Der göttliche Funke (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Wodans Sohn, Montag, 25. März 2019, 09:20 (vor 204 Tagen) @ offtopic687 mal gelesen

Guten Tag und ein freundliches „Hallo“

Mit großem Interessen habe ich Eure Unterhaltung verfolgt und denke, ich vermag vielleicht auch noch meine Sichtweise zu erläutern, denn ich glaube, meine Erkenntnis deckt sich mit dem Gelesenen. Ich habe meine Erkenntnis bisher wohl nur in andere Worte gefasst und da und dort gibt es kleine Abweichungen.

Zuerst bin ich sicher, dass der Funke nicht erst erweckt werden muss. Er ist immer da und immer wach. Wir nehmen das Flüstern dieses Funken meist nicht wahr, weil unser Ego so viel Lärm macht. Ständig tobt das Ego wie ein zorniges kleines Kind: „ Nimm mich wahr. Ich will…., Ich bin …., Ich , Ich ,Ich…“ . Das Ego ist das Problem und die Lösung zugleich.

Das was als Urgrund bezeichnet wurde, oder als das Göttliche, ist allumfassend und zeitlos. Das Ego trennt aber das 'Ich' vom 'Nicht Ich', also den Allumfassenden.
Das Ego trennt auch das 'Jetzt' vom 'Nicht Jetzt'. So entsteht die Wahrnehmung von Zeit inmitten der Zeitlosigkeit.

Das Ego ist eine bewusst geschaffene Polarität, um Erfahrung zu ermöglichen. Das scheint mir der Sinn und Zweck des Egos zu sein.

Das Ego verweigert sich auch der Vorstellung: ' Nicht zu sein'.
Das ist wohl auch der Grund, so meine Ansicht, warum es sich so viele Arten von Erlösungsreligionen erdacht hat. Es will nicht 'Nicht sein'. Es will fortbestehen, auch nach dem vermeintlichen Tod.

Ich bin nicht so gut mit Worten, um all die Implikationen zu erläutern, die sich aus dieser Sichtweise ergeben, vor Allem, wenn ich etwas beschreiben will, was eigentlich jenseits von Worten liegt.

Als Mensch ist es schwer, vielleicht auch unmöglich, das Ego dauerhaft ruhig zu halten. Es gelingt mir nur zeitweise, wie Wellen im Meer kommen und gehen.

Man kann Meditieren, enorme Disziplin aufbringen, manch einem gelingt es mit Drogen, oder gar indem man sich in Trance tanzt das Ego so weit zu beruhigen, dass man der Verbindung zum Urgrund gewahr wird. Eventuell ist auch in der kurzen Zeitspanne zwischen Schlafen und Erwachen, wenn das Ego noch am dösen ist, ein Fenster zum Urgrund geöffnet.

Ich glaube auch, wenn man eine Tätigkeit permanent auf 'Autopilot' durchführt, ohne wirklich nachzudenken, kann man diesen Zustand erreichen. Das kann Autofahren auf einer bekannten Strecke sein, vielleicht auch Stricken oder andere Tätigkeiten, welche man, nach einigem Üben, automatisch, ohne zu denken ausführt.

Dann erfährt man einen Zustand der Zeitlosigkeit. Das ist wie ein Blitz aus Allem was ist, Alles was war und Alles was sein wird.

Hat man nun eine bewusste Verbindung zum Allumfassenden erreicht, übernimmt leider sofort wieder das Ego, und rückt sich in den Mittelpunkt des Erfahrenen. So ergeht es mir zumindest immer.

Dass sich das Ego wieder hervordrängt, ist eventuell auch die Ursache, warum viele Schauende aus der Ich-Perspektive berichten. Ein anderes Ego berichtet eventuell Unterschiedliches, je nachdem welche persönliche Sichtweise, Erfahrung, etc. diesem Ego gegeben ist.

Von einem buddhistischen Mönch habe ich eine interessante Aussage gelesen. Er meinte, man könne das kleine Äffchen im Kopf nicht zum Schweigen bringen, aber man könne es beschäftigen, so dass es nicht stört. Daran arbeite ich.

Viele Grüße

Wodans Sohn


Ja, eines Tages sterben wir.
Aber an allen anderen Tagen nicht!


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