Den Tod nicht schmecken (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Luzifer @, Österreich, Freitag, 12. Juli 2019, 06:34 (vor 65 Tagen) @ Harald Kiri560 mal gelesen

Hallo Harald,

danke für Deinen Beitrag, die Worte bewegten in mir was.

Jedenfalls ist für mich ein Neuanfang, eine Wiedergeburt mit einer tabula rasa, der "gelöschten Festplatte" praktisch eine "Neugeburt". Wenn nur das "Ich bin" überlebt, dann ist fast alles, was jemand ausmacht, tatsächlich gestorben, das kann man nicht beschönigen.

Dh. sowas erlaubt, wie Du so treffend beschreibst keinerlei Weiterentwicklung. Deswegen ist mir die Vorstellung eines "Karmas" ja auch so abwegig.

Ich glaube, die Erinnerungen sind ja da, nur der Zugriff darauf ist uns halt (normalerweise) nicht möglich.

Genau deswegen mag ich das gnostische Thomasevangelium ja so. Es beginnt mit:


(1) Dies sind die geheimen Worte, die Jesus, der Lebendige, sprach und die Didymus Judas Thomas niedergeschrieben hat. Und er sprach: „Wer die Bedeutung [έρμηνεία] dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.

Den Tod nicht schmecken, meint, nicht zu vergessen. Es ist keine Rede von "nicht zu sterben", so wie es alle sonst interpretieren.

Es meint genau das, das Ziel ist das Erinnern an die Vorleben, weil man sich nur dann weiterentwicklen kann.

Schöne Grüße
Franz


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.


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