Diskussionen mit Ihnen sind sinnlos + Alternativen zum Fiat-Geld + Lehrstunde zu Akzepten (Vorsorge & Überlebenstechniken)

Deutscher im Exil @, Freitag, 09. November 2018, 10:51 (vor 8 Tagen) @ Zugeroaster386 mal gelesen

Hallo Zugeroaster,

eine Diskussion ist völlig sinnlos, wenn man (hier: Sie) die Ausführungen und Argumente des Diskussions-Partners überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Das qualifiziert einen Troll.

Das haben Sie vor Ihrem letzten Beitrag m.E. noch immer nicht.

Vor allem ignorieren Sie völlig, daß ich primär die Reduzierung der Debitisten auf eine wohlwollende Zustands-Beschreibung und damit auch die fast völlige Abwesenheit einer Diskussion von Alternativen kritisiert hatte.

Und wesentliche Punkte Ihrer Ausführungen waren grundfalsch, wie Ihnen ja im Beitrag von @Quintus aufgezeigt wurde. Diese Mühe wollte ich mir nicht machen, wenn Sie einfach so in der Mitte einer Diskussion aufsetzen und faktischen Unsinn beisteuern.

Kurz dazu:

Es gibt die Alternative sehr wohl, nämlich in dem Recht für Jeden, selbst die Tauschware Geld produzieren zu dürfen (also kein von den wenigen souveränen Menschen für die Personen vorgegebenes...

1) "Souveräne Menschen" - wer soll das sein? Wie sollen Sie das erreichen? Jeder im Debitismus ist Sklave des Zinses, der in jeder Ware, Leistung, Miete steckt.

2) Es gäbe viele andere und praktikablere Varianten zum derzeitigen Fiatgeld. Allein der Mechanismus von Akzepten wäre eine ideale Vorlage, die mit heutiger Technik wahrscheinlich perfektioniert werden könnte (evtl. mit Blockchain, aber da bin ich kein Experte).

Um das zu beurteilen, muß man aber den sehr alten Mechanismus von Akzepten kennen und verstehen. Das kennen die wenigsten Menschen.

Minimale Lehrstunde zu Akzepten

Akzepte können (und werden) gehandelt, also fast wie Noten weitergegeben, heute in der Praxis aber nur zwischen Banken. Funktional sind sie damit dem Notengeld sehr nahe.

Akzepte basieren auf derselben "Werthaltigkeit" wie Noten oder Buchgeld und das ist allein das Vertrauen des Wechsel-Annehmers in die Zahlungsfähigkeit des "Bezogenen" (Schuldners). Der "Bezogene" und die weiteren anderen Wechselbeteiligten (zwischenzeitliche Halter, also Ankäufer) haften bedingungslos (keine Einrede möglich) für die Einlösung des Wechsels, also die Bezahlung der Wechselsumme.
Nota bene: Bezüglich der Haftung früherer Halter in einer Kette bin ich mir nicht mehr zu 100% sicher. Meine Wechselgeschäfte endeten vor langer Zeit. Ich meine aber, mich daran zu erinnern.

Es ist auch möglich und üblich, daß Bezogener (Aussteller, Schuldner) und Annehmer identisch sind, wodurch faktisch Geld erschaffen wird, was aber erst nach außen wirksam wird, sobald dieser Wechsel an einen Dritten verkauft wird und das sind heute i.a.R. Geschäftsbanken.

Ebenso sind Scheck-Wechsel-Geschäfte möglich und üblich, womit Wechsel zu reinen Finanzierungen (Finanzwechsel, gegenüber Handelswechseln, die der Bezahlung einer Ware dienen) mutieren, d.h. der Ankäufer eines Wechsels stellt einen Scheck aus, der sofort fällig ist, während der Wechsel erst später (nicht zwingend aber i.d.R. drei Monate, um "rediskontfähig" zu sein, also damit die Buba solche Wechsel ankauft) fällig wird. Das ist damit also ein Kreditgeschäft.

Wechsel werden sehr häufig (überwiegend?) am Ende der Kette von der Buba angekauft. Dafür müssen sie "rediskontfähig" sein, d.h. eine Reihe formaler Bedingungen erfüllen.

Aus diesem bewährten MUSTER könnte man leicht Alternativ-Währungen entwickeln, die faktisch als Noten umlaufen. Ich jedenfalls würde solche "Noten" von Firmen wie SAP, Siemens, Daimler oder BMW etc akzeptieren (ankaufen), solange das ausgegebene Volumen in einem vernünftigen Verhältnis zu den dortigen Aktiva steht.

Aber das wäre nur eine Variante von einigen weiteren.

Der Zins ist der Preis der Tauschware Geld, wie er sich in einem freien Markt von souveränen, wirtschaftlich handelnden Menschen bilden würde; dass er durch BIZ, Zentral-/Geschäftsbanken vorgegeben wird, ist der beste Hinweis auf den - offenbar für Sie bislang auch verborgenen - Sinn des heutigen Systems

1) Aus dem Nichts erschaffenes Geld hat keinen gerechtfertigten Preis, denn die Erschaffung hat keine Kosten verursacht. Also ist Zins nicht gerechtfertigt, dieser Zins ist Betrug.

Sie schreiben großen Quatsch von Tante Erna, die aber im Wirtschaftsleben kaum eine Rolle spielt.

2) Ganz direkt: Ich finde es eine Dreistigkeit, solche Behauptungen ("für Sie bislang auch verborgenen Sinn") aufzustellen, wenn und weil man meine früheren Ausführungen in diesem Faden noch immer nicht gelesen hat.

Ich schrieb weiter oben in diesem Faden u.a:

Eigenzitat1:
Faktisch dient die Gelderschaffung aus dem Nichts durch Zentral- und Geschäftsbanken der extremsten Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung durch Zinsen, die in jeder Ware, Leistung und vor allem Miete enthalten sind.

Eigenzitat2:
Geldschaffung aus dem Nichts in einem debitistischen Wirtschafts- und (Un)Rechts-System ist immer und zwingend die wohl mächstigste Form, "Schuld" (= Abhängigkeit, Versklavung, Diktat) durch "Schulden" zu erreichen verbunden mit Ausbeutung durch Zins als unsichtbare und nur wenigen bekannte und unumgehbare Zwangsabgabe.

Meine Zeit ist mir zu schade, um weiter auf Beiträge von Leuten zu antworten, die erstens einen eklatanten Mangel an Sachkenntnis haben (siehe Ihre falschen Thesen von Zins und Gelderschaffung) und sich ferner noch nicht mal in den bestehenden Faden einlesen.

Nur Politiker und die Journaille dürfen von Dingen schwätzen, von denen sie keine Ahnung haben, jedoch gestehe ich dieses Recht niemandem zu, der meine Zeit haben möchte.

Habe die Ehre


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