"gut" und "böse" gibt es nicht (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Sarah, Dienstag, 09. Oktober 2018, 07:19 (vor 745 Tagen) @ Luzifer3692 mal gelesen
bearbeitet von Sarah, Dienstag, 09. Oktober 2018, 07:32

Hallo Franz,

Betrachten wir die Natur und lassen den Menschen aussen vor, was sehen wir. Nun nachdem ich meine Visionen hatte und eine wunderbare Verbindung zu allem und eine sehr sehr positive (vollkommen beschränkte) Weltsicht, die mir ja schließlich mein Leben rettete, saß ich einmal auf einer Bank und beobachtete, wie sich ein Insekt auf ein anderes setzte. Und dann begann es das andere auszusaugen, bei lebendigen Leibe. Das hat nichts mit Gut und Böse zu tun. Das ist die Natur. Das ist die "Schöpfung", das ist so gewollt, sonst wäre es nicht so. Unsere Welt funktioniert so, dass man töten (oder töten lassen muss) muss um zu überleben, und ja Pflanzen sind auch Lebewesen (Gruß an Vegetarier und Früchte ok auch klar). In letzter Konsequenz kann man sich nur von Lebendem ernähren. So ist die Welt gestrickt. Die Natur ohne Menschen oder höhere Tiere, die das im Ansatz auch entwickeln ist ohne Rücksicht, ohne Moral, ohne Barmherzigkeit, ohne alle Schnörkel. Diese Kategorien gibt es im Natürlichen nicht.

So ok wir brauchen ja Energie, die muss wo herkommen. Gut Pflanzen nutzen die Sonne, aber sie überwuchern andere auch, wenn es möglich ist um selbst möglichst viel Licht zu erhalten. Das Leben von anderen ist dem Einzelleben in seiner Grundform wurscht, nur das eigene Überleben zählt, dass ist Natur und das ist Schöpfung, Punkt. Und dann, gibt es sowas wie den Casimir-Effekt, der uns lehrt, dass wir eigentlich auf einem unendlichen Energietopf leben, dh. dass was wir zum Überleben zur Weiterentwicklung brauchen ist in Überfülle vorhanden, wir (alles Leben dieser Erde) aber sind so gestrickt, dass wir töten müssen zum Überleben.

Alles was "gut" ist, kommt erst durch bewußte Lebewesen. Alles was "böse" ist auch.

So und das ist die Frage auf die ich keine Antwort weiß. Gibt es da draussen wen, einen Gott, der das alles schon so eingerichtet hat, dass eh alles gut wird, aber dann wozu der Wahnsinn hier. ...

Es gibt kein Gut und Böse.
Es gibt nur Leben, das sich nach seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten entfaltet.
Es gibt nur Bewertungen des Verstandes.

Das was für den einen gut ist, ist für den anderen böse und umgekehrt. Je nachdem in welchem Umfeld, in welcher Familie, in welchem Kulturkreis,in welcher Religion,... wir leben, werden wir gut und böse immer unterschiedlich definieren.

Gut/böse ist eine rein verstandesmäßige Bewertung. Sonst nichts.

Das Leben ist wie es ist. Es hat sich entwickelt, wie es sich eben entwickelt hat. Wir sind ein Teil davon.
Wir können es annehmen oder ablehnen.

Jedes Ablehnen wird in einen inneren Kampf münden und Leid erzeugen.
Leid ist unsere Unfähigkeit, das Leben annehmen zu können, wie es ist. Jeden Moment davon. Da gibt es kein gut und böse. Leben entfaltet sich. Wir befinden uns in einem Fluss. Den können wir leben oder uns verkrampfen und jammern und uns verhärten.

Ausschlaggebend ist einzig, wie es uns gelingt, das Leben - so wie es sich entfaltet - annehmen zu können oder uns in Ablehnung zu verstricken, was zu Hass, Abwehr, Verbitterung führt!

Der Mensch, besser der Verstand, neigt dazu, allem einen Sinn geben zu wollen.
Alles will interpretierert, verstanden, eingeordnet, erfasst und letztlich kontrolliert werden. Was, wenn es gar keinen Sinn gibt? Was, wenn wir uns unseren Sinn, unseren Gott unsere Geister nur erfinden, weil wir ohne Sinn nicht leben können? (..so meinen wir jedenfalls.. ;-) )

Was bleibt, wenn wir dem Leben erlauben, sich "sinnfrei" entfalten zu dürfen?
Was bleibt, wenn wir erlauben, mit dem Fluss des Lebens einfach mitzugehen, als dagegen anzukämpfen?

Was ist da, wenn ich alle meine Glaubenssätze loslasse? Tut sich nicht eine unendliche befreiende Weite auf im Loslassen meiner Konzepte und Theorien?
Was hat es mit diesem tiefen Loslassen und "Nichts-mehr-wissen" auf sich? Spür mal dort hin!

Suchen wir nicht alle Freiheit vom Leiden? Dort, wo der Verstand loslässt, was ist dort....?

Konkreter:
Man könnte Dinge "umdeuten", andere Perspektiven zulassen, das Kampffeld verlassen und in die Fülle des Moments hineingehen und nachsehen ob dort wirklich dieses Leid zu finden ist, das der Verstand uns ständig vorgaukelt.

Im Jetzt, ganz im Hiersein, findet sich niemals Leid, sondern eine unendliche (sinnliche) Lebensfülle, die einfach nur ausgedrückt und gelebt werden möchte.
Was für ein Lebens-Sinn :-)


Lg,
Sarah


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