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Stets alter Wein in neuen Schläuchen (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 03. Juli 2019, 19:52 (vor 16 Tagen) @ Frank Zintl385 mal gelesen

Hallo!

Das ist aber eine Folge einer verdrehten weltlichen und völlig
pervertierten und aus dem Ruder gelaufenen Aufklärung, nicht des
christlichen Glaubens.

Es ist vielmehr die Folge eines pervertierten Christentums, bzw. eines Christentums abendländischer (faustisch-germanischer) Art, das oberflächlich seine Glaubensbekenntnisse abgelegt hat, in dessen Seelenleben aber noch eben diese abendländisch-christlichen Denk- und Logikmuster walten.

So liegt z. B. der Klimahysterie und den durch sie geforderten Gegenmaßnahmen die selbe Denkfigur zugrunde, die auch die christliche Endzeitprophetie bestimmt: Die Gewißheit eines nahen Weltendes, angesichts dessen der Einzelne aufgefordert ist, sich zum wahren Glauben zu bekehren, seine Seele von der Sündhaftigkeit zu reinigen und die Gebote zu befolgen. Der Unterschied ist indes, daß die Klimareligion auf ein gutes Leben im Diesseits abzielt, während zuvor ein Platz im Gottesreich zur Rechten des Herren in Aussicht stand.
Eine Begründungslinie, durch welche die Klimareligion zur Menschenrechtsreligion übergreift, ist die Behauptung, wir müßten die Armen der Welt aufnehmen, weil wir durch CO2-Ausstoß für deren Elend verantwortlich wären. Damit verzahnt sind Menschenrechtsforderungen nach einem "Recht auf uneingeschränkte Migration" usw.
Das ganze postmoderne Utopiegebäude mit allen Ideologien von Asylwahn bis Veganismus läßt sich als säkularisiertes-diesseitsorientiertes Christentum mit dem selben Komplex aus Erbsünde/Urschuld, Sühne und Erlösung beschreiben. Es sind die selben Denkfiguren mit der selben Logik in dem Sinne, daß Grundannahmen einer bestimmten Eigenart eine Bedeutung und Handlungsweisen bestimmter dazu passender Eigenarten implizieren.

Anzunehmen ist, daß ohne die Christianisierung Europas heute ein ähnlicher Irrwitz herrschen würde, allerdings mit einer anderen theologischen Begründung, die sich z. B. aus der germanischen Religion abgeleitet hätte. Es handelt sich nämlich nicht eigentlich um eine christliche, sondern eine abendländische Seelenkrankheit.
Hinweise, die diese Annahme stützen, finden sich womöglich bereits im Hávamál, einem zentralen Teil der Lieder-Edda, der Elemente des vorchristlichen germanischen Ethiksystems enthält, so z. B.: "Die belebte Welt formt in all ihren Manifestationen ein harmonisches Ganzes. Verstöße gegen die Natur wirken sich unmittelbar auf den Menschen selbst aus. Jeder Einzelne ist verantwortlich für sein eigenes Leben, sein Glück oder Unglück und schafft sein eigenes Leben aus den eigenen Ressourcen heraus."
Diese Gedanken sind uralt und entstanden vor Beginn des abendländischen Kulturzyklus, denn Linguisten sind aufgrund bestimmter sprachlicher Eigenheiten der Ansicht, daß die Verse nicht im 13. Jahrhundert als der Zeit der ersten schriftlichen Niederlegung entstanden, sondern bedeutend früher, ehe Skandinavien christlich wurde (vgl. hier, 10:59–12:29).
Zweifelsohne hätte sich dieser Ansatz, der das starke faustisch-germanische Ichbewußtsein mit der Natur und karmaähnlichen Gedanken in Verbindung setzt, über Jahrhunderte zu einer komplexen Naturreligion ausarbeiten lassen, die prinzipiell in denselben diesseitsorientierten Umweltschutzwahn hätte entarten können, den wir heute haben. Nun finden wir diese Urthemen der germanischen Seele allerdings mit Abwandlungen christlicher Theologie ausgedrückt, was den Zeitgenossen freilich nicht auffällt, weil sie innerhalb dieser Seelenlandschaft nur dialektisch die Philosophieschulen wechseln können, ohne dem Seelengrund entfliehen zu können, auf dem all diese Denkweisen fußen. Sie meinen also tatsächlich, die Aufklärung und alle daraus bis heute entwickelten Ideologien seien etwas grundsätzlich anderes als das zuvor die faustische Seele ausdrückende abendländische Christentum.

Das Gebot der Nächstenliebe lautet NICHT: Liebe deinen Nächsten
MEHR als dich selbst. Es lautet: Liebe deinen Nächsten WIE dich
selbst. Und auch hier stellt sich die Frage, ob zugewanderte
Gewalttäter und Marodeure unter die Definition fallen, wie Jesus
den Begriff "Nächster" gemeint hat.

Weil man allgemein das Eigene nicht mehr kennt, keine Beziehung mehr zur eigenen Kultur und Herkunft hat, ging man auch der Fähigkeit verlustig, zwischen Eigenem und Fremdem zu unterscheiden. Der Nächste ist unter dem Eindruck der Menschenrechtsreligion, die nichts weiter als ein Entartetes abendländisches Christenum ist und die gesamte Menschheit miteinbezieht, mit dem Fremden identisch geworden. Folglich ist Nächstenliebe heute identisch mit Fernstenliebe, wobei dem Fremden unter Aufopferung des Eigenen der Vorzug zu geben ist. Während also als ethischer Maßstab früher der Einzelne zugusten des wahrhaft Nächsten, also des Angehörigen der eigenen Familie, der Sippe, der Dorfgemeinschaft, des Stammes, des Volkes, der Nation (in dieser Reihenfolge!) zu dienen hatte, sind heute all diese Gemeinschaften dem "falschen Nächsten", nämlich dem eigentlich Fernen zu opfern. Das ist die Pervertierung, die ein Teilaspekt der "Umwertung aller Werte" ist.

Das abendländische Christentum (das ein Ausdruck der germanischen Seele ist) ist nicht der Gegensatz zur herrschenden Ideologie und Moral in dem Sinne, daß es die Lösung wäre. Es ist vielmehr die Vorstufe der heutigen Zustände, aus welcher sie sich genealogisch ableiten. Die geistige Triebfeder des heutigen Europas ist in gewisser Hinsicht ein ins Bösartige umgekipptes Christentum, das nun dem Widersacher dient, vor dem es zuvor gewarnt hat. Solange man das nicht erkennt, solange man den eigenen Balken also nicht sieht, wird man immer nur auf die Wiederherstellung der Zustände hinarbeiten, von denen die Katastrophe ausging.
Das gliche der Bestrahlung und Verkleinerung eines Krebsgeschwürs, das irgendwann wieder wuchert, weil man die Ursache der Krankheit nicht beseitigt hat.

Aber: Die Lösung liegt nicht darin, das Christentum oberflächlich zu reformieren, sondern wohl eher darin, die Abgründe der eigenen Seele zu erforschen (und zu "integrieren"?). Erst davon ausgehend wird sich die Religion zum Besseren wandeln, gleich ob man sich nun als Christ oder germanischer Heide oder sonst etwas betrachtet.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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