa; Stress durch Israel und Saudi-Arabien). Dies hat dazu geführt, dass die Herrschenden den Kontakt zu Russland und China suchten. Umgekehrt sind diese beiden Staaten heute bereit, den Iran im Rahmen ihrer eigenen machtpolitischen Interessen zu unterstützen (vor kurzem gab es gemeinsame Militärmanöver; verdeckt steht russisches und chinesisches Militärpersonal im Iran). Genau dies hat Buchela meines Erachtens korrekt vorausgesagt (betreffende Stelle im Text unten von mir markiert). Derartige Aussagen auf Basis der machtpolitischen Konstellationen in den 1970er und 1980er Jahren (bevor ihr Buch erschien) waren wenig passend und kaum zu erwarten gewesen; insbesondere China war damals noch ein Entwicklungsland am Rande der Welt.

Insgesamt kann man die übrigen Voraussagen der Buchela in Bezug auf Iran seitlich im Auge behalten, weniger dabei die Sache mit dem Königshaus als mit den Unruhen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen, die sie andeutet. Machtgruppen in den USA arbeiten derzeit konkret auf einen Bürgerkrieg in Iran hin.

Buchela sagt übrigens an anderer Stelle in ihrem Buch recht eindeutig, dass die USA Deutschland in einer Stunde der Not verraten würden. Man kann das durchaus in Bezug bringen zu den Diskussionen, die am Eingang dieses Threads standen.

Ich werde mich bei Gelegenheit weiter auf dem Forum und in den Sammlungen umschauen. Und bei Bedarf wieder was schreiben. Wünsche allen hier ein gutes Neues Jahr!

IRAN

Auszüge aus dem Buch von Buchela (Ich aber sage euch /1983), Seite 282

Ich aber sage und sehe:

Es wird noch viel Blut fließen, viel Blut in diesem Land. Das Blut der vergangenen Tage wird sich gegen den Strom des kommenden wie ein Rinnsal ausnehmen. Von Jahr zu Jahr werden sie mehr Blut vergiessen, aber nicht mehr laut und auf dem Block. Die Gebeine der Unbequemen werden die Macht erhalten. Aber das Volk im Norden wird sich gegen sie erheben und die Macht derer, die im Namen eines Gottes sprechen, anfechten. Bruder wird gegen Bruder und Vater gegen Sohn mit Waffen streiten; nicht die Bande des Blutes sondern nur das vergossene wird zählen. Sie werden aufeinander losgehen wie tollwütige Hunde. Sie werden lachen, fröhlich sein und triumphieren, wenn sie einen anderen getötet und das Blut weggenommen haben. Es wird lange dauern, und sie werden sich in zwei Länder mit zwei Häuptern spalten.

Als Rettung wird ihnen das Fleisch des Verstoßenen erscheinen, und sie werden ihn geleiten in allen Ehren, dass er ihren Streit beende und sie wieder ein Volk sein werden. Er wird ihrem Rufe folgen und kommen. Aber er wird kein eigenständiger Herrscher sein, der dem Land seinen Willen und den Frieden aufzwingt. Er ist weich. Er wird so gütig und lieb sein, das sie ihn alle mögen - aber er wird kein Rückgrat haben, all seinen Feinden die Stirn zu bieten. Er wird sich nicht durchsetzen.

Seine Mutter wird diese Tage noch erleben. Eine Frau, die all ihre Freude und Freunde verstecken muss, um das Andenken an den Verjagten zu erhalten. Sie muss ein Denkmal bleiben und muss die Maske tragen und alles das hinternanstellen, was sie als Frau berührt. Ihr Menschsein wird immer die Seitentüre benützen müssen, um nicht das Andenken durch menschliche Gelüste zu besudeln. Auch dann noch, wenn der weiche Sohn des harten Vaters dessen Platz eingenommen hat. Er wird der König, aber nicht der Herrscher des Volkes sein. Er wird ob seiner Schwächen verjagt werden. Ein anderer wird sich zu der Majestät aufschwingen. Nicht nur Hunderttausende, Millionen werden bis dahin blutig zu Tode gekommen sein.

Lasst mich einhalten! Ich muss weitersagen, was ich sehe!

Das Schlachten wird nicht in den Grenzen dieses Landes bleiben. Innerhalb eines Jahrzehntes werden um den Zaun herum Tausende und aber Tausende die Gewalt erleiden. Zwei Fürsten werden fallen, und Gesetzlosigkeit wird in ihrem Reich herrschen. Jene Länder werden für lange Zeit der Pfahl im Fleische des Friedens sein. Der Kleine wird mit Macht die Großen überwältigen wollen und so die Unruhe schüren. Über diesen Streit werden sich das Land mit der größten Erde und das Reich mit den meisten Seelen auf der Welt abermals verbrüdern. Es geht Gefahr von dieser Bruderschaft aus, aber die leeren Kammern beider Brüder werden ihr Trachten nach Herrschaft bändigen und euch zu Atem verhelfen.


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