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Emanuel Minos Rachegelüste gegen Weiße (Freie Themen)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 28.06.2017, 16:28 (vor 1550 Tagen) @ Sagitta (4026 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Freitag, 01.09.2017, 08:49

Hallo!

Ach so, die Flucht aus Europa. Merkwürdigerweise (!!!) auch ein Thema dieser Dame oder ihres Verkünders. Warum denn wohl? Anfang der Neunziger. Wie kommt sie nur da drauf?

"Menschen aus armen Ländern strömen in die reichen Länder. Sie kommen nach Europa, nach Skandinavien und auch nach Norwegen. Es gibt viele von ihnen. Und die Leute werden anfangen, sie nicht zu mögen und hart gegen sie sein. (Als sie das gesagt hatte, begann sie zu weinen). Sie werden mehr und mehr wie die Juden vor dem Krieg behandelt. Dann ist das Maß für unsere Sünden voll. Krieg bricht aus. Zunächst als kleiner Konflikt, als ein unbedeutenden Konflikt. Aber es hört nicht auf. Die [???] und [???] entwickeln sich schließlich zu einem großen Krieg. Am Ende des großen Krieges werden schreckliche Waffen in Betrieb genommen, einschließlich Atomwaffen. Luft, Boden und Wasser werden vergiftet und zerstört. Menschen aus den Industrieländern, Amerika, Europa, Australien, Japan und anderen Gegenden werden fliehen. Sie können nicht mehr dort leben. Sie versuchen in die ärmsten Länder zu gelangen, denen das Schlimmste erspart geblieben ist. Aber dort wird man nicht bereit sein, sie zu akzeptieren, so wie wir nicht bereit waren, sie zu akzeptieren."

Minos führt damit lediglich seine offenbar von Rachegedanken geleitete Rassenkampfidee weiter aus, wobei er sich dabei wohl auf ein nach eigenem Gusto ausgelegtes christliches Gedankengut stützt. Dabei spricht er als Fremdstämmiger schamlos von "wir", nötigt den unbedarften Leser also, sich mit seinen Ausführungen zu identifizieren, deren Aufrichtigkeit durchaus in Frage zu stellen ist.

Frömmeln ist seelisch-energetisch gesehen vergleichbar dem Ketzern, halt eben die Gegenrichtung. Mir ist egal, ob Menschen fromm sind oder Ketzer, wenn sie die Wahrheit sagen.

Die Frage ist nicht, ob sie die "Wahrheit" (ein recht subjektiver Begriff, findest Du nicht?) sagen, sondern in welchem Zusammenhang und von welchen Motiven inspiriert die Aussagen entstanden. Letztlich geht es darum, ob der Text eine seherische Grundlage hat.

Wer allein nach "Wahrheit" sucht (dabei lediglich seine persönliche Wahrheit systematisch in anderes hineindeutet), läuft gefahr, undifferenziert zu glauben (Wahrheit und glauben sind ein eng verbundenes Begriffspaar), ohne auf die Authentizität der Quelle zu achten. Ausgewählt wird dann, gleich ob Fälschung oder nicht, nach der Richtschnur, ob es zu den den eigenen Überzeugungen paßt (so interpretiert man beispielsweise im Frömmlerforum Prophezeiungen und kommt zu hanebüchenen Schlußfolgerungen).

Die Dame aus Valdres und/oder ihr psychisch verkorkster Überbringer (Taurec, von mir verschärft formuliert, aber auch das letztlich nebensächlich) waren nicht schlecht mit ihren Prognosen.

Es sind keine Prognosen, sondern (nach gegenwärtigem Stand der Dinge) reine Gegenwartsbeschreibungen mit bestenfalls leichter Extrapolation in die Zukunft, was recht schnell in Rachegelüste und Endzeiterwartung übergeht. Der Text ist nicht vor 1993 nachgewiesen, folglich kann er auch nicht als älter betrachtet werden.

Nur so nebenbei: es gibt Andere in Skandinavien, die auch von Krieg redeten. Teils vor hundert Jahren schon. Leider haben sie alle Jesus und Gott in ihrem Vokabular. Schade. Sollte man sie halt nicht beachten. Auch wenn sie die Wahrheit sagen.

In Anlehnung an Schmitt: Wer "Wahrheit" sagt, will betrügen.
Es gibt eine absolute Wahrheit ebenso (wenig), wie es eine absolute Menschheit gibt. Zwar gibt es letztere als zoologischen Begriff, der im Hintergrund steht, allerdings ist sie vom Einzelnen ebensowenig in ihrer Gesamtheit erfahrbar, wie die Wirklichkeit objekiv (also wahrheitsgetreu) wahrnehmbar ist. Dem entsprechend gibt es so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt, und bestenfalls einigt sich eine Gruppe bzw. ein Teil der Menschheit auf eine gemeinsame Wahrheit. Wer also zum Vorwurf macht, jemand würde auf irgend eine Weise nicht der Wahrheit entsprechen, meint damit eigentlich, derjenige würde nicht seiner Wahrheit entsprechen, welche er allerdings zu einem allgemeingültigen Maßstab erheben will. Letztlich handelt es sich um einen moralisch verbrämten Unterwerfungsversuch. Wehe denen, die sich diesen Schuh anziehen, indem sie das auf Emotionen zielende Diskursmuster akzeptieren und nicht "böse" erscheinen wollen!
Kurzum: Du postulierst eine nicht näher ausgeführte Wahrheit und forderst, an die Dame aus Valdres zu glauben, weil sie diese Wahrheit künde. Jemand, der deren Echtheit bezweifelt, soll dadurch natürlich ins Abseits gedrängt werden. Derartige "Sabotage" lasse ich Dir hier allerdings nicht durchgehen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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