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Einige Deiner Aussagen kann ich nicht teilen

bollywood @, Freitag, 12. Januar 2018, 14:10 (vor 100 Tagen) @ Taurec

Hallo Taurec!

Seine ursprünglichen sozialen Bindungen sind verloren/aufgelöst. Er hat keine Kultur mehr, die sein Leben sozial, mental und spirituell strukturiert.

Die soziale Verwurzelung hat sich in den letzten 200 Jahren sukzessive von in Dorfgemeinschaften verbundenen Sippen mit vielen, zahlenmäßig jeweils stark vertretenen Generationen zu großstädtischen "Singlehaushalten" aufgelöst.

Das gilt aber vor allem für den westeuropäischen Menschen des Abendlands. Das Lebensmodell z.B. arabischer Clans aber auch von Zinti- und Romasippen zeigen deutlich, dass Städte und verbundene Groß-Sippen, die gemeinschaftlich gemäß ihrer eigenen Regeln agieren, sich nicht gegenseitig ausschließen. Selbst wenn diese im Exil leben, bilden diese Gemeinschaften gemäß ihrer genetischen Prädisposition Parallelgesellschaften, wie Vielerorts zu beobachten.

Das westeuropäische (bzw. germanische) Familienmodell bildet weltweit gesehen einen Einzellfall, da hier seit hunderten bzw. tausenden von Jahren die Großsippe gegen die Kernfamilie (Eltern und Kinder) aufgegeben wurde. Dieser Beitrag inkl. Karte bietet über einen Überblick über historische Familienstrukturen in Europa.

Meiner Ansicht nach hat diese Änderung in der Familienstruktur (die mit Hilfe der Kirche in Form des Inzestverbots zustande kam) zu erheblichen genetischen und Verhaltensänderungen geführt und war der Geburtshelfer des faustischen Menschen.

Dazu zitiere ich Thomas von Aquin (Quelle ist dieser höchst interessante Beitrag):

“The third reason is that incest would prevent people widening their circle of friends. When a man takes a wife from another family he is joined in special friendship with her relations; they are to him as his own. And so Augustine writes, “The demands of charity are fulfilled by people coming together in the bonds that the various ties of friendship require, so that they may live together in a profitable and becoming amity; nor should one man have many relationships restricted to one other, but each single should go to many singly.”

Diese Umständen münden letztendlich in der hoch-individualistischen und äußerst solidarischen Volks-Gemeinschaft, in der wir heute leben. Durch stetige Außenheirat (im Gegensatz zur Verwandtenehe) ist beim Abendländer quasi jeder mit jedem verwandt. Im Gegensatz dazu sind z.B. die Berber bis heute traditionell in Clans organisiert, die von den Kolonialmächten willkürlich zu Ländern zusammengefaßt worden sind. Diese Clans sind nur intern solidarisch und nach außen hin feindlich. Solidarische Gesellschaftsstrukturen außerhalb der eigenen Familie sind ihnen so fremd wie nur irgend geht.

Unser soziales Absicherungswesen ist dieser Tatsache geschuldet, diesem Empfinden, man sei Teil der ganzen Volksgemeinschaft und eben nicht nur der Familie bzw. dem Clan verpflichtet.

Dies steht im Gegensatz zu Deiner Aussage, die ich daher nicht teile:

"Man sollte übrigens nicht übersehen, daß die Nationalidentität nichts war, auf das man sich sinnstiftend bezogen hätte. Deutsch (oder englisch usw.) war man ganz selbstverständlich, so wie man Mensch war."

Die ursprünglichen, organisch über lange Zeit gewachsenen traditionellen Bindungen lassen sich nicht auf einmal per Befehl wiederherstellen, selbst wenn man ein Bild hat, wie diese ursprünglich aussahen. Sie sind auf viele Generationen hin, in denen die Menschen auf sich gestellt und ohne sorgenden Staat leben müßten, verloren.

Die Europäer haben allerdings ganz gute Voraussetzungen dafür: http://thosewhocansee.blogspot.de/2015/09/why-re-colonization-commonweal.html

Die Geschichte und die Kolonien wie USA, Australien, Neuseeland und Canada beweisen, dass ursprüngliche, organisch über lange Zeit gewachsenen traditionellen Bindungen überhaupt nicht erforderlich sind. Seine Kultur folgt dem Abendländer, weil sie Ausfluß seiner Gene ist. Gleiches gilt für andere Menschengruppen, wie wir derzeit direkt vor der Haustür vor Auge geführt bekommen.

Amerika war nie ein organisch gewachsenes Gebilde, das man als Gegensatz zum Vergleich mit unserer heutigen Zeit heranziehen könnte.

Man kann die Menschen der damaligen Zeit sehr wohl mit dem Durchschnittsmichel vergleichen. Ich habe ja nicht "Amerika" mit der "heutigen Zeit" verglichen, sondern den Menschen von damals, mit meinen Mitbürgern.

Ich wurde schon per PN darauf hingewiesen, dass Washington Freimaurer und Charakterschwein gewesen sei, der den Pöbel aufhetzte und sich nur bereichern wollte. Kann ja auch sein, ich kann das nicht beurteilen.

Jedoch war Washington auch Soldat und Offizier, der bereitwillig sein Ende am Galgen in Kauf nahm, in dem er die weltbeste Armee des größten Imperiums der Menschheitsgeschichte herausforderte und sogar gewann.

Unsere eigenen Soldaten und Offiziere legen ein Gelöbnis ab:
„Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“

Selbst offener Gesetzesbruch und Hochverratspolitik des Besatzungsregimes hat meines Wissens nicht einen einzigen Offizier in Handlungszwang versetzen können. Dabei gibts in Deutschland noch nichtmals die Todesstrafe, es hält also keiner seinen Hals hin, wie Washington damals. Aber Sold und Pension kassieren sie doch allesamt gerne, nicht wahr? Schwur und Gelöbnis hin oder her.

Derweil berichten mittlerweile selbst die Systemmedien über eine Greueltat nach der anderen.

Die Entwurzelten und Rechtlosen aus vielen Völkern zogen dort hin, ähnlich wie der überflüssige Überschuß aller Kontinente heute nach Europa strömt.

Du magst sie "Entwurzelte und Rechtlose" nennen, tatsächlich waren es hauptsächlich Westeuropäer, die aufgrund der Übervölkerung ein besseres Leben suchten.

Mit besten Grüßen

der lustige bollywood


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