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Was bleibt? (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Luzifer, Österreich, Montag, 28. Oktober 2019, 23:08 (vor 15 Tagen) @ offtopic540 mal gelesen

Hallo

Taurec hat es durchaus auf den Punkt gebracht, ein gleichsam irgendwo transzendent eingeschriebenes Völker- und Menschenrecht gibt es nicht. Gut, sie sind einfach eine Konvention, eine Vereinbarung mehr nicht.

Du hast richtig erkannt, dass im Grunde aller Dinge und letzter Konsequenz zumindest in dieser Welt und Gleichartigen nur das Recht des Stärkeren zählt und der nicht notwendigerweise gut sein muss. Es ist sogar eher abträglich „gut“ zu sein, weil man dann nicht alles tut, was man könnte. Und dass das sogenannte Gute jemals über das „Böse“ siegt, ist ein Glaube, mehr nicht. Dazu müsste sich in den Menschen was ändern, ich glaube ja auch vieles, aber das gehört definitiv nicht dazu.


Das Recht oder besser das Vermögen etwas zu tun, kann man dem Stärkeren entweder nehmen, wenn man noch stärker ist oder aber sich zusammenschließt zu Gemeinschaften. Sie haben neben der Verteidigung des Einzelnen noch andere Meriten und sind deswegen bei halbwegs vernunftbegabten Wesen durchaus populär. Und dann werden eben Konventionen festgelegt, die die Interna regeln. An die hat man sich zu halten oder man geht. Und diese Konventionen sind es, die im Laufe der Zeit in „Fleisch und Blut“ übergehen und denen dann irgendwann de Rang eines „göttlichen Gebots“ verliehen wird. Sie werden über Generationen tradiert. Gibt es ein Recht auf Eigentum an Grund und Boden. Nein, nur solange eine bewaffnete Staatsmacht dies garantiert. Auf persönliche Freiheit, auch nicht. All diese Dinge als Beispiel sind Konventionen, die nur von der Staatsmacht garantiert werden können. Das Problem, das wir haben ist, dass keine Gemeinschaft davor gefeit ist, das jene, die die Macht im Staat oder übergeordneten Strukturen wirklich innehaben, nun man muss sich nur umschauen.

Und wie festigt man Gemeinschaften:
Durch vermeintliche oder tatsächliche äußere Feinde
Durch eine gemeinsame Religion und die hat dann nichts aber auch fast gar nichts mehr mit echter Religiosität zu tun.

Religion ist als Herrschaftsinstrument überaus geeignet und da es in unserer eher säkularen Zeit anderer Verpackungen bedarf wird halt die „Klimareligion“ mit derselben Methodik angewandt.

Nur all das ist relativ unwichtig. Die große Preisfrage ist, ob es moralische Gebote gibt, die im Range göttlicher Gesetze stehen und da hätte ich schon die Erfahrung gemacht, dass es die mit großer Wahrscheinlichkeit gibt. Verstößt man dagegen dann gibt es Konsequenzen. Nur ist man meist etwas blind auf diesem Fleck und hadert dann mit einem vermeintlich übel mitspielenden Schicksal.

Zu den alten Büchern wurde schon viel geschrieben. Erstens, vieles ist von nichts anderem inspiriert als von moralinsauren Grantlern oder von echten Bösewichtern und bei anderen gibt es das „Stille Post Problem“. Jeder der einmal irgendwelche besonderen Erfahrungen gemacht hat, kennt das. Es ist unmöglich die Dinge ohne Sinnentstellung zu berichten. Und wenn es dann mehrere weitererzählen, bis es endlich einer aufschreibt, gut ja. Nur immer wieder kann man darin einzelne Perlen finden, so ist es auch wieder nicht.

Und einem Volk von vor 3000 Jahren kannst Du gar nicht anders kommen als in dem von Dir zitierten Text. Nur steht irgendwo auch, das man sich kein Bild machen soll, was dessen Wille eben auch einschließt und das ist wirklich eine der Perlen des Buches.

Schöne Grüße

Luzifer


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.


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