Europäische DNA schon vor auftreten der Seevölker vertreten (Schauungen & Prophezeiungen)

Explorer @, Sonntag, 16.06.2019, 10:23 (vor 696 Tagen) @ Frank Zintl (1289 Aufrufe)
bearbeitet von Explorer, Sonntag, 16.06.2019, 10:50

Hallo Frank,

Was bei deiner Theorie bedacht werden sollte, ist dass die DNA-Analyse des Phöniziers explizit eine Verwandtschaft mit Europäern, die heute auf der iberischen Halbinsel leben zeigte. Darum hast du anfangs ja auch spekuliert, es würde sich um die DNA eines Sklaven, aus der karthagischen Kolonie in Spanien handeln.

Weiters gab es schon vor dem Auftreten der Seevölker (west-)europäische DNA "in der Gegend". Auch der ägyptische Pharao Tutanchamun war eher mit Westeuropäern, im speziellen mit heutigen Spaniern, verwandt.

Ich zitiere nochmal, aus dem Artikel und markiere die entsprechende Stellen rot:

Die vollständigen Erbgutinformationen Tutanchamuns hielten die Forscher fest unter Verschluss: 2009 hatte ein internationales Team die DNA des berühmten Pharaos entschlüsselt. Doch nun verriet der Discovery Channel das Forschungsgeheimnis in einem Beitrag, in dem das gesamte Profil des Y-Chromosoms von Tutanchamun gezeigt wurde.

In Deutschland sind demnach 45 Prozent der Männer mit dem Pharao verwandt, in der Schweiz 50 Prozent und in Spanien sogar 70 bis 80 Prozent. „Man könnte fast behaupten, dass Tutanchamun kein Ägypter war sondern Europäer“, so Scholz. Zumindest sei der Pharao näher mit den heutigen Europäern verwandt als mit den Ägyptern.

Der Urstamm kommt vom Kaukasus
Der gemeinsame Urvater dieser Sippe stammte laut der Gentest-Firma aus dem Kaukasus oder vom Schwarzen Meer. Von dort aus gelangte das jahrtausendealte Erbgut nicht nur nach Westen. Zumindest eine Linie scheint auch nach Süden und damit bis nach Ägypten gewandert zu sein.

https://www.focus.de/wissen/mensch/archaeologie/koenigliche-gene-fast-jeder-zweite-deutsche-stammt-von-tutanchamun-ab_aid_652092.html
Tutanchamun, lebte vor dem Ansturm der Seevölker, also zumindest in Ägypten, lebten schon vor dem Ansturm der Seevölkern Menschen mit (west-)europäischer DNA.

Tutanchamun, lebte und herrschte in der zweiten Hälfte des 14.Jhd vor Christi, die Seevölker bedrohten Ägypten erstmals im darauffolgenden Jahrhundert.

Tutanchamun war Pharao der 18. Dynastie, die von jenen ägyptischen Adeligen abstammen, die die ersten Fremdherrscher Ägyptens vertrieben, die Hyksos.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Reich#18._Dynastie

Es scheint eher so zu sein, dass die Menschen, die einst in Nordafrika lebten, von Westeuropäern abstammten bzw. mit dieser eine gemeinsame Ursprungspopulation haben:


Die Vorgeschichte der ägyptischen Hochkultur
Um die Herkunft der alten Ägypter und die Diskussionen um ihre Hautfarbe besser zu verstehen, ist eine Exkursion in die tiefe Vergangenheit von Nordafrika notwendig. Vor mehr als 10 000 Jahren, als in Europa noch Eiszeit herrschte, war die Sahara grün und nicht wie heute eine lebensfeindliche Wüste. In den fruchtbaren Steppen- und Savannenlandschaften mit Flüssen und Seen lebten damals Jäger und Sammler, die später auch zu Hirten und Viehzüchter wurden. Sie hinterließen wie die steinzeitlichen Bewohner von Frankreich und Spanien zahlreiche Felszeichnungen. Nach Skelettfunden handelte es sich bei ihnen häufig um Menschen des Cro-Magnon-Types, die während der Steinzeit den Mittelmeerraum bevölkerten und auch in Westeuropa, insbesondere in Frankreich, lebten. Zu ihren Nachkommen gehören in Nordafrika die Berber, die sich noch heute durch eine relativ helle Haut auszeichnen, teilweise blaue Augen besitzen und wie Südeuropäer aussehen. Etwa ab dem 7. bis 11. Jahrhundert n. Chr. wurden sie durch eingewanderte Araber immer stärker zurückgedrängt und kommen inzwischen nur noch in abgelegenen Gebieten vor. Als mögliche Vorfahren eines anderen Saharavolkes, der hoch gewachsenen und ebenfalls oft hellhäutigen Tuareg, gilt das Volk der Garamanten, die bereits in der frühen Antike auf dem Gebiet von Lybien ein eigenes Reich gründeten. Mit hellhäutigen Nachbarn aus dem heutigen Lybien hatten die Ägypter oft kriegerische Auseinandersetzungen.

