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Toppers Artikel zu Malachias (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 26. Januar 2018, 17:53 (vor 628 Tagen) @ Ateni3592 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Freitag, 26. Januar 2018, 18:07

Hallo!

Was meint ihr dazu?

Der Mann scheint noch mehr in der Ahnungslosigkeit zu stecken als viele andere.

Selbst bei solchen, die an Malachias glauben, scheint unstrittig zu sein, daß er 1590 verfaßt wurde. Da geht es dann lediglich um die Autorschaft, z. B. ob Philipp Neri der Autor gewesen sein könnte.

Topper glaubt aber tatsächlich, daß Malachias selbst der Autor gewesen sei. Dabei vernachlässigt er den augenfälligen Unterschied zwischen den Motiven vor zu denen nach 1590. Bis dahin bezogen sie sich nämlich ausschließlich auf die (in historischen Büchern nachschlagbaren) Wappen, Familien der Päpste oder ähnliches. Danach sind sie äußerst vage und mit solchen Augenscheinlichkeiten weitgehend nicht mehr zu lösen. Er ignoriert außerdem die Tatsache, daß die Weissagung vor 1595 historisch nirgendwo erwähnt wird.

"Jeder Papst ist durch eine „Devise“ in zwei oder drei Wörtern in lateinischer Sprache gekennzeichnet, aus denen man die Person meist schon erkennen kann, solange sie noch lebt, zumindest aber nach ihrem Tode. Vor der Wahl des Papstes ist jedoch eine Schlussfolgerung auf den künftigen Papst aus der „Devise“ nicht möglich."

Das ist eine schlichte, nicht nachvollziehbare Behauptung, die wohl auf seinem Glauben an die Prophezeiung fußt, aber nicht auf Erfahrung. Sie ist zudem unsinnig. Unter der unhinterfragten Vorannahme, daß Malachias echt sei, wird jede Devise natürlich zwingend auf den jeweils herrschenden Papst bezogen und somit "erkannt". ⇒ Ein Zirkelschluß, bei dem sich der Glaube an die Prophezeiung selbst beweist.

"Diese „Devise“, die in den meisten Fällen recht treffend abgefasst ist, manchmal auch etwas vage, ganz selten angeblich auch unpassend,
bezieht sich auf geschichtliche Ereignisse während der Regierungszeit des Papstes, auf seine Person oder Herkunft (Familienwappen, Geburtsort) oder auffällige Merkmale seines Charakters."

Das hat er mit Sicherheit nicht geprüft, sondern glaubt es einfach. Schon die Wortwahl "angeblich" zeigt die Tendenziosität seiner Darstellung, die eine echte Kritik nicht in Betracht zieht.

"Die letzte Eintragung auf S. 307 unter dem Buchstaben D, Dunenses in Hibernia, bringt die gesamte Liste der 113 Päpste, wie sie Malachias mitgeteilt hat. Neben jeder Devise bis zur Nr. 77 steht außerdem der Name des Papstes und neben dem Namen in gleicher Reihe eine Erläuterung der Devise, die jedoch nur bis zum Papst Nr. 74 reicht, denn sie geht auf einen Text von Alfons Giaconis (Chacon) zurück, einen Mönch des Prediger-Ordens, der diese Erläuterungen 1590 niederschrieb."

Vielmehr war es so, daß zum Zeitpunkt der Fälschung (1590) die Devisen auf die historischen Päpste hingefälscht und vom Fälscher praktischerweise mit Erläuterungen versehen wurden, damit der Leser die vermeintliche Echtheit der Prophezeiung nachvollziehen kann. Bei der Veröffentlichung 1595 wurden vom Autor die inzwischen durchgewechselten neuesten drei Päpstenamen ergänzt. Da schon hier die Interpretation einige Schwierigkeiten bereitet, wurde sie unterlassen und man beließ es bei der Zuordnung.

