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Die moderne Erlösung (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 03. Juli 2019, 14:49 (vor 109 Tagen) @ Frank Zintl581 mal gelesen

Hallo!

Für den altgermanischen Glauben war es z.B. von den Göttern gewollt,
dass bestimmte Menschen Sklaven sind. In der griechischen und der
römischen Religion war es genauso. Das ist mit den Menschenrechten
überhaupt nicht vereinbar.

Na immerhin hat es die moderne Menschenrechtsreligion geschafft, durch ein zweifelhaftes "Recht auf Arbeit" die Sklaverei nicht als Zwang, sondern etwas erstrebenswertes als Teil jedes menschlichen Lebens zu etablieren. Das macht sie der gemanischen Religion und auch dem Christentum unendlich überlegen. :ok:
Entsprechend änderte sich die Bedeutung des Wortes Arbeit von jener des mittelhochdeutschen arebeit, das "Beschwernis, Leiden, Mühe" bedeutete, zu etwas Positivem. Dies geschah auch in anderen Sprachen, etwa dem Französischen, dessen Wort für Arbeit ("travail") auf das antike Tripalium zurückgeht, ein dreipfähliges Folterinstrument, das dem Kreuze Christi nicht unähnlich ist. Der moderne Zivilist opfert sich ähnlich dem Erlöser auf der Werkbank selbst, um der Welt der uneingeschränkten Menschenrechte zur Erlösung aller weiter ihr unrühmliches Weiterleben zu ermöglichen. Das ist auch eine Form der Selbstvergöttlichung des Menschen, der sich tagtäglich selbst für die Sünden der Menschheit opfert.

Im altgermanischen Glauben gab es auch Menschenopfer. Einige gefundene Moorleichen tragen noch die Spuren der rituellen Opferung.

Auch hier ist die Moderne unzweifelhaft überlegen, nachdem es hier offiziell keine Menschenopfer mehr gibt, ausgenommen beispielsweise jene, die den zu erlösenden Wilden als Raub- und Sexualopfer dargebracht werden, oder jene, die ungeboren abgetrieben werden, um das Menschenrecht des Individuums auf Selbstbestimmung zur Geltung zu bringen. Zweifellos ein Fortschritt.:ok2:

Über jene, die zu hochchristlichen Zeiten auf Scheiterhaufen geopfert wurden, um die Integrität der Religion, also des göttlichen Willens zu wahren, fange ich gar nicht erst an zu schreiben. Es hat beinahe den Anschein, daß Sklaverei und Menschenopfer auf verschiedene Weise und in wechselndem Gewande in jeder Gesellschaft vorkommen, also Teil der menschlichen Natur sind. Dies zu erkennen setzt allerdings die Loslösung von eigenen religiösen Voreingenommenheiten und Überheblichkeiten gegenüber den vermeintlich überwundenen Religionen voraus.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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