Verwundert, oder was kann man aus alten Texten lernen (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Luzifer @, Österreich, Freitag, 06. September 2019, 09:31 (vor 14 Tagen) @ Taurec599 mal gelesen

Hallo Taurec, hallo zusammen!

Mir steht der Missionierungsgedanke so fern wie nur irgendwas, weil ich der festen Überzeugung bin, dass man nur einen Millimeter weiterkommt, wenn man selber sucht und findet.

Nur, welche Relevanz haben diese alten Texte dann eigentlich? Keine, das glaube ich nicht. Ein kleines Beispiel (Fehlinterpretation meinerseits selbstverständlich nicht ausgeschlossen, wie immer).

Aus dem (alten) Thomasevangelium:

(29) Jesus sprach: „Wenn das Fleisch [σάρξ] des Geistes wegen entstanden ist, ist es ein Wunder. Wenn aber der Geist des Leibes [σω̃μα] wegen entstanden ist, ist es ein Wunder der Wunder. Ich aber wundere mich darüber, wie dieser große Reichtum sein Heim in dieser Armut genommen hat.“

Meine "freie" Übersetzung dazu:

Es ist ein Wunder, außergewöhnlich, dass der Geist es schaffte sich einen Körper zu erschaffen, das ist nicht selbstverständlich.

Der Sachverhalt, dass der Geist wegen dem Leib existiert(reduktiver Materialismus) ist ein "Wunder der Wunder" = eine Unmöglichkeit.

Und da sind so hochstehende Wesen im Leib inkarniert und glauben an diesen Schwachsinn was hochgradige geistige Armut ist.


Warum steht sowas in einem Text, der spätestens 100 bis 200 Jahre nach Christus nachgewiesen ist. Materialismus war für die damaligen Menschen kein Thema. Jeder glaubte in irgendeiner Form an Dinge hinter den Dingen. Gut die Naturphilosophen der Antike suchten weltliche Erklärungen für Phänomene der Natur, ich bin da kein Experte, nur wird der Glaube an das Primat der Materie eine Minderheitenmeinung gewesen sein, wenn diese Gedanken überhaupt gedacht worden sind, damals.

Da steht das Logion 29 und ich kann mir nicht helfen, das ist für mich keine Botschaft an die Menschen der damaligen Zeit. Auf uns heute passt es aber perfekt. Es ist auch das, womit ich am meisten zu hadern hatte und noch immer habe, der Schwachsinn, "Geist wegen des Leibes". Das ist die größte Memme unserer Zeit.


Also fragend wie immer verbleibe ich mit

besten Grüßen
Franz


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.


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