"Das älteste Werk, aus dem sich ahnen lässt, dass die Päpste-Liste schon bekannt war, ist das Buch von Onofre Panvinio, „Epitome vitarum Romanorum Pontif icum a sancto Pedro usque ad Paulum VI.“, das 1557 gedruckt wurde. Panvinio war Augustiner-Mönch und lebte nur 39 Jahre (1529-68), veröffentlichte jedoch 18 Bücher und hinterließ viele weitere Manuskripte. In diesem Buch bringt er die gesamte Geschichte der Päpste bis zu seiner Zeit, wobei er jeweils das Familienwappen, den Wahlspruch und Ausschnitte aus den Reden des Papstes bringt, außerdem Angaben, wer ihn gewählt hat. Dies alles scheint mit Rücksicht auf die Prophezeiung des St. Malachias abgefasst zu sein."

Wie er zu dieser Ansicht kommt, erschließt sich nur, wenn man unterstellt, daß er vom Glauben an die Echtheit und Historizität der Prophezeiung irrig zurückschließt. Das Buch scheint eine schlichte Geschichte der Päpste zu sein. Panvinio hatte dabei gewiß nicht Malachias als Quelle, sondern ältere, brauchbare Geschichtsbücher. Die Ähnlichkeit mit dem jüngeren Pseudo-Malachias ist entweder zufällig oder – wahrscheinlicher – Panvinio war die Vorlage des Fälschers von 1590 für den historischen Teil der Prophezeiung.

"Ältere Dokumente sind nicht bekannt. Dennoch besteht m. E. kein Grund, die Liste als Erfindung des 16. Jahrhunderts anzusehen, denn sie wäre kaum an so unscheinbarer Stelle aufgetaucht, sondern mit allem Pomp verbreitet worden, wie zum Beispiel die Weltuntergangsreden des Pedro Buenaventura zu jener Zeit, der 20.000 Anhänger hatte und von der Kirche bekämpft wurde."

Der Grund für das Ausschließen der Fälschungsthese besteht für ihn eigentlich in seinem unbeirrbaren Glauben an die Historizität und Echtheit des Textes. Daß er andernfalls mit "Pomp" verbreitet worden sein müßte, erscheint ihm einleuchtend, weil eine so grandiose Prophezeiung zweifelsohne einschlagen müßte wie eine Bombe.
Tatsächlich erhielt die Malachiasweissagung ihre Bekanntheit erst im Laufe der Jahrhunderte nach 1595. Zu jenem Zeitpunkt war sie eine Propagandafälschung, die 1590 jemand in der Kurie aus dem Ärmel zauberte, um seinen Wunschkandidaten mit prophetischem Segen zum Papst zu machen (der es im Übrigen nicht wurde).

"Die Liste des St. Malachias ist nie von der Kirche angegriffen, allerdings meist mit Stillschweigen übergangen worden. In allen Jahrhunderten seit dem Erscheinen des Textes gab es Kommentare von gläubigen Katholiken, die von der Kirche nie verboten wurden."

Klar. Es ist nicht jeder Unsinn auch einer Beschäftigung würdig. Vielmehr läuft man Gefahr, ihn ohne Not bekannt zu machen, indem man sich als Authorität ex cathedra damit befaßt und die Wichtigkeit im Auge der Herde dadurch erst erzeugt. Daß die Kirche Malachias keines Gedankens würdigte, bedeutet in diesem Falle, daß sie ihn nicht durch Schweigen unten halten wollte, sondern ihn tatsächlich für belanglos hielt.

"Die Devise des Papstes Nr. 112 ist etwas länger als gewöhnlich, sie lautet: „In p(er)secutione. extrema S. R. E. sedebit.“ Obgleich hinter persecutione ein Punkt erscheint, ist doch anzunehmen, dass die nächsten Wörter direkt dazugehören, also übersetzt lauten: In der letzten Verfolgung der H. R. K. (Heiligen Römischen Kirche) wird er herrschen. Die Abkürzung wie auch das „sedebit“ könnten Anfügung des 16. Jahrhunderts sein, die ersten drei Wörter sind dagegen echte Devise."

