Der deutsche Pudel springt wieder brav über das Stöckchen. (Freie Themen)

Wodans Sohn @, Dienstag, 13. März 2018, 09:33 (vor 195 Tagen) @ Fenrizwolf1596 mal gelesen

Guten Tag und ein freundliches Hallo

Um meinen Punkt verständlich zu machen, möchte ich ein wenig weiter ausholen, um ein Grundverständnis zu schaffen, damit man meiner Argumentation folgen kann.

Wie und warum funktioniert Werbung.

Die Menschen haben über ihre Entwicklung hinweg gelernt, im Falle des Zweifels oder in Gegenwart von Fülle zu Vertrautem zu greifen. Zum Beispiel beim Beeren sammeln. Da greift der Sammler zu dem, was er schon von seinen Eltern als gut verträglich kennen gelernt hat.
Werbung und die Werbeindustrie nutzen dieses Verhalten von uns Menschen aus, indem sie uns ein Vertrauen in ihr Produkt suggerieren. Durch ständige Wiederholung von sympathischen und ‚vertrauenserweckenden‘ Gesichtern erreichen sie, dass wir bei der großen Auswahl die sich uns bietet, zu dem ‚Vertrauten‘ greifen, zur ‚bewährten‘ Marke, obwohl wir diesen Kram noch nie im Leben tatsächlich getestet haben, oder dieser wirklich besser ist, als das halb so teure ‚unbekannte‘ Produkt. Ständige Wiederholung durch vertrauenerweckende Gesichter oder andere ‚vertraute‘ Medien sind der Schlüssel, um ein bestimmtes Verhalten zu fördern.

Jetzt ist es noch gar nicht allzu lange her, da hatten wir eine weltweite Bankenkriese und es gab Bestrebungen die kapitalkräftigen Gruppen an die Leine zu legen, damit sie in ihrer Gier nicht das Wohl von allen anderen gefährden. Ich bezeichne die Gruppe gerne als die Champagnerfraktion und diese besteht aus unterschiedlichsten Menschen, denen daran gelegen ist ihre privilegierte Position zu erhalten. Auch das ist eine sehr menschliche Eigenschaft. Wem es gut geht, will auch dass es so bleibt und wer Einfluss hat, möchte diesen auch nicht verlieren. Und Einfluss hat man, indem man zum Beispiel einen Zugang zu den Medien hat, weil diese eventuell im Besitz der Champagnerfraktion sind, oder man mit teuren Werbeaufträgen einen Hebel besitzt, die Berichterstattung in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Wer Einfluss hat, kann auch die Gesetzgebung beeinflussen, deshalb spricht man ja von Einfluss. So erreicht man auch, das Legal nicht immer auch Legitim bedeutet. Das ist nun aber noch ein anderes Thema.
Nun haben einflussreiche Gruppen, wie die Champagnerfraktion auch die Möglichkeit sich schlaue Berater einzukaufen, welche sich nach psychologischen Grundsätzen Kampagnen ausdenken, um die einfache Mehrheit der Bevölkerung dazu zu bewegen, etwas zu tun, was eigentlich nicht Interesse der Mehrheit ist. Ziel ist es weiterhin fleißig Geschäfte zu tätigen, dabei wenig oder gar keine Steuern abzugeben und den Einfluss dauerhaft zu sichern.

Ein guter Plan ist oft die Ablenkung. Wer etwas hat, worüber er sich so richtig aufregen kann, denkt vielleicht gar nicht daran, wer eigentlich einen unfairen Vorteil in diesem Gemeinwesen hat.
Und wenn man dabei auch noch die Seite schwächen kann, welche vielleicht bestrebt ist, die ungleiche Verteilung der Mittel auszugleichen, nennen wir sie einfach Links von der Mitte, umso besser.


Jetzt kommen wir zu dem Verknüpfungspunkt.

Man lasse eine große Gruppe Fremder (siehe fremd = nicht vertraut) in das Land, aus noblen, humanitären Gründen. Welcher gute Mensch will sich dem da entgegenstellen, ohne in die Ecke eines Rassisten gedrängt zu werden?
Wer aber die Funktionsweise von Werbung verstanden hat, kennt auch die psychologischen Zusammenhänge, welche dem Menschen auch noch zu eigen sind.
Im Laufe der menschlichen Entwicklung hat der Mensch gelernt Fremden erst einmal zu mistrauen. Diejenigen, welche auf ihren Wanderung allzu vertrauensselig auf das fremde Tier zugegangen sind, konnten ihr Gene nicht weitergeben, da sie als eher als Tierfutter endeten, denn als Erbgutträger.
Jetzt muss der Fremde nicht Grundsätzlich etwas Schlimmes wollen, es reicht vollkommen dessen Fremdartigkeit, um psychologischen Widerstand zu erzeugen. Sollte es sich aber auch noch, wie erwartet, zu kriminellen Verhaltensweisen durch diese Fremden kommen, womit zu rechnen ist, da es in jeder menschlichen Gemeinschaft Subjekte gibt, welche es mit den Gemeinschaftsregeln nicht so genau nehmen, haben wir das gewünschte Ziel schon fast erreicht.

Jetzt müssen wir nur noch unseren Einfluss in den Medien nutzen, um die potentiellen Gegner dieser Fremden Tag ein, Tag aus (ständige Wiederholung) zu Wort kommen zu lassen.
Wir haben gelernt: Wiederholung schafft Vertrautheit.

Es bildet sich, wie zu erwarten, eine politische Gruppierung, welche auch ganz sicher einen schönen Anteil an Wählerstimmen kassieren wird, da menschliches Verhalten gut verstanden ist. Die politische Mehrheit hat sich nun verschoben. Ich nenne das nun Rechts von der Mitte. Eine Umverteilung von Vermögen und eine Beschneidung von Macht ist wieder einmal verhindert.
Links von der Mitte hat mit ihrer humanitären Grundhaltung ein Erklärungsproblem und wird entsprechend bei den Wahlen Stimmanteile verlieren.
Die neue Partei Rechts von der Mitte hat ein marktradikales Profil. Mindestlohn herabsetzen, Sozialhilfen kürzen etc. Das kann man tatsächlich im Parteiprogramm der neuen Partei nachlesen.
Was will die Champagnerfraktion denn noch mehr!?

Man nehme sich als Analogie eine Gaststätte. Darin sind etwa achtzig Gäste, inklusive der Champagnerfraktion, und der Wirt.
Nun kommt ein Fremder, andersartiger Neuling in die Gaststätte.

Der Wirt sagt: „Wir schaffen das“

Die Champagnerfraktion ruft: „Die nehmen uns Alles weg“, fressen ihr Filetsteak, saufen den Champagner und prellen die Zeche.

Und der deutsche Pudel springt ganz brav über das hingehaltene Stöckchen und versammelt sich gegen den Neuankömmling.

Massenpsychologie ist schon was Feines.

Immer feste hassen, am Besten den Fremden, denn der Fremde ist schuld.

Viele Grüße,

Wodans Sohn


Ja, eines Tages sterben wir.
Aber an allen anderen Tagen nicht!


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