Nur simple Raketenwissenschaft (Schauungen & Prophezeiungen)

Fenrizwolf @, Sonntag, 26. November 2017, 04:33 (vor 951 Tagen) @ Robert4893 mal gelesen

Hallo!

Ohne tiefergehendes Fachwissen oder spezifische Erfahrung bleibt einem wohl nur übrig, das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Stahlskelettierte Hochhäuser kollabieren im Brandfalle nicht urplötzlich in ihrer geometrischen Mitte, und eine defekte Gefechtsrakete zaubert vermutlich auch keine silvestertauglichen Lichteffekte ans Firmament.

Erstens vermute ich, daß im Falle eines Ausfalls eines Triebwerks flugstabilisierende Mechanismen keinen solchen ausschweifenden Tanz vollziehen würden, und zweitens finde ich es nicht plausibel, daß auf sehr weite Entfernung, ausgestoßene Abgase von Raketenmotoren beleuchtet, so etwas anhaltend und gut sichtbar in den Himmel malen.
(oder herrschte nachweislich heller Mondschein?)

Ein Verlaufen von Kondensstreifen verhält sich in polaren Gegenden und großer Höhe sicher anders, als man es tagtäglich beim Flugverkehr beobachten kann (Chemtrails lassen grüßen), aber dennoch hätte das Bild schließlich verlaufen müssen wie ein Aquarell im Dampfgarer.

Einen zentralen(!) Lichtkegel kann es bei einem ausschweifend taumelden Flugkörper nicht geben, und Verbrennungsrückstände sind gemeinhin nicht selbstleuchtend.
Sagittas englischsprachige Artikel habe ich mir mit Interesse angesehen, aber da ich weder Physiker bin, noch Englisch meine Muttersprache ist, ist mir das keine leichte Lektüre.

Grundaussage ist wohl, daß hochfrequente elektromagnetische Strahlung auf Teilchen der Atmosphäre dergestalt wirkt, daß sich Felder ausformen, deutliche Temperaturunterschiede auftreten und das diese Felder selbst wie Antennen wirken.
(Amateur- und Hobbyfunker wissen um reflektierende Radiowellen bei bestimmten Wetterlagen -> extreme Erhöhung der Reichweite)

Aurora Borealis habe ich selbst schon in der nähe des Polarkreises bewundern dürfen, und jene entstehen, so erklärte man mir, durch elektromagnetische Strahlung unserer Sonne auf Teilchen in den äußersten Bereichen der Erdatmosphäre.

Ohne auch nur einen Funken von Physik zu verstehen, erscheint mir der Ansatz, das solche Phänomene von Experimenten mit starker hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung herrühren könnten, naheliegend.

Ob das eine weitere Büchse der Pandora ist, wie die allseits beliebte Kernenergie, werden wir spätestens dann wissen, wenn unsere Köpertemperatur unterm Regenschirm den Siedepunkt von Metallen erreicht, und wir spontane „Erleuchtung“ (engl. spontaneous combustion) erfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf


gesamter Strang:

RSS-Feed dieser Diskussion