Gartenzwerch zur Schnecke gemacht (Freie Themen)

Fenrizwolf @, Sonntag, 03. Juni 2018, 08:21 (vor 676 Tagen) @ Zwerchfellspürer1777 mal gelesen

Hallo Zwerchfellspürer,

„Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepaßt zu sein.“ (Jiddu Krishnamurti)

Als gestört oder geistig krank wird gerne das wahrgenommen, daß abseits von Konventionen fremdartig ist, und sich nicht mühelos assimilieren läßt.
In Anbetracht der gemeinen Alltagswahrnehmung eines Durchsch(n)ittsmenschen ist es ein ziemlich fragwürdiges Unterfangen, zwischen Psychosen und Erweiterungen der subjektiven Wahrnehmung in Grenzsituationen unterscheiden zu wollen.

Einer der fanatischsten Deutschenhasser, Ernest Hemmingway, will im Schützengraben unter feindlichem Feuer mindestens eine außerkörperliche Erfahrung erlebt haben. Trotz Weltruhm sahen ihn nicht wenige wohl als ziemlich gestört an.

Alexander Gauland wird derweil als Epizentrum der Monstrosität dargestellt, da er die geschichtliche Bedeutung von 12 Jahren jener von eintausend gegenüberstellt.
Diese bis ins Mark verrottete geistige Disposition, die es zuläßt, ein etwaiges Gewissen so weit zu überwinden, oder in dessen völliger Ermangelung zu handeln, um jemanden wider besseren Wissens heimtückisch zu diskreditieren, ist der wahre Schlund der Hölle.

Viele Spezialisten und Günstlinge des Zeitgeistes neigen dazu, sich in rauschhafter Selbstüberhöhung als die Kapellmeister des großen Theaters wahrzunehmen, obgleich es ihnen an sämtlicher Musikalität mangelt.

Demut in der Kraft der Hoffnung, wie Du sie schilderst, ist eine wahre Macht.
Die Zähigkeit, nicht aufzugeben, dabei sich selbst zu bleiben, und mit kleinen Schritten – wenn auch noch so klein – pirschend voranzugehen, unterscheidet Männer von Mäusen.

Der eigenen Gebrechlichkeit gewiß, der persönlichen Verletzlichkeit gewahr, kann man mit vorsichtigen und absichtsvollen Schritten dem Ziel langsam näher kommen.
Es mag Anmutigeres geben als eine Schnecke im Sprint, aber sie hinterläßt nachvollziehbare Spuren. Sofern ans Ziel gekommen, sieht man sie oft tollkühn an den verbotensten Früchten naschend, während sie heimlich nächtens unter dem Obdach natürlicher Festungen Quartier bezieht.

Das Herz selbst ist kulturübergreifend oft vermutlich nicht nur aufgrund seiner Kopplung und Reaktionsfreudigkeit mit dem Gemüt so leidenschaftlich dargestellt.
Während neuzeitliche Kardiologen, als Klempner des Blutkreislaufs das Herz gern als Motorpumpe sahen, sind einige „Spinner“ der Medizin da schon weiter, und wollen dem Organ mehr Bedeutung zukommen lassen, als es die physiologische verlangt.
Falls ich mich nicht täusche, ist einer davon Dietrich Grönemeyer, Bruder des ebenfalls unorthodoxen Musikers.

Früher folterte man „Irre“ mit Strom und schonte Herzpatienten bis zur Bettlägerigkeit. Immerhin bekommen die Bekloppten heute von ihrem Gegenüber oft weniger Drogen, und von Herzpatienten weiß man nun, daß angemessene Belastung in jedem Falle und jeden Alters, überaus sinnvoll ist.

Unter nicht artgerechter Haltung im Zusammenspiel mit Giften aller Art, bilden nicht nur Legehennen unwillkommene Krankheiten aus, sondern auch Menschen.

Welcher moderne Mann verbemaßt heute im Weltnetz-Bezirz-Kanal sein äußerliches Zeugnis seiner Manneskraft unterhalb von 20 Zentimetern?

Das anatomische Gegenstück, die Vagina der gemeinen Frau, ist zwar recht variabel, aber generell nicht für derlei Monstrosität geschaffen.

Ebenso ist das menschliche Hirn nicht dazu beschaffen, von früh bis zu spät Nachrichten des Terrors und der Niedertracht zu verarbeiten. Stattdessen will es bauen, schaffen, helfen und Freude haben.

Jedem seine Nische, Domizil und Bollwerk – so haben wir Funktion, Habitat und Immunsystem.

Manche lachen herzlich, herzhaft aus der Seele heraus, andere trommeln wild auf die Menschlichkeit ein, als wollte ein Zwerg eine Pauke schlagen.
Lampenschirme und Übergangsjacken sind in Deutschland aus Judenleder und die niedere Brut schlägt im Rausche des Irrsinns wüst auf die kleinsten Felle, die nunmehr davon zu schwimmen trachten, wie es die Verfehlten nicht befehlen können.

Mit lieben wünschen für Heilung

Fenrizwolf


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