@und, aber, auch (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Ulrich ⌂, Germering, Samstag, 07. September 2019, 00:25 (vor 67 Tagen) @ aber599 mal gelesen

Hallo und/aber,

mangels anderer Lösungsvorschläge wird Dir - ohne Anerkennung eines Rechtsanspruches - der Preis zuerkannt. Sozusagen in Umkehrung der Binse "Ohne Fleiß kein Preis".
Dein Vorschlag mit dem Weihwasser geht allerdings zu weit, meine Respektlosigkeit hat Grenzen.

In Deinem Lösungsvorschlag hast Du m.E. etwas übersehen:

D.i.E. missbraucht in seiner absurden "Beweis"führung auf Roland-Freisler-Niveau den Begriff "Hoaxgläubiger" als selbst-evidentes Axiom:
Als ob aus Eyspfeils Frage ("Meinst Du, der heutige Zustand ist noch im grünen Bereich angesichts von Meldungen wie diesen in den Nachrichten, daß praktisch der gesamte Amazonas-Wald abbrennt?"), die impliziert, dass er den Wahrheitsgehalt dieser Pressemeldung NICHT bezweifelt, bereits folgen würde, er sei ein "Hoaxgläubiger".

Diese Folgerung setzt jedoch die Richtigkeit der zu beweisenden Behauptung (die Presse als notorische "Hoax"-Produktion) voraus, weshalb Eyspfeils sich Beziehen auf eine Pressemeldung keinesfalls als Beweis für die zu beweisenden Behauptung dienen kann, da ja die Deklaration als "Hoaxgläubigkeit" die Richtigkeit dieser Behauptung voraussetzt:
Wenn D.i.E. einen Hoaxgläubigen daran erkennen zu können glaubt, dass jener sich auf Pressemeldungen bezieht, setzt dies voraus, dass es sich bei Pressemeldungen grundsätzlich ("Ohne die täglichen Lügen der Medien wäre die Situation, die wir heute haben, völlig unmöglich.") um vorsätzlich falsche Berichterstattung handeln würde.

Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung.
Das beweist hier allein schon Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen.

Das Wort "das" zu Beginn des zweiten Hauptsatzes ist zumindest missverständlich:
Als Pronomen kann "Das" sich sowohl auf die (unbewiesenen) Behauptungen des ersten Satzes als Subjekt, jedoch auch als Objekt beziehen.
"Das beweist hier allein schon ..." mit Verweis auf die beiden (unbewiesenen) Behauptungen des ersten Satzes als Subjekt erkennt diese als Axiome an, die die beiden (unbewiesenen) Behauptungen des zweiten Satzes beweisen würden (was sie, wären sie richtig, formallogisch auch tatsächlich tun, s.o.).
"Das beweist hier allein schon ..." in Kleinkind-Sprech mit "das" als dem nachfolgenden Subjekt vorangestelltem Pronomen als Verweis auf die (unbewiesenen) Behauptungen des ersten Satzes als Objekt, erkennt - unausgesprochen - die beiden nachfolgenden Behauptungen als Axiome an, die die beiden Behauptungen des ersten Satzes beweisen würden (was, wären sie richtig, formallogisch zwar kein "Beweis" wäre, aber sie wären als Aussagen innerhalb eines Zirkelschlusses immerhin "richtig", s.o.).

Dass letztere Version gemeint war, hat D.i.E. bereits in seiner vermeintlichen "Nachhilfe in Deutsch" ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=53005 ) dargelegt - ein Offenbarungseid.

Sprachlich richtig, weil nicht zweideutig, wäre eine passivische Einleitung des zweiten Satzes gewesen:
"Das wird hier allein schon ... dadurch bewiesen, dass... "

Sprachlich richtig, weil nicht zweideutig, wäre auch der Verzicht auf Yoda-Sprech-Wortstellung und Yoda-Sprech-Satzreihenfolge, stattdessen:
"Allein schon Ihre Parteinahme hier für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen, beweist:
Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung."

Damit wäre der Zirkelschluss mittels Petitio Principii ( https://de.wikipedia.org/wiki/Eristische_Dialektik#Kunstgriffe_4%E2%80%936 und https://de.wikipedia.org/wiki/Petitio_Principii ) aber (so hoffe ich) für jeden Leser offensichtlich.

Mit dem missglückten "hier allein schon" bin ich überfordert, eine zutreffende Interpretation mag nachfolgenden Generationen vorbehalten bleiben:

mein "beweist hier allein schon"
ist eine Eingrenzung auf den hiesigen Sachverhalt und die Ausgrenzung weiterer Gründe ("allein schon") für meine Feststellung.

Ist "Eingrenzung" und "Ausgrenzung" so ein Cantor'sches Mengen-Ding?
Habe ich "Gründe" als kausales "weil > deshalb" zu verstehen?
Folgt daraus, und aus "hier allein schon" als Alleinstellungsmerkmal, so etwas wie "oje, was habe ich da nur angerichtet"?
Fragen über Fragen...

Wenn Falls Du bis hier durchgehalten hast, hast Du die Schokolade redlich verdient.

D.i.E. meint: "Ihren eingestandenen Problemen mit unserer mächtigen und extrem präzisen Deutschen Sprache und wohl in Folge dessen auch mit meinem ebenso präzisen Text will ich dann mal auf die Sprünge helfen:..."

Daher vermag ich nicht zu beurteilen, ob er sich seiner Sprachdummheiten nicht bewusst ist, weil er nunmal so verquer denkt, wie er schreibt, oder ob sie - vorsätzlich - dem Zweck dienen, dahinter die Absurdität seiner "Beweis"führung besser verstecken zu können.

Gruß
Ulrich


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