In der Tat merkwürdig (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Ranma, Donnerstag, 20. Dezember 2018, 08:24 (vor 304 Tagen) @ Taurec1750 mal gelesen

Hallo!

Die Schließung der Grenzen (gegebenenfalls mit militärischer Hilfe von außen, Stichwort "russische Besatzung"?) dürfte an irgendeinem Punkte schlicht notwendig sein, um die Staatlichkeit auf deutschem Boden wenigstens in Grundzügen zu erhalten. Andernfalls droht der Zerfall des Landes in nicht mehr beherrschbare Konfliktregionen, in denen zersprengte Bevölkerungsgruppen um die Grundversorgung kämpfen. Das würde an die von Barbaren verheerte Endphase des weströmischen Reiches erinnern, kurz vor der Absetzung des letzten machtlosen Schattenkaisers.

Vor Kurzem wünschtest du dir noch mehr Beiträge, die sich mit der Qualität von Publikationen des Lorber-Verlages befassen, und nun stellst du selbst eine wirre Phantasie ein, die denkbar wenig mit der Kategorie Schauungen & Prophezeiungen zu tun hat. Anders ist das selbstverständlich bei den folgenden Zitaten, die halt nur nicht auf die heutige Situation passen.

Die Grenzschließung spiegelt sich womöglich in einzelnen Aussagen wider, z. B. von einer alten Dame aus den Fünfzigern:

"Der Fall der Mauer und danach wird wieder die Grenze errichtet."

"Aufstände zwischen Ausländern und Deutschen."

"Bezüglich der Grenzen kann es sich evtl. auch um alle Grenzen handeln, nicht nur um die deutsche zum Osten. Die Grenzen werden geöffnet und wieder geschlossen."

Aus selbiger Quelle:

„Wir werden wieder eine Monarchie bekommen.“

„Sie gab den Rat, daß man sich für eine Übergangszeit, bis es wieder neues Geld bzw. Zahlungsmittel gibt, nur ein Stück [Berndt: im Original unterstrichen] Goldbarren lagern soll, da ein nur kleines Stück so kostbar sein wird, daß man sich davon ein Haus kaufen könne!“

Also Mythen, die hier vor über zehn Jahren ausgiebig diskutiert wurden, aber von denen man mir hier irgendwann im Laufe dieses Jahres erklärt hat, daß sie nicht mehr als glaubwürdig anzusehen sind. Dazu noch ist alles nach Stephan Berndt zitiert, der hier einst selbst dafür sorgte, daß man ihm mit einem gewissem Mißtrauen begegnet. Dieses Mißtrauen ist hier angebracht, zumal Stephan Berndt anscheinend selbst dieser Quelle mißtraute:

„Es kommt zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch. [Berndt: direkt im Anschluß an die Fremden erinnert das doch sehr an Irlmaier]“

„Als sie verstorben war, ich war damals 20 Jahre alt, machte ich Bekanntschaft mit einem Buch ‚Im Lichte der Wahrheit‘ von Abd-ru-shin. In diesem Buch fand ich das wieder, wovon die Großmutter uns in der Familie berichtete.“

Bei diesen Schauungen handelte es sich also um die Wiedergabe von bereits (im Jahr 1960) Veröffentlichtem. Schließlich stellte Stephan Berndt noch fest:

„Interessant, daß die Wiedererrichtung der Grenzen zwei mal erwähnt wird, zusätzlich mit einem Fokus auf den Westen (Deutschland-Österreich). Geöffnet wurde diese Grenze Deutschland-Österreich 1995.“

Die sogenannte Balkanroute umgeht Österreich, endet zur Zeit noch in Tschechien und einzelne Glücksritter kamen bereits über Polen. Ein Schließen der Grenzen im Süden und im Westen kann also nichts mit der Migrationswelle zu tun haben. Der Grund für die Umgehung Österreichs ist es auch, der den einleitenden Text als wirre Phantasie entlarvt: Hier kommt niemand rein, den die Machteliten nicht hier haben wollen! Die deutschen Machteliten entscheiden das mit der gleichen Souveränität, mit der auch die österreichischen Machteliten entscheiden.

Was es heute jedoch gibt, das sind lange Staus an den Grenzen zu Frankreich und Belgien und nicht weniger strenge Kontrollen an der dänischen Grenze. Nur Letztere haben etwas mit Angst vor Migration (als wollte irgendjemand nach Dänemark) zu tun. Der Ausnahmezustand in Frankreich ist der Grund für die dorthin geschlossene Grenze.