So, so. Der Punkt hinter "persecutione" kann also ignoriert werden, jener hinter "sedebit" allerdings nicht. Die Annahme "S. R. E. sedebit" sei ein Zusatz des 16. Jahrhunderts, entbehrt jeglicher Grundlage, da die Prophezeiung überhaupt erst 1595 nachweisbar ist.
Durch Herumbiegen macht er aus dem Satz ein neues Motto "in persecutione extrema", das einen neuen Papst zwischen "gloria olivae" und "Petrus Romanus" charakterisieren soll, basierend auf einer spekulativen Annahme, die nur innerhalb seiner irrigen Glaubenssätze Sinn hat. Ohne einen Nachweis der Prophezeiung vor 1595 mit ursprünglichem Text ist das hinfällig.

"Und zu Papst Nr. 113 gehört ein vollständiger Satz: „Petrus Romanus, qui pascet oves in multis tribulationibus: quibus transactis civitas septicollis diruetur, et Iudex tremendus iudicabit populum suum. Finis.“ Und das heißt: Der römische Petrus, der (seine) Schafe inmitten vieler Verfolgungen weidet: Wenn sie vorüber sind, wird die Stadt der sieben Hügel (= Rom) zerstört werden und der Richter, vor dem man zittert (der Herrgott), wird sein Volk richten. Ende (des Textes)."

Die unterstrichenen Teile hat er meines Erachtens falsch übersetzt.

"Quibus transactis" ist ein Ablativ, der sich auf "tribulationibus" bezieht.

"Tribulatio" (hier selbst in seinem Dativ "tribulationibus") ist die "Drangsal".
"Quibus" ist der Ablativ des Relativpronomens "qui", welches den Nebensatz an "tribulationibus" anschließt: "die Drangsale, welche...".
"Transactis" ist ebenfalls ein Ablativ, nämlich des Partizips Perfekt Passiv "transactus" des Wortes "transigere". Dieses kann nachklassisch, also im europäischen Mittelalter, auch "verbringen", "verleben" bedeuten.
Das Relativpronomen kann man getrost durch das eigentliche Nomen ersetzen, so daß dort stünde: "Tribulationibus transactis civitas septicollis diruetur." ("Durch die erlebten Drangsale wird die siebenhügelige Stadt zerstört werden.")

Der "Iudex tremendus" ist kein Richter, vor dem man erzittert, sondern ein "schrecklicher" oder "furchtbarer" Richter. Das Wort leitet sich lediglich linguistisch von "tremere" ("zittern") ab. Eigentlich ist es ein Gerundivum ("ein zu erzitternder"), so daß die Wendung korrekt zu übersetzen wäre als: "Richter, vor dem man erzittern muß". ⇒ "Furchtbar".
Der Autor des Malachias hatte offenbar das Bild des strafenden Gottes des alten Testaments im Sinne. Dieses ist unbedingte Voraussetzung des gesamtem Endzeitglaubens, der schon zu Jesu Zeiten eben in Ableitung aus dem vorchristlichen Judentum präsent war. Mit Jesus (der eigentlich einen liebenden Gott kündete) als Messias wurde diese alte Klamotte des Strafgerichts lediglich in neuem Gewande in die Zukunft verlängert und im Abendland aufgegriffen.

"Die Voraussage über die Zerstörung der Stadt Rom und der katholischen Kirche fügt sich ja gut in andere Weissagungen ein, darum ist es berechtigt, diese Papstliste noch etwas näher zu betrachten. Selbst wenn sie Ende des 16. Jahrhunderts erfunden worden wäre, wie mehrere Kommentatoren behaupten, ist doch von jenem Zeitpunkt an mit dieser Liste ein Dokument vorhanden, das auf seine Brauchbarkeit geprüft werden kann.
Zunächst einmal ist festzustellen, dass der Beginn der Liste eigentlich doch recht willkürlich gewählt wurde. Bei einer Fälschung würde man erwarten, dass die Liste mit Petrus I., beginnt oder zumindest im Jahre 1054, dem Schisma der Kirche."

Nein, mitnichten. Der Fälscher hat die Liste ex eventu dem Heiligen Malachias († 1148) zugeschrieben und ließ sie dem entsprechend zu dessen Lebenszeit beginnen, nämlich mit Coelestin II. († 1144). Daß ihm solche simplen Übereinstimmungen nicht eingängig sind, zeigt, wie verbrettert an die Sache herangeht.