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-2005-870258#N67706


Es wurden übrigens auch immer wieder Blonde Mumien in Ägypten gefunden:
[image] [image] noch vor wenigen jahren, ging man allerdings davon aus, dass die Haare dieser Mumien künstlich blondiert worden wären.
https://www.oe24.at/old-channel/wissen/Forscher-lueften-Geheimnis-um-blonde-Mumie/203513


Inzwischen, inzwischen ist man sich darüber im klaren, dass diese Menschen wirklich naturblond waren.

Die altägyptischen, blonden Mumien hatten zu Lebzeiten tatsächlich helles Haar, es ist keine durch den Mumifizierungs-prozess hervorgerufene Färbung. Zu diesem Ergebnis kommt die forensische Ägyptologin Dr. Janet Davey nach einer ausführ-lichen, experimentellen Analyse.

Dr. Davey vom australischen Victorian Institute of Forensic Medicine wollte endlich die alte Streitfrage klären, ob die blonden Haare vieler altägyptischer Mumien nun tatsächlich künstlich gefärbt, durch den Mumifizierungsprozess entstanden oder echt waren. Deshalb beschloss sie, gemeinsam mit dem ehemaligen Industriechemiker Alan Elliott eigene Analysen zu erstellen, um die Antwort darauf zu erhalten. Sie legten 16 Haarproben 40 Tage lang in synthetisches, getrocknetes Natron ein, so wie es für die Mumifizierung der Körper im alten Ägypten üblich war. Die Proben beinhalteten die verschiedensten natürlichen Haarfarben von dunkel bis grau und stammen von männlichen sowie weiblichen Spendern im Alter zwischen vier und 92 Jahren. Als die Haarproben nach Ablauf der 40 Tage aus dem salzigen Pulver entfernt wurden, schienen sie in ihrer ursprünglichen Farbe unverändert. Um aber ganz sicher zu gehen, ließ Dr. Davey sie von Professor Gale Spring an der RMIT University auch noch einer mikroskopischen Analyse unter-ziehen, doch auch er konnte nur bestätigen, dass die Haar- farben unverändert geblieben waren.

https://terra-mystica.jimdo.com/%C3%A4gyptologie/analyse-best%C3%A4tigt-es-gab-auch-blonde-alt%C3%A4gypter/

In Altägyptischen Friedhöfen, wurden die Mumien sogar nach Haarfarben getrennt bestattet.

Leichen sind nach Haarfarben sortiert
Archäologen haben bei der Ausgrabung unter anderem eine Mumie gefunden, die über zwei Meter groß ist. Außerdem waren manche Mumien nach ihren Haarfarben sortiert. So waren die Blonden in einer, Rothaarige in einer anderen Ecke begraben.

https://www.focus.de/wissen/mensch/archaeologie/entdeckung-in-aegypten-massengrab-mit-einer-million-mumien-ausgehoben_id_4356470.html

Ebenfalls unklar ist noch, warum die sterblichen Überreste damals nach ihren Haarfarben sortiert wurden. So sind die Blonden in einer, Brünette in einer anderen Ecke begraben. Auch die Rothaarigen haben einen Platz für sich.

https://www.20min.ch/wissen/news/story/Forscher-finden-Grab-mit-bis-zu-1-Million-Mumien-29258636

Die natürliche Haarfarbe von Ramses II. war übrigens Rot:

Bei den folgenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass Ramses von Natur aus rothaarig war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ramses_II.#Ramses_II._in_Paris

Angesichts dieser Tatsachen, erscheint es nicht so unwahrscheinlich, dass auch die Bewohner des östlichen Mittelmeerraums schon vor der Seevölkerinvasion, früher mit heutigen Europäern verwandt waren, auch wenn dies derzeit noch spekulation ist. Gibt es doch soweit ich weis keine entsprechenden Untersuchungen an menschlichen Überresten aus diesem Gebiet, welche aus dieser Zeit stammten.

Grüße Explorer


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