Weiterer Trost (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Explorer @, Donnerstag, 13. Juni 2019, 19:10 (vor 98 Tagen) @ urda677 mal gelesen
bearbeitet von Explorer, Donnerstag, 13. Juni 2019, 19:26

Hallo Urda,

Ich finde, es hilft beim anerkennen der Fakten, sich einfach ins Bewußtsein zu rufen, dass das nichts Neues, oder Einmaliges wäre. So kann man zumindest Niedergeschlagenheit überwinden und sein Leben einfach weiter leben...

Man denke nur mal an den fast vollständigen Ersatz der Urbevölkerung Nordamerikas, Australiens und Neuseelands in den letzten Jahrhunderten.
Auch Menschen aus Mittel- und Südamerika, die wie reine Ureinwohner aussehen, stammen in der Mehrzahl zumindest in ihrer männlichen Blutlinie von Europäern ab.
https://www.scinexx.de/news/geowissen/gene-spiegeln-sexverhalten-der-spanischen-eroberer/

Wenigstens scheint es aber in Europa, im Vergleich dazu recht friedlich zu verlaufen.

Auch wenn man weiter zurück geht, gab es wohl immer wieder solche genetischen Veränderungen.
Nordafrika und wohl auch Teile des nahen Ostens, scheinen in der Antike von Menschen bevölkert gewesen zu sein, die den heutigen Europäern genetisch zumindest etwas ähnlicher waren. Diese wurden allerdings zum großteil verdrängt.

Die vollständigen Erbgutinformationen Tutanchamuns hielten die Forscher fest unter Verschluss: 2009 hatte ein internationales Team die DNA des berühmten Pharaos entschlüsselt. Doch nun verriet der Discovery Channel das Forschungsgeheimnis in einem Beitrag, in dem das gesamte Profil des Y-Chromosoms von Tutanchamun gezeigt wurde.

Danach gab es für die Schweizer Gentest-Firma Igenea kein Halten mehr: Die Laboranten verglichen bisher gesammelte DNA-Profile männlicher Westeuropäer mit dem des vor über 3300 Jahren verstorbenen Kindkönigs – und staunten nicht schlecht. Die Gruppe von Männern, die einen gemeinsamen Urvater mit Tutanchamun habe, sei sehr groß, sagt Geschäftsführer Roman Scholz.

In Deutschland sind demnach 45 Prozent der Männer mit dem Pharao verwandt, in der Schweiz 50 Prozent und in Spanien sogar 70 bis 80 Prozent. „Man könnte fast behaupten, dass Tutanchamun kein Ägypter war sondern Europäer“, so Scholz. Zumindest sei der Pharao näher mit den heutigen Europäern verwandt als mit den Ägyptern.

Der Urstamm kommt vom Kaukasus
Der gemeinsame Urvater dieser Sippe stammte laut der Gentest-Firma aus dem Kaukasus oder vom Schwarzen Meer. Von dort aus gelangte das jahrtausendealte Erbgut nicht nur nach Westen. Zumindest eine Linie scheint auch nach Süden und damit bis nach Ägypten gewandert zu sein.

https://www.focus.de/wissen/mensch/archaeologie/koenigliche-gene-fast-jeder-zweite-deutsche-stammt-von-tutanchamun-ab_aid_652092.html

Zunächst die rätselhaften Hyksos, dann Alexander der Große und schließlich die römischen Cäsaren, immer wieder haben sich Fremde zu Herrschern über Ägypten aufgeschwungen. Sie prägten den Alteingesessenen ihre Kultur auf, hinterließen Spuren in Sprache und Kunst – aber in genetischer Hinsicht verewigten sie sich nicht. Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Studie, bei der Forscher das Erbgut von insgesamt 90 altägyptischen Mumien entzifferten: Die altägyptische Bevölkerung, so ihr Fazit, blieb über mindestens 1300 Jahre weitestgehend unter sich.

Erst in den vergangenen Jahrhunderten scheint sich das geändert zu haben, berichtet das Team um Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena im Fachmagazin "Nature Communications". Denn heutzutage finden sich im Erbgut der Ägypter große Anteile von DNA-Abschnitten, die einen subsaharischen Ursprung haben. Womöglich brachte der Handel – mit Waren oder Sklaven – so viele Menschen entlang des Nils nach Norden, dass sich ihre DNA in der ganzen Bevölkerung verbreiten konnte.

Die aufgespürten Gene deuten auf eine eher helle Hautfarbe, dunkle Augen und eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz hin, wie sie auch heute noch bei vielen Bevölkerungsgruppen weltweit anzutreffen ist.

https://www.spektrum.de/news/forscher-lesen-im-erbgut-alter-aegypter/1461327

Ancient Egyptians more closely related to Europeans than modern Egyptians, scientists claim
However Egyptologist says he is 'particularly suspicious of any statement that may have the unintended consequences of asserting – yet again from a northern European or North American perspective – that there’s a discontinuity' between ancient and modern populations
https://www.independent.co.uk/news/science/archaeology/ancient-egyptians-europeans-related-claims-a7763866.html

Inzwischen gibt es auch Genanalysen der einstmaligen größten Wiedersacher Römer!

Erste Genanalyse eines Phöniziers
Bewohner des phönizischen Karthago hatte europäische Vorfahren

Überraschende Abstammung: Ein vor rund 2.500 Jahren in Karthago gestorbener Phönizier erweist sich als Sprössling europäischer Ahnen – statt als Nachfahre nahöstlicher Kolonisten, wie für die Karthager bisher angenommen. Seine mitochondriale DNA trägt ein heute extrem seltenes Genmuster, das er von Nachfahren steinzeitlicher Jäger und Sammler auf der Iberischen Halbinsel geerbt haben könnte, wie Forscher im Fachmagazin „PLOS ONE“ berichten.
https://www.scinexx.de/news/geowissen/erste-genanalyse-eines-phoeniziers/

Auch in Europa, gingen schon immer Völker unter, das Volk dem Ötzi angehörte, existiert nicht mehr.

Ötzi entstammte einem untergegangenen Volk
Eine Analyse des Erbmaterials der 5300 Jahre alten Eis-Mumie Ötzi überrrascht die Fachwelt: Ötzi war keiner von uns. Der Ur-Tiroler konnte sich genetisch nicht durchsetzen. Die Bevölkerungsgruppe, welcher der Gletschermann angehörte, existiert offensichtlich heute nicht mehr.
https://www.welt.de/wissenschaft/article2650807/Oetzi-entstammte-einem-untergegangenen-Volk.html

Ötzis Mutter gehörte zu einem ausgestorbenen Bergvolk
Forscher entschlüsseln die mütterliche Abstammungslinie der Eismumie

Ausgestorbenes Bergvolk: Die Mutter von Ötzi gehörte wahrscheinlich zu einem lokalen Bergvolk der Alpen, das heute ausgestorben ist. Denn die Eismumie trägt eine mitchondriale DNA, die sich in heutigen Europäern nicht mehr findet, wie Forscher anhand von Genanalysen herausgefunden haben. Wahrscheinlich ließ eine neue Einwanderungswelle nach Europa in der Bronzezeit diesen Volksstamm aussterben.
https://www.scinexx.de/news/medizin/oetzis-mutter-gehoerte-zu-einem-ausgestorbenen-bergvolk/

Grüße Explorer


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