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Endzeitprophetischer Selbstbetrug, außerdem "Demokratie" (zum hundertsten Male) (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25. September 2017, 12:05 (vor 751 Tagen) @ Malbork4362 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Dienstag, 26. September 2017, 09:49

Hallo!

Zum 23. September: Da wie erwartet NICHTS aber auch GARNICHTS geschehen ist, nicht mal irgendein ZEICHEN (groesseres Erdbeben, GAU, Tsunami, Kriegsausbruch, Terroranschlag etc pp.) muessen wir eindeutig feststellen, dass die Bibelprophetie VOLLKOMMEN fuer die Tonne ist (um es nicht noch deutlicher schreiben zu muessen).

So weit würde ich gar nicht mal gehen, jedenfalls nicht deswegen.
Vermutlich ist die Bibelprophetie für die Tonne, aber nicht weil vorgestern nichts passierte, sondern weil die Bibel Verheißungen für die Völker der Levante um die Zeitenwende enthält, die sich lediglich aufgrund der Verbreitung des Christentums in der antiken Zivilisation und von dort ins spätere Abendland zufällig erhalten haben. Für uns ist die Endzeitprophetie mit allen Begleiterscheinungen (Jesu Wiederkehr, Antichrist, Wunderzeichen usw.) meines Erachtens völlig nichtssagend und unerheblich. Es wird auch künftig nichts dergleichen geschehen.

Was also sollte das ganze Theater um den 23. September? Ich koennte mir es nur noch mit einem Szenario erklaeren, naemlich, dass an diesem Samstag jemand geboren wurde, der einst Weltgeschichte schreiben wird (dann um 2048/49, wo wir wieder bei den Feldpostbriefen waeren -> CHIREN?) Ansonsten auf breiter Flur ein Reinfall.

Es waren völlig hohle, selbstbezügliche und keine objektive Bestätigung aufweisende Behauptungen. Es hat keinen Sinn, nun Ersatzspekulationen anzustellen, um den noch immer nicht erkannten, selbstinduzierten Unsinn noch eine Etappe weiter in die Zukunft zu retten.

Dieser ganze Aufruhr um vermeintliche Endzeitgeschehnisse am 23. September war im Wesentlichen ein Selbstläufer innerhalb der christlich geprägten Prophezeiungsgemeinde, die wieder einmal auf ihren eigenen Unsinn hereingefallen ist. Da werden doch regelmäßig Säue durchs Dorf getrieben, bei denen aus unerfindlichen Quellen Ideen sich verbreiten, die durch allerhand zusätzliche Einfälle aufgebläht und völlig naiv-unkritisch einfach geglaubt werden.
Von endzeitlicher Naherwartung eingelullte Gläubige saugen diesen Schmarrn auf wie trockene Schwämme und finden für ihre Glaubenssätze in ihrem Tunnelblick ständig vermeintliche Beweise in der Außenwelt. Sieht man genauer hin und prüft die Behauptungen zum einen auf ihre Quellenlage, zum anderen auf ihre innere logische Stringenz und Plausibilität, lösen sie sich regelmäßig in Wohlgefallen auf – und zwar schon vor dem Nichteintreffen! Es ist immer rein gar nichts dahinter außer den Selbstbespiegelungen einfältiger Blödiane, die sich die Welt so machen, wie sie gerne hätten. Objektiv im Sinne einer externen Bestätigung (z. B. durch die Wissenschaft) ist nie etwas dahinter. In der Regel kombiniert sich mit der religiösen Einfalt (die tatsächlich schon in Richtung Spenglers fellachoider, also unfruchtbarer zweiter Religiosität geht) noch Unbildung bezüglich der simpelsten physikalischen, astronomischen, historischen und sonstigen Grundlagen, so daß einem die eigenen Einbildungen, die man in die Außenwelt (z. B. Sternenkonstellationen) hineinliest, subjektiv um so plausibler erscheinen.

Wir können erwarten, daß sich dieser Unsinn in nicht allzu ferner Zukunft und noch viele Male wiederholen wird, weil von dieser Klientel nur sehr selten überhaupt jemand mal klüger wird.