"Wie ich gleich noch ausführen werde, scheint als Endpunkt der Liste das Jahr 2031 angenommen worden zu sein, und dann hätte die Liste ebenfalls anders aussehen müssen, wenn sie erst 1595 aufgestellt worden wäre, denn für die Päpste von Petrus bis Sixtus V. (1585-90) ist eine durchschnittliche Regierungszeit von sieben Jahren zu errechnen, während für die danach folgenden, also zukünftigen Päpste eine durchschnittliche Zeit von dreizehn Jahren angenommen wird. Das widerspricht jeder Wahrscheinlichkeit."

Die 2031 folgert er aus dem Todesjahr Jesu zuzüglich 2000 Jahre bis zum Anbruch der letzten tausend Jahre bzw. des letzten Schöpfungstages.
Er kommt zu der Erkenntnis, daß die durchschnittlichen Regierungszeit der Päpste bis 1590 der durchschnittlichen Regierungszeit seit 1590 widerspricht. Das sollte (ohne daß ich es nachgerechnet habe) sowohl hinsichtlich der realen Päpste, als auch ausgehend vom Endpunkt 2031 anhand der Malachiasliste der Fall sein.
Nun unterstellt er, ein Fälscher hätte für die Zeit nach 1590 ebenfalls sieben Jahre als durchschnittliche Regierungszeit angenommen, und schließt daraus, daß dem nicht so sei, wäre der Beweis für die Echtheit der Prophezeiung.
Davon ausgehend, daß die Liste 1595 aufgestellt worden sei, hätten nach seiner Logik nicht 39, sondern 63 Päpste in der Liste stehen müssen, wenn sich der Fälscher an der durchschnittlichen Regierungszeit orientiert hätte. Dabei unterstellt er dem Autor aber seine eigenen Gedankengänge als Grundlage dessen Denkens. Der Fälscher hätte die von Topper als wahr anerkannte 2031 als Endpunkt setzend anhand der durchschnittlichen Regierungszeit von Petrus bis Urban VII. (1590) die Liste entsprechend aufgefüllt. Aus der Tatsache, daß sich der Autor nicht an die Prämissen hielt, an die er sich laut Topper hätte halten müssen, folgert er, daß er nicht 1590 Fälscher, sondern 1143 Seher gewesen wäre. Das ist wirklich abenteuerlich! Topper schlägt einen von ihm lediglich geglaubten Fixpunkt in die Geschichte, dem sich alles unterordnen muß.
Wahrscheinlicher ist, daß der Fälscher 1590 ein anderes Datum für das jüngste Gericht im Sinn hatte, falls er sich dazu überhaupt Gedanken gemacht hat (!!!). Nostradamus kommt in einer seiner Rechnungen beispielsweise auf 1827 als Beginn des siebten Jahrtausends, in einer anderen auf 1908. Das würde eine durchschnittliche Regierungszeit von 6 oder 8 Jahren bedeuten, wenn man die Malachiasliste in diese Zeitspanne projiziert.

"So sind zwar 69 bzw. 73 wichtige Einschnitte in der Liste, doch dies besagt keineswegs, dass sie zu jenem Zeitpunkt gefälscht wurde. Es ist sogar auffällig, dass die Devisen nach jenem Zeitpunkt weitaus deutlicher werden als vorher, d. h., die Liste wäre für die Zukunft besser als für die (behauptete) Vergangenheit."

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Devisen seitdem sind sehr viel unpassender bzw. gar nicht passend.

Was die von ihm genannten (von mir hier ausgesparten) Zahlenspielereien z. B. mit dem goldenen Schnitt anbelangt, so widerspricht die Gefälschtheit der Prophezeiung meines Erachtens nicht, daß der Autor die Liste auf Grundlage solcher Einteilungen erstellt haben könnte.

"Nun könnte es natürlich im Laufe der Jahrhunderte geschehen sein, dass sich ein Fehler in die Gleichsetzung der auftretenden Päpste mit den Devisen eingeschlichen hat, zum Beispiel durch falsche Zählung der Gegenpäpste, und dieser Vorwurf ist mehrfach erhoben worden. Dagegen steht, dass die nun schon „offizielle“ Gleichsetzung gerade in den letzten Jahrzehnten ganz offensichtliche Erfolge vorweisen kann, denn die Devisen passen überraschend gut zu den jeweiligen Personen."

