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Welcher Schatz? (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 06. Dezember 2018, 15:08 (vor 9 Tagen) @ Sarah275 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 06. Dezember 2018, 15:17

Hallo!

Was immer der Schatz symbolisch auch sein mag.....

Ja was denn wohl?
Ist es der Kanon der Prophezeiungen, der sich als phantasievolles Glaubenskonstrukt mit ungerechtfertigtem Anspruch auf Realität entpuppt hat?
Oder ist es die Erkenntnis dieser Natur der Prophezeiungen, so daß am Ende auch wieder das "Zerlegen" entäußert werden soll?

Irgendeinen Begriff dessen wirst Du wohl haben.

Zwei Feststellungen erscheinen mir, unabhängig davon und nicht als Antwort auf Deinen Beitrag, außerdem zu bedenken:
1. Wenn etwas (mal ausnahmsweise mit Belegen) als "schlechter Umgangston" kritisiert wird, ist es das bei näherer Betrachtung in der Regel nicht. Da nehmen Unbeteiligte den Abtausch zwischen einzelnen Nutzern überhöht wahr, weil sie nicht in der Situation stecken und die Beweggründe nicht kennen. Wenn man sich mal vor Augen führt, wie es in anderen Foren zugeht oder auch in den parlamentarischen Schwatzbuden zu deren besten Zeiten, so scheint es mir hier weit entfernt von den unbelegt unterstellten Beleidugungen ("pauschal als Vollhorst darstellen") ja noch gelinde zuzugehen. Erschwerend kommt hinzu, daß hier ohne vokalen Tonfall, ohne Gesichtsmimik, ohne Gestik lediglich Worte zu lesen sind, in die der Leser nach Belieben Negatives hineindeuten kann (was in der Regel aber aus dem eigenen Inneren projiziert ist). Also mal einen Schritt zurücktreten und halblang machen! ;-)

2. Bei nicht wenigen scheint (und das ist wohl eine Folge generationenlanger demokratischer Umerziehung) der "freie Austausch der Meinungen", also die Kommunikation reiner Selbstzweck geworden zu sein. Die Lösung eines intellektuellen Problems oder das wechselseitige Erhellen des Unbekannten als Ziel, zu dessen Zweck die Plattform existiert, wird zur Nebensächlichkeit. Das Wichtigste ist dann eine gesittete Kommunikation, die auf den anderen in einem Übermaß Rücksicht nimmt, daß dieser ja nicht in seiner Komfortzone berührt wird. Kritik, mit klaren Worten präzise und somit treffend vorgebracht, wird gleich als Beleidigung empfunden oder als Einschränkung der Freiheit des Anderen (offenbar nicht nur vom Adressaten der Aussage, sondern auch von Lesern). Daß ein Erkenntnisfortschritt durch nicht selten unangenehmes Selbst- und gegenseitige Hinterfragen der Ansichten und Annahmen am Besten möglich ist, wird nicht erkannt oder als potentiell verletzend begriffen.
Man kann dies meines Erachtens in vielen Foren beobachten, wo die Diskussionen irgendwann im Persönlichen versumpfen und ohne Argumentation und ohne Sachbezug irgendein Eiertanz um die eigenen Befindlichkeiten aufgeführt wird (erkennbar an gegenseitigen Vorwürfen). Ein gehöriger Teil der Schreiber dort schreibt in erster Linie zur Selbstdarstellung, als Hobby und damit man auch was schreibt. Wir leben eben im Zeitalter der Mimosen und infantilen Prinzen und Prinzessinen auf der Erbse, also der übermäßigen Individualisten. :augenrollen:
Selbst wenn sich ein anderer Umgangston durchsetzen ließe, würde sich immer irgend jemand provoziert und beleidigt fühlen – oder sich stellvertretend für andere als "weißer Ritter" in Situationen ohne Not empören.
All dies ist Teil des degenerierten Geisteszustandes unserer Zivilisation, eines der Symptome, derentwegen keine aufwärtsstrebende Entwicklung mehr möglich ist. Dies muß sich zwingend auch in den Foren niederschlagen – und zwar am schärfsten in solchen, die sich mit den Problemen unserer Zeit befassen, wozu auch dieses hier zählt. Dort stoßen die Leute mit der Nase auf das Problem, an dessen Lösung sie eben jenes Problem hindert.

Man sollte Foren womöglich (wenn sie etwas nutzen sollen) weniger als Inkarnation der demokratischen Agora, auf der durch die Form erdrückte und inhaltlich ziellose Kaffeekränzechen praktiziert werden, betrachten, sondern als reglementierten "Kampfplatz", auf dem man die Position des Kontrahenten technisch zum Wanken bringen soll. Anders ist ein Trainings- und Lerneffekt nicht zu erzielen. Das schließt natürlich nicht aus, daß man die Äußerungen des Anderen unterstützen und (ebenfalls) konstruktiv weiterentwickeln kann, wenn man sie für zutreffend hält. Es beinhaltet aber ebenso, daß man Verletzungen (an sich selbst) nicht scheuen darf. Dies würde nur zum Eiertanz führen.

Dies ist im Wesentlichen kein Aufruf, andere ungeniert zu beleidigen, sondern weniger empfindlich bzw. überempfindlich zu sein.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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