Auch die Unruhen in Belgien, die Malbork in seiner Antwort erwähnt, haben einfach nur garnichts mit dem Migrationspakt zu tun. Die Protestbewegung der Gelben Westen, also nur ein ganz gewöhnlicher Protest der sozial Abgehängten, hat sich schon vor ein oder zwei Wochen bis nach Belgien ausgebreitet. Das ist schon alles. Franzosen und Belgier haben immer mal wieder Anwandlungen demokratischer Ideen. Zum Beispiel die, daß das Volk mitbestimmen könne. Zumindest dann, wenn es ausgebeutet werden soll. Damit sich solche Ideen nicht noch weiter ausbreiten, haben die Machteliten Frankreichs und Belgiens beschlossen, den Personenverkehr entsprechend zu behindern. Außerdem werden die sozial Abgehängten und daher Protestierenden in Frankreich inzwischen brutal niedergeknüppelt. Das ist schon des gesamten Rätsels Lösung.

Merkwürdig ist der Traum eines Zehnjährigen von 2011:

"Über unserem Dorf kreisten Hubschrauber und es wurde durchgesagt, daß in 10 Stunden die Grenze geschlossen würde."

Aus selbiger Quelle:

„Unser ältester Sohn schilderte mir kurz nach seinem 12. Geburtstag, ca. Ende April 2011 seinen Traum aus der vorangegangenen Nacht.“

Du hast den Jungen zwei Jahre jünger gemacht. Eine Lappalie und noch kein Grund, um sich Sorgen zu machen, aber normalerweise machst du beim zitieren von Schauungen keine Fehler.

Folgende Zitate sind zwar lediglich weggelassen worden, aber die zentrale Aussage ist ohne sie mißverständlich, weil man beispielsweise automatisch annehmen würde, daß die Durchsage von einem Hubschrauber kam.

„Erst auf bestimmte Farbvorschläge hin war er sich der dunklen (oliven?) Färbung sicher. Es sollen 4–5 Hubschrauber gewesen sein.“

Einerseits können Vorschläge gegenüber einem Kind als Beeinflussung gewertet werden, andererseits weist bereits die Anzahl auf eine militärische Einheit hin. In letzter Zeit sind auch über meinem Dorf verstärkt militärische Flugzeuge unterwegs.

„Die weitere Nachfrage, ob die Durchsage aus diesen Hubschraubern heraus erfolgte, verneinte er.“

Woraus folgt, daß die Durchsage auf anderem Weg erfolgte. Dieses Jahr gab es in meinem Dorf ein Abkochgebot für Trinkwasser und das wurde per Durchsage bekannt gemacht. Dazu fuhr ein Auto mit Lautsprechern durchs Dorf und verkündete irgendetwas Vernuscheltes, so daß man erstmal herumtelefonieren mußte, um herauszufinden, was los ist. So wird man sich auch die Durchsage aus dem Bericht des Jungen vorstellen müssen.

„Verwundert hat mich vor allem die relativ große Anzahl an Hubschraubern, zumal wir zum genannten Zeitpunkt noch in einem ca. 160 Einwohner zählenden Dorf im östlichen Brandenburg (etwa mittig zwischen Berlin und Frankfurt a. d. Oder) lebten.“

Also an der polnischen Grenze, relativ weit im Norden. Wollte man also durch die Grenzschließung verhindern, daß etwas aus Polen zu uns kommt, dann müßte dieses etwas schon mittig aus Polen kommen. Der Versuch das mit ein paar Hubschrauber und ohne Grenzbefestigungen zu tun, erscheint bestenfalls albern. Aber das ist immerhin kein wahrscheinlicher Grund für so ein Szenario. Historisch gesehen wurden Grenzen immer geschlossen, um Leute drinnen zu behalten. Dadurch erst ergibt dann die Durchsage auf der deutschen Seite überhaupt einen Sinn!!!

⇒ Dieses Szenario beschreibt wie Deutsche daran gehindert werden nach Polen zu fliehen! Wofür eine Revolte in Deutschland natürlich ein Grund sein könnte, aber auf einen Grund dafür kann man nicht alleine aufgrund der Schauung schließen.

Das ganze geht einher mit dem Scheitern der westlichen "Werte"gemeinschaft, verkörpert durch die EU.

Du setzst Werte selbst in doublequotes, also ist dir die Wertegemeinschaft suspekt. Viele sehen das so. Deshalb ist das Scheitern nicht weiter verwunderlich. Dazu braucht es keinerlei Einflüsse von außen. Es sei denn man betrachtet die uns Regierenden als außen.

Leider haben wir die Quelle für die Aussage "Brüssel funktioniert nicht mehr" noch immer nicht gefunden.

BBouvier ist nach Taurec die größte Koryphäe auf dem Gebiet der Schauungen und ich habe über Schauungen und auch darüber hinaus selbst viel von BBouvier gelernt. Deshalb verstehe ich, warum es sich niemand zu sagen traut und deshalb übernehme ich das: Wenn irgendjemand anderes eine Aussage über die Zukunft so dünn belegen würde, dann würden Taurec und BBouvier die betreffende Aussage sofort in die aus allen Nähten platzende Tonne treten.

Gruß,
Ranma


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