Nein, sie passen nicht "überraschend gut". Sie passen, weil die Liste nachträglich auf historische Päpste hingefälscht wurde. Seit Felix V. († 1451) gab es keine Gegenpäpste mehr, sieht man von unerheblichen Randgruppen ab. Es stellte für den Fälscher keine Schwierigkeit dar, den historischen Teil der Liste auf die gültigen Päpste zu beziehen, die 1590 ohne Zweifel feststanden.
Zu solchen Fehlurteilen kommt man, wenn man unumstößliche Glaubenssätze zum Ausgang seiner Überlegungen macht.

"Nr. 107: Papst Johannes XXIII. (1958-63) unternahm als erster Papst weite Reisen, und schon in seinem Aussehen glich er eher einem gesunden Hirten als den asketischen Gestalten vor und nach ihm. Seine Devise lautet: „Pastor et nauta“, d. h. Hirte und Seefahrer, Reisender."

Hierbei handelt es sich eher um ein beliebiges Thema, das auf gängigen Allegorien beruht. Der Papst ist freilich der Oberhirte und darüber hinaus "Seemann" auf dem "Kirchenschiff", ein Symbol, welches schon bei Nostradamus vorkommt, aber auch z. B. bei Don Bosco. Eine solche Plattitüde ließe sich auf jeden Papst beziehen.

"Nr. 108: Die Devise „Flos florum“ bedeutet: Blume der Blumen, Lilie. Papst Paul VI., war ein überaus intelligenter und feinsinniger Mann, aufrecht und rein im besten Sinne, sodass ihm dieser schöne Titel zu Recht gegeben werden darf."

Es müßte sich bei den anderen Päpsten also um dumme, dumpfe, rückgratlose und makelhafte Menschen gehandelt haben, denen dieser Titel nicht auf irgendeine Weise hätte verliehen werden können?

"Außerdem - und dieses doppelte Zutreffen kommt immer wieder bei der Gleichsetzung vor - enthält das Familienwappen der Montini, deren Spross Paul VI. war, Lilienblüten."

Daß auch sein Vorgänger Johannes XXIII. Lilien im Wappen hatte, bei denen es sich um eine häufige heraldische Figur handelt, ignoriert er.

"Nr. 110: Den Gegensatz dazu zeigt die nächste Devise an: „De labore solis“ = Von den Geburtswehen der Sonne. Mit ihr ist Papst Johannes Paul II. gut beschrieben. Sowohl seine recht lange Herrschaftszeit als auch seine Herkunft aus dem Osten, dem Geburtsort der Sonne, zeichnen sich klar ab."

"Labor" sind nur im Englischen die Geburtswehen (lat. "partus", "uterus", "nisus"). "Labor" ist im Lateinischen schlicht "Arbeit", "Mühe", "Unglück". Angemerkt werden muß wohl, daß entsprechende Phasen im Leben eines jeden Menschen zu finden sind. Auch mit irgendwelchen Ringsonnenfinsternissen auf der Südhalbkugel hat das nichts zu tun.

"Es bleiben also noch drei Päpste übrig: der „Friedenspapst“, der mit „Gloria olivae“ beschrieben wird, dann der 112., der in der Verfolgungszeit der (katholischen) Christen regiert, und schließlich Petrus, der wieder wie der erste Papst heißen wird und das Ende dieser Kette bildet. In seiner Zeit werden schwere Verfolgungen stattfinden, das „ewige“ Rom wird zerstört werden und die Kirche, die sich so hoch erhaben dünkte, wird von ihrem obersten Herrn selbst abgeurteilt werden. Ich glaube, auch diese letzte Aussage hätte wohl anders gelautet, wenn es sich um eine Fälschung handeln würde."

Gewiß nicht. Es handelt sich um eine Standardfloskel der Endzeitprophetie, die obligatorisch ist. Daß am Ende der Zeiten der Antichrist selbst in Rom residieren würde (nämlich für 3,5 Jahre oder 42 Monate) ist eine uralte Aussage, deren Aufgreifen nicht gegen, sodern für eine Fälschung spricht.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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