Märchen/Prophs (Schauungen & Prophezeiungen)

Walle @, Donnerstag, 30. August 2018, 08:39 (vor 870 Tagen) @ Pferdchen1683 mal gelesen

Hallo Pferdchen,

viele Märchen haben einen wahren Kern, der durch die mündliche Überlieferung sich veränderte.
Märchen aus dem Schwarzwald sind oft ähnlich der Märchen aus dem Harz, Riesengebirge oder Eifel.

Alle Riesen, Zwerge, Berggeister basieren auf der vorherrschenden Landschaft und der täglichen Arbeit (Bergbau) und der gesellschaftlichen Struktur (Adel/Bürger...)

Seefahrtsmärchen sind genauso zu betrachten.

Diese Märchen wurden durch Kaufleute und Wandergesellen weiter erzählt. Sie sind "Wandermärchen".

Bei den Prophs ist es ähnlich. Bloß, das dazu noch der kirchliche Aspekt dazu kommt.
Je nach Laune, des Pastors, oder der Kurie, wurden Texte der Bibel ausgewählt, um den Leuten Gottesfurcht einzutrichtern.
Um so Gottesfürchtiger, umso mehr Kollekte.
Weltuntergang und Höllenfeuer, waren da schon mal ein gutes Mittel.

Bsp:
Oma ist Sonntags in der Kirche. Der Pastor erzählt was aus der Offenbarung und Oma erzählt den kleinen Kindern, abends beim einschlafen, die Predigt.
Schmückt sie noch etwas aus und zack, hat sich diese verändert.
Wenn diese Geschichte zB. einem durchreisenden Schäfer erzählt wird, bekommen wir eine Wanderproph.

Geschichten aus der Bibel.
Die Texte aus dem AT sind viel älter als das Judentum. Viele basieren auf Babylon, oder noch davor und wurden mündlich weiter gegeben.
Die Sintflut ist für mich eine Geschichte, die nach meinem bisherigen Wissen in allen Völkern auftaucht. Demnach, gab es irgendein globales Unglück, bzw. die Überlebenden einer regionalen Katastrophe, haben diese Geschichte, global verbreitet.

Moses und das Weidenkörbchen, ist zb. nicht jüdisch, sondern älter.
Moses, als Figur, wurden von jüdischen Nomaden erschaffen, um eine Art König Artus zubekommen. Einen, der alle vereinigt und rettet.

Zu Zeiten Pharao Amoses, lebten die jüdischen Nomaden im ägyptischen Staatsgebiet und vermehrten sich gut. Amoses/Amosis vertrieb sie. Schutz bot den flüchtigen Nomaden das Reedmeer (Schilfgürtel am Roten Meer), wohin die Kavallerie und schwere Soldaten nicht hinein kamen. Anschließend versteckten sie sich eine Generation in der Wüste, bis "Gras über die Sache gewachsen war" und sie Ihre Verluste wieder ausgeglichen hatten.
Der Weg Überlebenden in das gelobte Land, war ja kein Spaziergang und wurde zum Teil auf mit Gewalt geklärt.

Lange Rede kurzer Sinn, aus "Unter der Herrschaft von Amosis vertrieben" wurde "Unter Moses erreichten wir das gelobte Land"
Rest der Geschichte.

Beim NT basieren viele Lehren auf den Buddismus.
Dieser wurde über die Seidenstr. eingebracht.

Der Koran basiert auf Erzählungen des AT und NT, die nur gehört und weiter erzählt wurden und irgendwann später mal aufgeschrieben. Irgendwo im Koran steht, das die Muslime, die ehren sollen, die die Schrift beherrschen. Demnach gab es nicht so viele Schriftgelehrten.
Es ist trotzdem faszinierend, was ein unbelesener, bzw. nicht gut ausgebildeter Mensch mit Rhetorik und Charisma erreichen kann, aber das hatten wir in Deutschland ja auch schon mal.

Gruß
Walle


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