ein zutreffendes Argument (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Freitag, 05. Januar 2018, 21:10 (vor 1112 Tagen) @ Taurec3118 mal gelesen

Hallo, Taurec,


Das Problem ist, daß man hier nicht von telepathischer Übertragung unterscheiden kann. Wenn die Erinnerungen nur der Verstorbene kannte, wären sie nicht verifizierbar, (Selbst-)Betrug also nicht ausgeschlossen. Sobald ein anderer die Bestätigung liefern kann, ist nicht auszuschließen, daß das Medium ihn anzapft und ihm etwas vormacht. (Immerhin wäre dazu eine irgendwie geartete Begabung Voraussetzung.)


wenn man einen Gedanken nicht gerade oben auf liegen hat, sollte es schwer sein, ihn hervor zu fördern, versuche das mal versuchsweise bei einem Probanden. Es ist verdammt schwer, aber Mentalisten bewegen sich in diesem Bereich.

Das Argument ist stichhaltig.

Nur zapfen Mentalisten immer das ab, woran der Proband ganz stark denkt. Jetzt gerade. Was er erwartet, was er hinüberreicht, hinübersendet.


Besser wären Informationen, die sich erst nach Recherche als wahr herausstellen, am besten physisch in irgendwelchen Archiven oder Nachlässen lagern, so daß sie in keinem inkarnierten Geiste präsent sind.

Richtig.

Als ich das erste Mal bei einem Medium war, sagte es, da ist Dein Opa väterlicherseits, und er zeigt mir ein kleines Kind an der Hand.

Ich: klar, hatte Opa Kinder, sonst gäbs mich ja nicht.

Medium: nein, er zeigt es als Kind, es wurde offenbar nicht erwachsen.

Davon wusste ich nichts. Meine Eltern auch nichts.

Ein zweites Medium sagte mir später:

da ist Dein Opa väterlicherseits, und er zeigt mir ein kleines Kind an der Hand.

Ich....hm..........hüstel.

Ein drittes Medium sagte mir daraufhin:

da ist Dein Opa väterlicherseits, und er zeigt mir ein kleines Kind an der Hand.

Ich.....grrrrrrrrrr.

Ich hatte weder Opa erwartet, noch sein Kind. Ich wartete auf meinen verstorbenen Vater (der auch durchkam).

Aber was war da mit Opa?

Jahre später zog meine Mutter, mittlerweile Wittwe, um, und die jahrzehntelang vergessene Kiste mit Opas Habseiligkeiten im Keller wurde entstaubt, entspinnwebt, und geöffnet.

In seiner Brieftasche fand sich ein roter Zettel, ein Einzahlungsschein von der Post, 1942, Zweck: Zahlung Alimente, ein paar Reichsmark.

Bis zu diesem Zeitpunkt war das niemandem in der gesamten Familie bekannt.

Offenbar, das ergibt sich aus dem familiären Umständen, kam das Kind bei einem alliierten Bombenangriff ums Leben.

Ich lasse es als beweisgleiches Indizium gelten.....seither habe ich ein offenes Ohr für Medialität.

Das bewusste, angesprochene Medium sagte mir bei unserem allerersten Zusammentreffen, es ginge um meine verstorbene Mutter, und als Beweis, ihr hätte der Bestatter eine Haarsträhne abgeschnitten.

Ja, stimmt. Eine Genprobe für mich, falls mal in meiner möglichen Familie Nachwuchs gekommen wäre.

Sowas macht niemand. Und das sagt auch niemand zu einem Kunden, der noch Verstand hat. Die Gefahr eines Fehlschlags ist 105%.

Er sagte bei einer anderen Sitzung, Du hast einen Fotoapparat, mit Film drin, kein digitaler, der Film ist belichtet, aber nicht entwickelt - Du suchst da etwas bestimmtes.
Lass den Film entwickeln ,und Du wirst ein Bild finden, das das zeigt, was Du suchst, was immer es ist.

Ja, ein halbes Jahr vorher war Oma gestorben und ich machte Fotos am Grab, mit dem Hintergedanken, es könnte eine Anomalie sichtbar werden.

Als ich den Termin beim Medium hatte, lag der Fotoapparat völlig vergessen im Kofferraum eines meiner Autos, denn ich war zwischenzeitlich völlig vom Thema abgekommen.

Ich liess den Film entwickeln, und auf einem Bild geht ein Lichtstrahl quer durchs Bild, der in der Realität nicht vorhanden war.
Er zeigt auf das Blumengesteck der Schwester, die als einzige nicht an der Beisetzung teilgenommen hatte.

An diesem diesigen Dezembertag gab es keine Licht -oder Sonnenstrahlen.

Das Photolabor sagte mir auf Nachfrage, das sei nicht erklärbar, aber kein Entwicklungsfehler, das wäre so echt gewesen.

In der Abfolge zusammengenommen sind das ein paar sehr unwahrscheinliche Treffer.

Gedankenlesen geht, wie ich weiss, aber man muss den Gedanken gerade oben auf haben, parat, ihn quasi hinüberreichen.

Das war bei diesen Informationen jeweils nie der Fall, weil ich auf ganz andere Informationen hoffte.

Selbst, als ich bei anderer Gelegenheit einem Medium eine "Brücke" baute und fragte, ob der Gesuchte denn "Willy" hiesse, kam ein Nein (kein Schwindler würde nein sagen), es sei ein "Walter": den hatte ich komplett vergessen, aber es gab ihn damals, und das war ein Volltreffer.

Du hast in der Sache Recht, aber die Bedenken lassen sich bei Würdigung der Wahrscheinlichkeiten, so, wie ich sie erleben durfte, nicht aufrecht erhalten.

Beste Grüsse vom Baldur


P.S.:


Die Varianten des Selbstbetrugs sind nicht zu unterschätzen. Manch einer gelangt gar per Rückführung in frühere Leben (Dietrich Gref hat davon in einem Video erzählt) zurück bis Atlantis und berichtet, man hätte dort Chimären aus Mensch und Tier erzeugt, was u. a. der Grund für den Untergang gewesen wäre. Das klingt schon sehr nach dem Abenteuer, das man sich gewünscht hat.


das ist DAS Problem beim Wünschelrutengehen....beim Muten....im Prinzip zeigt das nur das an, was ich mir kurz zuvor denke oder zu wissen vermute


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