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Inkarnation in die Vergangenheit, Matrixgedanke (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 08.01.2018, 14:21 (vor 1355 Tagen) @ Kauz (3277 Aufrufe)

Hallo!

Falls Monroe richtig berichtet hat, ist ein Folgeleben in unserer Vergangenheit möglich.

Ohne im Augenblick selbst die Zeit zu haben, mich mit Monroe tiefschürfend auseinanderzusetzen:

Die Frage ist, wie valide, vertrauenswürdig diese Erlebnisse/Berichte sind.

Auch wenn sie authentisch sind, also tatsächlich erlebt wurden, ist eine irgendwie geartete Illusion oder (Selbst-)Täuschung womöglich nicht auszuschließen. Es würde zwingend voraussetzen, daß Monroe bei seinen Forschungen mit Personen oder Entitäten in Kontakt kam, die nachweislich bereits einmal in der Zukunft inkarniert waren und dies durch richtige Voraussagen bestätigen konnten. Die bloße Behauptung, als nächstes in der Vergangenheit zu inkarnieren und dazu Informationen zu geben, reicht nicht aus, da es sich in diesem Falle auch um eine Retrospektion handeln könnte.

Damit kann es sich beim freien Willen nur um eine (perfekte) Illusion handeln, da man sonst ja einen seiner Ahnen töten könnte und damit seine eigene Existenz auslöschen würde.

Ich neige eigentlich dazu, daß es von einer allumfassenden und überzeitlichen Warte aus keinen freien Willen gibt, weil das Universum andernfalls offen wäre, was einer angenommenen Perfektion der Schöpfung und Allmacht der Schöpfers (wie auch immer er oder es geartet sei) widerspräche. Folglich muß es sich beim freien Willen um eine der Schöpfung immanente Funktion des Menschen handeln, welcher mitnichten den Weg bestimmt, sondern sich letztlich genau für das entscheidet, was sein soll. Der Eindruck, frei zu sein, ist für den Menschen nötig, damit er seine Aufgabe erfüllen kann.

„Matrix“ allein wird dem also nicht gerecht.

Diesen Matrixgedanken zähle ich zu den sterilen Spätformen einer sterbenden Religiosität. Wissenschaftler und Techniker können (als Typus, nicht zwingend jeder einzelne) nicht mehr außerhalb ihrer Kategorien denken und projizieren ihren kleinlichen und kleingeistigen Wirkungskreis auf die Urfragen der Menschheit. Nachdem man selbst zahlreiche Simulationen programmiert und durchgeführt hat, kann man sich des Gedankens nicht erwehren, selbst simuliert zu sein, zumal man seiner materialistischen Prägung folgend den Menschen nur noch als Produkt eines biologischen Computers, des Gehirns, sich vorstellen kann.
Es ist völlig sinnlos und überflüssig, Physiker, Techniker, Informatiker etc., die sich geistig nur innerhalb ihrer Zunft bewegen können und von dort aus alle anderen Bereiche des Kosmos beurteilen, zu solchen Fragen heranzuziehen. Man bekommt nur eine Kostprobe deren eigener schalen und nihilistischen Weltsicht, keine irgendwie weiterführende Erkenntnis. Letztlich handelt es sich bei diesen Behauptungen nur um religiöse Äußerungen, da man sie nicht beweisen kann, gleich wie sehr man sich bemüht, die Grenzen der vermeintlichen Simulation abzutasten. Allerdings ist es eine Religion, deren Postulate die Urfragen nicht ansatzweise beantworten, sondern sie in für immer unerreichbare Sphären verschieben. Der Schöpfer der vermeintlichen Matrix wäre ebenfalls nur ein Mensch, der in einer Simulation lebt, die in einer Simulation läuft usw. Eine Weltsicht, die noch hohler wäre, kann man sich kaum vorstellen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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