Diese Ausführungen im zweiten Abschnitt sind prinzipiell unabhängig von der Eingangsfrage, ob an der biblischen Prophetie grundsätzlich etwas Wahres sei. Denn es handelt sich bei solchen regelmäßig nicht eintreffenden "Hypes" um ein in sich geschlossenes Glaubenssystem, dessen Dogmen allein um ihrer selbst willen für wahr gehalten werden. Selbst wenn an der biblischen Prophetie etwas dran wäre, was ich (um meinen ersten Abschnitt zu relativieren) gar nicht mal völlig ausschließe, würden die Einfältigen in ihrer Naherwartung die Inhalte regelmäßig in ihre Zeit und Umwelt projizieren und damit regelmäßig falsch liegen. Zum eigentlichen Kern des Themas und dessen eigentlicher Bedeutung dringen sie gar nicht vor.

Man sollte, wenn man sich schon damit beschäftigen will, bitte mindestens 1000 Schritte zurücktreten und das größere Ganze betrachten, statt eine religiös-dogmatische, Schriftsätzen verhaftete Nabelschau zu betreiben, bei der man irgendwelche Einbildungen, die man sich bei der Interpretation der Schriften und damit verbundener sekundärer Ideen selbst macht, zu unumstößlichen Wahrheiten erhebt, weil man meint, man hätte verstanden, "was Gott will".

Nun zur Wahl: Also ich muss schon sagen, was man auch immer von WAHLEN halten will und ob sie etwas veraendern oder nicht, aber das Ergebnis in der BRD laesst mich an der Zurechnungsfaehigkeit der deutschen Bevoelkerung zweifeln! Wenn es keine grossangelegte Wahlfaelschung war, wie der (mittlerweile wohl den Verstand verlorene) Eichelburg behauptet, dann muss ich leider feststellen, dass euer Volk, wie soll ich sagen, "kaputt" ist.

Möglicherweise "Demokratie" und die menschliche Natur nicht verstanden, so daß der unbewußte Glaubenssatz vorherrscht, das Volk könnte prinzipiell eine unabhängige Meinung ausdrücken oder Massen wären grundsätzlich zu irgendeiner Souveränität fähig?

Völlig unabhängig davon, welche Regierungsform herrscht, wird das Volk stets die jeweiligen Herrschenden stützen und die zeitgeistgemäßen Ansichten wiederspiegeln. Es ist zu jeder Zeit eine passive Masse, die von oben herab durch ihre Führung strukturiert wird! "Bottom-up-Ansätze", wie sie in der Demokratie umfänglich gefordert werden, funktionieren bestenfalls innerhalb überschaubarer Gemeinschaften und Teilabschnitten größerer Ordnungen, die sich mit flacheren Hierarchien selbst organisieren.
Die menschliche Natur ist in monarchischen Zeiten grundsätzlich keine andere als in demokratischen. Das hierarchische Prinzip pflanzt sich von Adel und Priestertum herab sich aufspaltend bis in die innere Organisation von Großfamilien fort. In der Zivilisation sind diese Strukturen zerstört, die Bevölkerung ist aber immer noch instinktiv nach oben ausgerichtet. Das ist ganz normal, denn alles Leben ist "nach oben" orientiert: die Pflanze zum Licht, das Herdentier zum Leithammel, das Rudelmitglied zum Leitwolf, der Mensch zu Gott oder zu jeder Institution, die in der jeweiligen Gesellschaftsform an oberster Stelle steht. Das ist keine bewußte Entscheidung, sondern intuitiv gewachsen. Dabei spielt es keine Rolle, wenn einzelne Individuen aus der Reihe schlagen.

