Sie haben nichts verstanden (Vorsorge & Überlebenstechniken)

Deutscher im Exil @, Freitag, 02. November 2018, 19:25 (vor 14 Tagen) @ rauhnacht749 mal gelesen

Hallo Rauhnacht,

pardon, aber Sie haben ganz offensichtlich nichts von dem verstanden, was ich zum Thema "Zusammenbruch" schrieb, Sie haben sicher auch keine profunde Kenntnis von den Themen Gelderschaffung und Buchhaltung und Sie sind - das ist am schlimmsten - ganz offensichtlich von den m.E. wirren Theorien des Debitismus (u.a. lt. dem im Gelben Forum verehrten Debitisten-Papstes Paul Martin) völlig beeinflußt.

Darum mag ich mit Ihnen dazu nicht diskutieren.

Den Lesern dennoch diese Hinweise:

Begriffe wie "Geldschöpfung (nur) durch Pfand", "Kettenbrief", "Nachschuldnersuche" etc sind in den Parametern des derzeitigen und im Ansatz kranken Geldsystems durchaus gerechtfertigt, jedoch zeugt die Annahme, daß dies immer und grundsätzlich so und niemals anders sein könne von einem sehr eingeschränkten Denkvermögen und sehr begrenzter Sachkenntnis dieser Thematik - und vor allem von einer selbst induzierten Denksperre.

Leider sind die meisten Menschen von den seit Jahrhunderten gegebenen Denkmustern so beeinflußt, daß sie sich ein anderes, davon freien Geld-System gar nicht mehr vorstellen können, und ich gebe zu, daß das manchmal auch mir wegen dieser geprägten Denkstrukturen schwer fällt.

Das zeugt aber nur von unserer menschlichen Begrenztheit und ist kein Argument für die alleinige Richtigkeit der auf Debitismus basierenden Theorien.

"Debit" ist Schuld und die Macht unserer exzeptionellen deutschen Sprache definiert "Schuld" und "Schulden" als nahezu synonym, jedenfalls zu 100% auf demselben Wortstamm basierend, was allein an der Realität liegt, aber nicht zwingend durch ein Geldsystem per se so definiert sein muß.

In meinem Beitrag habe ich ausdrücklich die Verwendung von Geld und dessen Erschaffung ex nihilo als Zwangssystem der Unterdrückung und des Abhängigmachens kritisiert, was für mich inakzeptabel ist. Ich habe nicht "Geld" an sich kritisiert, sondern allein die beliebige Erschaffung von Geld durch Machtinhaber, also ohne jede eigene Leistung heute auf Knopfdruck am Computer!!!, zum Zwecke der Ausbeutung und Unterdrückung vor allem der Fleißigen.

In dieser Form ist die Gelderschaffung aus dem Nichts das wichtigste Werkzeug der Umverteilung von Fleißigen zu Mächtigen und zur Versklavung der Fleißigen. Von den Dummen und Faulen ist selten etwas zu holen, die liegen den Fleißigen eh auf der Tasche, aber das ist in Grenzen christliche Nächstenliebe, sofern es "Nächste" sind und nicht aus großer Entfernung zum Zwecke der Ausbeutung der Indigenen extra Beigeholte.

Nebenbei: Ich habe vor vielen Jahren lang und mehrfach mit Herrn Martin direkt korrespondiert, anstatt ihn öffentlich im Forum zu kritisieren, und vergeblich versucht, ihn höflich auf die Begrenztheit seines Denkens aufmerksam zu machen. Er war unbeirrbar der Meinung, daß die von ihm durchaus richtig erkannte Situation die überhaupt einzig mögliche sei. Jeder Gedanke an ein alternatives System war ihm unmöglich und wurde im Ansatz abgelehnt. Die meisten Menschen wollen halt ab einem gewissen Alter und Position nicht mehr anders als in gewohnten Bahnen denken, denn es besteht ja sonst die Gefahr, eigene Irrtümer zu erkennen - und das wäre doch gar schröcklich!

Leider muß ich zugeben, daß meine Gedanken an ein Geld-System, das sich in seinen Grundregeln nicht zur Ausbeutung eignet, - pardon - reine Hirnwichserei sind und aus diversen Gründen ferntestmöglich von jeder Realisierungs-Chance sind, allein schon weil nur wenige die Fakten kennen und noch weniger die Zusammenhänge verstehen.

Deswegen muß man aber diese perfide Realität nicht als gottgegeben akzeptieren und dadurch dieses Sklavensystem nicht auch noch in seiner Existenz stützen. Es ist halt die mächtigste Waffe des "Fürsten dieser Welt", die Klinge geführt von seinen Hiwis, selten clever ausgedacht, universell implementiert und fast lückenlos propagiert.

Mit Grüßen aus dem Exil


gesamter Strang:

RSS-Feed dieser Diskussion