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Offenbarung und Malzeichen (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 05. September 2019, 23:10 (vor 71 Tagen) @ Filmegucker1208 mal gelesen

Hallo!

Hand und Stirn sind die Symbole des Tuns und des Denkens.

Das ist damit mit Sicherheit gemeint. Nur haben sich die allzu weltlichen und oberflächlichen Deutungen verhafteten Gegenwartschristen schon so lange auf diesen Unsinn eingeschossen, daß die Idee des bargeldlosen Zahlens oder des Verchippens als Malzeichen nicht mehr totzukriegen ist. Das hat zwei Vorteile:
1. Damit wäre "das Böse" als Projektionsfläche der eigenen Ablehnung endlich eindeutig bestimm- und verifizierbar.
2. Der eigene, in seiner weltlichen Bedeutung schwindende und unter ständigem Rechtfertigungsdruck stehende Glaube könnte endlich mit einer (vermeintlichen) Deckung der Schrift mit der Realität aufwarten.

Allerdings: Eine präzise Seherschau mit technischen Details über mehr als 2000 Jahre ist eigentlich völlig auszuschließen. Die Offenbarung ist ein mysthisches Werk mit heute kaum mehr verständlichen Analogien auf geistige Vorgänge, das die religiöse Erwartungshaltung der ersten nahöstlichen Urchristen reflektiert, die sich mit dem Anbruche eines neuen Glaubens zugleich auf dem Höhepunkte und kurz vor dem Ende der Geschichte wähnten. Das ist kulturspezifisch für diese Zeit und diese Weltgegend. Sie ist eine Verheißung, eine Prophezeiung, aber keine Seherschau, die tatsächliche künftige Geschichte kündete.
Das Annehmen eines Malzeichens (entsprechend der zeitgenössischen Kennzeichnung in der Antike eines Sklaven durch seinen Herren) an Hand und Stirn bzw. in Handeln und Denken bezeichnet darin die Unterwerfung des abtrünnigen Menschen unter die Weltanschauung und die Handlungsweisen des "Widersachers" und deren Adaption im eigenen Leben, ohne die man in der antichristlich korrumpierten Gesellschaft ein Geächteter sei.

Frank scheint außerdem, versetzt man sich mal in diese Vorstellungswelt hinein, seinen eigenen Glauben nicht kapiert zu haben, wenn er meint, das Malzeichen ließe sich verhindern und sollte um jeden Preis (!) verhindert werden. Weil es sich um ein notwendiges Kapitel des Endzeitdramas handelt, würden mit dem Wegfalle der Wahl des Menschen für oder wider die Verführung und des Abfalles vieler vom rechten Glauben zugleich das Strafgericht, die Wiederkehr Jesu, die Reinigung der Erde und der Anbruch des Gottesreiches verhindert werden.
Eigentlich (!) müßte er die Verwirklichung des Malzeichens als Probe für die geistige Qualität der Menschen geradezu herbeisehnen, statt durch Verhinderung eine Vollbremsung einlegen zu wollen, wodurch die Welt in ihrem unfertigen und unerlösten Zustande erhalten bliebe. :lol:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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