Ich bin dieses ständige Gejammer, bei dem den Deutschen ihr Wahlverhalten vorgeworfen wird, leid. Es ist einfach falsch! Dem liegt ein grundsätzliches Unverständnis zugrunde, was Demokratie eigentlich bedeutet und wie menschliche Gesellschaften zu allen Zeiten prinzipiell aufgebaut sind.
Man könnte es auch schärfer formulieren: Demokratie, wie sie einem in der Schule beigebracht wird, ist ein völliges Ding der Unmöglichkeit. Sie widerspricht dem Aufbau der Schöpfung in jeder Hinsicht und kann folglich auch nie entstehen. Es hat sie historisch nie gegeben, es gibt sie im Augenblick nicht und es wird sie auch künftig nie geben. Demokratie ist die Illusion, die dem Volk von derzeit Herrschenden vorgegeben wird. Damit bewegt sie sich völlig in der von mir beschriebenen Strukturierung "von oben herab". Während in der Kulturepoche indes die Form monarchischer Souveränität herabgespiegelt wurde, so daß jeder innerhalb der Hierarchie an seiner Stelle in seinem Wirkungskreis souverän war, so daß maximale Freiheit herrschte, wird heute von oben herab das Bild einer Strukturierung von unten herauf vorgespiegelt, die tatsächlich zu maximaler Unfreiheit führt. Die Menschen treffen scheinbar Entscheidungen, die tatsächlich gar nicht die ihren sind.

Die Verhältnisse werden sich in dem Augenblick ändern, an dem eine andere Kraft an die Spitze tritt, die ein grundsätzlich anderes Ordnungsprinzip vertritt. Dann werden sich innerhalb kurzer Zeit die Ansichten der Mehrheit ändern, weil die Masse auf einen anderen Angelpunkt ihres Daseins orientiert ist.
Dem muß zwangsläufig ein Zusammenbruch der demokratischen (Anti-)Ordnung aus sich selbst heraus vorangehen, welcher die neue Herrschaftsform durch einen finalen Akt der Gewalt lediglich den letzten Sargnagel einschlägt. Dann werden wie immer Köpfe rollen.
Die AfD ist nicht diese Kraft! Sie ist bestenfalls ein Symptom, welches das allmähliche Scheitern der noch herrschenden Ordnung anzeigt, indem (noch) im Gewande demokratischer Gepflogenheiten vormals geächtetes wieder erscheint. Im Untergrund verschieben sich Gewichte, was die Statik des Systems unter Scherkräfte setzt. Der Druck, der alles zusammenbrechen läßt, kann und wird wohl aus ganz anderer Richtung kommen.

Das Volk hat hierbei wie bei jedem anderen Ereignis der Geschichte nichts zu bestimmen. Es ist auch nicht an seinem Schicksal schuld. Schuld setzt ein selbstbewußtes Wesen voraus, einen Intellekt, der zu eigener Entscheidung fähig ist, was auf Völker nicht zutrifft, aber auf ihre jeweiligen Führungen.
Das Volk ist passiv, es kann sich nicht selbst schützen und muß daher durch eine starke Führung beschützt werden, die Formprinzipien vorgibt, welche das einzelne Volksmitglied im Sinne einer "Hilfe zur Selbsthilfe" durch Vorbild und Erziehung in die Lage versetzen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten und im Bewußtsein, durch starke, über einen wachende Institutionen (Heer, Polizei, Gerichtsbarkeit usw.) Rückendeckung zu haben, selbst zu helfen.

Die armen Deutschen aber sind einem feindlichen System, das ihre restlose Vernichtung will, völlig schutzlos und ohne eigene Schuld (!!!) ausgeliefert. Zugleich stützen sie diese Ordnung aufgrund ihrer instinktiven, unbewußten Eigenheit als Volk. "Stützen" ist hier nicht als aktive Entscheidung zu verstehen, sondern wie ein Fachwerk passiv ein Gebäude aufrecht erhält, dessen Kern es zugleich ausmacht. Sie können gar nicht anders, weil sie so gewachsen sind! Das macht die Vorzüge und das Potential dieses Volkes aus. Solange die Deutschen ihren Staat stützen, was immer es auch für einer sei, sind sie noch vorhanden. Man laste ihnen aber nicht die Verkommenheit der Führung an!

Nachsatz: Natürlich werden die obigen Ausführungen von vielen nicht verstanden werden, selbst wenn sie den Eindruck haben, sie verstanden zu haben. Dafür sind die demokratischen Fiktionen, daß sich das Volk durch freie Wahlen selbst eine Regierung gäbe, die seinen Willen repräsentiert, einfach zu stark. Ein Trugschluß liegt bereits in dem Glauben, daß das Volk überhaupt einen Willen habe.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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