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So ist das leider (Freie Themen)

Luzifer @, Österreich, Samstag, 27. Oktober 2018, 18:26 (vor 20 Tagen) @ Ranma551 mal gelesen

Hallo Ramna,

mit dem Pantheismus wie Du in schilderst, kann ich prinzipiell was anfangen. Es entspricht meinem:

Alles in Euch ist in Gott und Gott ist in Allem von Euch, damit seid ihr natürlich Gott.
Die Beziehung jedes Wesens zu Gott ist enger als zwischen Vater und Sohn, es ist Personalunion.

Nur eines fehlt mir da, und nie würde ich behaupten wollen, "Gott" kann nicht auch als persönlicher Gott in Erscheinung treten, nur weil mir diese Erfahrung fehlt. Über Gott kann einfach aus unserem Standpunkt praktisch nichts ausgesagt werden, auch wenn alles von uns aus ihm und in ihm und durch ihn nur lebt.

Was mir wirklich abgeht und ist das:

Nur ist Gott halt noch auch ein bisschen mehr als wir.

Vergleiche uns mit Figuren in einem göttlichen Traum, die ergründen wollen, was "er", der sich die Welt erträumt, wirklich ist,wie sein Leben und sein Wesen ist, ein fast unmögliches Unterfangen.

Nunja und damit kommen wir zum Haupteil Deines Beitrags, und die Lösung versteht man nur, wenn man annimmt, es gibt auch Hierarchie.

Ich weiß, dass mir mein Hund nicht gewachsen ist, wenn ich etwas möchte, so muss er es machen, weil ich Wege kenne, ihn dazu zu bringen. Meine Topfplanze am Fenstersims kann sich noch weniger wehren.

So alle sind wir "Gott", auch die Topfplanze nur in verschiedenem Range. Und das lehrt einen die Erfahrung, "Gott" verhindert das Durchgreifen einer höheren Ebene auf eine Niedrigere nie, sind auch die Absichten noch so übel. Und der Mensch als Krone der Schöpfung ist eine Lachnummer, die Entsprechendes bis zum hintersten Winkel der Schöpfung hervorruft. Also eher nicht das Ende der Fahnenstange.

Ob die "höhere Ebene", oder deren Spitzuben dann Karma oder Jüngstes Gericht erfahren, kann mir als Betroffener aber in erster Näherung egal sein, davon (von Rache und Genugtuung) hat keiner was.

Ich bin gerade in einem Schwellenland in einem Luxushotel. Ging gerade eben hinaus und habe Leid gesehen, dass konnte ich mir nicht einmal vorstellen. Bilder im Fernsehen sind was anderes, als das tatsächliche Erleben. Jetzt verstehe ich, was mein Kollege meinte, der über ein Jahr hier war, dass jene die auf der Straße in der Nacht sterben, einfach am nächsten Tage mit einem Auto zusammengeklaubt werden und weggefahren.

Und komme mir keiner mit Karma, das dreijährige, hagere und völlig zerzauste Mädchen zu bestrafen, das mir so treuherzig in die Augen schaute, dafür was es in einem früheren Leben getan hätte, eine abartige Vorstellung. Meinen Hund maßregle ich auch nicht eine Stunde später, weil er seine "Untat" schon Sekunden später nicht mehr weiß.

Ich hab auch nicht die Möglichkeit da groß was zu ändern, mit dem Reichtum habe ich es auch nicht so, aber eines wurde mir klar. Das ist kein Schöpfungsplan, da ist wer verantwortlich.

Und da profitiert wer, schamlos, auch da bin ich bei Dir. Die "obere Ebene" kümmert sich darum, dass diese Hölle hier am Köcheln bleibt und die diesseitigen Knechte machen sich ein feines Leben in der Hölle. Wie gesagt ich bin in einem Luxushotel und durfte heute beide Welten, die mir beide fremd sind, beobachten.


Seit es Kultur gibt auf dieser Welt wird das Leid potentiert. Nichts ist besser geworden. Nur weil ein paar Westler, wie wir in relativer Sorglosigkeit (würde nach den Eindrücken eher von schwerer Dekandenz sprechen) leben, beweist das gar nichts.

So und was kann man tun, links sein, ich war Kommunist, ok wurde also erfolgreich verars..t. In jedem System hier kommen die gleichen Psychopathen an die Macht und profitieren, ein Holzweg.

Religionen, zementieren den Status Quo noch.

Also was tun?

Für mich persönlich weiß ich, was ich tun werde, sollte ich Gelegenheit dazu haben und die Spitzbuben auch wirklich erkennen können, dass es keinen falschen trifft. Deren Archiellesferse liegt im Spirituellen und dort kann man ansetzen. Irgendwann wird man das tun müssen, sonst sind, falls es zu keiner Weltenwende kommt die nächsten 5000 Jahre genauso übel, wie die letzten.

Schönen Abend

Franz


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.


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