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Niemals ein Norweger / allgegenwärtiger Lug im Prophezeiungsbereich (Freie Themen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25.03.2019, 21:55 (vor 939 Tagen) @ Frank Zintl (821 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Montag, 25.03.2019, 22:45

Hallo!

Dieser Emanuel Minos tritt in seinen Videos auf wie ein alter Norweger aus Schroot und Korn.

Bitte nicht den Habitus mit dem Wesenskern gleichsetzen!

Denn wenn er in Norwegen aufgewachsen ist, kann er das verinnerlicht haben, was ihm sein äusserer Hintergrund nicht mitgegeben hat.

Jemand, der keinerlei skandinavisches Gen in sich trägt und die das gesamte Leben essentiell bestimmende frühkindliche Prägung im Kongo erhalten hat, wird niemals ein Norweger werden. Seine äußere Sozialisierung wird europäisch wirken, weswegen oberflächliche Europäer ihn für einen solchen halten werden.

Ausführungen über die niemals zu kittenden Bruchstellen zwischen allzu verschiedenen Ethnien, derentwegen z. B. die Nachfahren scheinbar schon gut integrierter Gastarbeiter hierzulande wieder türkischer werden (eigentlich waren sie nie etwas anderes), würden hier zu weit führen. In dem selben Sinne ist aber davon auszugehen, daß Minos im Herzen zu keiner Zeit ein Norweger war. Eher ist die Frage zu stellen, ob er als ägyptisch-griechisch-kongolesisch-norwegischer Mischling nicht grundsätzlich eine kulturelle Identitätsstörung hatte, die bestimmte mit der einen Welt kompatible Glaubenssätze begünstigte.

Ich kann mir nicht vorstellen dass dieser Mensch lügt.

Hier erfolgt die Verkürzung eines komplexen Sachverhalts auf eine spekulative Behauptung, die mangels Belegen und wegen logischer Selbstbezüglichkeit natürlich abgelehnt werden muß.
Daß Du Dir etwas nicht vorstellen kannst, ist kein Argument gegen eben dieses.
Ich schrieb zudem nicht umsonst, daß er womöglich selbst glaubte, was er behauptete.

Folgendes ist zu beachten:
1. Es scheint im christlich-endzeitlichen Milieu mit dem eigenen Wahrheitsverständnis durchaus vereinbar zu sein, in Form einer Fälschung zu verpacken, was man selbst für die Wahrheit hält. Der Inhalt bleibt ja wahr, auch wenn die Quelle erfunden ist. Es handelt sich sozusagen um Lügen für die gute Sache, die dadurch den Lügencharakter verlieren. Vergleichbare Konstrukte, die Lug und Trug für die eigene Religion sanktionieren, gibt es in allen monotheistischen Religionen nahöstlichen Ursprungs und liegt wohl irgendwie in deren "Gencode".

2. Es ist gar nicht auszuschließen, daß Minos nicht der Urheber des Textes ist. Insofern ist durchaus möglich, daß er nicht log und an die Echtheit und Wahrheit des Textes glaubte, den er freilich nicht hinterfragte, weil er genau auf seiner weltanschaulichen Linie liegt.

3. Nicht zuletzt ist die allgegenwärtige Möglichkeit politischer Propagandafälschungen für die jeweilige religiöse Bewegung oder Sekte, wobei nicht gutgläubig durch naive Frömmler gelogen, sondern frontal und absichtlichtlich durch Falschaussagen betrogen wird, immer mit in die Rechnung zu ziehen.

Ich bitte also, die Brille der religiös verbrämten Leichtgläubigkeit ("Das kann ich mir aber nicht vorstellen..." :surprised: ) abzulegen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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